L. Abschnitt. Dauernde Ausgaben für das Ministerium. $$ 50, 51. 1621

[m Etat für 1886/87 trat ein ständiger Hülfsarbeiter für Katasterangelegenheiten,
 1889/90 und 1892/93 ein weiterer vortragender Rath
hinzu. Die Steuerreform brachte es mit sich, dass 1894/95 die Stelle
des katastertechnischen Hülfsarbeiters in die eines vortragenden
Rathes umgewandelt und ausserdem eine neue, 96. vortragende Rathsstelle
 geschaffen wurde. Gleichzeitig wurde ein ständiger, bautechnischer
 Hülfsarbeiter angestellt, dessen Stelle aber schon 1896/97
in die eines vortragenden Rathes umgewandelt wurde. Abermals um
einen vermehrt wurde die Zahl der vortragenden Räthe durch den
nächsten Etat, und 1902 kam ein weiterer hinzu. Von den somit vorhandenen
 29 Räthen sind beschäftigt in der Etats- und Kassenabtheilung
 13, in denjenigen für direkte Steuern 8 und für indirekte
Steuern je 8.
Acht vortragende Räthe haben Nebenämter mit den in Klammern beigefügten Re-Munerationen,
 und zwar als Vorgesetzter der Lotterieverwaltung (1500 M.), als Justitiar
derselben (900 M.), als Direktor der allgemeinen Wittwen - Verpflegungsanstalt und der
allgemeinen Wittwen-Pensions- und Unterstützungskasse (1200 M.), als Mitglied der Hauptverwaltung
 der Staatsschulden (1500 M.), als Mitglied der Prüfungskommission für höhere
Verwaltungsbeamte (1200 M), als Mitglied der Oberprüfungskommission für Landmesser
(400 M., als Mitglied des Disziplinarhofes (600 M.) und als Redakteur des Centralblattes
der Abgaben- etc Gesetzgebung und Verwaltung (ca. 4000 M.).
Der Gesammtaufwand für Besoldung des Unterstaatssekretärs, der
Direktoren und Räthe war, wie die Anlage CVIIA zeigt, 1908 mit 318000 M.,
nur 32400 M. geringer als 1874, und nur etwa 30 0UO M. niedriger als
1878/79, wo 5 Direktoren, 32 Räthe und 2 Hülfsarbeiter zu besolden
waren. Unter Ausscheidung der letzteren und der Direktoren stellte
er sich 1878/79 für einen vortragenden Rath auf 8700, 1902 nur auf
8669 M., da ungewöhnlich zahlreiche Räthe mit geringem Dienstalter
vorhanden waren, 1903 nach Ausscheidung der 1000 M. Dirigenten-Zulage
 auf 8758 M. Betrüge 1908 das Durchschnittsdienstalter auch
nur 7 Jahre, so wären im Tit. 3 315700 M. erforderlich.
— 851. Für mittlere Beamte forderte der Etat für 1902 im
Tit. 4 bereits eine nur um etwa 15000 M. oder 3 Proz. hinter dem
Bedarf der letzten Jahre vor Ausscheiden der Domänen- und Forstverwaltung
 zurückbleibende Summe und 115000 M. oder fast ’/3 mehr
als im Jahre 1879/80, dem ersten nach der gedachten Maassnahme.
Damals, im Jahre 1879/80, empfingen aus diesem Titel ihre Besoldung
je ein Vorsteher des Centralbureaus, Rendant der Generalstaatskasse,
Öberbuchhalter derselben, Vorsteher des Abrechnungsbureaus ‚für
die Reichssteuern und Kanzleidirektor, 2 Kassirer der Generalstaatskasse
 und 80 Expedienten, Kalkulatoren, Registratoren, Journalisten
und Buchhalter, zusammen also 87 Beamte. Im nächsten Jahre
Wurde eine weitere Expedientenstelle errichtet, dagegen die zweite
Kassirerstelle in die eines Kassirer-Assistenten umgewandelt. Weitere
Vermehrungen fanden statt 1881/82 um 1 Expedienten, 1888/89 und
1889/90 in Folge der Reform der Branntwein- und Zuckersteuer um
Schwarz u. Strutz, Staatshaushalt u. Finanzen Preussens. Il, 108