1622 111. Hauptabschnitt. Die Ausgaben und Einnahmen des Finanz-Ministeriuths,

deren je drei. Dagegen bedeutete der Zugang von weiteren zwei im
Etat für 1890/91 nur scheinbar eine Vermehrung des Beamtenpersonals.
Bis dahin erschienen nämlich im Etat des Finanz-Ministeriums nur
die vom Staate zu leistenden Zuschüsse an die allgemeine Wittwen-Verpflegungs-Anstalt,
 die eine besondere Kassenverwaltung hatte; jetzt
wurde diese besondere Verwaltung aufgelöst, die Bruttoeinnahme und
-Ausgabe in den Etat eingestellt, und es wurden die jener Verwaltung
dienenden Bureaubeamten unter die des Finanz-Ministeriums eingereiht.
Im Jahre 1894/95 trat ein weiterer Expedient hinzu. Eine Bureaubeamtenstelle
 ist 1882/83 in die eines Vorstehers der Hauptbuchhalterei,
eine weitere 1892/93 in die eines Bureauvorstehers bei der Etats- und
Kassenabtheilung, die des Kassirer-Assistenten 1900 in die eines Buchhalters
 umgewandelt worden. So waren denn 1902 vorhanden — mit
den in Klammern angegebenen Besoldungen — je 1 Vorsteher des
Centralbureaus (7200 M.), des Abrechnungsbureaus für die Reichssteuern
 (6600), der Hauptbuchhalterei (6600) und des Bureaus der
Etats- und Kassenabtheilung (6600), je 1 Rendant (7500), Oberbuchhalter
 (6600) und Kassirer der Generalstaatskasse (6600), 87 Expedienten,
Kalkulatoren, Registratoren, Journalisten und Buchhalter und 1 Kanzleidirektor
 (3000—6000 M.), zusammen 95 Beamte, auf die im Durchschnitt
 eine Besoldung von 5002 M. entfiel gegen 4148 M. im Jahre
1879/80. Im Jahre 1908 ist der Bedarf des "Lit. 4 in Folge des Dienstalters
 der Beamten 8500 M. geringer als 1902.
Ausser ihrer Besoldung beziehen aus Nebenämtern 4 Bureaubcamte und der Kanzleidirektor
 als Ziehungskommissare bezw. Protokollführer bei den Lotterieziehungen je bis zu
522 und 5 Bureaubeamte für gleiche Geschäfte je bis zu 504 M., 1 Bureaubeamter für Geschäfte
 bei der Berliner allgemeiner Wittwen-Pensions- und Unterstützungskasse 500 M.
und ] Buchhalter für Verwaltung einer Kirchenkasse 900 M., ausserdem 1 Buchhalter für
Geschäfte bei der Königlichen Kronkasse und der Königlichen Kronfideikommisskasse aus
lit. 8 300 M.
Vor dem Uebergang der Domänen- und Forstverwaltung auf das
Landwirthschafts-Ministerium wies der Etat für 1878/79 auf 112 mittlere
Beamte, nämlich ausser den auch 1879/80 vorhandenen Einzelbeamten,
wie Bureauvorstehern u. s. w., 105 Expedienten, Kalkulatoren u. s. W.
und Beamte des Forsteinrichtungsbureaus. Gegen 1867, wo die Beamten
 der Domänen- und Forstabtheilungen zuerst auf dem Etat des
Finanz-Ministeriums erschienen, war das ein Mehr von 28 Beamten;
denn damals waren vorhanden 2 Beamte des Centralbureaus, 1 Rendant,
 1 Oberbuchhalter, 2 Kassirer und 7 Buchhalter der Generalstaatskasse,
 72 Expedienten u. s. w., 1 Vorsteher und 2 Registratoren
des: Ministerialarchivs. 1 Beamter der Forstplankammer, 1 Vorsteher
und 6 Buchhalter der Hauptbuchhalterei. Die Vermehrungen erfolgten
hauptsächlich in Folge des Zutritts der neuen Provinzen im Jahre
1868, nämlich um 12 Bureaubeamten- und Buchhalter-, 1 Vermessungsinspektor-,
 1 bautechnische Hülfsarbeiter-, 1 Kassirer- und 3 Beamtenstellen
 in der nun Forsteinrichtungsbureau genannten früheren Forst-