II. Abschnitt. I. Kapitel. Persönliche Ausgaben. $ 57. 1631

des Finanz-Ministeriums für 1868 für die gedachte Provinz, für deren
Landdrosteien die Mittel beim Ministerium des Innern ausgebracht
waren, 5 Bezirkshauptkassen vorsah, von denen indess nur 3 wirklich
aingerichtet wurden.
An Oberbuchhaltern und Buchhaltern waren, als sie zuerst,
seit 1873, im Etat von den Kassirern getrennt wurden, 180 vorhanden.
Diese Zahl wurde aus Anlass der Hinterlegungs-Ordn. v. 14. März 1879
und der Ausführung des Justizetats durch die Regierungs- bezw. Bezirkshauptkassen
 1880/81 auf 197 und 1881/82 auf 215 erhöht. Im
nächsten Jahre stieg sie auf 216, um dann aber 1885/86 in Folge
Einrichtung eigener Kassen der Justizverwaltung trotz der gleichzeitigen
 Ersetzung der 3 hannoverschen Bezirks- durch 6 Regierungshauptkassen
 auf 203 zurückzugehen. ‘Die abermalige Vermehrung auf
206 im Etat für 1887/88 und 209 in demjenigen 1888/89 war insofern
von nur formaler Bedeutung, als im ersteren Jahre die Verwaltung
der Hannoverschen Hof- und Civildiener - Wittwenkasse, 1888/89 die
der Kurhessischen Wittwen- und Waisenanstalt und Wittwen- und
Waisengesellschaft der Regierungshauptkasse in Hannover bezw.
Cassel, 1888 89 auch die Kassengeschäfte der Generalkommissionen in
Breslau, Merseburg und Münster den dortigen Regierungshauptkassen
übertragen und damit die entsprechenden Beamtenstellen von Kap. 60
Tit. 4, 5 und 7 und Kap. 101 Tit. 2 hierher übernommen wurden.
Ebenso traten 1890/91 in Folge der mehrerwähnten Auflösung der
besonderen Kassenverwaltung der allgemeinen Wittwen-Verpflegungs-Anstalt
 2 Buchhalter hinzu, während weitere 2 durch örtliche Ge-Schäftsvermehrung
 erforderlich wurden. Auch in den nächsten Jahren
machte Zunahme der eigenen Geschäfte sowie derjenigen für die
Militärverwaltung — als Korpszahlungsstellen — die Errichtung
einiger neuer Stellen nöthig. Mit dem Etatsjahre 1896/97 erfolgte sodann
 die oft erwähnte Vereinigung der Bureaubeamtenstellen I. und
II. Klasse. Damit verschwanden die Kassen- Assistenten, deren
Zahl, wie die Tabelle auf S. 1628 erweist, allmählich von 27 auf 62
gestiegen war. Geschäftsvereinfachungen ermöglichten es indess, ob-Wohl
 die Geschäfte der Korpszahlungsstellen 9 neue Stellen erforderten,
nicht die ganze Zahl, sondern nur 46, bei den Buchhaltern in Zugang
Zu bringen, und in den nächsten Jahren konnten wegen Geschäftsvereinfachungen
 noch weitere Buchhalter- in Sekretärstellen um-Zewandelt
 werden. Erst 1900 trat in Folge Errichtung einer neuen
Korpszahlungsstelle für das XVIIL Armeekorps und Zunahme der
Dienstgeschäfte in Berlin, Münster, Wiesbaden und Sigmaringen das
Bedürfniss für 6 neue Stellen hervor, und 1901 wurden bei Auflösung
der Breslauer Institutenkasse 2 Beamte derselben hierher übernommen,
1908 in Folge Uebertragung der Kassengeschäfte des Berliner Do-Mänenrenfamts
 auf die Ministerial-, Militär- und Baukommission eine
Neue Stelle errichtet. sodass sich die Zahl nun auf 273 beläuft. Hier-