1686 ML Hauptabschnitt. Die Ausgaben und Einnahmen des Finanz-Ministeriums.

steigerungen bis auf 3736800 M. im Jahre 1902 und 3749100 M.
1903 hingegen lediglich durch die Vermehrungen und das höhere
Dienstalter der Beamten sich ergaben.
Im Tit. 2 sank der Bedarf zwischen 1874 und 1879/80 um eine
Kleinigkeit, von 2,79 auf 2,76 Millionen, obwohl nach der Tabelle eine
geringe Vermehrung der Beamten eintrat; der Grund lag in dem
Ausscheiden von 20 der, wie oben erwähnt, in der Tabelle nicht berücksichtigten
 überzähligen Beamten. Von nun an bis zum Jahre
1898/99 aber folgt auch hier die Ausgabesteigerung der Stellenvermehrung
 unter Mitwirkung des Systems der Dienstalterszulagen und
1894/95 der Anrechnung der in Folge Mangels von Vakanzen 5 Jahre
übersteigenden diätarischen Dienstzeit, und auch der Sprung von
1897,98 (3,921 Mill.) zu 1898/99 (4,957 Mill.) hat, anders wie bei Tit. 1,
zu mehr als der Hälfte in letzterer seinen Grund, da ihr ein Plus
von 554400 M. zuzuschreiben ist. Das Anwachsen des Fonds in den
letzten Jahren bis auf 5293 540 M. für 1902 und 5463 340 M. für 1908
ist dann wieder in erster Linie das Ergebniss der Vermehrung der
Beamten, in zweiter dasjenige ihres höheren Dienstalters.
Wie die Zahl der Kanzlisten nach der Tabelle nach 1884/85 eine
geringere war als 1874 und 1879/80, so finden wir auch in der Anlage bei
Tit. 3 einen bis 1883/83 anhaltenden Rückgang, der seinen Tiefpunkt
sogar erst 1884/85 mit 583 050 gegen 602454 M. im Etat für 1874 erreichte.
Die dann einsetzende Steigerung bis auf rd. 0,719 Mill M. 1891/92
ist zur reichlichen Hälfte der in diesem Jahre eingetretenen Aufbesserung
 der Gehälter der Kanzleibeamten, im Uebrigen Stellenvermehrungen
 zuzuschreiben, während das zwei Jahre darauf zu verzeichnende
 Mehr von etwa 54000 M. ausschliesslich für neue Stellen
erforderlich war. Im nächsten Jahre bedingte das Dienstalter der
Beamten, namentlich aber die oben erwähnte Anrechnung eines
Theiles der Diätarienzeit auf das Dienstalter den Mehrbedarf. Die
späteren Mehrforderungen, die den Fonds bis auf 888750 M. 1902
emporgeführt haben, sind zum. grössten Theile auf die Errichtung
neuer Stellen, zum geringeren auf höheres Dienstalter zurückzuführen,
da von der Besoldungsaufbesserung der letzten 90er Jahre die
Kanzleibeamten nicht berührt wurden. Das gelegentliche geringe
Zurückbleiben des Bedarfs gegen das jeweilige Vorjahr war dagegen
ausschliesslich durch das Dienstalter bedingt. Höheres Dienstalter
ist schliesslich der Grund, dass trotz Abgang von 8 Stellen der Bedarf
 sich 1903 nur um 5100 M. niedriger als 1902 stellt.
Allein der Bedarf für die Unterbeamten (Tit. 4) weist nach der
Anlage schon von 1874 (306 516 M.) bis 1879/80 (307 737 M.) eine geringfügige
 Steigerung auf, wie auch die gedachte Tabelle eine geringe
Vermehrung der aus ihm besoldeten Beamten, und auch weiterhin
steigt er mit der Beamtenzahl, 1891/92 aber ganz überwiegend — es
wurde nur eine Hauswächterstelle neu eingerichtet — in Folge der