IIT. Abschnitt Dauernde Ausgaben für die Rentenbanken, $$ 70, 71. 1653

banken 1860 auf den Etat des Finanz-Ministeriums kamen, war die
Zahl ihrer Beamten bereits die gleiche, wie noch im Jahre 1867.
Ueber die Höhe der Besoldungen der im Hauptamt fungirenden
Beamten der Rentenbanken ist oben im I. Kapitel des II. Abschnitts des
IT. Hauptabschnitts das Erforderliche ausgeführt. Im Etat nehmen diese
Besoldungen nur einen, den 1. Titel des Kap. 59 ein. Bis zum Jahre 18:2
einschliesslich standen hier auch die Remunerationen der nebenamtlich
fungirenden Direktoren und Mitglieder. Nach Abzweigung derselben
betrug der Bedarf des Tit. 1 — vgl. Anlage CVIIB — im Jahre 1874
rd. 143 000 M.; bis Mitte der 80er Jahre hatte er sich in Folge der
Stellenvermehrungen um etwa 50 Proz. gesteigert, und nach den weiteren
Zugängen etatsmässiger Stellen, der Vereinigung der beiden Klassen von
Bureaubeamten, der Einführung der Dienstalterszulagen und den Aufbesserungen
 der Kanzlei- und Unterbeamten war er 1897/98 bis auf
Mehr als 290000 M. gestiegen, worauf ihn die Besoldungsaufbessetung
 dieses Juhres auf nahezu 325 000 M. anschwellen liess. Der Mehrund
 Minderbedarf der letzten Jahre ist auf das Dienstalter der Beten
 zurückzuführen. Für 1903 sind 240580 M. vorgesehen.
Die im Tit. 2 nachgewiesene Summe der Wohnungsgeld-Zuschüsse
 ist natürlich ebenfalls durch die Stellenvermehrungen, in
Seringem Masse auch durch Uebertragung von Stellen von einer
Rentenbank auf eine andere in einem Ort von höherer oder niederer
Servisklasse beeinflusst worden. Für 1903 sind 45276 M. erforderlich
Segen rund 37 000 —39 000 Anfangs der 90er und 29000 —35 000 M. in
den 80er Jahren. Dienstwohnungen haben z. Z. 5 Beamte.
‚ $ 7L Unter den „anderen persönlichen Ausgaben“ haben
Sich diejenigen für Remunerirung der Direktoren und Mit-£lieder,
 seitdem sie einen besonderen (3.) Titel bilden, fast gar nicht
Seändert: sie belaufen sich heut auf 10950 M. gegen 10050 M. im
Jahre 1874. Schon 1877/78—1885/86 hatte der Fonds die heutige Höhe,
Weil in diesen Jahren eine besondere Rentenbank für Lauenburg in
Ratzeburg bestand, deren Geschäfte im Nebenamt versehen wurden.
Dass er dann 1899 wieder von 10050 auf 10950 M. erhöht wurde, hatte
Seinen Grund in Erhöhung der Remunerationen der Direktionsmitglieder
 in Königsberg, Posen und Stettin wegen Zunahme der Ge-Schäfte.
 Die Remunerationen bewegen sich zwischen 600 und 900 M.
Der Tit. 4, der überwiegend zu der sich nach den im 864 dar-SOstellten
 Grundsätzen richtenden Remunerirung von Hülfsarbeitern
 im Subaltern- und Unterbeamtendienst dient, steht,
Wie die ‚Anlage CVIIB zeigt, insofern in Wechselbezichung zu dem
Besoldungstit. 1, als in Jahren, wo’ dieser eine namhafte Verstärkung
Stfahren hat, jener in der Regel einen erheblichen Minderbedarf auf-Veist.
 Der Grund liegt nach dem im $ 70 Gesagten auf.der Hand:
die Verstärkungen des "Lit. 1. rührten zumeist davon her, dass das
Schwarz u, Strutz, Staatshaushalt und Finanzen Preussens, Il. "5