1660 III. Hauptabschnitt. Die Einnahmen und Ausgaben. des Finanz-Ministeriums.

niedriger wie 1879/80 war, da wie erwähnt eine Unterbeamtenstelle
weggefallen war, bis 1908 um ein reichliches Drittel, von 17100 bis
auf 23 600 M. gesteigert, und zwar lediglich durch die Besoldungsaufbesserungen
 bezw. das Dienstaltersstufensystem.
Wohnungsgeldzuschüsse werden gar nicht benöthigt, da seit
1889/90 sämmtliche Beamte sich im Besitze von Dienstwohnungen befinden.

Aus einem Nebenamt, und zwar für Beaufsichtigung des Betriebes der Heizungs- und
Lüftungsanlagen der staatlichen höheren Lehranstalten in Berlin und Charlottenburg bezieht
der Maschinenmeister jährlich 825 M.
Die anderen persönlichen Ausgaben bestehen in ausserordentlichen
 Remunerationen und Unterstützungen, die
hier nachgewiesen und für alle Beamten in einem Titel (2) mit dem
stets gleich gebliebenen Betrage von 1000 M. ausgebracht werden, und
in Stellenzulagen bis je 200 M. für den Maschinenmeister und die
4 Gärtner, wofür 1891/92 von dem gemeinsamen Fonds zu Stellenzulagen
 im Nachtragsetat für 1890/91 die seither beibehaltene Summe
von 700 M. hierher übertragen wurde; bis einschliesslich 1896/97
bildete sie einen Bestandtheil des Tit. 2. seitdem den besonderen
Tit. 2a.

$ 76. Von den sächlichen Verwaltungs- und Betriebskosten
 sind 2 Titel von einer selbst innerhalb eines so kleinen Etats
wie desjenigen der Thiergartenverwaltung ganz untergeordneten Bedeutung.
 Die Dienstaufwandsentschädigungen (Tit. 3) betragen
nur 660 M., wovon 600 M. als Dienstaufwandsentschädigung an den
Direktor und je 30 M. als Schreibmaterialienvergütung an diesen und
den ersten Öbergärtner gezahlt werden. In dieser Höhe wird der
Titel seit 1884/85 ausgebracht. während er vorher mit 840 M.
dotirt war.
Die Abgaben und Lasten (Tit. 4) beanspruchen jotzt 580 M.
und bestehen in der Hauptsache aus Gemeindegrundsteuer von den
Dienstgrundstücken, Kanalisationsbeiträgen und sonstigen Gemeindeabgaben.
 Sie rühren daher ganz überwiegend erst aus der Zeit
nach Inkrafttreten des Kommunalabgabenges. v. 14. Juli 1893 her,
vor dessen Erlass die Dienstgrundstücke steuerfrei waren (vgl. Bd. 1,
S. 1184 d. W.). Daher stieg denn auch der Bedarf 1896/97 — für 1895/96
hatte es an einem Anhalt für die Schätzung bei der KEtatsaufstellung
gefehlt und hatte man daher den früheren Ansatz noch beibehalten —
von 10 auf 500 M. Seitdem ist der Titel nach Massgabe des wirklichen
 Bedarfs 1899 um 60 und 1902 um weitere 20 M. erhöht worden.
Bis einschliesslich 1888/89 hatte der "Titel die sich dann als entbehrlich
 herausstellende Dotation von 80 M.
Ungefähr 90 Proz. der gesammten Ausgaben der Thiergartenverwaltung
 entfallen auf die in Tit. 5 nachgewiesenen Betriebskosten.
