FG
Kl
|

IV, Abschnitt. II. Kapitel, Einnahmen a. d. Thiergartenverwaltung, $$ 76,77. 1661

In der Hauptsache, nach dem Etat für 1902 mit 200000 M., entfallen sie auf Unterhaltung
 der Garten- und Baumanlagen, Baumschulen, Fuss- und Reitwege — die Fahrwege
sind von der Gemeinde zu unterhalten — nebst Einfassungen in dem grossen Thiergarten, den
Anlagen auf dem' Opernplatz und im Lustgarten zu Berlin, anf Bewachung der Anlagen,
Reinigung und Räumung der Thiergartengewässer, Besprengung der Thiergartenwege und
Unterhaltung der Geräthschaften. Der Rest besteht -— die eingeklammerten Zahlen sind
der Voranschlag für 1902 — in Kosten der Thiergartenwasserleitung auf dem Hippodrom
(18000), von Anlagen und Verbesserungen nach Bestimmung des Finanz - Ministeriums
(8000), in Zuschuss an die Stadt Berlin zu den Kosten der Wasserlieferung für die Springbrunnen
 und Sprenghähne im Lustgarten (6000), in Unterhaltungskosten der Gebäude und
zugehörigen Hoflagen, Brunnen und Bewässerungen (3500), sowie der Brücken, Si{hleusen,
Verschalungen und Rinnen (1200), in Kosten der Reinigung der Statuen sowie zum. Schutze
Jerselben gegen Witterungseinflüsse (300) und endlich in sonstigen Betriebskosten und ver-Mischten
 Ausgaben (1000 M.)
Die Betriebskosten sind, wie die Anlage CVIIC zeigt, in den
letzten 10 Jahren in auffallendem Masse gestiegen: bis 1894/95 hatten
sie sich konstant auf rd. 124000 M. gehalten, 1895 95 stiegen sie um
6000, 1897/98 um 10000, 1898/99 um 4000, 1900 um 8000, 1901 um
21.100, 1902 aber gar um 66470 M. auf 240000 M. Die 1895/96 hin-Zutretenden
 6000 M. waren der bisher von der Bauverwaltung getragene
 Zuschuss zu den Kosten der Wasserversorgung der Springbrunnen
 und Sprenghähne im Lustgarten. Die Erhöhung 1897/98
war durch neugeschaffene Verschönerungsanlagen und dadurch bedingt,
 dass der von der Stadt Berlin bisher gewährte Zuschuss von
30.000 M. zur Verschönerung des Thiergartens seit 1894 von ihr auf
Jahre hinaus für Regulirung und Entwässerung der Chausseen im
Thiergarten festgelegt war, diejenige des nächsten Jahres dadurch,
dass ein Theil der "Thiergartenbaumschule als Bauplatz für die
Akademie der bildenden Künste verwendet und dadurch die eigene
Anzucht der Gehölze beschränkt wurde, was den Ankauf eines
Theiles des Bedarfes nöthig machte. In den Steigerungen 1900, 1901
und 1902 endlich zeigte sich die durch Anziehen der Arbeitslöhne
verstärkte finanzielle Wirkung der — jetzt beendeten — Ausholzungen,
die natürlich mehr Arbeitskräfte, aber auch, da an die Stelle eines
Theiles der Holzungen Rasenflächen getreten sind, erhöhte laufende
Unterhaltungskosten erfordern; dazu kamen die Schmuckanlagen bei
den Denkmälern der Siegesallee. Vorübergehend standen freilich, wie
M nächsten Kapitel zu zeigen sein wird, vermehrte Einnahmen der
Ausgabesteigerung gegenüber.

[7 Kapitel).

Die Einnahmen aus der Verwaltung des Thiergartens.
(Staatshaushaltsetat Kap. 27 Tit. 13.)
83 77, Wenn auch bei dem Charakter des Thiergartens als TEN
Öffentlichen Parks von einer Verwaltung desselben mit dem@i@ipt- 8 “
Zwecke der Erzielung von Einnahmen nicht die Rede sein #wn, SS ;p
RUSS
SS”
%
A

N