IL. Abschnitt. (1. Unterabschn.) I. Kap. Die etatsmässigen Beamtenstellen. $79. 1867

für die Gerichtskassen die Stellen von 95 Rendanten, 1 Vorsteher des
Einziehungsamts und 1 Oberbuchhalter beim Amtsgericht I in Berlin,
159 Gerichtsschreiber, davon 166 lediglich als Kassenbeamte,
268 Gerichtsschreibergehülfen und Assistenten, davon 47 als Kassenbeamte,
 53 Gerichtsvollzieher — die Zahl der Letzteren hatte nach dem
Etat für 1892/93 übrigens nur 17839, nach demjenigen ‚für 1888/84 und
1884/85 nur 1760 betragen — und 348 Gerichtsdiener. Indess war der
Mehrbedarf an Gerichtsschreibergehülfen zum grossen Theil dadurch
bedingt, dass jetzt mit dem System gebrochen wurde, bei kleineren
Amtsgerichten die Bureauhülfskräfte durch die  Gerichtsschreiber
stellen zu lassen.
Ueberdies stand dem Mehrbedarf an Beamten bei der Justizverwaltung gegenüber ein
Minderbedarf bei der indirekten Steuerverwaltung von 24 Provinzialsteuersekretären,
13 Bureauassistenten, je 1 OUberinspektor, Hauptamtsrendant, Oberrevisor, Hauptamts-Kontroleur
 und Obersteuerkontoleur, 19 Revisionsinspektoren, 263 Hauptamtsassistenten,
‘7 Steuereinnehmern, 279 Zoll- und Steueramtsassistenten, 49 Steueraufsehern, 529 Vollsiehungsbeamten
 und 29 Amtsdienern, bei den Regierungshauptkassen, denen bisher die
Hebung der nicht Gerichtskosten betreffenden Einnahmen und die Leistung der Ausgaben
der Justizverwaltung (Ausführung des Justizetats) obgelegen hatte, von 16 Buchhaltern und
3 Kassenassistenten.
8 79. Schon. vor der Wiedereinrichtung der Gerichtskosten hatte
das Subaltern- und Unterbeamtenpersonal namhafte Vermehrungen
erfahren, sodass im Etatsjahre 1884/85 vorhanden waren -— die Zahlen
für 1880/81 . sind in Klammern beigefügt — ‘bei den Oberlandesgerichten
 Gerichtsschreiber und Sekretäre 138 (76), Assistenten 22 (8),
‚bei den Land- und Amtsgerichten Gerichtsschreiber, Sckretäre und
Rechnungsrevisoren 3297 (8108), Gerichtsschreibergehülfen und
Assistenten 1080 (872). Man tappte bei Veranschlagung des Bureaupersonals
 1879 sozusagen im Dunkeln und hatte sich daher schon
damals ‚eine Korrektur vorbehalten, die denn. auch 1882/83 durch Ertichtung
 von 12 Stellen für Sekretäre und 6 für Assistenten bei
Staatsanwaltschaften, von 75 für Gerichtsschreiber und 155 für
Gerichtsschreibergehülfen, 1883/84 durch 44 neue Gerichtsschreiberstellen
 bei den Oberlandesgerichten, 17 Sekretär- und 14 Assistentenstellen
 bei den Oberstaatsanwaltschaften erfolgte. Dagegen wurde
lie Zahl der Kanzlisten bei den Land- und Amtsgerichten durch: all-Nähliches
 Ausscheiden von 35 der 1880/81 vorhandenen überzähligen
von 859 auf 324 vermindert. Für das Land- und das Amtsgericht I
in Berlin wurden demnächst 1887/88 4 Gerichtsschreiber, 3 Staatsanwaltschaftssekretäre
 und 2 etatsmässige Gerichtsschreibergehülfen
mehr erforderlich, und wiederum die Berliner Gerichte beanspruchten
den Hauptantheil an den 1888/89 neu bewilligten Stellen für 2 Gerichts-Schreiber,
 1 Gerichtsschreibergehülfen, 8 Sekretäre und 4 Assistenten
bei Staatsanwaltschaften und 4 Gerichtsdiener. Die 8 Sekretäre und
3 der Diener insbesondere wurden dadurch erforderlich, dass bisher
die Beamten der Amtsanwaltschaften überall nur gegen Remuneration