II. Abschnitt, (1. Unterabschn.) II. Kap. Dotation der etatsm. Beamtenstellen. $835. 1881

'arter Fiskaladjunkten von 1800 auf 2000 fl. (3 428,6 M.) sowie die Anstellung eines
Präsidialsekretärs. beim Appellationsgerichtshof in Cöln und eines Expedienten beim Stadtamt
 in Frankfurt a. M. mit je 2850 M., 1877/78 die Aufbesserung des Staatsanwaltsvehülfen
 in Frankfurt a. M. auf 3000 und 1878/79 die Fixirung eines dortigen Stadtamtsaktuars
 auf 3 260 M.

$ 85. Die Umgestaltung der Gerichte am 1. Okt. 1879 schuf
endlich die Möglichkeit zu einer gründlichen Vereinfachung des Besoldungssystems,
 wenn auch zunächst noch, um Benachtheiligungen zu
verhüten, unter Zuhilfenahme von Aussterbegehältern an Beamte, die
vorher ein höheres Gehalt bezogen hatten, als das neue Normalgehalt
ihrer Stelle. Unter Beseitigung der Verschiedenheiten nach den
Gerichtssitzen ausser für Berlin wurden nun nur folgende Klassen
aufgestellt:
14000 M. neben freier Dienstwohnung oder Miethsentschädigung von 3000 M. in Berlin
und Frankfurt a. M., 2400, 2100 oder 1800 M. je nach Servisklasse I,
IM oder Hl: Oberlandesgerichts-Präsidenten;
10500 „ Präsident des Landgerichts I in Berlin;
7 500-9 900 M., i. D. 8700 M.: Senatspräsidenten der Oberlandesgerichte, Oberstaatsanwälte,
Landgerichtspräsidenten (ausser Berlin I);
7500 M. Erster Staatsanwalt beim Landgericht I in Berlin;
4800—6 600 M., i.D. 5700 M.: Oberlandesgerichtsräthe, Landgerichtsdirektoren, Erste
Staatsanwälte (ausser Berlin 1);
2400—6 000 „ i.D. 4200 M.: Land- und Amtsrichter;
2400—4800 „iD. 3600 „ Staatsanwälte;
3900—4 200 „ i.D. 4050 „und in Berlin 300 M. Lokalzulage:; Rechnungsrevisoren der
Oberlandesgerichte ;
2100—4 200 „ iD. 3150 M.: Gerichtsschreiber und Staatsanwaltschafts-Sekretäre beim
Kammergericht;
2100-—3 600 „iD. 2850 M.: dieselben bei anderen Oberlandesgerichten und bei den
Land- und Amtsgerichten in Berlin;
2100—3300 „ i.D. 2700 M.: mit 300 M. Gehaltszulage und in Berlin 300 M. Lokalzulage,
 Rechnungsrevisoren bei den Landgerichten;
3300 M. Häuser-Administrationsinspektor in Berlin;
2100—3 300 M., i. D. 2700 M.: Gerichtsschreiber und Staatsanwaltschafts-Sekretäre bei
Land- und Amtsgerichten ausserhalb Berlins;
1650—2250 „iD. 1950 M.: Kanzlisten bei Oberlandesgerichten, für Wahrnehmung der
Kanzleiinspektor-Geschäfte 300 oder 150 M. Funktionszulage;
1800—1 950 „iD. 1875 M.: Assistenten bei Oberstaatsanwaltschaften, Gerichtsschreiberzehülfen
 und Assistenten bei Staatsanwaltschaften der Berliner Land- und
Amtsgerichte;
1650—2100 „ iD. 1875 M.: Kanzlisten bei den Berliner Landgerichten, für einen beim
Landgericht I 300 M. Funktionszulage für die Kanzleiinspektor-Geschäfte;
1500—1 800 „ i.D. 1650 M.: Gerichtsschreibergehülfen, Assistenten der Staatsanwaltschaften
 und Kanzlisten bei Land- und Amtsgerichten ausser Berlin;
1200-1350 „ i.D. 1275 M.: Kastellane bei Land- und Amtsgerichten in Berlin;
050—1 350 „ i.D. 1200 „ Gerichtsdiener und Kastellane beim Kammergericht, für den
I. Gerichtsdiener 150 M, Funktionszulage;
960—1 200 „ i.D. 1080 M.: Gerichtsdiener und Kastellane bei anderen Oberlandesgerichten
 und bei den Berliner Land- und Amtsgerichten, für den I, Gerichtsdiener
 150 M. Funktionszulage;
„.D. 900 M.: Gerichtsdiener und Kastellane bei Land- und Amtsgerichten
zusser Berlin, dem I. Gerichtsdiener 75 M, Funktionszulage;

300—1 000,