1898 JIIT. Hauptabschnitt. Die Ausgaben der Justizverwaltung.

(2 Inspektions - Assistenten, 1 Oberaufseher, 9 Aufseher, 2 Aufseherinnen)
 und 1903 (3 Inspektoren, 6 Inspektions - Assistenten,
L Oberaufseher, 2 Werkmeister, 15 Aufseher, 1 Oberaufseherin, 2 Aufseherinnen).
 Was an diesen Stellenvermehrungen besonders in die
Augen fällt, ist, dass immer mehr Gefängnisse Inspektoren im Hauptamt
 erhalten haben, analog wie die Zahl der mit einem besonderen
Direktor versehenen besonderen Gefängnisse, wie wir sahen, fortgesetzt
gestiegen ist.
$ 91. Was die Zahl der Gefängnissbeamten vor der Re organisation
 von 1879 anlangt, so findet sich diese in den Erläuterungen
zum Etat aus der Gesammtzahl der Unterbeamten ausgesondert zuerst
1855 mit 32 Inspektoren, 44 Aufsehern und 428 Gefängnisswärtern.
Bis 1859 stieg sie auf 34 Inspektoren, 48 Oberaufseher und 486 Ge-(angenwärter.
 Dann aber wurde sie in der ersten Hälfte der 60er Jahre
namhaft reduzirt, sodass 1866 nur noch vorhanden waren 37 Inspektoren,
 41 Oberaufseher und 417 Wärter, und auch bis 186% kamen in
den alten Provinzen nur 4 Inspektoren und 14 Wärter hinzu. Dagegen
 zählten 1869 die Appellationsgerichtsbezirke Kiel. Kassel und
Wiesbaden 14 Inspektoren und 37 Gefangenwärter, während in den
übrigen neuen Gebieten die Gefängnissbeamten im Etat nicht ausgesondert
 waren. Erst nachdem 1869 das neue (jefängniss im Steinthorfelde
 in der Stadt Hannover in Benutzung genommen war, erscheinen
 1870 für dieses ausgesondert 1 Inspektor, 6 Wärter und
| Pförtner und gleichzeitig infolge Ueberganges des Gefängnisses auf dem
Klapperfelde in Frankfurt a. M. auf die Justizverwaltung hierfür 1 Inspektor
 und 4 Wärter. In den alten Landestheilen tritt eine namhafte
— Vorher waren nur wenige neue Stellen errichtet — Vermehrung um 32
:n den Anlagen zum Etat gesondert aufgeführte Beamte ( je 1 Direktor —
der erste —, Inspektor, Sekretär, Hausvater, Oberaufseher, Werkmeister
und Pförtner und 25 Aufseher) erst 1872 durch die Ingebrauchnahme
von Plötzensee ein, und 1878 steigt diese Zahl infolge Erweiterung des
Gefängnisses auf 56, nämlich um 2 Inspektoren, 1 Geistlichen,
| Lehrer, 2 Oberaufseher, 1 Ingenieur, 1 Maschinist und 16 Aufseher,
und aus demselben Grunde die der Beamten in Hannover auf 18 (je
Li Inspektor, Hausvater, Öberaufseher, Werkmeister, Moaschinist,
Koch, 10 Aufseher, 2 Aufseherinnen). Dagegen verschwindet nun für die
übrigen Gefängnisse aller Landestheile — im Bezirk Cöln waren besondere
 etatsmässige staatliche Beamte bei Justizgefängnissen wegen der
dortigen Gefängnissorganisation (vgl. Ba. II Buch VI $ 208) nicht vorhanden
 — die Trennung der Aufseher von den Unterbeamten der Gerichte;
an Inspektoren sind bei diesen Gefängnissen vorhanden 48, an Oberaufsehern
 41. Neue Erweiterungen in Plötzensee und Hannover erforderten
 1875 dort einen Gesammtbestand von 79 Beamten (1 Direktor,
&gt; Inspektoren, je 2 Geistliche und Lehrer, je 1 Rendant, Sekretär,
Assistent des Rendanten, Assistent des Sekretärs. . Hausvater,