IL Abschn, (2. Unterabschn.) III. Kap. Die Gerichte erster Instanz, $$ 110, 111. 1919

hervorgehoben: im Etat für 1854 162300 M. zu Gehaltserhöhungen der
Kreisrichter und 21840 M. zur Erhöhung der Pferdeunterhaltungsgelder
 der Boten beim Berliner Stadtgerichte von 240 auf 360 M., bei
anderen Gerichten von 225 auf 300 M., im Etat für 1855 93609 M. für
neue Richterstellen' und zur Ergänzung von Normalgehältern von
Richtern und 163470 M. für Subalternbeamtenstellen und Ergänzung
der Normalgehälter solcher, 14 400 M. Dolmetscherzulagen für Bureauassistenten,
 113766 M. Mehrbetrag der den Beamten zufliessenden
Kalkulaturgebühren, 193578 M. zur Vermehrung und Gehaltsaufbesserung
 der Gefängnissbeamten, 63636 M. zur Vermehrung und
Aufbesserung der Hülfsboten, 256 710 M. zur Erhöhung der Fonds für
Kanzleidiätarien und Lohnschreiber, 73050 M. zu Gratifikationen an
die Salarienkassen-Rendanten und Exekutoren aus 10 Proz. der Mehreinnahmen
 an Gerichtskosten, 84690 M. zur Verstärkung der sächlichen
 Ausgaben der Gerichte und 15075 M. zu derjenigen des Reisekostenfonds
 der Staatsanwaltschaft, im Etat für 1857 37230 M. für 64
neue Gefängnissbeamte, in demjenigen für 1858 29940 M. zur Aufbesserung
 der Gefangenwärter, 191820 M. zu derjenigen der Boten
und Exekutoren, 14400 M. zu Lokalzulagen für Unterbeamte bei
Kreisgerichten in Städten mit mindestens 20000 Einwohnern, 17310 M.
zur Aufbesserung der Hülfsboten, 43 380 M. zur Erhöhung der Pferdeınterhaltungskosten
 von 360 und 300 auf 450 M. und 177000 M. nach
den Istausgaben erforderlich gewordene Verstärkung der Bureaukosten
der Gerichte, und im Etat für 1859 379500 M. zur Gehaltsaufbesserung
üer Richter, 25 200 M. zur Verstärkung des Lokalzulagefonds für dieselben,
 201057 und 298 602 M. überwiegend zu Gehaltsaufbesserungen
der Bureau-, Kassen- und Kanzleibeamten, 59868 M. Mehrbetrag der
Kalkulaturgebühren, 103 890 M. zur Erhöhung der Diäten der Bureau-Zzehülfen
 bei den Stadtgerichten von 810 auf 900 M. und bei den
Kreisgerichten von 690 auf 750 M. im Durchschnitt, 156 468 M. zur
Verstärkung des Lohnschreiber-, 39600 M. zu derjenigen des Unter-Sstützungsfonds
 sowie 97266 M. zu derjenigen des Bureaubedürfnissfonds
 der Gerichte.
Diesen starken Ausgabesteigerungen standen Minderausgeben in
nicht annähernd gleichem Umfange gegenüber. Die im Kinzelnen
erheblichsten Ersparnisse erwuchsen 1853 mit 25644 M. durch Einziehung
 von Richter- und Subalternstellen und mit 9270 M. durch
Minderbedarf an Bureaukosten, 1855 mit 23169 M. durch Absetzung
des Werthes freier Wohnungen und mit 12870 M. durch Verminderung
des Bureaupersonals der Staatsanwaltschaften, 1858 mit 10794, 31 158
und 42327 M. durch Erledigung von Aussterbegehältern von Richtern,
Subalternbeamten I. und II Klasse und 1859 mit 88560 M. für
Kanzleidiätarien infolge Fundirung etatsmässiger Stellen.
$ 111, Infolge der in ihren finanziell markantesten Vorgängen
im vorigen Paragraphen gekennzeichneten Entwickelung in den 50er