IT. Abschn. (2. Unterabschn.). IV. Kap. Die Oberlandesgerichte. $$ 133—137. 19389

einem Orte niedrigerer Servisklasse auf ein solches an einem Orte
höherer Klasse zurückzuführen und würde noch bedeutenderer gewesen
 sein, wenn nicht viele Aussterbebeträge weggefallen. wären.
Die in einzelnen Jahren zu verzeichnenden geringfügigen Minderansätze
 gegen die jeweiligen Vorjahre rührten theils hieraus, theils
aus Berichtigungen der Aufstellung her.

B. Andere persönliche Ausgaben.
$ 136, Unter den „anderen persönlichen Ausgaben“ stehen an
erster Stelle, jetzt im Titel 10, die, wie oben in $&amp; 60 ausgeführt, eine
durchlaufende Post bildenden Prüfungsgebühren für die bei den
Oberlandesgerichten abzulegenden Prüfungen der Rechtskandidaten
und der Anwärter zum Gerichtsschreiberamt. Die Verschiedenheiten
der Etatsansätze fussen auf den Istergebnissen der jeweiligen Vorjahre.
Da sich der Andrang, aber auch der Bedarf an Beamten vermehrt
hat, so musste das Ergebniss der Entwickelung die aus der Anlage
 CVIII näher ersichtliche ungemein starke Steigerung, von 10790 M.
1879/80 auf 84740 M. 1903 sein.
$ 137. Weitaus die Hauptsumme der „anderen persönlichen Ausgaben“
 entfällt natürlich auf die Ausgaben für Hülfskräfte und
Stellvertreter in den verschiedenen Dienstzweigen. In Anlehnung
an die frühere Etatsgruppirung führte der Etat für das zweite Halbjahr
 1879,80 drei Titel für diese Zwecke auf, im Tit. 12 „Zur Veriretung
 der Oberlandgerichtsräthe in Abwesenheits- und Krankheitsfällen
 sowie zur Annahme von Hülfsarbeitern im“ Richteramt“ 14 000 M.,
im Tit. 13 „Für Hülfsarbeiter bei der Oberstaatsanwaltschaft“ 4 800 M.
und im Tit. 14 „Zur Remunerirung der ständigen Hülfsarbeiter im
Kanzleidienste und zur Annahme von Gehülfen im Bureau-, Kanzleiund
 Unterbeamtendienste bei ausserordentlicher Geschäftsanhäufung
Sowie in Abwesenheits- und Krankheitsfällen der Beamten“ 50000 M.,
welchem letzteren Etatsansatz hinsichtlich der ständigen Kanzleihülfsarbeiter
 ein Durchschnittsdiätensatz von 1500 M. und ein Höchstsatz
von 1650 M. zu Grunde lag. 188081 wurden diesem letzteren bedeutendsten
 Titel aus den durch Ausscheiden überzähliger Kanzlisten
verfügbar gewordenen Mitteln behufs Annahme von Lohnschreibern
6600 M. zugeführt, im nächsten Jahre aber wegen Schaffung neuer
Statsmässiger Kanzlistenstellen 3000 M. wieder entzogen, freilich nur
für dieses eine Jahr; denn der ganze Fonds war so unzulänglich, dass
er 1882/88, nur zum geringen Theil behufs Gewährung mindestens desjenigen
 Diätensatzes an die Hülfsarbeiter, den sie vor dem 1. Oktober 1879
bezogen hatten, auf 150450 M. erhöht werden musste. Als im
Nächsten Jahre 75 neue etatsmässige Bureaubeamtenstellen ge-Schaffen
 wurden, wiederholte sich derselbe Vorgang in ähnlicher
Weise: man kürzte 1883/84 den Fonds um 24650 M., um ihm im