IL. Abschn. (2. Unterabschn.). V, Kap. Die Land- und Amtsgerichte. $$ 152, 153. 1949

301125 M. an Gehaltszulagen der Rechnungsrevisoren, Rendanten und
Dolmetscher und Lokalzulagen in Berlin schon auf rund 13 Millionen
— 12998868 — M. stellte. Mehrbedarf an Beamten und Erweiterung
des Kreises der Lokalzulagen beziehenden Berliner Beamten bedingten
dann in jedem der Jahre 1888/89 bis 1892/93 Mehrforderungen in der
aus der Anlage CVIII zu entnehmenden Höhe. Der abgesehen von
demjenigen für 1898/99 höchste Mehrbedarf aber, 1313750 M., ergab
sich 1893/94 für 794 neue Beamten. Gleichzeitig wurde für die aus
diesem Titel besoldeten Beamten das Aufrücken nach Dienstaltersstufen
 eingeführt, und hierauf sowie auf der Anrechnung eines Theiles
der diätarischen Dienstzeit und der Erhöhung des Höchstgehalts der
Gerichtsschreibergehülfen und Assistenten von 1800 auf 2200 M. beruhte
as, dass 1894/95 weitere 428471 M. mehr nöthig waren. Auch in jedem
der nächsten Jahre bis zur Gegenwart sind, wie die Anlage zeigt, die
Mittel verstärkt worden, und zwar alljährlich für neue Stellen und den
Mehrbedarf an Dienstalterszulagen, ausserdem aber 1896/97 behufs
der Vereinigung der Stellen der Gerichtsschreiber und Sekretäre mit
sinem Theile derjenigen für Gerichtsschreibergehülfen und Assistenten
(vgl. oben 879) um 80000 M. und namentlich infolge der allgemeinen
Besoldungsauf besserung 1898/99 um — einschliesslich des Mehrbedarfs an
Dienstalterszulagen — 2028350 M., endlich 1900 um 2800 M. Dolmetscherzulagen,
 sodass sie heute, 1903, nicht weniger als 19871300 M.') betragen.
Diese Summe von 19871 300 M. vertheilt sich wie folgt:
a) Gehälter für 1 Rendant bei dem Amtsgericht Iin Berlin mit (4 200 bis 5 400 M.) 5 400 M.;
| Vorsteher bei dem KEinziehungsamt und 1 Oberbuchhalter daselbst sowie 1] Rendant in Breslau
mit (3 600 bis 4800 M.) 14000 M.; 32 Amtsanwälte mit (1800 bis 4200 M.) 100300 M.;
)7 Rechnungsrevisoren, 103 Rendanten, 1 Zwangsverwaltunwsinspektor, 5 128 Gerichtsschreiber
ınd Sekretäre (darunter 239 als Kassenbeamte beschäftigt mit 1 500 bis 3 800 M.) 16 284 200
Mark; 1403 Gerichtsschreibergehülfen und Assistenten (darunter 38 als Kassenbeamte beschäftigt
 und bis zu 90 Dolmetscher), ferner 111 (künftig wegfallend) mit (1 500 bis 2 700 M.)
3.128300 M., (diese 111 Stellen für (jerichtsschreibergehülfen und Assistenten sind nach dem
Ausscheiden der gegenwärtigen Inhaber in Gerichtsschreiber- und Sekretärstellem umzuwandeln).
 b) Pensionsfähige Gehaltszulagen für 97 Rechnungssevisoren, 103 Rendanten und
den Zwangsverwaltungsinspektor je 600 M., im Ganzen 120600 M. c) Pensionsfähige Lokalzulagen
 für die vor dem 1. April 1897 in Berlin angestellten Beamten, und zwar für
Rechnungsrevisoren bei den Landgerichten I und II und dem Amtsgericht I, den Gerichtskassenrendanten
 bei dem Amtsgericht II, dem Zwangsverwaltungsinspektor, für Amtsanwälte,
Gerichtsschreiber und Sekretäre bis zur Höhe von 300 M. 68 250 M.; für Gerichtsschreibergehülfen
 und Assistenten 150 bis 8300 M., davon 11100 M. künftig wegfallend, 19350 M.
d) Besondere Gehaltszulagen für die in einzelnen Bezirken als Dolmetscher der Polnischen,
litthauischen, böhmisch-mährischen, wendischen und dänischen Sprache beschäftigten
Bureaubeamten 130900 M. Die Lokalzulagen treten dem Normalgehalt bis zum Höchstdesoldungsbetrage
 von 4700 M. (einschliesslich der pensionsfähigen Gehaltszulagen) für die
Rechnungsrevisoren, den Rendanten und den Zwangsverwaltungsinspektor, von 4500 M. für
lie Amtsanwälte, von 4100 M. für die Gerichtsschreiber und Sekretäre und von 3000 M.
(ür die Gerichtsschreibergehülfen und Assistenten hinzu. Der Fonds für Dolmetscher überträgt
 sich mit dem unter Tit. 15 angesetzten Fonds von 83000 M.
Yrl. Anm. auf S. 1947.

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