IT. Abschn (2. Unterabschn.). VI. Kap. Besondere Gefängnisse, $$ 175, 176, 1969

besserung des Inspektors Bedarfserhöhungen zu verzeichnen, so zwar,
dass am 1. April 1879 eingestellt wurden für jenes Gefängniss 38 520,
für dieses 9285 M. Neu hinzutraten 1876 in einem besonderen Titel
des Kapitels für die erstinstanzlichen Gerichte im Geltungsbereich der
Verordn. v. 2. Jan. 1849 und 26. Jun. 1867 die Beamtengehälter für
das neue Strafgefängniss in Glückstadt, die sich anfangs auf 39 915 M.
stellten, durch Stellenvermehrung in den beiden nächsten Jahren aber
auf 46 020 M. pro anno im Etat für das erste Halbjahr 1879/80 stiegen.
$ 176, Als bei der Gerichtsreorganisation am 1. Okt. 1879 ein
besonderes, alle Gefängnisse umfassendes Etatskapitel 75 „Gefängnissverwaltung“
 gebildet wurde, erhielt dieses in Ansehung der Besoldungen
 eine in gewisser Richtung zwiespältige Gestalt: für die
14 Gefängnisse in Plötzensee, Glückstadt, Hannover und Frankfurt a. M.
wurden die Besoldungen für sämmtliche Beamte ohne Unterscheidung
in höhere, mittlere und untere in je einem Titel geführt, während für
die übrigen Gefängnisse ein Titel für die mittleren und einer für die
unteren gebildet wurde. Der Gesammtbetrag der somit 6 Besoldungstitel
 belief sich auf jährlich 955750 M. Von den Bedarfen für die
besonderen Gefängnisse erfuhr bis zur Beschränkung des Kapitels auf
die besonderen Gefängnisse durch den Etat für 1885/86 die bedeutendste
Steigerung derjenige für Hannover, der 1881/82 wegen Schaffung neuer
Stellen und einzelner Aufbesserungen 2025, 1884/85, weil für die erweiterte
 Anstalt mehr Beamte erforderlich wurden, 15 105 M. mehr ertorderte.
 Unbedeutender war die Ausgabeerhöhung für Plötzensee —
1882/83 für neue Stellen 1 575 M. — und Frankfurt — 1881/82, 1882/83 und
1884/85 für neue Stellen 630, 1200 und 2100 M. — ‚ während für Glückstadt
 sogar für entbehrlich werdende Beamte 1882/83 3 600 und 1883/84
480 M. ab- und nur für Aufbesserungen 1880/81 45 und 1881/82 300 M.
zugesetzt wurden. Dagegen trat, 1881/82 für %, Jahre, 1882/83 für das
volle Jahr der Besoldungsfonds für das neue Untersuchungsgefängniss
in Moabit, der sich 1882/83 auf 117620 M. belief, als besonderer Titel
hinzu, wovon allerdings im nächsten Jahre 2400 M., die zur Deckung
etwaiger höherer Bezüge für von anderen Gefängnissen zu überuehmende
 Beamte bestimmt waren, wieder abgesetzt wurden, während
1884/85 die Aufbesserung einer Stelle 600 M. erheischte. Bei den Gefängnissen
 ohne selbständigen Etat war der Besoldungsbedarf für die
Mittleren Beamten 1880/81 durch Aufbesserungen um 2 955, 1881/82 und
1884/85 durch Vermehrung des Personals um 1 800 und 11 250, 1883/84 aus
beiden Anlässen um 7350 M. gestiegen und nur 1882/83 wegen Wegfalls
 eines Inspektors bei gleichzeitiger Schaffung neuer Oberaufseherstellen
 um 600 M. erleichtert worden. Ungleich erheblicher war der
Bedarf für Aufseher u. s. w. durch Vermehrung ihrer Zahl ge-Stiegen.
 1880/81 hatte er zwar durch Uebergang eines Lehrers auf
den vorerwähnten Titel eine Entlastung um 880 M. erfahren: dann
aber stieg er alljährlich, um 23625, 8740, 31 785 und 86530 M. So