1974 1II. Hauptabschnitt. Die Ausgaben der Justizverwaltung.

und 150 M. Remuneration für den Sekretär und den Rendanten der
Stadtvogtei für die Kassengeschäfte der Filialanstalten hinzu. Als im
nächsten Jahre zwar die Funktionszulagen der Unterbeamten infolge
ihrer Besoldungsaufbesserung zum Aussterbeetat verwiesen wurden,
wodurch schon damals 1500 M. in Wegfall kamen, die Unterbeamten
 sämmtlicher besonderen Gefängnisse aber Stellenzulagen
bis 200 M. erhielten, stieg der nun auch für diese bestimmte Titel um
11700 M., also auf 70750 M. Infolge der Verweisung der Funktionszulagen
 der Unterbeamten sank aber von nun an der Titel ständig, wenn
auch neue Beträge an Funktionszulagen für mittlere und Stellenzulagen
für Unterbeamte hinzutraten. Befördert wurde der Rückgang noch, als
infolge der Aufbesserung der höheren und mittleren Beamten 1897
auch deren Funktionszulagen bei Vakanzen in Wegfall kamen. 1899
war daher der Titel schon auf 46125 M. zusammengeschmolzen; da
schnellte er 1900 mit einem Male auf 73615 M. empor durch die von
dem vorjährigen Etat des Finanz-Ministeriums auf ihn übergehenden
Mehrbeträge zu Stellenzulagen für Unterbeamte. Seitdem hat er sich
durch den Wegfall von Funktionszulagen, dessen Einfluss indess durch
Stellenzulagen für neu hinzutretende Unterbeamtenstellen abgeschwächt
wurde, um 3770, 1725 und 2550 M., also auf 65570 M. vermindert.
Sein genaues Dispositiv lautet jetzt:
„1. Künftig wegfallende Funktionszulagen bei den Strafgefängnissen in Plötzensee
and Tegel sowie bei dem Untersuchungsgefängniss in Berlin-Moabit und dem Stadtvogteigefängniss
 in Berlin nebst Filiale und zwar: a) für den Direktor des Stadtvogteigefängnisses
in Berlin 600 M., b) für Geistliche, Inspektoren, Rendanten, Lehrer und den Ingenieur je
300 M., 7800 M, c) für Inspektionsassistenten, und zwar für 5 je 8300 M. und für 4 je
150 M., 2100 M,, d) für Unterbeamte je 150 M., 4500 M., zusammen 15 000 M.
2. Zur Remunerirung der Vorsitzenden der Aufsichtskommissionen bei den Strafgefängnissen
 in Plötzensee und Tegel sowie bei dem Untersuchungsgefängniss in Berlin-Moabit
 und dem Stadtvogteigefängnisse in Berlin 900 M
3. Stellenzulagen für Unterbeamte 48 770 M.
Der Fonds zu 3 überträgt sich mit dem unter Kap. 74 Tit. 15 No. 1f anzesetzten
 Fonds von 165880 M.
ı. Künftig wegfallende Funktionszulagen für Unterbeamte in Frankfurt a. M. 900 M.

$ 182, Im Etat schliesst sich jetzt an den im vorigen Paragraphen
 besprochenen Titel derjenige zu Remunerationen aus dem
Arbeitsverdienst der Gefangenen. Es scheint uns aber dem Charakter
der betreffenden Ausgaben mehr zu entsprechen, zuvörderst auf die
jetzt in den Titel 11 verwiesenen Ausgaben für Hülfsarbeiter und
Stellvertreter einzugehen. Früher waren auch für die Gefängnisse
die Kosten der ständigen Hülfsarbeiter im Bureau- und Unterbeamtendienst
 — für Erledigung des Schreibwerkes haben die Vorstandsbeamten
 zu sorgen — von denen für nichtständige Hülfsarbeiter und
Stellvertreter getrennt ausgebracht: für jene sah der Etat für 1885/86
im Tit. 9 34740 M., für diese in Tit. 10 11715 M. vor. Bei Tit. 9
wurden, namentlich infolge Errichtung von etatsmässigen Stellen