UT, Abschnitt. IM, Kapitel. Postporto- und ähnliche Ausgaben. $$ 194, 195 1985

das Bundesges. v. 5. Juni 1869. Es erscheint daher zuerst für 1870
in Fonds für derartige Ausgaben und zwar mit 2791305 M. Es ist
sehr begreiflich, dass man mit dieser Veranschlagung im Dunkeln
;appte. Ueberdies war sie natürlich für normale Zeiten berechnet,
und 1870 brach der Französische Krieg aus, der Handel und Wandel
mehr oder weniger lähmte. So stellte sich die wirkliche Ausgabe im
Durchschnitt der Jahre 1870 und 1871 nur auf etwa 2'/, Mill. M., und
es erschien daher unbedenklich, 1873 nur 2551260 M. in den Etat
einzustellen; ja diese Summe erwies sich noch soviel zu hoch, dass
1875 271 260 M. abgestrichen wurden und erst 1877/78 eine namhaftere
Mehrbewilligung, 185840 M., erfolgte, womit die Summe auf 2497 680 M.
stieg. Dieser Mehrbewilligung folgte dann freilich infolge der Vermehrung
 der Geschäfte schon 1878/79 eine zweite (247 000 M.), 1880/81,
&gt;bwohl nun ein grosser Theil der Zustellungen durch die Gerichtsvollzieher
 zu bewirken war, die hierfür aus dem früher eı1wähnten Fonds
für angeordnete Amtshandlungen ete. entschädigt wurden (vgl. oben
S 156), eine dritte (8300000M.), sodass das Kapitel nun schon mit 2974680M.
der dritten Million nahe kam. Indess erwies sich eine solche Summe
nicht als erforderlich, sodass für 1881/82 nur 2310880 M., für 1882/83
nur 1810880 M. ausgeworfen wurden. Mit diesen Reduktionen hatte
ınan aber wieder das Ziel unterschossen; denn die wirkliche Ausgabe
belief sich 1881/82 auf 20834491 M. Hierzu trug wesentlich bei, dass
nach einer Verfügung vom 5, Febr. 1881 die an sich den Gerichtsvollziehern
 zugewiesene Thätigkeit bei den von Amtswegen angeordneten
 Zustellungen, welche durch die Post oder durch Aufgabe
zur Post erfolgen, in der Regel von den Gerichtsdienern wahrgenommen
 werden sollte, was eine Frankirung unmittelbar für Rechnung
 der Staatskasse bedingte. Daher wurden 1883/84 92010 880,
1884/85 aber 2070850 M. in den Etat eingestellt. Im nächsten Jahre
erforderten dann die von der Justizverwaltung wieder übernommenen
Kassengeschäfte eine Erhöhung auf 2,13 Mill. M., während thatsächlich
 in diesem Jahre 2421 8316 M. ausgegeben wurden. Als letzteres
sich herausstellte, erhöhte man daher 1887/88 die Sollausgabe auf
2,4 Mill. M., genügte aber auch damit dem Bedarfe nicht, sodass
1888/89 73000, 1889/90 42000, 1891/92 39000, 1892/93 60000 und
1893/94 90000 M. hinzugefügt wurden.
Die in den früheren Büchern des Werkes, insbesondere im &amp; 95
des vorigen Buches erwähnte Porto aversionirung liess 1894/95 das
Kapitel bis auf einen Rest von 130000 M. von dem Justizetat verschwinden.
 Aber die ständige Zunahme der Geschäfte hat es zuwege gebracht,
 dass jetzt, wie aus der Anlage näher ersichtlich, für Sendungen,
auf die sich die Aversionirung nicht erstreckt, doch schon seit Jahren
wieder 174000 M. erforderlich sind.