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ð8, der 12. Buchstabe unsers Alphabets, zu den Liquiden
lehörig. L. als Abkürzung — Lucius, Lex (Gesetz), Liber
(Buchs, Licentiatus, Lira und Livre auf Münzen, als
röm. Zahlzeichen S 50, auf frauz. Münzen die Muͤnzstätte
Bayonne, auf franz. Kurszetteln — Lettrès (Wechselbriefe);
O, Zeichen für Pfnud Sterling; 1 Liter.
La, chem. Zeichen für Lanthan—.
La., Abkürzung für den nordamerik. Staat Louisiana.
L. a., auf Rezepten Abkürzung für Lege artis (lat.),
h. nach Vorschrift der (pharmazeut.) Kunst.
Laa, Stadt in Niederösterreich, au der Thaya, (1890)
Laab, s. Lab. s3102 E.
Laaber, Marktflecken im bayr. Reg.-Bez. Oberpfalz,
in der Schwarzen L., (1900) 785 E., Schloß.
Eaach, Maria-Laach (lat. Abbatia Lacdensis), Be—
iediktinerabtei im preuß. Neg.-«Bez. Koblenz, auf der Eifel.
1093 gestiftet, Eigentum der Benediktiner von der Beu—
roner Ordnung, mit prächtiger roman. Kirche (1156). Sstlich
 davon der Laacher See 12 Kmulg., 1 kmubr., 332 ha),
sdrater eines erloschenen Bulkaus.
Laage (Lage), Stadt in Mecklenb.s Schwerin, au der
Recknitz (14005 2503 E., Amtsgericht, höhere Müdchenschule.
Eaagen (spr. lohgen), Lougen, Numedals⸗V. Fluß in
Norwegen, entspringt auf Hardangervidda, mündet, 300 Km
Ig., beĩ Lanrvik in das Sktagerrak. (S. Gudbrandsdalen.)
Laaland (Lolland), däu. Insel, südl. von Seeland,
1164 qkm, (1901) 70585 E, bildet mit Falster und
andern Inseln das Amt Maribo; Hauptort Maribo.
Laas, Dorf in Tirol, an der, Etsch, im Vintschgan,
1900) 1281 El, Marmoxtindustrieschule; berühmte Mar—
morwerke (Laaser Marmor).
Laas, Ernst, Philosoph und Pädagog, geb. 16. Juni
1837 zu Fürstenwalde, 1860 Gynmasiallehrer in Berlin,
1872 Prof. der Philosophie in Straßburg, gest. 25. Juli
885; schrieb; „Idealismus und Positivismus““ (3 Bde.,
1878 -84) und padagogische Schriften („Der deutsche Auf⸗
atz in den obern Gymmasialklassen“, 3. Aufl. 1888 fg.).
Laasphe, Stadt im preuß, vteg.-Bez. Arusberg, an der
Lahn, (1905) 2342 E., Amtsgericht, Schloß der Fürsten
Sayn-Wittgenstein-Hohenstein; Trikotagenfabrikeu.
Laaße, Gleitbahnen, s. Riefen.
Lab (Laab), Kasleb, Kaslet, Chymosin, Renne, das
im vierten Magen (Labmagen) von Saugkälbern enthaltene
 ungeformte, eiweißspaltende Fermeut, das süße Milch
zum Gerinnen bringt, auch der durch Einsalzen und Trock
uen räparierte Labnagen selbst, wird in der Süßmilch—
käsefabritation benntzt.“ Das L. ist jetzt meist durch Lab—
essenz, ein Ertrakt aus der Schleimhaut des Labmageus,
oder durch feste Labtonserven, puiver und tabletten er⸗
setzt. — In den Sglimen bedenlet, L. die Mutterlauge.
Laba, l. Nebenfluß des Kuban im russ.-kankas. Kubau—
jebiet, inndet dei Uf-Labinst, 316 RnIg. —
Labadie (spr. dih), Jean de, Mystiker uud pietisti—
Her Separatist geb 180 Febr. 1610 ju Bourg (Gnyenne)
IFesuit bis 1638, trat 1660 zur reforin. Kirche über, 166
Pfarrer in Genf, 1669 in Amsterdam, gest. 2. Febr. 1674
u Altona; erstreble eine Reform nach dein Muster der apostol.
 Gemeinde. Seine Anhünger, die Labadisten, erhielten
sich bis gegen Mitte des 18. Jahth., wo sie sich allmählich
mit anderu Parteien verschmolzen.
Saban, Herdenbesiher in Haran, Sohn Bethuels,
Bruder der Rebelta, Vater der Rahel und Lea, der beiden
»Frauen Jakobs (1 Mos. 24, 20 f9.).
Brockhaus“ Kleines Gouveriations-Lexikon. 5. Aufl. 11

L.

Laband, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Oppeln, au der
odnitz, (1905) 4662 E.; Walzwerk Hermineuhütte.
Laband, Panl, Germanist und Staatsrechtslehrer, geb.
24. Mai 1838 zu Breslau, 1864 Prof. in Königsberg,
eit 1872 in Straßburg schrieb: „Beiträge zur Knude des
Schwabenspiegels“ (1861), „Das Staatsrecht des Deut⸗
ichen Reichs“(4. Aufl., 4 Bde. 1901) u. a. Mitheraus—
geber des „Archivs für öffentliches Recht“ (18860fg.) und
her „Deutschen Juristenzeitung“ (seit 1896). Bau.
Labarräquesche Lauge (Ean de Labarraque), s.
BVabarum, Lereuzfahne, in der spätröm. Zeit die kaiserl.
Hauptfahne des Heers. Sie trug seit dem Siege Kou—
dantins d. Gr. über Maxentins (3512 n. Chr.) an ihrem
obern Ende das Christusmouogramm s. d.).
Labdrüsen, s. Magen.
Labelfyften (spr. lehb-), indirektes Boylottieren(s. d.),
Smpfehlung der Waren arbeiterfreundlicher Fabrikanten
)urch Aubringung von Erkennungsmarken (engl. Labels).
Labenwolf, Pankraz, Bildhauer, geb, 1492, gest. 1663,
Zchöpfer des Gänsemännchen-Brunuens Tafel: Genrewirst
 I1, 3) in Rürnberg, des Grahnials des Grafen
»on Zimmernn in Meßkirch un a. — Sein Sohn Georg L
gest. 1585, ebenfalls Bildhauer.
Labev, Autistins, röm. Jurist unter Kaiser Augustus,
egründete die Inristenschule der Prokulianer (s. Sabinus)
Vgl. Pernice (3 Bde, 1873 92).
Laber, Hadamar von, s. Hadamar von Laber.
Laberdan, s. Dorsch.
Labes, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Stettin, au
rMRega, (1905) 5183 E., Amtsgericht, Laudesgestüt.
Labesfenz, s. Lab,
Labet, im Karteuspiel, s. Beẽte.
Labet, Vogel, s. Salangane.
Labiãl (lalt), zu den Lippen gehörig, — Unblales,
Lippenlaute, s. Laut. — Labialstimmen, Lablalregister,
aabialpfeifen, Flötenpfeifen, Orgelpfeifen mit Labien (s. d,).
Labigana, Pola de, span. Stadt, s. Pola de Labiana.
Labiaten, Lippeunbtütter (Iabiatae), Pflanzenfamilie
der Labigtifloren, über die ganze Erde verbreitet; die Bluͤten
haben einen röhrenförmigen Kelch, eine zweilippige Blumen—
kronc und meist vier Staubgefäße.
Labigtifsoren, dikotyledonische Pflanzenorduung,
harakterisiert durch die lippen⸗ oder rachenförmigen Blüten;
sfie umfaßt die Familien der Skrofnlariazeen, vabiaten,
Utritulariazeen, Gesnerazeen, Bignoniazeen, Akanthazeen,
herbenazeen, Plautagineen, Orobauchcen.
Labian, Kreisstadt im preuß. Reg.«Bez. Königsberg,
uu der Deime, aus der hier der Friedrichsgraben abgeht,
1905) 4512 E., Anitsgericht. Der Vertrag von L. 20. Nop.
Ghs sicherte deun Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm die
nabhängigkeit Prenßens von Schweden.
Labiche (spr. bisch), Eugene, frauz. Bühnendichter,
jeb. 5. Mai 1815 zu Paris, seit 1880 Mitglied der Aka—
emie; schrieb, zum Teil mit andern, Lustspiele, Possen
iid Vaudevilles, gest. 23. Jan. 1888 in Paris.
Labfen (vom lat, jahsum), Lippen, bes. die Scham⸗
ippen; in der Orgel die scharfen Kanten über (Gber—
abium) und unter (Unterlabium) der schmalen Offnung
ber dem Fuße der Labialpfeifen, dem sog— Aufschnitt.
Labienus, Titus Atius, röm. Volkstribun 63 v. Chr.,
m Gallischen Kriege Legat Cäsars, im Bürgerkriege auf
Zeite des Pompejus, kämpfte bei Pharsalus, fiel in de—
Schlacht bei Muunda in Spanien 45 p. Ehr.

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