Lab

Labil (lat.), schwankend, hinfällig, vergänglich; labiles
Bleichgewicht, s. Gleichgewicht IAbb. 698 p].
Sabillardiere (spt. -bijardlähr), Jacques Julien
Houton de, franz. Naturforscher, geb. 28. Olt. 1755 zu
—E
z. Jan. 1834 iu Paris; schrieb: „Novae Hollandiae planarum
 specimen“ (2 Bde., 1804 -6) u. a.
Labiodentäl (lat.), lippenzahnig, mit den Lippen und
Zähnen gausgesprochen.
Labischin, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Bromberg,
an der Retze, (1905) 2178 E. Amtsgericht.
Labitzey, Jos. Tanzkomponist, geb. 4. Juli 1802 zu
Schönfeld in Böhmen, 18352 68 Dirigent der Kurkapelle
u Karlsbad, gest. das. 19. Aug. 1881.
Labkraut, s. alium.
Tabicb (arab., d. h. Winde, Dolichos L.), Gattg. der
deguminosen; die bohnenartigen Samen von L. vulgãris
Jah (Heim⸗, Reisbohne, ägypt. Fasel) sind eßbar.
Lablache (spr. blasch), Luigi, Opernsänger (Bassist),
zeb. 6. Dez. 1784 in Neapel, von 1830 meist abwechselnd
Paris und London, gest. 28. Jan. 1888 bei Neapel;
hrieb eine geschätzte ‚Méthode de chant“
Labmagen, s. Lab.
Sabd, Dorf im preuß. Reg.⸗Bez. Schleswig, in der
Fropstei, auf der Ostseite des äußern Teils des Kieler
dafens Karte: Deutsches Reich J,1), (1900) 1191 E.,
Strandamt, Resttungsstation für Schiffbrüchige, Seebad,
Fedeutende Festungswerke zum Schutz des Kieler Hafens.
Laboraforium (lat.), Arbeitsstütte, insbes. ein für
die Anstellung chem., physik. oder technischer Forschungen
sauf Unlversituͤten, in chem. Fabriken), für die Anfertigung
pharmazeut. Präparate (in Äpotheken) oder auch Gei der
Artillerie) von Munition und Munitionsgegenständen be—
ftimmter Raum; Laboraut, in einem chem, L. Arbeitender,
usbef. der mit Darstellung der Arzneimittel beschäftigte
Apothekergehilfe; auch s. v. w. Alchimist.
—A
naun, geb. 1724 zu Jaca in Spanien, erwarb als Kauf—
nann zu Bayonne ein großes Vermögen, ward unter
Thoiseul Hofbankier und verwandte große Summen zu
Jemeinnützigen Anstalten, 18. April 1784 guillotiniert.
Laborieren (lat.), arbeiten; chem. Versuche anstellen;
in etwas leiden.
Labouchere (spr. buschähr), Henry, engl. Politiker,
zeb. 1831 in London, erst Diplomat, 18658—68 und wieder
1880 1908 Parlamentsmitglied (radikal), Herausgeber der
Wochenschrift „Pruth“; schrieb: „Diary of e besieged
resident in Paris“ (deutsch 1871).
Laboulaye (spr. buläh), Edouard Rene Lefebvre de,
ranz. Rechtshistoriker, geb. 18. Jan. 1811 zu Paris, seit
1849 Prof. am Collège de France, 187175 Mitglied
der Deputiertenlammer, dann des Senats, gest. 25. Mai
1883 zu Paris; seit 1835 Herausgeber der „Revue his-—

tats-Unis de PAmérique“ (6. Aufl. 1876; deutsch,
3 Bde., 2. Aufl. 1882), die satir.⸗ didaltische Schrift
„Paris en Amérique“ (1863 u. ö.; deutsch 1868). —
Vgl. Wallon (franz, 1889).
VLabourdan (spr. burdäang), bask. Landschaft in Süd—
rankreich (Dep. Basses-Pyrenkes) und Spanien; Haupt-⸗
tadt Bayonne (Lapurdum).
La hourse ou la vie (ftz., spr. burß u la wih), die
Börse oder das Leben! stz, su ẽ
Sabrador, Labradorit, trikliner Kalknatroufeldspat.
neist, in blätterigen oder körnigen Massen vorkommend;
manche Varietäten mit prüchtigem, F— eingelagerte fremde
nikroskopische Mineralien hervorgerufenem Farbenschiller
nuf, Spaltflächen, zu Schmucksteinen, Dosen c. verarbeitet.
Labrador, nordöstl. Halhinsel Nordamerikas (Karte:
Nordamerika V, zwischen Hudson- und Jamesbai und
Atlant. Ozean, 1,8 Mill. qkm, etwa 10000 E. (Eskimo und
Bergindianer), rauhes Felsplateau, reich an Pelztieren; der
rordöstl. Teil (18 000 4ku, 1903: 3947 E.; mit sechs Mis⸗
ionsstationen der Mähr. Brüder) ist Dependenz der brit. Ko—
onie Neufundland, der westl. Teil gehört zu Kanada. L. ist
das Helluland der Entdeckungsgeschichte, s. Beilage: Ent⸗
deckungsssreisen. — Vgl. Stearus (engl., 1885).
Vvatraporsrom, s. Meeresströmungen und Erd—
arten 11.*

dabradortee, s. Gaultheria und Ledum.
Labriden, die Lippfische (s. d.).
Labrunie (spr.brünih), Gtrard, genannt Gerard de
sterval. franz. Schriftsteller, geb. 21. Mai 1808 in Paris,
gest. 26. Jan 1856 das. durch Selbstmord; schrieb: „Fléeies
 nationales et satires politiques“ (1827), „Scènes
ie la vie orientale“ (2 Bde., 1848 -850), Dramen u. a.
La Bruyere (spr. brükähr), Jean de, franz. Schriftteller,
 geb. i16. Aug. 1645 zu Paris, Mitglied der Aka—
demie, gest. 10. Mai 1696 zu Versailles, vorzüglicher Sti—
ist und geistvoller Charakterzeichner in „Des caractéres
Ie Théopuraste“ (1688; deutsch von Eitner, 1886). — Vol.
Rahstede (1886), Allaire (franz., 2 Bde., 1886), Pellisson
fräuz., 1893), Morillot Efranz., 1904).
Labsalben (Seew.), s. v. w. teeren.
Labuan, brit. Insel an der Nordwestküste von Borneo,
138 (78) q«kw, (1901) 8411 E.; Station für den ind.⸗
hines. Seeberkehr; Hauptort Vicioria (1800 E.).
Labyrinth (grch), im Altertum Name von Gebäuden,
die viele sich kreuzeude Kammern und wenige Ausgänge
hatten, so daß der Eintretende sich leicht verirren konnte;
am berühmtesten das kretische S., bei Knosos, der Sage
nach von Daidalos als Wohnung des Minotauros erbaut,
ind das ägypt. L. im Fajum bei dem Dorfe Hawära. —
In der Anatomie der iunerste Teil des Gehörorgans
q. Ohr); auch Atmungsorgan der Labyrinthfische (s. d.).
Labyrinthfische (Uabyrinthiei), Familie der Stachel
lofser, Süßwasserfische der heißen
zone, deren Kiemenhoͤhle mit einer
stebenhöhle in Verbindung steht,
vorin sich ein blätteriges, gewun—
Du 8 Vernnn
hefindet, das ihnen erlaubt, längere
Zeit im Trocknen zu leben. Hier⸗ loou. Großslosser.
jer der Klettersisch (Anabas scandens C. L), aus Ostindien,
benutzt die Dornen des Kiemendeckels zur Fortbewegung auf
»em Lande, ja zum Klettern;
die Gattg. der Makropoden
Großflosser, Polyacanthus,
Aacropodus), mit verlänger—
en weichen Strahlen fast bei
allen Flossen; M. viridi-auraus
 Lacép. Abb. 1001] mit
Joldgrünen undrötlichen Quer⸗
hinden, aus China, nur ge—
ähmt bekaunt, Zierfisch; das
Mannchen bewacht die Eier in einem von ihm gebildeten
Schaumnest. Der Gurami (Osphroménus olfax C. V.
Abb. 1002)), wohlschmeckend; Große Sundainseln, wird
iber auch anderwürts gezüchtet.
Labyrinthodönten, Labyrinth- oder Wickelzähner
Labyrinthodonta), Ordnung fossiler Amphibien des
‚aläos und mesozoischen Zeitalters, in der Steinkohlen—
ormation beginnend, am stärksten in der Trias entwickelt,
»on Salamander- bis Krokodilgröße, bei denen die Zement—
chicht der Zühne an der Basis nach innen vorspringende
einfache oder gewundene Falten bildet. Gliedmaßen fehlen
uweilen, Schwanz war stets vorhanden. Haut mit Knochen⸗
„latten (daher Pauzerlurche).
Lao (latt), Milch; L dirginis, Jungfernmilch (s.
Benzoetinktur); L. sulfuris, Schwefelmilch (s. Schwefel).
Lao (frz.), der See.
Lac ach), ostind. Rechnungsseinheit — 100 000 Rupien.
Lacaille (spr. -kaj), Nicolas Louis de, franz. Astronom,
jeb. 16. März 1713 zu Rumigny, Prof. am Gollèege Ma.
zarin, 1750— 54 am Kap der Guten Hoffnung, gest.
21. März 1762 zu Paris, verdient um Berichtiguung der
Sternkataloge und astron, Tafeln.
Lacaze⸗Duthiers (spr. kahs' dütiähr), Henri de,
franz. Zoolog, geb. 15. Mai 1821 in Stiguedern (Lot⸗et⸗
Baronne), Prof. in Lille, dann in Valenciennes und an
der Sorbonne in Paris, gründete 1873 eine zoolog. Sta—
ion zu Roscoff (Bretagne), gest. 21. Juli 1901 auf seinem
dandsitze Las Fons (Dordogne), bes. um die Anatomie
und Entwicklungsgeschichte der niedern Seetiere und die
Purpurforschung verdient.
Lao-dyse (engl., spr. läck dei) oder Färbelack, aus dem
Stock⸗ oder Körnerlack ausgezogener Farbstoff, der an Feigen—
»äumen in Ostindien durch Stiche der Gummilackschild—

1002. Gurami.