Lac

aus erzeugt wird, ist das Kalziumsalz der Laklainsäure,
ärbt Wolle bes. auf Zinnbeize rot; der mit Alaun gefällte
Farbstoff wird als Lae-lake oder Lack-Lack bezeichnet.
Laos (engl., spr. lehß), Spitzen, Borten.
Lacedonia (spr. tsche), Stadt in der ital. Prov.
Avellino, im Ofantotal, on 6326 E.
Lacepede (spr. laßepühd), Bernard Germain Etienne
de Laville, Graf de, franz. Naturforscher, geb. 26. Dez.
1756 in Agen, Prof. in Paris, 1809 Staatsminister, 1814
Lair von Frankreich, gest. 6. Okt. 1825 in Epinay bei
Saint-Denis; schrieb Naturgeschichten der Reptilien (2 Bde.,
1789), Fische (5 Bde. 1798 -1808), der Waltiere (1804),
des Menschen (1827) u. a.
Lacepede⸗Inseln, Inselgruppe an der Nordwest⸗
üste von Westaustralien; Guanolager.
da Cerdaña (spr. ßerdannja), s. Cerdagne.
Lacerta, s. Eidechsen.
Lacet (frz., spr. laßeh). Schnürband, Sauüene
Zachaife ispr. schöhss), Francois de, franz. Jesuit,
jeb. 28. Aug. 1624 in Air (Dep. Loire), seit 1675 der ein⸗
ußreiche Beichtvater Ludwigs XIV., wirkte für die Je—
nilen gegen die Jansenisten und Hugenotten, gest. 20. Jan.
1709.* Sein Landhaus nebst Gaͤrten am Mout-Louis iu
Paris, nach seinem Tode Besitztum der Jesuiten, seit 1804
hegrabnisplatz (Pere⸗Lachaise). — Vgl. Chantelauze (1859).
La Chaufsee (spr. schosseh), Pierre Claude Nivelle de,
frang. Drametiker, geb. 1692 zu Paris, gest. das. 414, Märʒ
1754; Begrunder der „Comédis larmoyante“ (Rühr⸗
fück) durch Le préejugs à lä mode“ (1736), „Moelanide“
(1741) ua. — Val. Lanson (1887). sheit.
TaAcone (frz., spr. lahsch'), feig, schlaff; Lehetô, Schlaff⸗
Lachen (KRisus), lautes, — Ausatmen mit
Zufammenziehungen gewisser Gefichtsmuskeln Eachmus⸗
jelu), die die Mundwinkel nach außen ziehen, auch krank—
haft Eachtrampf) bei Hysterie (j. d.)-Sachen,
 Markiflecken im schweiz. Kanton Schwyz, am
Züticher See und Eingang des Wäggitals, (18005 1871 E.
Sachenal (spr. IHenäll), Adrien, schweiz. Bundes⸗
»rasident, geb. 19. Mai 1849 zu Genf, 188184 Mit⸗
lied des Ständerats, 1884 des Nationalrats, dessen
Präsident er 188091 war, 1892 —88 des Bundesrats,
i88697 Bundespräsident, 1800 Mitglied des Stände—
ats, 1903 dessen Präsident. llische Tierwelt, 8.
Lachender Hanus, s. Eisvögel und Tafel: Austra⸗
Lachesis, eine der drei Moiren (s. d.).
Lachgas, s. Lustgas.
Lachkrampf, s. Lachen.
Sachmann, Karl, Philolog, geb. 4. März 1793 zu
Braunschweig, 1826 Prof. in Berlin, gest. das. 18. März
1851; verdient durch strenge eee Kritik auf den
Gebieten der klaffischen („Vetrachtungen über die Jlias“,
3. Aufl. 1874; Ausgaben des Properz, Lucrez ꝛc.) und
der deutschen Philologie („Zu den Nibelungen und zur
stlage“ sBegründung der Nibelungenlieder-Theorie], 18836;
Aber althochdeutsche Betonung und Verskunst“, Ausgaben
des Nibelungenliedes, Walters von der Vogelweide, Wol⸗
stams von Eschenbach, von Hartmanus Iwein, Lessings ec.)
HKleine Schrifien“ (EBde. 1876), „Briefe an M. Haupt“
1892). — Biogr. von Hertz (18851).
Sachner, Frauz, Komponist, geb. 2. April 1808 zu
Rain in Oberbaheru, 1836 —68 koͤnigl. Kapellmeister in
München, 1852 Generalmusikdirektor, gest. 20. Jan. 1890
in München. Wertke; acht Sinfonien, acht Orchester⸗
suiten, vier Opern (Kathaäring Cornaro“), Messen, Ora⸗
orien, ein Requiem, Männerchöre (Sturmesmythe“ 2c.),
Lieder u. a. — Bruder; Ignaz L. geb. 17. Sept. 1807
1861 785 Kapellmeister in Frankfurt a. M., gest. 26. Febr.
1895 in Hannover; schrieb mehrere Opern u. a. Werke;
Vinzenz J. geb. 16. Fuli 1811, 1838678 Kapellmeister
in Maunnheim, gest. 22. Jan. 1803 in Karlsruhe, bes. be⸗
annt dutch Maͤnnerchore, Lieder, bes. von Viltor von
se Musik zu „Turandot“ u. a.
dächowsche Juseln, richtiger Ljachowsche Jufeln,
———
LSachfe (Saimondas), Familie der Edelfische, mit
updenlosem Kopf, meisst beschupptem Körper, gerundetem
auch und kleiner Fettflosse hinter der Rückenflosse. Die
ahlreichen Arten bewohnen die Küsten und Süßwässer der
aördl. gemäßigten und kalten Zone, find Fleischfresser und

vandern zum Laichen aus dem Meere in die Flüsse hinauf.
Fieifch wohlfchmeckend, sehr beliebt. Zu den L. gehören
ußer dem gemeinen L. Saubling, Huchen, Forelle, Stiut,
Kenke, Äsche u. a, Gemeiner L(großer L., Salm, Salmo
alar T. Tafel: Fische II, 4), Körper sehr lang gestreckt,
eitlich etwas zusammengedrückt, Schnauze lang vorgezogen,
Rücken blaugrau, Seiten silbrig, oft mit wenigen schwarzen
Flecken, Floͤssen dunkelgrau. Der in den Vlüssen auf—
leigende, fette Fisch mit rotem Fleisch ist der eigentliche
der absteigende, abgemagerte, mit weißem Fleisch, heißt
SZalm. — VBgl. Fritsch (1894), Zschokke (1905), Leon—
ardt (1905). sburg.
Tachsenburg, Lachsendorf, österr. Marlt, s. Laren—
kachsforelle, s. Forellen.
Lachsleiter, Lachstreppen, treppenartige Vorrichtungen
in Wehren und Stauwerken, die es dem Lachs ermoöͤg—
ichen, aus dem Unter⸗ in das Oberwasser zu den Laich—
Lachtaube, s. Tauben. sstellen zu gelangen.
Lachter, Berglachter, früheres Langenmaß im Berg⸗
iu, etwa — 2 m. (durchflechten.
Lacieren (frz. spr. laß), ein⸗, zuschnüreit, mit Band
Zacinium, im Altertum Vorgebirge in Bruttium, im
2O. von Kroton, mit Tempel und Hain der Juno
nacinla; jetzt Capo delle Colonne.
Lacis ifrz., spr. laßih), netzförmiges Gewebe, Netzarbeit.
Lack, J. v. w. Lackfirnis (s. Firnis).
—Woe
Lack, ostind. Jewaasunden s. Lac.
Lack, Stadt in Krain, s. Bischoflack.
Lackarbeiten, die im Orient, bes. in Japan und
khinag gefertigten kleinen Gebrauchsgegenstände, wie Scha—
en, Dosen, Küstchen, Etageren, Tischchen u. dgl.; in Europa
ehr beliebt und in geringerer Güte nachgeahmt.
Lack⸗Lack, s. Ld-dyo.
Lackmus, Tournesol, blauer, aus Flechten der Gat—
ungen Locanora und Roccells unter Zusatz von kohleu—
auren Alkalien durch Gärung gewonnener Farbstoff, kommt
nit Gips oder Kreide verdickt in den Handel, enthält
en blauen Farbstoff Azolitmin, der sich durch Wasser
wsziehen und zum Färben von Papier, Wäsche, Zucker—
varen verwenden läßt. Wird durch Spuren von Säuren
ot, durch Alkalien wieder gebläut, dient deshalb in der
khemie in Form von Lackmustinktur und Lackmuspapier
ils Reagens auf Säuren und Alkalien; die roten Reagen—
ien sind durch Spuren von Phosphorsäure gefärbt.
dackmusfiechte, s. Roccella.
dackmuskraut, s. Qrozophors.
dackmuspapier, xtinktur, s. Lackmus. släuse).
dackschildlaus, die Gummilackschildlaus (s. Schild—
Lac-Iake (engl., spr. läck leht), s. Lac-dye.
dac Leman sspr. mäng), s. v. w. Genfer See.
dacondamine, franz. Reisender, s. Condamine.
Zacordaire (spr. dahr), Henri Dominique, franz.
danzelredner, geb. 12. Mai 1802 in Recey-sur⸗Ource,
erst Advokat, 1827 zum PVriester geweiht, wirkte anfangs
nit Lamennais und Montalembert, begann 1835 unter
zroßem Zulaufe in Notre-Dame zu Paris zu predigen,
i840 Dominikanermönch, 1848 als Mitglied der National-»ersammlung
 Republikaner, 1850 Dominikanerprovinzial
»on Frankreich, seit 1860 Mitglied der Aklademie; gest.
22. Rov. 1861 zu Soreze. — Biogr. von Chocarne (8. —9
894), Bleibtreu (1878), de Broglie (1889), d'Haussonville
1896). — Sein Bruder Jean Theodore L. Naturforscher,
eb. 1. Febr. 1801 in Recey-sur-Ource, Prof. in Lüttich,
est. daf. 19. Juli 1870, schrieb eine Histoire naturelle
les insectes“ (mit Boisduval, 8 Bde. 1834- 68) ꝛc.
Lacöte (La Cote, spr. koht), das Ufergelände am
genfer See zwischen Aubonne und Strine (Promenthouse),
vestl. von Lausanne; Weius und Obstbau.
La Cour (spr. 3 Poul, Physiker und Meteorolog,
—
872-77 Vizedirektor des Meteoxologischen Instituts zu
dopenhagen, 1878 Lehrer an der Jugendschule zu Askov,
eit 1891 auch Direlktor der Versuchswindmühle daselbst; Er—
inder des phonischen Rades und der Spektrotelegraphie.
Lacrimas Ouristi (lat. „Christustraͤnen“), kostbarer
lellroter Likörwein aus der Lacrimatraube am Vesuv, in
jeringer Menge erzeugt; im Handel weiße und rote Weine
om Averner See und von Capua.