Lag

Biwak-, Hütten⸗, Zelt- und Baracken⸗-L.), wenn es sich
an Ortschaften anlehnt, Ortschafts-S. genaunt. Friedensder
 üÜübungs-L. (gewöhnlich Baracken⸗-⸗Z.) werden bezogen,
venn Truppen zu Übungszwecken oder zum Scharfschießen
egelmäßig an derselben Stelle zusammengezogen werden.
Solche stehenden L. besitzt Frankreich bei Chalons, Eng—
and in Aldershot, Österreich in Bruck, Rußland in
dräsnoje Sels. In Deutschland heißen
ie Truppenübuugsplätze (s. d)
Lager (botan.), s. Thallus.
SZager, Maschinenteile zur
Unterstützung der in ihnen lie—
jenden Wellenzapfen, gestatten
diesen nur eine Drehung um ihre
zeometr. Achse. Um sauber zu
ee — — E—
eicht auswechselbare Laufflächen
ee fetzt man in das 1008. Stehlager.
dagergehäuse Lagerschalen aus Lagermetall (s. d.) ein.
Zzur Verminderung der Reibung des Zapfens auf den Lager—⸗
chalen müssen die L. mit Ol oder Fett ge⸗
chmiert werden. Je nach der Befestigung des
raͤgergehäuses im Gebäude unterscheidet man
Zteh⸗K. [Abb. 1003: 8 Lagerschalen, b Lager—
örper, « Deckel, d Grundplatte, s Schmier—
gefäßl, Hünge-S., Konsol- oder Wand⸗L. Um
in Stelle der gleitenden die viel geringere
rollende Reibung zu erhalten, kann man die
dagerschalen durch Rollen (Gtollen-8.) oder Kugellager.
kleine Kugeln (Kugel⸗-L. [Abb. 1004, Fahrrad⸗
ugel⸗L.) aus gehärtetem F ersehen. Bei Spur⸗L.
wird der Zapfen (Spurzapfeu) geführt durch die Syurbüchfe
(Spurtopf, Spurpfaune), wuhrend die
zrialen Kräfte durch eine darin liegende
Spurplatte aufgenommen werden JAbb.
1005: 8 Spurzapfen, a Spurplatte, b
Lagerschalen, &amp; Spurpfanne]). Beim
Kamm⸗L. wird der in der Achse wirkende 1008.
druck durch eine Anzahl fest mit der Spurlager.
Achse verbundener Ringe auf den Lagerkörper übertragen.
Lägerdorf, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Schleswig,
im Breitenburger Kanal (zur Stör), (1900) 3787 E.,
Solquelle; Zemeutfabriken, Kreidebrüche.
Lagergeschäft, die gewerbsmäßige Ubernahme der
dagerung und Aufbewahrung fremder Güter durch einen
rdagerhalter (Handelsgefetzb. 88 416-424).
Lagerhaus, private oder offentliche Gebtude zur Auf—
ewahrung von Warenvorräten verschiedener Interessenten.
dagerscheine oder Warrants, überträgbare Ausfertigungen
iber in einem öffentlichen L. lagernde Waren CDeutsches
Zandelsgesetzb. 88 363, 365, 397, 410, 421, 424; österr.
Gesetz vom 28. April 1889). — Vgl. Hecht, „Die War—⸗
ants“ (1884); Adler, „Das österr. Lagerhausrecht“ (1802).
Lagerlöf, Selma, schwed. Schriftstellerin, geb. 20. Nob.
1858 in Maͤrbackagard, 18853 —95 Lehrerin, vorzüg⸗
liche Romane: „Gösta Berlings saga“ (1885; deutschl904),
„Antükrists miraklex“ (1807), „Jerusalem“ (1901),
Kxristuslegendor“ (1904) u. . — Vol. Laffen (1905).
Lagermetall, weiches Metall (Bronze, Antifriktions⸗
netall, Weißmetall) zur Herstellung der Lagerschalen.
Lägern, die, östlichster Bergzug des Schweizer Juras,
wischen Limmat und Glatt, bis 863 mm hoch.
Laͤgerpflanzen, s.Thaͤllophyten.
Lagerschalen, s. Lager (technisch).
Lagerscheine, s. Lagerhaus.
Saggan, Loch (spr. lock lüggen), See in der schott.
Zrafsch. Inverneß, 12 km Ilg.; sschreich.
Laghnat (El⸗Aghuãt), Oäsenstadt in den Südterritorien
der franz. Kolonie Algerien, am Nordrande der Sahara,
790 m u. d. M., (1901) 5167 E.; Dattelkultur (16 000
Palmen). [Vater Ptolemäus' J.
Lagiden, Beiname der Ptolemaͤer, von Lagus, dem
Sagny (spr. lannsih), Stadt im fraiz. Dep. Seine—et⸗
Marne, an der Marne, (1901) 5442 E.
Lago (ital. und span.), See, Landsee. L. Cusio,
. d. ww. Ortasee, s. Orta Novarese. 8. d'Averno— ital.
See, fav w. Avernus. L. di Castello, s. v. w. Albaner
See, f. Albauo, 8. di Dragone, Drachensee, ital. See,
18,8 Am im SW. vom L. di Ansanto. L. di Fucino

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jpr. futsch.), s. Celano. 8. di Perugia, s. v. w. Trasi⸗
nenischer See. 8. Sebino, s. v. w. Iseosee.
Lago Maggiore (spr. maddschohre), deutsch Langen⸗
jee, lat. Lacus Verbanus, See am Südabhange der Al—
en, 194 m ü. d. M., im M. (7/5) zum schweiz. Kanton
Tessin, im S. zu den ital. Prov. Novara uünd Como ge—
jörig, bis 372 m tief, 63 xmeIq., bis 10 kKmubr., 212 qkKm
groß, vom Tessin (Ticino) durchströmt, wegen der Schön—
jeit seiner Ufer und Inseln (Borromeische Inseln) berühmt.
Lagos. i) Brit, Kronkolonie (seit 1861) und Protek⸗
torat an der Sklavenküste in Oberguinea sKarte: Afrika IIJ,
wischen Dahome und Nigeria, am Golf, von Benin, 69 000
xM, etwa 1300000 E.; Handel s. Beilage: Afrika;
Fisenbahnen (1903) 204 k, Telegraphen 713 km. —
die Haudelsstadt L., auf Inseln in der Mündung des
Ogun, (1901) 41847 E.; Dampferstation. — 2) 8. (spr.
güsch), Festüͤng in der portug. Prop. Algarve, (18000)
3268 E.; versandeter Hafen; Feigenausfuhr.
Lagosta, Insel im dalmat. Archipel; Hauptort L.,
nahe der Nordküste, (1890) 1226 E.
Lagow, Stadi im preuß. Reg.⸗Bez. Frankfurt, zwi⸗
chen zwei Seen, (1905) 398 E.; Schloß.
Lagrange (spr. grängsch), Jos. Louis, Mathematiker,
geb. 26. Jan, 1736 zu Turin, 1766-87 Direktor der
nathem. Klasse der Berliner Äkademie, später Prof. an
der Polytechnischen Schule in Paris, gest. 10. April 1818;
»auptwerke: „Théoris des fonctions apalytiques“
B. Aufl. 1847; deutsch 1788 -99), „Traité de la résosution
 des équations numériques“ (s. Aufl. 1826),
„Mécanique analytique“ (a. Aufl. 1888-89; deutsch
887), „Quvres“ von Serret (1866—092). I[(. d.).
Laͤgihing, eine Abteilung des norweg. Storthings
Laguihas (Cagullas), afrik. Kap, s. v w. Agulhas.
Lagüng, La, Thristoval de L., Stadt auf der Insel
deneriffa, (1900) 18074 E.
Lagunen (ital.), durch Sandablagerungen (Lidi), die
iber den Meeresspiegel herausgewachsen sind, abgetrennte
Meeresteile; vorzugsweise die an der nordwestl. Küste
des Adriat. Meers von der Isonzomündung bis zum Delta
—
ie L. an der Ostsee Haffs, in Rußland Limans, in Frank⸗
eich Etangs genannt. — 8. heißen auch die durch Atolle ein—
seschlossenen Meeresteile Tafel: Kartographie II, 18)].
Laguneninseln, s. Atolle. 8., brit. Inselgruppe, s.
Ldagunenriffe, s. Atolle. Ellice⸗Inseln.
Tagũrus L. Pflanzengattg. der Gramineen. L. ovaus
 Lain den Mittelmeerluͤndern wird wegen ihrer weichen
irunden Blütenähren zu Grasbuketts verwendet.
Laharpe (spr. laarp), Fredeiric Cesar, schweiz. Poli—
iker, geb. 6. April 1754 zu Rolle im Waadtland, 1783
-96 Lehrer der russ. Großfürsten Alerander (nachmaligem
daisers Alexander II.) und Konstantin. Als Reform—
reund aus Petersburg verwiesen, hatte er 17897 großen
Anteil an der Begründung der Helvet. Republik und trat
n das Direktorium derselben, floh 1800 nach Frankreich,
ebte seit 1814 in der Schweiz, gest. 30. März 1838.
Laharpe sspr. laarp), Jean Francois de, franz. Kri⸗—
iker und Dichter, geb. 20. Nov. 1739 zu Paris, gest. das.
1. Febr. 1808; e Tragödien, die Dichtung „La
—
ouis de Uttératuro“ (1799 f9.; 18 Bde. 1825- 26).
Lahaur (engl. Lahore), Disiriktshauptstadt der brit.
nd. Gouverneurschaft Pandschab und der Div. L. (64416
lixm, 1901: 4678 978 E.), ain Rawi, 202964 E. Zita⸗
elle, Prachtbauten früherer Zeit, Universität; Industrie.
Z. kaͤm 1525 an das Reich des Großmoguls. ward 1846
»on den Briten genommen.
dabidscan Stadt in der pers. Prov. Gilan, un⸗
veit des Kaspischen Meers, 5000 E.; Seidenzucht, Handel.
Lahire (spr. läihr), eigentlich Etienne Vignoles,
zeerführer Karls VII. von Frankreich, Anführer der Ar—
nagnacs, schloß sich 1428 Jeanne d'Arc an, drang bis
Nouen vor, um sie aus der Gefangenschaft zu retten, und
rahm den Engländern mehrere feste Plätze; gest. 11. Jan.
443 zu Montauban.
Lahmann, Heinrich, Arzt, geb. 30. März 1860 in
Bremen, gest. 1. Juni 1905 in Friedrichsthal bei Rade—
)erg, gründete 1887 das Sanatorium auf dem Weißen
dirsch bei Dresden und leitete es nach physik.-diätetischen