Lam

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Thallus. L. sagceharina Lamour. (Zuckertang) enthält
Zuͤcker (Mannit), wird als Salat genossen; ebenfalls ge—
ossen wird L. esonlenta Lyngb. (Fluͤgeltang sAbb. 10091);
die außerordentlich quellungsfaͤhigen Sten⸗
Jel pon L. digitata Lamour. finden in
der Chirurgie als Stipites Laminariae
Berwendung.
Saminseren (vom lat. lamina, dün⸗
ies Blatt), Metall zu de schlagen oder
valzen; Bünder aus Spinn asern zwischen
Walzen (Laminierstuhl) strecken.
Lamischer Krieg, Krieg der Athener
ind ihrer Bundesgenossen nach Aleranders
. Gr. Tode (328 v. Chr.), gegen den 1009
mazedon. Reichsverweser Antipater zur Flügeliang.
Wiedergewinnung ihrer Freiheit. Anti—
zater, der zuerst nach Lamia gedrängt und belagert wurde,
iegte darauf endgültig bei Krannon Aug. 322 v. Chr.
Lamisten, uͤnter den Taufgesinnten (s. dd eine ar⸗
ninianisch (gegen die Prädestingtionslehre) gesinnte Ab⸗
eilung, so genannt von ihrem Versammlungshause, einer
rühern Brauerei „Zum Lamm“ in Amsterdam; nach
hrem Haupte, dem AÄrzte Galenus Abrabams de Haen
Aeßen sie auch Galenisten.
Pamium ., Bienensaug, Taubuessel Pflanzengattg.
der Labiaten, Kräuter in der nördl. gemäßigten Zone der
Aiten Welt. Die bekanntesten Arten sind die weiße und
je rote Taubnessel, I. album und purpursum L.
Lammchenpfeffer, s. Piper.
Tamnier, Huͤgo, Jath. Theolog, geb. 26. Jan. 1835
zu Allenstein, 1867 Dozent der evang. Theologie in Berlin,
at 1888 zur kath. Kirche über, seit 1864 Prof. in Bres⸗
'au. Hauptschriften: „Die portridentinisch-kath. Theologie
des Reformationszeitalters“ (1858), „Misericordias Doini⸗(Selbstbiogr.
 betreffend seinen Ubertritt, 1861)
Institutionen des tath. Kirchenrechts“ (2. Aufl. 1892).
Laͤmmerfelle, s. Lammfelle.
Lammergeier, s. Bartgeier [Abb. 172)].
damnmermanui, Jesuit, s. Lamormain.
cbammermoor (spr. lämmermuhr), Braut von, Titel
mes Romans von Walter Scott.
Sammermuirberge, Lammermoor Hius (spr. läm⸗
nermuhr), Gebirgskette nwischen den schott. Grafsch. Had⸗
ington und Berwick, im R. des ————
Lammers, Aug. Publizist, geb. 23. Aug. 1831 zu
düneburg, 1877 -79 nationalliberales Mitglied des preuß.
Abgeordnetenhauses, gest. 28. Dez. 1892 in Bremen, schrieb
Broͤfchuren über Hausfleiß, Armaenpflege, Sonntagsfeier ꝛc.
Lammfelle, Lämmerfelle, im Haͤndel mit oder ohne
Wolie, lebtere zu Handschuhleder verarbeitet. Zu Pelz⸗
Zat dienen die Todigen und krausen Felle, schwarz, grau,
veiß u. a., auch gefürbt, die feinsten aus Rußland (s.
Astrachan), Persien, Buchara.
Launm Goltes, Benennung Jesu, s. ACnus Dei.
Tamdne, Fluß in Italien, kommt vom Etruskischen
Apennin, mündet nach einem Lauf von 96 KXm nördl.
on Rapenna ins Adriat. Meer,
Lamoriciere (sfpr. diähr), Christophe de, franz. Ge⸗
eral, geb. 8. Febr. 1806 zu Nantes, diente seit 1830 in
Algier, nahm 1847 Abd el⸗Rader gefangen, 1848 Militär⸗
Jouverneur von Paris, Juni bis Dez. Kriegsminister, in
Zer Legislative Gegner Ludwig Napoleons, daher beim
Staalsstreich 2. Deg. 1861 verhaftet und über die Grenze
gebracht; 1867 zuruͤckgekehrt, übernahm er 1860 den Ober⸗
hefehl über die päpstl. Armee, 18. Sept. bei Castelfidardo
hn den Piemontesen deschiagen, gest. 11. Sept, 1865
auf Prouzel bei Amiens. — Biogr. von Keller Eranz.,
3. Aufl., 2 Bde., 1891).
Tahormain s(spr. mäng), Wilh., häufig Zämmer⸗
mann genannt, Jesuit, geb. 28. Dez . 1670 zu La Moire
Mennie bei Luxemburg, gest. 22. Febr. 1648 in Wien, als
Beichtvater Kaiser Fadnands T. der Haupturheber der
Unterdrückung der Protestanten in Böhnien. Seine Kor⸗
respondenz mit, dem Kaiser gab Dudik heraus (1877).
Lamothe (spr. mott), Jeanne de Luz, de St.⸗Remy,
grafin de, Abenteurerin, geb. 22. Juli 1756 zu Fon⸗
ie, augeblich von einer illegitimen Linie der Valois ab⸗
lamamend, als Hauptperson in der berüchtigten Halsband⸗
Jeschichte (s. d.) 31. Mai 1786 zu Staͤupbesen, Brand—

narkung und ehenlngiger Einsperrung, verurteilt,
nitam . Juni 1787 nach London, gest, das. 23. Aug.
17591. Die „Vie de la contesse de L“ (1782) stammt
vahrscheinlich nicht von ihr selbst.
Lamotte (spt. mott), Antoine Houdart de, franz.
Dichter, geb, 17. Jan. 1672 zu Paris, gest. 26. Dez. 1731;
Tragoͤdien (‚Ines de Castro“, 1723), Fabeln.
En Molie⸗Fougqué (pr. mott fukeh), Dichter und
reuß. General, s. Fouqué.
Lamottes Goldtropfen, s. Bestushews Eisentinktur.
Lamonreur Epr. muröhd, Charles, franz. Violinist
ind Dirigent, geb. 28. Sept. 1834 zu
Bordeaut, begründete 1873 die „doets
 ds NMucique sacr“ (Orato⸗
enkonzerte), 1881 die Nouveauæ
doncerts (Concerts L.), machte sich
Adient um die Einführung der Musit
Wagners in Frankreich, gest. 21. Dez.
899 in Paris.
LTampadartum (lat.), ein alt⸗
m. Kandelaber, an dessen zweig⸗
rtigen Armen kleine Lampen an Ketten
Jerabhängen [Abb. 1010).
Tampedusa, zur ital. Prop.
Virgenti gehörige Insel im Mittel- 1010. Lampadarium.
And. Meer, westl. von Malta,
d qum, mit der Insel Linvsa (1801) 2276 E.; guter Hafen.
Lampen, zu Beleuchtungszwecken dienende Vorrich⸗
ungen, bes. in den Rüumen für den Haushalt. Im
Altertum [Tafel: Griechisch-Römische Kunst IL 161],
is wein in das Mittelalter hinein, bestanden die L. aus
inem einfachen mit Ol gefüllten napfförmigen Gefäß, in
has ein grober zusammengedrehter Docht hineingelegt wurde
Küchen 8.); bei allen spätern Sl⸗L. mußte das Ol wegen
iner Zähfiüssigkeit künstlich bis zum Brenner emporgedruͤckt
verden! Bei den Petrolenm⸗L saugt fich das Petroleum
on felbst empor. Uber die wichtigsten neuern L. s. Gas⸗
luͤhlicht, Glühlicht, Pexnstlicht, RNuͤrnberglicht, Osminm⸗
icht, Tantallicht nebst Tertfiguren.
Tampertheim, Narkifleden in der hess. Prov. Starlen⸗
zurg, naͤhe dem Rhein, (1805) 8946 E. Zigarrenfabri⸗
en, Tabal⸗, Obstbau.
Lampertshaus, ungar. Stadt, s. Beregszaͤsz.
Lampion frz., spr. dangpföng), Lämpchen, Papier—
aterne zum Jlluminieren; Lampist, Lampenfabrikant;
rampisterie, Lampenfabrikation, Aufbewahrungsort für
dampen (auf Eisenbahnhöfen).
Laͤmpionpflanze, s. FEhxysalis.
Lampongsche Biftrikte, Residentschaft im südlichsten
reule der niederländ. Insel Sumakra, 29 366 4km, (1800)
42 426 E., meist Malaien; Sitz des Residenten Telok
hetong, das 1883 durch den Ausbruch des Krakatau fast
janz vernichtet wurde.
Lamprecht, der Pfaffe, geistl. Dichter des 12. Jahrh.
»om Kiederrhein, bearbeitete nach einem franz. Original
as „Aleranderlied“, hg. von Kinzel (1884).
Laͤmprecht, Katl, Historiker, geb. 25. Febr. 1856 in
Jessen, 1886 Prof. in Marburg, 1882 in Leipzig; Hauptwerke:
Deutsches Wirtschaftsleben im Mittelalter“ (4 Bde., 1886),
Deutsche Geschichte“ (T. 157 und mehrere Ergänzungs⸗
nde; . T. in 3. Aufl. 1002 fg.), Die kulturhistor.
Methode“ (1800); seit 1895 Herausgeber der „Geschichte
der europ. Staaten“ u. a.
Lamprete, s. Neunaugen.
Lamfcheid, Dorf im preuß. Reg.sBez. Koblenz, (4900)
66 e., altalisch-erdiger Eisensaͤuerling (Friedrich⸗Wilhelm⸗
der Leininger Sauerbrunnen); Eisenerzgrube.
LTamsdorf (Cammsdorf), Dorf im preuß. Reg.⸗Bez.
Oppein, (1900) 744 E.; dabei ein Artillerieschießplatz.
Lamisdorff, ursprünglich Lambsdorff, Wladimir Niko⸗
ajewitsch, Graf, russ. Staatsmann, geb. 1848, 1882 Di⸗
ettor der Kanglei des Ministeriums des Außern, 1886
Jortragender Rat, 1897 Gehilfe des Ministers des Aub⸗
därtigen Graf Murawjew, 1900 dessen Nachfolger, ging
auch ins Ministerium Witte über.
Lamu, zu Brit Ostafrika⸗Protektorat gehörige Insel,
ocon don Wiln Hauptitadi e 18 000 E.; Hasen; Handel.
Laͤmuten, tungusischer Voltsstamm am Ochosstischen
Meer Wamutisches Meer), nach Kanitschatka vordringend.