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Län, in Schweden die Bezeichnung der 24 Verwal—-tungsgebiete
 (außer der Stadt Stockhoim), denen je ein
Landshöfding (Landeshauptmann) vorsteht.
Lane (lat.) Wolle L. philösophica, alte chem. Be—
nennung für das durch Verbrennen von Zink gewonnene,
sehr fein verteilte Zinkoryd.
Lana, Marktflecken in Tirol, an der Etsch und dem
Ausgange des Ultentals, (1800) 3157 E.
Lanagl, eine der Sandwichinseln, 850 qkm, mit Mo—
otat (18001) 2804 E.; Schafzucht, Fischerei.
Lanart (spr. lännerk), Ciydesdale, Grafschaft in Süd—
schottland, 2283 qk, (1901) 13309 289 E. ; Steinkohlenager,
 Eifen⸗ und Bleigruben, Eisenwerke u. a. Industrie
(Mittelpunkt Glasgow) — Die Hauptstadt 8., am Clyde,
zo84 En; nahebei das Dorf New 8. mit Baumwollspinne—
Lanatiz, ferb. Feldmaß — 67,46 4. freien.
Lancçade, (spr. langß⸗; vom franz. lancer), Sprung
»8 Pferdes nach vorwaäͤrts mit hoch erhobener Vorhand.
Laucafhirekeffel Epr. längkeschtr.), s. Dampfkessel.
Zancafter (spr. längkest'r) oder Laucashire (spr. lüngeschir),
 Grafschaft im noͤrdl. England, 4887 4km, (1801)
1466787 E.; Zucht des Lancasterrindes, Eisenerze, Kohlen⸗
lager (662 qꝛm), Hebel des regsten, in Mancester konzen⸗
trierten Industrielebens, Haupthandelsplatz Liverpool. —
König Eduard III. verlich 1362 seinem vierten Sohne
John' von Gaunt (geb. 1340 in Gent, gest. 1899) die
Grafsch. L. als Herzogtum, mit dessen Sohne Heinrich IV.
bestieg dieser Seitenzweig des Hauses Plantagenet 1399
den engl. Thron (s. Großbritannien und Irland). Von
daher hat sich die Würde eines Kanzlers des Herzogt. L.
der stimmfähiges Kabinettsmitglied ist, erhalten.
Lancaster (spr. längkest'r)) 1) Haupistadt der engl.
Graffch. L, am Lune und am Lancasterkanal, (1901)
40 329 E.; Hafenplatz, Baumwoll- und Seidenfabrikation.
— 2) Stadt im nordamerik. Staate Ohio, am Hockingfluß
und ⸗kanal, (1900) 8891 E. — 8) Stadt im nordamerik.
Staate Pennsylvanien, am Conestoga Creek, 41459 E.
Lancaster (spr. längkest'r), Jos., Erfinder des gegen—
seitigen Unterrichts (s. Bell-Lancastersches Unterrichtssystem),
geb. 25. Nov. 1778 zu London, richtete zahlreiche Schulen
nach seinem System in Großbritannien ein, ging, bankrott
geworden, 1816 nach Amerika, gest. 24. Okk. 1838 zu
Neuyork; schrieb: „Jnprovements in education“ (1805)
und „The britisb syssstem of education“ (1810).
Lancastergewehr (spr. längkest'r.), Hinterladungs⸗
jagdgewehr mit Zentralzundung (s. d.) j und vom Hinter⸗
teil des Gewehrs zurückklappbaren Läufen.
Lancastersund (spr. längkester-), Straße im Nördl.
Eismeer, Verbindung zwischen Baffinbai und Barrow—
traße; 1616 von Baffin befahren.
Laneosa (lat.), bei den allen Römern ein Wurfspeer.
Sancelot vonm See, auch Lanzelet, Held des Sagen⸗
reises von König Artus; seine Abenteuer nach einein
franz. Gedicht deutsch bearbeitet von Ulrich von Zatzikhoven.
Lanciauo (spr. tschahno), Stadt in der ital. Prov.
Chieti, (1001) 18523 E; Seidenzucht, Weberei.
Lancier (frz. spr. laugßteh), Lanzenreiter; Ulan; auch
Bezeichnung fur die quadiiiea ia cour.
Lancieren (frz., spr. langß-), werfen, schleudern; in
die Offentlichkeit bringen; einem Wilde so lange durch Hunde
Lancierhunde) nachführten, bis man es auftreibt.
Lancierrohre, s. Torpedo.
Lancret (jspr. langkrehy, Nicolas, franz. Maler, geb.
22. Jan. 1690 zu Paris, gest. das. 14. Sept. 1748; malte
zalante Genrebilder, Tanzbelustigungen u. dgl. [Tafel:
Benrekunst J, 21.
Sancut (spr. zut), Bezirksstadt in Galizien, am Wislok,
1900) 4843 E.Echloß Leder⸗, Leinenindustrie.
Land, Hanus Schriftsteller, geb, 258. Aug. 1861 in Ber⸗
lin schrieb die Romane „Der neue Gott“ (1891), „Bande“
1902), „Artur Imhoff“ (18904) u. a., und Dramen.
Landasseln (Oriscidas), Familie der Asseln, mit ova⸗
sem Körper, gewölbter Rückenfiäche, verkümmerten innern,
angen außeru Fühlern, auf dem Lande an feuchten Orten
lebend. Hierher Mauer-, Keller-, Rollasseln ꝛc. (s. Asseln).
Landau 1) L. an der Isar, Bezirksstadt im bayr.
Neg.⸗Bez. Meiederbayern, (1805) 3887 En, Amtsgericht.
.2) 8. in der Pfalz, Bezirksstadt im Neg.⸗Bẽz.
Pfalz, an der Queich, 17 141 E. Garnison, Land-, Amtsericht,

 Gymnasium, Realschule; Maschinenfabrik, Eisen—
ießerei; seit 1291 Freie Reichsstadt, 1648 — 1816 fran⸗
ösisch, 1688 von Vauban befestigt, bis 1867 deutsche
Zundesfestung, 1871 aufgelassen. — Vgl. Jost (1879),
euser (1894, 1896). — 3) 8. in Waldeck, Stadt im
fürstent. Waldeck, an der Watter, 819 E.
Zandau, Mörkus, Literarhistoriler, geb. 21. Novp.
373 zu Brody (Galizien), seit 1860 in Wien; schrieb;
Giovanni Boccaccio“ (1877), „Geschichte Kaiser Karls II.“
1889), Skizzen aus der juͤd. Geschichte“ (18807), „Ge⸗
chichte der ital. Literatur im 18. Jahrh.“ (1899).
Landauer, viersitziger
Wagen, dessen Verdeck sich
in der Mitte teilt und vorn
und hinten niederschlagen
läßt [Abb. 1011]. Lan⸗
zaulett, Halb⸗L., auch eine
Form der Automobile.
Laudberg, Carlo, Graf
»on, Arabist, geb. 24. März 1848 zu Göteborg in Schwe⸗
hen, unternahm wissenschaftliche Reisen in Syrien, Ägypten
ind Südarabien. Er veröffentlichte Ausgaben von arab.
Tertwerken sowie Schriften über die arab. Dialekte in
Zyrien und Südarabien.
Landboten, ehemals die adligen Deputierten des
voln. Reichstags; jetzt s. v. w. Laudlagsabgeordnete.
Landbriefbestellung, die auf dem Lande und zurück
in die nüchste Rostanstalt geschehende Beförderung von Ppost
endungen (Gewicht bis 5 iüg, Wertangabe bis 800 —)
urch den Laudbriefträger.
Landdrost und Laͤuddrostei, s. Drost.
Landeck. 1) 2. in Schlesien, Stadt und Bad im preuß.
——
3481 E. Amtsgericht, erdig-salinische Schwefelquellen,
Wasserheilanstalten. — 2) 8 in Westpreußen, Stadt im
reuß. Reg.-Bez. Marienwerder, au der Küddow, 807 E.;
Tuchweberei und Wollspinnerei.
Landed in Tirol, Bezirksort in Tirol, am Einflusse
der Sanng in den Inn, (1900) 2212 E., Schloß.
Landel (das), provinzieller Name für das Land ob der
xjnns (Oberösterreich).
Landen, Dorf in der belg. Prov. Lüttich, (1904)
2874 E.; Stammsitz Pippins von L. (gest. 640).
Landenge, Erdenge, griech. Jithmus, schmaler Strich
dandes, durch den eine Halbinsel oder Landzunge mit dem
ibrigen Lande zusammenhängt oder auch durch welchen
wei größere Landmassen in Verbindung stehen (L. von
ßauamä, Sucs). Tafel: Kartographie Il, 11.1
Lander (pr. lann⸗), Richard, Afrikareisender geb.
3. Febr. 1804 zu Truro (Cornwall), drang 1825—27 mit
Clapperton von der Bai von Benin bis Soloto vor,
stellte 1830 mit seinem Bruder John L. (geb. 1807, gest.
16. Nov. 1839) den untern Nigerlauf fest („Journai of
an expedition eto.“, 8 Bde., 1832; 2. Aufl. 1845; deutsch
1833), starb, auf einer zweiten Erpedition (seit 1832) ver⸗
vundet, 6. Febr. 1834 auf Fernando Po. Beschreibung der
weiten Erpedition durch Laird und Oldfield (2Bde. 1837).
Länderkunde, s. Geographie.
Landerneau (spr. langdernoh), Hafenstadt im franz.
Dep. Finistere, an der Mündung des Elorn in den Goulet
de Brest, (1901) 7080 E.; Schiffbau, Pferdemärkte.
Lauderziehungsheime, höhere Unterrichtsanstalten
n schöner Umgebung auf dem Lande, die die Lehrfächer
vie überhaupt alle uen in Beziehung zum Leben selbst
zringen, die Mädchen daneben zugleich auf die Pflichten
der Hausfrau vorbereiten wollen. L. für Knaben bon Dr.
Aietz errichtet in Pulvermühle bei Ilsenburg im Harz (1898),
haubinda bei Hildburghausen (1800), Schloß Bieberstein
ei Fulda (1904), für Mädchen in Stolp-Wannsee bei
Berlin, Schloß Gaienhofen bei Radolfzell am Bodensee.
ühnliche Anstalten auch in andern Staaten — Vgl. Jahreb⸗
ericht der deutschen L.“ (1900 fg.).
Landes (Les 8., frz., spr. lä langd), Steppen; insbes.
ie längs der Küste des Golfs von Biscaya zwischen Gironde
ind Pyrenäen sich 280 xm erstreckenden Sandflächen, nur
hwach von den sog. Parens (Gascogner) bewohnt. — Val.
cuzacq (franz, 1803). — Das Dep L. 93364 q4km, (1801)
41586 E.; Hauptstadt Mont-de-Marsanu.
dandesacht, s. Acht.