Län

VBarnison, Fadeee Kammgaruspinnerei, Baumwoll—
veberei; beim nahen Kloster Homburg im Inni 1075 Sieg
Kaiser Heinrichs 1Y. über Sachsen und Thüringer; 15. Febr.
1761 Sieg der Preußen und Hannoveraner über die Fran—
zosen und Reichsarmee, 17. April 1813 der Preußen über
die Bayern; 27. Juni 1866 Treffen iser Preußen und
Hannoveranern, dem 29. Juni die Kapitulation der letz—
ern folgte. — Vgl. G. und H. Schütz (Chronik, 1800).
Langenscheidt, Gustav, Sprachgelehrter und Ver—
lagsbuchhändler, geb. 21. Ott. 1832 in Berlin, gest. daß
1 Nov. 1895, gab mit Charles Toussaint (gest. 1877)
die „Franz. Unterrichtsbriefe zum Selbststudium Erwach—
sener“ (1856 u. b.) heraus, womit sich die Toufsaint⸗
rangenscheidtsche Sprachlehrmethode einbürgerte. Es
folglenEngl. Unterrichtsbriefe“, „Deutsche Sprachbriefe“,
Woͤrterbuͤchet ua. Bositzer der Firma „Langenscheidtsche
verlagsbuchhandlung (Prof. H. Langenscheidt)“ in Berlin
seit 1805 der Sohn Karl 8.
Langenschwalbach (Bad 2.), Kreisstadt im preuß
Neg.⸗Begz. Wiesbaden, am Münzenbach (zur Aar), (1805)
2837 E. Amtsgericht, kohlensäurereiche Eisenquelle gegen
Blutarmut und Nerbenleiden. — Bgl. Oberstadt (1800).
Langensee, deutscher Name des Lago Maggiore (s. d.)
ind des Lac de Longemer (s. Longemer).
Zangenselbold, Marltflecken im preuß. Reg.-Bez.
Taffei, an der Gründau (zur Kinzig), (1905) 4851 G.,
Amtsgericht, Schloß der Fuͤrsten Isenburg-Birstein.
Langenthal, Marktflecken im schweig. Kauton Bern,
an der Langeten, (1900) 4798 G.; Leinen-, Wollindustrie
Langenweddingen, Dorfim preuß. Reg.⸗Bez. Magde⸗
burg, an der Sülze, (1905) 2910 E.; Zucker-, Zichorien⸗
fabriken, Gärtnereien.
Langenwinkel, Slecken, s. Winkel.
Lanzenzenn, Sigdt im bayr. Reg.sBez. Mittel⸗
rranten, an der Zenn, (1905) 1887 E.; Gerbexei.
Langeoog, Rordsee-Insel, an der ostfries. Küste, zum
preuß. Reg.⸗Bez. Aurich gehörig, 18 gkm, 278 E., See⸗
dad, Hospiz für Geistliche und Lehrer.
Langer, Theod., Kupferstecher, geb. 17. Dez. 1819 in
Leipzig, gest. 1.Juni 1885 in Dresden; Stiche bes. nach
Fresken don Schnorr (Nibelungen), Schwind (Leben der
heil. Elisabeth)y, Pinturicchio (in Siena).
Langerfeld,“ Dorf im preuß. Reg.⸗Bez. Arnsberg,
(1900) 11478 (1905: 13 268) E.; Knopf⸗, Spitzenfabriken.
Langeron (pr. langsch'röng), Andrault, Graf von,
ruff. General, geb. 13. Jaun. 1763 zu Paris, wanderte 1789
aus und trat in rufs. Dienste, führte 1813 ein Korps des
Blücherschen Heers, erstürmte 30. März 1814 die vigeu
des Montmartre, 1818 Gouverneur der Krim, 1822 Ge—
neralgouverneur von Neurußland, gest. 4. Juli 1831 zu
Petersburg. „Mémoires de L.“ (18083).
Lauger Tag, der jüd. Versöhnungstag (s. d.).
Langer Wechsel, Langsichtiges Papier, s. Kurz⸗
ichtiger Seer
Langes Parlament, das vom König Karl J. von
England 1640 zufammenbetufene Parlament, welches 1648
nach Ausstoßung der Presbyterianer als Rumpfparlament
bezeichnet und 1683 durch Cromwell mit militär. Hilfe
auseinander getrieben wutde. Monk berief es 21. Febr.
1660 von neüem, worauf es Karl II. zurückberief und sich
16. März 1660 auflöste.
Langefund, Stodichen im norweg. Amt Bratsberg,
am Skagerrak, (1900) 1410 E.; Holzaͤusfuhr.
Fangethal, Ehristian Eduard, Botaniker und laudw.
Schriftsteller geb. 6. Jan. 1806 in Erfurt, seit 1839 Prof.
in Jena, gest 25. Juli 1878; Hauptwerke; „Geschichte
der deutschen Landwirtschafr (1877 36), „Haudbuch der
landw. Pflanzentunde“ pe Aufl. 1876). sverzieren.
Langettieren (frz.) Weißzeug ain Rande mit Zacken
Kangewiesen, Sladt in Ehwarzburg⸗ Sondershansen
herherrschaft), an der Jim, (1005) 3802) E.
Zaugfisch, f. Leng.
Langflügler (Tongipennes), Ordnung der Vögel
nit mitsellangem, an der Spibe meist hakigem Schnabel,
pitzen, sehr langen Flügeln, Vorderzehen durch Schwimmzit
 verbunden; Nesthocker. Vortreffliche Flieger, leben
fast alle, oft in aungeheuten Scharen, an odet auf dem
* von allerlei Wasferlieren. Hierher gehören die Fa—
nilien der Sturmvögel und Möwen.
Brochaus' Kleines Konversations-Lexikon. b. Aufl. II.

Zangfuhr, Vorstadt von Danzig.
kLanghänder, Mauerschwalbenähnliche (Macrochöres,
y pselomorphae), Ordnung der Vögel mit verschieden
zeformtem Schnabel; Hand länger als der Unterarm, dieser
ünger als der Oberarm; Füße schwach, Klammerfüße, kanm
um Laufen geeignet; fressen fast nur Jusekten; Vener
dierher gehören die Familien der Nachtschwalben. Maner—
hwalben und Kolihris.
Langhans, Karl Gotthard, Baumeister, geb. 23. Sept.
733 zu Landeshut, Direktor des königl. Oberbauamtes
ue Berlin, gest, 1. Okt. 1808. Hauptschöpfung: das
hrandenburger Tor in Berlin. — Sein Sohn Kari Ferd.
b., geb. 14. Jan. 1781 zu Breslau, gest. 22. Nov. 1869
als Oberbaurat in ei, bekannt durch seine Bauten
ind Entwürfe von Theatern in Berlin (neues Opern⸗
— —
Laughemarcaq (Langemnarck), Ort in der belg. Prov.
Westflandern, (1904) 3308 E.; seit 1904 von ihm abge—
treunt die Gemeinde Poelcapelle (2218 E.).
Langholm 9— längöm), Stadt in der schott. Grafsch.
dumfries, am Est, (18001) 8142 E.; Tuchindustrie.
—AI——
Langhörner, s. Mücken.
Langiewicz Epr. Atwitsch), Maryan, polu. Jusur⸗
entensuͤhrer, geb. 6. Aug. 1827 in n 1860
Leilnehmer an Garibaldis Erpedition nach Sizilien, 18683
Führerx, dann Diktator in der poln. Revolution, mußte
nach Osterreich übertreten, das. bis 1868 interniert, gest.
1. Mai 1887 in Konstantinopel.
Langköpfigkeit, s. Dolichokephalie [Abb. 438].
Langmangi, Philipp, Schriftsteller, geb. 8. Febr.
862 in Brünn; schrieb Novellen („Arbeiterleben“, 1893;
Verflogene Rufe“, 1899, u. a.) und die Dramen: „Bartel
Turaser“ (1887), „Die vier Gewinner“ (1888), „Unser
Fedaldo“ (1898), „Gertrud Antleß“ (1899) u. a.
Langnau sim Emmental, Hauptort des Emmentals
n schweiz. Kanton Bern, an der Ilfis, (1900) 8169 E.
Laungobarden (Longobarden), westgerman. Völker—
haft, um Christi Geburt an der Niederelbe IKarte: Deutches
 Reich II, 1u. 2], draug seit Mitte des 2. Jahrh.
ach Süden vor und nahm das arianische Christentum au,
ertrümmerte die Reiche der Heruler (15312) und Gepiden
566) in Pannonien, brach 868 unter Alboin in Italien ein,
iberflutete dessen nördl. Teil (nach ihnen Lombardei ge—
rannt), drang bis in die Nähe von Rom vor und schwärnite
iach dem Tode von Alboin (5783) und dessen Nachfolger Kleph
373575) bis Unteritalien und hinüber nach Gallien.
ANuthari (6846590), sllephs Sohn, stellte die Ordnung her;
zurch seine Gemahlin Theudelinde, Tochter des Bahern—
)erzögs Garibald, fand der Katholizismuis Eingang. Ro⸗—
hati 636 —6b2) ließ 648 das für die deutsche eaaree
wichtige Langobard. Volksrecht in lat. Sprache aufzeichnen.
diulprand (712 — 744) hob das Reich auf den e
Macht. Als aber Aistulf (749—756) die Ober⸗
serrschaft über Rom beanspruchte, erlangte Papst Stephan II.
die Hilfe Pippins des Kleinen, der 706 die den L. ent⸗
rissenen Landesteile dem Papst schenkte. Karl d. Gr.
nachte 774 dem selbstäudigen Langöbard. Reich durh die
Eroberung Pavias und die Entthronung von Aistulfs
Rachfolger, Desiderins, ein Ende. — Bgl. Flegler (1851),
Wiese (1877), L. Schmidt (1885).
Langreo, Stadt in der pan. Prov. Opiedo (Asturien),
1900) 18 714 E.; Eisengießerei, Steinkohlengruben.
Langres (spr. langr), Stadt im frauz. Dep. Haute—
Marne, an der Marne, auf dem eisenreichen Plateau von L.
bis 608 m hoch), (1001) 9921 E.; Industrie; Lagerfestung
Ranges; siegreiches Gefecht der Deutschen 16. Dez. 1870.
vangfar, altdeutsche
Waffe, ein kurzes Schwert.
Langschwaͤnzer, Lang⸗
hwanzpapageien (s. Sittiche);
angschwänzige Dekapoden (s.
Zchalenkrebse).
Langadorffsa Mart.,
pflanzengattg. der Balano—
horazeen. L hbypogaea Mart.
Abb. og inn trop. Südamerika, parasitisch lJebend, mit
olbigen Blütenständen, bringt sehr viel Wachs hervor.
Laͤngsfeuer, s. Enfilade.

1015. Laposdorffia.