Lan

Langfhanhuhn, ein zu den großen asiat. Rassen ge—
öriges Haushuͤhn; legt fleißig und hat gutes Fleisch.
Sange son, Stadt, im nordöstl. Tongting; hier Febr
ind Murz 1885 Kämpfe zwischen Chinesen und Franzosen.
Längster Tag, der Tag, an dem die Sonne am
ängsten über dem Horizont steht, ihre größte Höhe er—
reicht; nördl. Erdhälfte ca. 21. Juni, suͤdl. 21. Dez. [Tafel:
Astroönomie J, 83 u. 41.
Langnard, Piz 2., Berg der Livigno-Alpen (Rhätische
Alpen) im schweiz. Kanton Graubünden, 3266 mm.
Langue d'oe (spr. lang'dock), im Mittelalter Be⸗
eichnung der provenzal. ane (provpenz. oo S ja); Gegen⸗
'atz Langue d'oil, die nordfranz. Sprache (oĩl oui).
Languedoc (spr. lang'dock), alte Provinz in Südfrank⸗
eich Karte: Frankreich 1), 46 800 ꝗkm, a ne
tadt Toulouse; jetzt die Dep. Lozere, Gard, Ardeche,
Aude, Herault, Haute-Garonne, Tarn-et-Garonne, Tarn
ind Teile von Peni e und Ariege umfassend. —
zanguedockanal, s. vw. Canal du Midi.
Languénteé (ital. Mus.), snauend sehnsuchtsvoll
Languet (spr. langgeh), Hubert, franz. Puͤblizist, geb.
1518 zu Vitteaur (Burgund), trat 1565 in die Dienste
des Kurfürsten von Sahsen, später in die des Prinzen
von Oranien, gest. 30. Sept. 1581 zu Antwerpen. Seine
bexühmte Schrift „Vindlciao contra tyrannos“ gab er
unter dem Namen Junius Brutus heraus (1579; deutsch
1846). — Bgl. Blasel (1872), O. Scholz (1875).
Laͤnguettieren, s. Langeltieren.
Languste, s. Panzerkrebse.
Eangwanzen (Lygaeldae), Familie der Landwauzen,
nit meist ziemlich schmalem Körper, flachem dreieckigem
dopf und fadenförmigen Fühlern. Bekannteste einheimische
Art die Feuerwanze (s. d. nebst Abb. 575).
Langwerth von Simmern, Heiurich, Freiherr von,
Bolitiker und Schriftsteller, geb. 153. Nov. 1883 in Han⸗
over, 188090 Mitglied des Reichstags (Welfe), Ritter⸗
zutsbesitzer auf Wichtringhausen bei Bantorf; schrieb:
Von 1806 - 1866 (1878), „Osterreich und das Deutsche
Keich im Kampfe mit der Franz. Revolution“ (2 Bde.,
1880), „Aus der Mappe eines verstorbenen Freundes“
2 Tle., 1891 -93), „Aus meinem Leben“ (2 Tle., 18808)
Langwies, Hauptort des pe
Langzeile, altgerman. Versform von acht Takten
Hebungen), durch eine Zäsur in zwei Kurzzeilen geteilt;
wei Hebungen der ersten und die erste Hebung der zweiten
durzzeile durch Alliteration ausgezeichnet.
Lanista etg der Fechtmeister der Gladiatoren.
Lanjaron (spr. Ia Stadt in der span. Prov.
Hranada, am Südwestfuße der Sierra Nevada, Hauptort
er eee (1900) 4200 E.; warme Stahlbäder.
Lanjuinais (pr. langschülnäh), Jean Denis, Graf,
ranz. Staatsmann, geb. 12. März 17583 zu Rennes, 1789
Mitglied der Nationalversammlung, später des Konvents
Girondist), des Rates der Alten, seit 1800 des Senats,
iuter Ludwig XVIII. Pair, gest. 13. Jan. 1827. — Sein
Sohn Victor Ambroise, Viconite S., geb. 8. Nov. 1802,
eit 1837, Deputierter (Republikaner), 1849 kurze Zeit
Minister, seit 1863 im Gesetzgebenden Körper (zur impe—
ialistischen Linken geporig gest. 2. Jan. 1869 zu Paris.
Lanner, Jos., Tanzkomponist, h 11. April 1801
uu Wien, gest. 14. April 1843 in Oberdöbling bei Wien,
rhob den Walzer zur Kunstform.
Lannes (spr. lann), Jean, Herzog von Montebello,
ranz. Marschall, geb. 11. April 1769 zu Lectoure (Dep.
Bers), seit 1782 in der Armee, ging 1798 mit Bona⸗
»arte nach Ägypten, siegte 9. Juni 1800 bei Montebello,
1804 zum Marschall und Herzog von Montebello ernannt,
eichnete sich 1805579 in den Kämpfen Napoleons J. aus,
22. Mai 1809 bei Aspern schwer verwundet, gest. 31. Mai
zu Wien. — Vgl. Thoumas (1801).
Lanninon (spr. Löng), Seebad und Hafen, s. Brest.
Lannion (spr. ng), Stadt im franz. Dep. Cotes⸗
hus Nord, am Guer, unweit des Kanals, (1901) 6010 E.
Lanvbform, Salbe aus Lanolin und Formaldehyd
Lauolin, Wollfett (anoligum, Adeps lanae), aus
dem Wollfeit (Wollschweiß) durch Zenkrifugieren, und
Waschen mit Wasser ünd Alkalien gewonneue gelbliche
Masse, Ester verschiedener Fettsäuren mit Cholesterin, 1888
durch Liebreich als Salbengrundlage empfohlen, wasserfrei

ils Adeps Lanae aphydricus (Wollfett) und wasser—
zaltig als A. L. cum Aqus offizinell, dient zum Einfetten
pröder Haut; auch Schmiermittel in der Technik.
Lanquart, Nebenfluß des Rheins, s. Landquart.
Lansdowne (spr. lännsdaun), Will. Peity, Graf
Shelburne, Marquis von, brit. Staatsmann, geb. 2. Mai
737, 1766—68 Mitglied des Ministeriums Chatham,
ann heftiger Gegner der ministeriellen kriegerischen Po—
itik gegen die nordamerik. Kolonien, leitete 1782 als
Staatssekretär des Auswärtigen die Friedensunterhand—
ungen mit denselben ein, stürzte 1788 mit Pitt das Koa—
itionsministerium, gest. 7. Mai 1805. — Vgl. Fitzmau—
ice (3 Bde., 1875 —76). — Sein Sohn Henry Petyt,
Narquis von L., geb. 2. Juli 1780, 1806 —7 Schatz—
anzler, 1827 —28 Minister des Innern, 1880 —41 und
vieder 1846—52 Präsident des Staatsrats, 1862 658
Minister ohne Portefeuille, gest. 31. Jan. 1868. — Dessen
ssnkel Henry Charles Keith-Fitzmauriee, Marquis von
2., geb. 14. Jan. 1845, 1872 -74 Unterstaatssekretär im
driegsministerium, 1880 —82 im Ind. Amt, 1883 Ge—
ieralgouverneur von Kanada, 1888 -93 Vizelönig von
Indien, 1895 Kriegsminister, 1900 -1906 Minister des
Auswärtigen. [JIunsbruck.
Lauser Köpfe, felsige Hügel 9* m), südöstl. von
Lansing (spr. laͤnn⸗), Hauptstadt des nordamerik.
5taates Michigan, am Grand River, (1900) 16485 E.
Lansingburg (spr. lännsingbörg), Stadt im nord—
imerit. Staate Reuyork, am Hudson, (1900) 12595 6.
Indquener Urz., spr. langßk'neh), Spiel, s. Lands⸗
necht.
Lansyer (spr. langsteh), Emanuel, franz. Landschafts—
naler, geb. 18. Febr. 1836, gest. Ende Okt. 1893 in Paris;
MNotibe aus der Bretagne und Umgegend von Bordeaur
zwei Bilder im Luxembourg).
Lantana, Wandelröschen, Pflanzengattg. der Verbena⸗
en, meist amerik. Strüucher.
Lan⸗tau, Jusel vor der Mündung des Kantonstroms, zum
rit. Pachtgebiet Hong-kong gehörig [Karte: Asien J, 11)].
Lanthän s(chem. Zeichen La), metallisches Element,
839 von Mosander im Cerit entdeckt, worin es von Cer
ind Didym begleitet ist. Atomgewicht 188,0. Das Lau⸗
hanoxyd gehört zu den seltenen Erden, gibt farblose Salze.
Lau⸗tfan, Teilnanie des hinterind. Flusses Me-kong.
Lan⸗tschon, Hauptstadt der chines. Prov. Kan⸗su, r.
im Hoang-ho, 500 000 E.; Handel (bes. mongol. Pelze).
Lanũsgo (lat.), s. Wollhaare.
Lanuvinum, Stadt in Latium, südöstl. von Rom (an
der Appischen Straße), berühmt durch die Frühlingsfeier
zu Ehren der Juno Sospita; jetzt Cività Lavinia.
Lanz, Julius, Pseudonym fuͤr Julius Duboc.
Lanza, Carlo, Graf di Busca, ital. Diplomat, geb.
*1. Mai 1837 in Mondovi, 18866 Offizier, nahm 1869
ind 1866 teil an den Kriegen gegen Osterreich, 1887 88
n Erythräa Brigadekommandeur, dann Generalleutnant,
892 Botschafter in Berlin, 18988 Senator.
Lanza, Giovanni, ital. Staatsmann, geb. 1815 zu
gignale in Piemont, Arzt, seit 1848 im sardin. Parla—
nent, 1865—69 Minister des Unterrichts und der Fi⸗
tanzen, 186465 Minister des Innern, 186769 Kam⸗
nerpräsident, 1860—73 Ministerpräsident, gest. O. März
882 zu Rom. — Vgl. Tavallini (2 Bde. 1887).
Lanzãde, s. Lancade.
Lanzarote, die inse und niedrigste der größern
danarischen Inseln, vulkanisch, 806 4km, (18900) 17 6666.;
dauptftadt und Hafen Arrecife. IKarte: Spanien J, 8.
Lanuze, Stoßwaffe aus einem meist hölzernen Schaft
nit eiserner Spitze, häufig auch noch mit einem Fähnchen;
m Altertum Hauptwaffe des Fußvolks, im Mittelalter
Waffe der schwer geharnischten Ritter Tafel: Kriegs—
vesen J, 9 durch das Feuergewehr verdrängt. Die heu—
ige Reiter-L ist tatar. Ursprungs, Nationalwaffe der Ko—
aken, seit Ende des 18. Jahrh. in den europ. Heeren (bei
den Lanciers oder Ulanen) eingeführt. Die deutsche Ka—
allerie führt eine Stahlrohr⸗L.
Lanzelet, s. Lancelot.
Lanzenboot, ein aus Lanzen und kurzen Verbindungs—
eilen zusammengesetztes und mit einer wasserdichten Plane
iberzogenes Boot; neuerdings in der deutschen Armee ge—
Lanzenegel, s. Saugwuͤrmer. sbrauqht.