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Lavulinsaãure, Azetylpropionsäure, eine Ketonsäure,
bildet sich beim Kochen von Lävulose, Rohrzucker, Zellu—
lose, Gunmi und Stürke mit verdünnter Salz- oder Schwe—
elfuͤure; Beize beim Zeugdruck und Lösungsmittel für Farb—
Lävulose, s. Fruchtzucker. sstoffe.
Law (spr. lah), L. of Lauriston, berüchtigter Fi⸗
nranzmann, geb. 16. April 1671 zu Edinburgh, gründete
1718 in Paris eine Kreditbank, die 1718 in eine Staats—
hank verwandelt wurde, verband damit eine Handels
tompanie (Compagnio dOccident), welche die Ausbeu⸗
tung Kanadas und der Länder am Mississippi bezweckte
Muͤsissippikompanie), und entfesselte durch seine Operationen
eine unsinnige Spekulationswut, ward 1720 Staatsrat
und Generaltontrolleur der Finanzen, flüchtete, als seine
Unternehmungen zusammenbrachen, Dez. 1780 nach Brüssel,
zest. 21. März 1729 zu Venedig. — Bgl. Alext (1885).
Lawinen (Lavinen, Lauinen), in Tirol Lähne, frz
avalanches, Febe stürzende Schnee⸗ und Eismassen der
Hochgebirge. Grundformen: Staub⸗Ls. entstehen, wenn bei
caltem Wetter frischer Schnee plötzlich orlanartig als stäu—
bende Wolke von den Abhängen zu Tal fährt; Grund⸗
der Schlag⸗-L., bes. bei Tauwetter und zur Zeit des
Föhns, stürzen durch ihre eigene Schwere und schieben dant
den ganzen Grund, äuf dem sie liegen, mit sich fort,
Gletscher- oder Eis⸗S., an steilen Abstürzen aus losge⸗
rissenen Gletscherteilen bestehend. — Vgl. Ratzel (1890)
Lawn-⸗Tenmis (engl., spr. lahn), ein aus England
dammendes Ballspiel, das auf bestimmt abgegrenztem, durch
ein niedriges Netz geteiltem Spielplatz mit von Filztuch
überzogenen Gummibällen gespielt wird. Es gilt, mit dem
Racket (s. d.) den Ball über das Netz, d. h. in den Ho'
der Gegenpartei zu schlagen. (S. auch Ping-⸗Pong.) —
Vgl. die Handbücher von Fichard (4. Aufl, 1002), Heineken
. Aufl. 1902), Beneke (7. Aufl. 1904), Vaile (deutsch
Lawra, Kloster, s. Laura. —[119065)
Lawreutce (spr. lahrenß). 1) Stadt im nordamerik
Staate Massachusetts, am Mexrimac, (1903) 67 932 E
— 2) Stadt im Staate Kansas, am Kansas, (1900)
10862 E., Staatsuniversität, Indianerschule.
Lawrence (spr. lahrenß), John Laird Mair Lord,
engl. Staatsmann, geb.4. März 1811 zu Richmond (York⸗
shire), seit 1829 Bramter in Indien, 1849 Kommissionsmitglied
 im Pandschab, später Oberkommissar, trug 1857
zur Unterdrückung des Aufruhrs der Sipoys wesentlich bei
1888 Baronet, 1863—68 Vizekönig von Judien, 1869 Peer
Jest. 26. Juni 1879. — Biogr. von Temple (1888).
Lawrence (spr. lahrenß), Sir Thomas, engl. Bildnis
maler, geb. 4. Mai 1769 zu Bristol, seit 1820 Präsiden
der Londoner Akademie, gest. 7. Jan. 1830; malte der—
zeitige Fürstlichkeiten (Pius VII. Georg IV.), Minister
Metternich, Wellington), Schriftsteller (Scott, Gentz),
Inan et Siddons uͤnd andere Frauenbildnisse. —
Bgl. Sir Gower (engl., 1892).
Lawaonis L., Pflanzengatig. der Lythrazeen. L. nor
nis L., dorniger en Nordafrikas und Kleinasiens
mit braunroter Wurzel (Alkannawurzel, s. dy).
Lawyer (engl. spr. lahjer Sachwalter, Rehtsanwalt
Larx (lat.), schlaff, locker, bes. in sittlicher Beziehung.
Laxantta, Larativa (lat.), gelinde Abführmittel.
Saxrenburg (Cachsenburg), Marktflecken in Niederöster⸗
reich, bei Wien, an der Schwechat und dem Wiener⸗Neu—
städler Kanal, (1000) 1264 E, Laiserl. Lustschloß und be
rühmter Park. — Val. Czullik (1895).
Larieren (lat.), locker machen; abführen, reinigen.
Larierlatwerge, Sennalatwerge (s. d.).
Layard (spr. ard), Sir Austen Heury, engl. Archäolog
 und Diplomat, geb. 5. März 1817 zu Paris, seit 1882
ere Parlamentsmitglied, 186166 Unterstaats⸗
ekretär im guew artigen Ministerium, 1869 Gesandter in
Madrid, 1877580 Botschafter in Konstantinopel, gest.
3. Juli 1894 in London; berühmt durch seine Ausgrabungen
von Ninive und Babylon („Nineveh and äts remains“,
1849 u. ö; deutsch 1860; „DPiscoveries at Nineveh anòôd
researohes at Babylon“, 1853; dne 18586). — Vgl
die Autobiographie, hg. von Bruce (engl. 2 Bde., 1805).
Läynez, Jal., zweiter General des Jesuitenorderns
(seit 1658), geb. 1512 zu Almazan (Kastilien), Genosse
Loyolas und eigentlicher Begründer des Ordensstatuts
gest. 19. Jan. 1666 zu Rom. — Val. Boero (franz., 1894).

Lazarett, s. Kraukenhaus und Lazarus.
Lazarettfieber, s. v. w. Flecktyphus.
Lazarettgehilfen, s. Sanitätsünteroffiziere.
Zazaretifschiffe, zum Transport und zur Behandlung
ZFerwundeter eingerichtete Schiffe, im Kriege im Troß der
Flotte und unter dem Schut der Genfer Konvention.
Lazarettyphus, s. Flecktyphus.
Lazarettzug, s. Sanitätszüge.
Lazaristen, der innern Mission, spüter auch der Heiden—
nission (daher Priester der Mission) gewidmete Kongregation,
 1624 von Vinzenz von Paula gegründet, noch jetzt
weit verbreitet. — Val. Goetz (1898).
Lazaärus (dasselbe Wort wie Eleasar, „Gott hilft“),
der von Jesus aus dem Grabe erweckte Bruder der Maria
und Martha (Joh. 11, afg.; 12, 1fg.. — Nach dem kranken
A Ae Luk. 16, 20, dem Schutzpatron der Kran ⸗
len bei den Katholiken, heißen die Hospitäler auch Lazarette.
Lazarus, Mor., Philosoph, geb. 16. Sept. 1824 zu
Filehne, ursprünglich Kaufmann, seit 1873 Prof. zu Berlin,
Jest. 13. April 1808 in Meran; mit Steinthal Herausgeber
der,Zeitschrift für eese Sprachwiss ee
185980); Hauptwerk: Das Leben der Seele“ (3. Aufl.,
Bde., 1883 97). — Vgql. Leicht (1904).
Lazedämon, s. Sparta.
Lazen, kleinasiat. Volksstamm, s. Lasen.
Lazerieren (lat.), zerreißen, zerfleischen; verlästern.
Sazulith, Blauspat, Klaprothin, monoklines, blaues,
AIasglünzendes Mineral, wasserhaltiges Tonerde⸗, Magne—
sas, Eisenoxydulphosphat, meist derb oder eingesprengt.
Lazzaroni, Bezeichnung der untersten Volksklasse vou
neapel. sder ital. Komödie.
Lazzi (ital.), die extemporierten Scherze und Possen
1b, Abkürzung für libra, Pfund.
L. B. (8.) — léodtori beépevdlo (salũtem) (lat.),
dem geneigten Leser (Heil); in Büchervorreden.
L. C., Abkürzung für Landsmannschaften-Konvent, s.
Landsmannschaften.
L. o. S lobo citato (lat.), am angeführten Ort.
Lẽ, Hauptstadt von Ladach, s. Leh.
Lea Epr. lih), engl. Garnmaß, für Baumwollgarn
— 109,78, Wollgarn 73,168, Leinen⸗ und Hanfgarn —
274,81 m.
Lea (spr. lih), 1. Nebenfluß der Themse, entspringt in
der Grafsch. Bedford, mündet unterhalb Londons, 75 Kmu lg.
Lea, ältere Tochter Labans, erste Frau Jakobs.
Leader (engl. spr. lihder, „Führer“), Leitartikel in
Zeitungen; erster Violinist (Konzertwmeister) ꝛc.
Leader (pr. ngerne Benjamin Williams, engl. Land⸗
chaftsmaler, 65. 12. März 1831 in Worecester; bes. fried⸗
ich⸗ländliche Landschaften aus England und Schottland
bei Abend⸗ und Herbstzeit.
Leadville (spr. leddwill), Stadt im nordamerik. Staate
Tolorado, 3106 m ü. d. M., (1800) 12455 E.; Silber⸗,
Gold- und Bleibergbau, 1878 gegründet.
League (spr. lihg), engl. Wegemaß — 4,827 Km, zur
29 Bbos — annß v. F Adndue, —
eaguer (engl. spr. lihger), Flüssigkeitsmaß, s. Legger.
Leake (spr. eh —2 Martin, engl. Archäblog,
geb. 14. Jan. 1777 zu Thorpe Hall (Esser), 1804 -9
mit mehrern diplomat. Missionen in der Levante betraut,
gest. 6. Jan. 1860 zu Brighton; verdient durch Forschungen
in Griechenland und Kleinasien („Travels in the Mores“,
1830; „Travels in Northern Greece“, 1885) ꝛc.
Leal, Jost da Silva Mendes, s. Mendes Leal.
Leamington (spr. lemmingt'n), Stadt in der engl.
Grafsch. Warwick, am Leam (Zufluß des Avon), (18001)
26888 E.; College, Stahl-, Schwefel- und Salzquellen.
Leander, Geliebter der Hero (s. d.)
Leander, Pseudonym von Rich. Volkmann ( . d.).
Leanderturm, s. Kiz-Kalessi.
Lear (spr. lihr), mythischer König von Britannien,
deld einer Tragödie von Shakespeare. — Vgl. Bode (1904).
Leavenworth (spr. lewwenwörth), Stadt im nord—
amerik. Staate Kansas, am Missouri, (1900) 20735 E.
Leba, Fluß, entspringt bei Karthaus in Westpreußen,
durchfließt den Lebasee (Strandsee; 75 qkm) in Pommern,
mündet a 186 xm in die Ostsee bei der Stadt L.
Leba, Stadt im renn Reg.⸗Bez. Cöslin, nahe der
Osisee, (19058) 2027 E., Seebad.