Leb

Lebach, Flecken im preuß. Reg.«Bez. Trier, an der
Theel, (1905) 1647 E., Amtsgericht.
Lebanon (spr. lebbe.), Stadt im nordamerik. Staate
LBeunsylvanien, am Swalara, (18900) 47 628 E.
—ADDDD
Us Judas Jakobi (s. d.s, Markus als Thaddäus aufführt,
Lebbin, Dorf in preuß. Reg.⸗Bez. Stettin, auf Wollin,
am Ausfluß der Swine aus dem Stettiner Haff, in schöne
Hügellandschaft (Sebbiner Berge, 102 m), (1900) 1463 E
Lebedin, Kreisstadt im russ. Gouv. Charkow, amw
Psiol, 16684 E. [Don, 6014 E
Lebedjän, Kreisstadt im russ. Gouv. Tambow, am
Lebel, Nicolas, geb. 18. Aug. 1885, 1870 Hauptmann
1883 Direktor der Rormalschießschule im Lager von Cha⸗
lons, nahm 1890 den Abschied; h 6. Juni 1891 ir
Vitre. Nach ihm heißt das kleinkalibrige Infanteriege—
wehr Anss der franz. Armee Lebelgewehr (fusil Lebel)
Leben, der Inbegriff aller dersenigen Erscheinungen
die an gewissen Körpern GOrganismen) infolge eines be⸗
stündigen Wechsels der sie aufbauenden Stoffe beobachten
werden; das wesentliche für das L. ist demnach der Stoff⸗
wechsel. Das L, ist gebunden an die Zellen, die sich zu
den verschiedenartigen Geweben und Körperteilen von eigen⸗
tümlichem Bau (Erganen) zusammensetzen (organisieren)
wodurch hen bezüggien der Gestaltung ein Unterschied
zwischen lebenden und leblosen Körpern gegeben ist. Ein
weiterer ergibt sich durch die chem. Zusammensetzung de⸗
organischen Körper. Sie bestehen aus verschiedenen Grund—
et (darunter namentlich Eiweißstoffe), die wie—
derum aus drei, vier und mehr Elementarstoffen zusammen⸗
gesetzt sind und außerhalb des Körpers oder nach dessen
Tode durch äußere Einwirkungen in die einfachern Ver⸗
bindungen zerlegt werden, aus denen die leblosen Körper
ebildet sind. RAuch während des L. unterliegen sie einer
——— Umwandlung, indem sie die für den Ie
mus undbrauchbaren Teile (in den Sekreten und Erkreten)
verlieren und brauchbare wieder (aus dem Blute) emp⸗
fangen. Hinsichtlich ihrer Tätigkeit unterscheiden sich die
lebeuden Körper dadurch von den leblosen, daß sie die An—
regung zu Umänderungen in sich selbst besitzen (Selbsttätig—
keit, Spontaneität), sich durch eigene Organe bewegen (Orts⸗
bewegung, Säfteumlauf), ernaähren, wachsen, fortpflanzen,
einen eigenen Wärmegtad besitzen, gewisse Lebensstufen
durchlaufen und endlich sterben und verwesen. — Man teilt
das individuelle oder organische L. ein in folgende Haupt—
formen: 1) Keim⸗L. (latentes L.), an den Samen und
Eiern zu beobachten, die längere Zeit hindurch den äußern
E aste Widerstand leisten. 2) Pflanzliches (vegeta⸗
tives) L., bestehend in Wachsstum, Ernährung, Absonde—
rung und Fortpflanzung, ohne deutlich nachweisbare Emp:
findung und Bewegung. 3) Tierisches (animalisches) 8.
wit Empfindung, Bewegung, Willen und Denken, welche
Eigentümlichteiten in der Regel durch ein Nervensystem
im Körper des Tieres vermittelt werden. 4) Psychisches
8. (des menschlichen Organismus), das durch die Taͤtig⸗
keiten des Gedaͤchtnisfes der Phantafie und der rn die
Sprache sich kundgebenden Vernunft ausgezeichnet ist. End⸗
bg spricht man 3) vom geistigen L., dem L. der mensch⸗
l hen Gesellschaft. Die Lehre vom L. heißt Physiologie oden
Biologie. Uber die Lebensvauer s. d.— Val. Moleschot!
G. Aufl. 1875 87), Bilharz (1902), Neumeister (1003)
sönig (2. Aufl. 1066), gließ 61006)
Sebendes Inventar, der zu dem landw. Betriebe
ehörige Bestand an VBieh; bildet mit dem toten Inventar
Maschinen und Gerate) das siehende Betriebskapital.
Lebendige Kraft, in der Vee das Produkt
aus der bewegten Masse und dem Quadrat ihrer Ge—
ichwindigkeit; auch kinetische Energie genannt (s. Energie)
Lebendiggebarende Pflanuzeit, s. Durchwachsung.
Sebensbaifam, Hoffmannscher L., Lebensül (Mix
Qrs oleõsa-balsamios), das bräunlichgelbe Filtrat einer
Mischung von vabendei⸗, Relken- und andern Slen mit
Perubal sam und Weingeist, innerlich als belebendes, äußer⸗
lich als Riechmittel zu Einreibungen ec, verwendet.
Lebensbaum, Pflanzengalig,f. Tuujs; peg die
baumförmige Zeichnung auf — durch das Kleine
Gehirn (s. Gehirn und Tafel Rervenfysteͤm J. 3).
Lebensdauer, die einem organischen Wesen bestimmte
Lebenszeit, in bei den derschiedenen Pflanzen und Tieren

ußerordentlich verschieden; beim Menschen im allgemeinen
zꝛei ede länger als bei Armen Bexrufslranl⸗
Jeiten, schlechte Ernährung), bei Verheirateten länger als
bei Ledigen, normal 6080 J., die mittlere L. 88—40 3.
Lebenselirier, altes, von einem schwed. Arzt zu—
sammengestelltes, angeblich das Leben verlüngerndes Mit⸗
cel (daher schwed. L., schwed. Lebensessenz), noch jetzt
offizinell als zusammengesetzte Aloetinktur (Tinctura Aloee
composita), bereitet aus Aloe, Rhabarbers, Enzian-, Zitwer⸗
wugzel, Safran und Weingeist, gelblichbraun, bitter.
Vbeiteiu oder Vitalität, die Fähigkeit der
Neugeborenen, J erfolgter Geburt das Leben unabhängig
von der Mutter fortzusetzen, ist beim Menschen erst vom
Ende des 7. Schwangerschaftsmonats an möglich.
Lebenusknoten Erz. n vital), Atmungszentrum,
tleine Stelle des verlüngerten Markeb, deren Durchschnei—
dung oder Zerstörung plötzlichen Tod durch Stillstand der
Atmung und Herztätigkeit veranlaßt.
Lebenskraft (Vis vitauus), fruͤher angenommene dy⸗
namische Kraft, die im Gegenfatz zu den mechan. (physik.
und chem.) Kräften im lebendigen Organismus den Beftand
desselben erhalten sollte; von der neuern Physiologie beseitigt
und auf jene mechan. Kräfte zurückgeführt.
debensmagnetismus, s. Tiecrischer Magnetismus.
Lebensmerkur, s. Algarotpulver.
Lebens mittel, s. v. w. Nahrungsmittel.
Lebensöl, s. Lebensbalsam.
Lebensrad, s. Strobostop
Lebensverlängerung, s. Matrobiotik.
SEebeunsversicherung, Hauptzweig der Personenver—
icherung, mit dem Zwect der Sicherung eines Kapitals
Kapitalversichernng, L. in engerm Sinne) im Fall des
Todes GBersicherung auf den Todesfall) oder des Er—
lebens eines bestimmten Alters (Versicherung auf den Er⸗
ebensfall) oder bei Eintritt von ungewissen Ereignissen,
die eine erhöhte Ausgabe im Gefolge haben, g. B. Ver⸗
heiratung einer Tochter (Aussteuerversicheruug), Militaär—
dienst eines Sohnes Militärdieustversicherung) rc. Haupt⸗
orm ist heute die gemischte Verficherung, auch abgekürzte
2. genannt; bei eß wird ein Kapital mit dem Erleben
eines bestimmten Alters fällig oder bereits früher, wenn
der Tod vorher eintritt. Statt einer einmaligen können
auch periodisch wiederkehrende Geldleistungen e wer⸗
den (Rentenversicherung). Es gibt zahlreiche Kombina—
tionen von L., die auf Grund eines Versicherungsvertrags
Police) abgeschlossen werden. Die Höhe der Prämien ist
verschieden nach Alter und Gesundheitszustand des Aufzu—
nehmenden, wobei die Sterblichkeitsstafeln zugrunde gelegt
werden. Die Lebensversicherungs-Gesellschaften entstanden
zu Anfang des 18. Jahrh. in England; in Deutschland
zuerst die auf Gegenseitigkeit gegründeie Lebensversiche⸗
rungsbank zu Gotha (seit 1827) und fast gleichzeitig (1828)
die Deutsche Lebensversicherungs⸗Gesellschaft in Luͤbeck auf
Aktien. [G. Beilage: Versicherungswesen. —
Karup, „Handbuch“ (2. Aufl. — Reuling, Grund⸗
lagen der L.“ (1901): Landre, „Mathem.ntechnische Ka⸗
pitel zur L.“ (2. Aufl. 1901).
Lebenh (spr. lehben), deutsch Leiden, Großgemeinde
m ungar. Komitat Wieselburg, (1900) 3003 E.
Leber (Aepar), die größte Drüse des menschlichen und
erischen Körpers sTafel: Eingeweide II, 1, 3u. 8), wich⸗
ig für die Ernährung und Blutbildung, liegt in der Ge—
talt eines abgerundeten Vierecks auf der rechten Seite unter
dem Zwerchfell, an das sie durch eine besondere Falte des
Bauchfells (das Leberband) befestigt ist, wiegt deim Er—
wachsenen 188 k8 und darüber und besteht aus einem
pose (rechten) und einem kleinern (linken) Leberlappen.
Auf der hintern untern gg befindet sich in der sog.
Leberpforte der Eintritt der Blutgefüße und die Ausmün—
dung der Gallengänge sowie die Gallenblase. Die Leber⸗
arterie dient zur Ernährung des Lebergewebes. Aus dem
durch die Pfortader d.) eingeführten Blute wird in den
zus einem feinen Gefäßnetz mit den Leberzellen bestehenden
Leberläppchen die Galle (s. d.) bereitet, worauf das Blut
n den Lebervenen die Lverläßt.
Leberabszeß, s. Leberentzündung. V
Leberanschoppung, Blulüberfüllung oder Hyperämie
)er Leber und dadurch bewirkte Anschwellung und Ver—
größerung derselben, ist Folge verstärkten Blutzuflusses