Lebh

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oder gehinderten Abflusses, tritt am häufigsten auf bei
unmäßiger Lebensweise, Aehsnsre ferner bei Ma—
arig und bestimmten Herze und Lungenkrankheiten. Bei
hronischer Stauungshyperümie bekommt die Leber unter
—“ pon Lebergewebe ein eigentümlich mar⸗
noriertes Aussehen (Muskatunßleber). sheiten.
Leberatrophie, s. Leberentzündung und Leberkrank⸗
deberblende, v. w. Schalenblende.
Leberblumchen, s. Hepatica.
Lebercirrhose, s. Leberentzündung.
Leberechinotorkus, Echinokokkenkrankheit oder Hy
datidengeschwulst der Leber, —— bei Haustieren und
Menschen, hervorgerufen durch die Finnen des Hundeband⸗
vurms Craenin dehinococcus v. Sieb.), die in die Leber
und auch andere Eingeweide gelangen, nachdem vorher die
Eier des Bandwurms (z. B. beim Belecken durch Hunde)
ubertragen worden sind, führt zu Siechtum; nur durch
Dpercuon heilbar. — Val. Langenbuch (1890).
Leberegel, s. Saugwürmer.
Seberegelseuche, Egelseuche, Leberfäule, Krankheit
der Schafe und anderer Wiederläuer, hervorgerufen durch
Passeneinwanderung des Leberegels (j. Saugwürmer); Be⸗
handlung aussichtslos.
Leberen, saweiz. Bezirt, s. Solothurn⸗Leberen.
Leberentzündung (EHepatitis), in verschiedenen
Formen gauftretende Leberkrankheit; 1) die Entzündung des
serösen Überzugs der Leber (Eermepͤtitis), die als Teil⸗
n der Bauchfellentzundung vder für sich infolge
ortlicher Schadlichteit (Schlag, Druck, durch Schnüren)
auftritt (Schnürleber); 2) die chronische sibröfe oder inter⸗
stitielle d., Lebercirrhose, mit Neubildung und Massen⸗
zunahme des Bindegewebes unter Zugrundegehen von
Drůsengewebe, haupisächlich bedingt durch Alkoholmiß⸗
brauch (Säuferleber); die Oberflüche der Leber wird
höckerig (sog. granulierte Leber oder Schuhzweckenleber),
Ind auf“ dem Bauche der Kranken finden sich um den
Nabel 8 infolge Stauung dicke geschlängelte Blut⸗
adern (sog. Medusenhaupt); 83) die eiterige 8. oder der
Leberabszeß, häufig in Tropenländern, durch Mikroorganis⸗
men verursacht, tritt hauptsächlich im Verlaufe der Ruhn
und Malaric auf; 4) die syphilitische L., durch tieft
Furchen⸗ und Lappenbildung charakterisiert; 5) die atutt
gelbe Leberatrophie, mit schnellem Zerfall von Leberzellen,
er auf batterieller (feptischer) Infektion, fast nur
bei Wöchnerinnen, meist ködlich.
Lebererz, ein durch Kohle und erdige Teile verun⸗
reinigter Zinnober (Quecksilber⸗L.).
Leberfäule, s. Leberegelseuche.
Leberfleck (Chloasma), leberbraune Hautverdickung,
angeboren (Fleckenmal) oder erworben während der
Schwangerschaft, bei Gebärmuttertrantheiten u. a.; durck
tzung, Ausschneiden zu entfernen.
Leberhydatiden, die bei der Echinokokkenkrankheit
(s. Leberechinokokkus) in der Leber vorhandenen Finnen⸗
dlasen von Taenia kchinococous v. Sieb.
Leberkarzinom, s. v. w. Leberkrebs.
Leberkies, s. Markasit.
Sebertletie, s. Agrimonia [Abb. 38.
Leberkolik, s. Gallensteine.
Leberkrankheiten betreffen entweder den serösen
Überzug oder das Lebergewebe (die Vdene Leber⸗
entzundungen [s. d.j, Speckleber, Fettleber, Leberkrebs
u. 4, die Gallenblase, oder die großen Gefäße. In hohem
Alter und nach schweren Krankheiten wird die Leber well
geschrumpft, ohne besondere Veränderungen (sog. rote oder
braume Leberatrophie). Sie ist häufig der Sit von Blut⸗
G Leberanschoppung), von Parasiten, nament⸗
lich Echinokotken (s. Leberechinotokkus). Zerreißungen der
Leber sind wegen der Blutung meist tödlich. — BVal
Quincke und Hoppe-Seyler (1899), Kittsteiner (1904).
pdedcataue. J. Asarum Abb. 124] und Marohantia
a 4
Leberkrebs, krebsige Entartung der Leber, meist im
Anfchluß an Krebs des Magens oder der Gallenblase auf—
reteud, führt unter Abmagerung, Gelbsucht und Bauch—
wassersucht zum Tode.
Lebermobose (Musci hepattei oder Hepaticae), die
teisß lanpartigen, teils beblätterten Moose, deren Frucht ae
Muͤlte ist, in Klavpen aufspringt und gewöhnlich elastische

zpiralfaserzellen zum Ausschleudern der Sporen enthält.
Sle zerfallen in Y Ricciazeen, thallos (mit laubartigeni
Stengel), im Wasser oder auf feuchtem Boden; 2) Mar⸗
hantiazeen, thallos, lappig, mit schirmförmigen Inflores⸗
senzen; 8) Jungermannigzeen, teils thallos, teils folios
mit beblüttertem Stengel); 4) Anthozeroteen, thallos
mit eingesenkten Geschlechtsorganen und schotenförmigen
Leberpilz, s. Fistulina. Sporogonien.
Leberreime, zweizeilige Scherzgedichte, deren erste
gene: „Die Leber ist vom Hecht und nicht von einem —“
mit einem Tiernamen schließt, auf den sich die folgende
Lebersteine, s. Gallensteine. Zeile reimen muß.
LSeberirau, Kodöt (Codbi, OlIdum Jecdris Aselli),
dad aus der srischen Leber des Kabelijaus (und anderer
Zchelfischarten) gewonnene blaßgelbe fette Ol, offizinelles
Niuttel gegen Skrofulose, geringere Sorten in der Gerberei
benutzt. Mediz. Wirksamkeit früher dem Jodgehalt, der
nur gering ist, jetzt der durch die leichte Resorbierbarkeit
gesteigerten Fettzufuhr zugeschrieben.
Lebkuchen, s. v. w. Vfefferkuchen.
Teboeuf (spr. vöff), Edinond, franz. Marschall, geb.
6. Dez. 1808 zu Paris, im Orientkriege 1864 Stabschef
der Ärtillerie, im Ital. Kriege 1888 Kommandeur der
Gardeartillerie, 1869 Kriegsminister, 1870 Marschall, bei
Ausbruch des Deutsch⸗Frauz. Krieges Generalstabschef der
Armee, uͤbernahm 18. Aug. an Bgzaines Stelle den Be—
ehl über das 3. Armeekorps, bei der Kapitulativn von
Mietz 29. Okt. kriegsgefangen, gest. 7. Juni 1888 in
Moncel (Dep. Orne).
Lebombogebirge, —— zwischen der Trans⸗
vaglkolonie (und Swasiland) im W. und Portug.»Ost⸗
afrifka und Tongaland im O, ca. 500
Lebon (spr. bong), André, franz. Politiker, geb.
26 Aug. 1859 zu Dieppe, 1884 Prof. der Geschichte in
Paris, 1803 Deputierter, 1805 Handelsminister, 1896
g98 Minister der Kolonien.
Lebrija (spr. cha), Stadt in der span. Prov. Sevilla,
l. vom Guadalquivir, (1900) 10897 E.
Lebrun (pe. bröng), Charles, Historienmaler, geb.
24) Febr. 1610 zu Paris, Hofmaler und Direktor der
Maleratademie daf., gest. 18. Febr. 1690. Seine reli—
iösen, mytholog. und e den Gemälde meist als
Korlagen die königl. Gobelinsmanufaktur angefertigt;
heruhmt funf Szenen aus Alexanders d. Gr. Feldzügen;
Zauptschöpfung die Ausmalung des Schlosses zu Versailles
o 83). — Vgal. Jouin (franz., 18090).
Lebrun (spr. vbröng), Charles Frang., Herzog von
Piacenza, franz. Staatsmann, geb. 19. März 1739 zu
St.Sauveur-Landelin bei Coutances, vor der Revolution
conigl. Beamter, 1789 Mitglied der Nationalversammlung,
1708 des Rats der Funfhundert, leistete als dessen Prä—
ident Bongparte beim Staatssireich des 18. Brumaire
zroße Dienste, dafür von diesem zum dritten Konsul er⸗
wuühlt, unter dem Kaiserreich Erzschatzmeister, General⸗
gouverneur von Ligurien und Herzog von Pigcenza, 1810
Rouverneur von Holland. Nach 1814 schloß er sich den
Bourbons an, erhielt die Pairswürde, gest. 16. Juni 1824.
Lebrun (spr. bröng), Elisabeth Louise, geborene Vigée,
frang. Bildnismalerin, geb. 16. April 17565 in Paris, gest.
das. 30. März 1842; ihre Souvenirs“ (8 Bde. 133837).
Lebrun (pr. bröng), Ponce Denis Ecouchard, ge⸗
wöhnlich Lebrun - Pindare, franz. Dichter, geb. 11. Aug.
1729, gest. 2. Sept. 1807, größter Lyriker der klassischen
Schule, bes. in seinen — republikanischen Oden.
Lebus, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Frankfurt, J. an der
Dder, (1805) 2082 E.; 132588 Sitz der Bischöfe von
d. Vvgl. Wohlbrück (3 Tle., 182932).
Leonnra on, Kuchen- oder Schüsselfiechte, Pflanzen⸗
zactg. der Krustenflechten. L. tartarös Ach., in Schottland,
Rorwegen und Schweden, dient gleich der Orseille⸗ oder
Lackmusflechte (s. Koccella) zur Varstellung des Lackmus⸗
dlaus (schwed. Moos, Persiv und Cudbear des Handels),
IL. pallescens Rabenn. Parelleflechte), in Gebirgssgegenden
Furopas, wird in Frankreich zur Herstellung eines roten
Farbstoffs, der Erdorseille, Parelle oder Orseille von Au—
vergne verwendet.
Leece (fpr. lettsche), Hauptstadt der unterital. Prov. L.
oder fruͤher Terra d'Otranto (6797 qkm. 1905: 746 358 E.),
nahe dein Adriat. Meere, (1901) 32687 E.