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Legnago (spr. lenjahgo), Stadt und Festung in der
tal. Vrov. Verona, an der Etsch, (1801) 14829 G.; Handel
Legnano (spr. lenjahno), Stadt in der ital. Prov
Masiand, (1901) 17 423 E. hier 29. Mai 1176 Vieder⸗
lage Friedrich Baärbarossas durch den Lonmbardischen Städte—
Legoa, uͤltere portug. Meile — 6196,06 m. sbund
Segoubé (spr. guweh), Ernest Wilfrid, franz. Schrift⸗
teũer geb. 15. Febr. 1867 zu Paris, gest. das. 14. Mär?
03; des. bekannt durch seine mit Scribe gemeinschaftlich
verfaßten Stücke: „Adrienne Lecouvreur“ (1849), „Les
ontes de la reine de Navarre“ (1850), „Bataisle de
dames“ (1851), „Les doigts de fée“ (1858); „Théâtre
complet“ (8 Bde., 188790); schrieb ferner: „Histotre
morale des femmés“ (7. Aufl, 1869), Romane, „Soixante
ans de souvenirs“ (neue Aufl., 4 Bde., 1888), „Histoire
4e ma maison“ (1890) u. a,
Legre Erz. spr. lägr). Flüssigkeitsmaß, s. Legger.
Legros Gpr. groh), Alphonse, Genremaler und Ra—
dierer, geb. 8. Mai 1837 in Disou, seit 1866 in London.
Legros (spr.-groh), Pierre, franz. Bildhauer, geb. 1686
in Paris, lebte viel in Romi, gest. das. 1719; Reliefs (Ge
schichte des Tobias), Grahmäler, Marmörstandbild der
heil. Therese (Karmeliterlirche zu Turin).
Legna, span. Wegmaß, die See-L. S 5510 kmu, die
ueue f. — 6687,24 m, die geogr. 8. — 6349,20 m.
Leguane, Iguaue, Kammeidechsen (Iguanidae), Eidechsenfamilie
 aus der Unterordnung der Dickzüngler, meist
große Tiere, mit am Kieferinnenrande seitlich angewachsenen
Zähnen, die an der Wurzel rund, nach
der Spitze zu seitlich zusammengedrückt
und breit sind; Bewohner der Neuen
Welt. Bauni-L., mit seitlich zu—
sammengedrücktem oder dreikantigem
Körper, auf Bäumen lebend; hierher
der gemeine L. Iguans tuberéulata Lauur.), in Westindier
und Südamerika, der eßbare 8. (I. delicatissims Laur.),
im trop. Amerika, beide des Fleisches wegen gejagt, und
der Basilisk (s. d); Erd-L., mit rundem oder plattem
Körper, auf dem Boden lebend; hierher Tapayaxrin (Kröten
echse, Phrynosoma orbiouläre Viegm. [Abb. 1038)),
kuͤrz, dick, platt, mit dornigen Schuppen am Hinterkovs
aund den Körperseiten, in Meriko.
Legumon (lat.), Hülse.
Legumin, der eiweißartige Stoff in den Hülsen—
früchten; verhält sich sehr ühnlich wie Kasein.
SEeguminovse, Leguminosenmehl, Nährpräparat aus
Hülsenfruchtmehl mit Weizen- oder Roggenmehl; gibt
dahrhafte, leicht verdauliche Suppen.
Leguminvsen, dikothledonische Pflanzenordnung der
Cyhoripelalen, mit gegen 6000 Arten, von denen die meisten,
vor allem die baumartigen L., den Tropen, die kraut- und
strauchartigen deu gemäßigten Zonen an—
sehören. Die Frucht ist eine Hulse (daher
Huͤlsenfrüchtler), die Blüte besteht aus
5Blattern, die häufig zu einer sog.
Schmetterliugsblüte angevrduet sind, und
10 entweder ganz oder bis auf eins per⸗
wachsenen Stäubgefäßen. Nach dem Bau
der Blüte teilt man die L. ein in 1) Ba—
piliouazeen, mit Schmetterlingsblüten
Abb. 10341, deren einzelue Teile, abge—
sehen von den Staubgefäßen [d)], die
Fahne la], die zwei Flͤgel spjund die S*
Zum Kiel vder Schiffchen verwachfenen Schuettertings⸗
Blättchen sind (hierher Vicia, Pitsum, blůte Gerleghh.
Indigofera ꝛc); 2) Zaãsalpiniazeen, mit unregelmäßigen
Bluͤten ohne Verwachsungen und 10 meist freien Staubge—
fäßen, meist trop. Bäume oder Sträucher (Cassia, Haeme
toxxion, Arächis); 3) Mimosazeen, mit regelmäßigen Blü—
ten, ebeufalls troß. Bäunie oder Sträucher (Mimösa, Ac.
eia). Die Zahl der zu den L. gehörigen Nutzpflanzen ist sehr
Leguminosenmehl, s. Leguminose. [groß
Leh (Le), Hauptstadt von Ladach in Zentralasien, 38617 w
d. M. nahe dem Indus, etwa 4000 E., Sternwarte, Han—
Le Havre, franz. Stadt, s. Havre. del
Lehe, früher Bremerlehe, Kreisort im preuß. Reg.-Bez
Siade, an der Geeste Karte: Nordwestdeutschland
g, bei Hannoverl, (1900) 24 301 (1905: 31829) E.
dimttgericht, Garnison, Oberreal-, Marinetelegraphenschule

1033. Tapaharxin.

Lehen, s. Lehn.
Tehen, früheres bergmännisches Maß, 4Lachter (14 mn)
g. und 831/ Lachter (710) br.
Lehesten, Stadt in S.«Meiniugeu, (1805) 2084 E.
Schieferbrüche (die größten in Deutschland), Schieferstift⸗
ind Schiefertafelfabrikation.
Lehni, Leimen, meist ockergelbe Erdart, durch Ver⸗
witterung verschiedener Gesteine entstanden, aus einer Ver—
mischung“ von eisenoxydhaltigen Ton und Sand, auch
Falt bestehend; cine diluviale und alluviale Bildung, be⸗
deckt oft weite Flächenräume, gibt guten Ackerboden
(Echmboden), findet im Bauwesen ausgedehnte Verwen⸗
dung, bildet das Material zur Ziegelfabrikation.
Tehmanu, Joh. Georg, Kartograph, geb, 41. Mai
788 bei Baruth, gest. 6. Sept. 1811,a1s Maijor und
direktor der Plankammer zu Dresden, Erfinder der Me⸗
hode der Terrainzeichnung, nach welcher der Neigungs⸗
rad der Bodenfläche in senkrechtex Beleuchtung durch hellere
der dunklere Schraffierung bezeichnet wird [Tafel: Kar⸗—
lographie Lef; schrieb? „Die Lehre vom Situgtionseichnen“
 (5. Äust. 1848), „Anweisung zum genauern Ab⸗
dilden der Erdoberfläche““ (2 Tle. 1818 u. ö.) u. a.
Lehmann, Lilli, Opernsängexin, geb. 24. Nov. 1848
in Wuͤrzburg, 1870 -86 an der Berliner Hofoper, dann
auf Gastreisen, bes. in Amerika, bis 1898, wo sie sich
nit denm Tenoristen Paul Kalisch verheiratete. — Ihre
Schwester Marie 8., gleichfalts Säugerin, geb. 16. Mai
1831, 1881-96 an der Wiener Hofoper.
Lehmannu, Max, Historiker, geb. 19. Mai 1845 in
Berlin, 187585— 88 Geh. Staatsarchivar das., 1893 Prof.
in Göttingen; schrieb: „Stein, Scharnhorst und Schön“
(1877), „Preußen und die kath. Kirche“ (T Tle, 1878-90),
 EScharnhorst“ (2 Tle., 1886 87), „Friedrich d. Gr.
und der Ursprung des Siebenjähr. Krieges“ (1894), „Frei—
herr vom Stein“ (38 Bde. 1902.-6) u. a.
Lehmann, Otto, Physiker, geb. 13. Jan. 1855 zu Kon⸗—
stanz, Prof. an der Technischen Hochschule in Karlsruhe;
schruͤb: „Physik. Technik“ (18858), „Molekularphysik“ (1888
809), e Kristalle“ (1904) u. a.
Lehntaunng, Peter Martin Orla, dän. Staatsmaun,
Jeb, 18. Mai 1810 zu Kopenhagen, 1848 Mitglied des sog.
dasinoministeriums, Führer der nationalliberalen (eider⸗
dan.standinav.) VPartei, 186163 Minister des Junern,
gefi. 13. Sept. 1870. — Sein Vetter Theodor Heinr.
Wilh. L., geb. 22. Nov. 1824 zu Rendsburg, Advokat zu
diel, gest. das. 29. Juli 1863; Begründer der deuntsch—
aationalen Partei in neeee
Lehmbaun, s. v. w. Lehmpise, s. Gußmauerwerk.
Lehmguß, das Gießen der Metalle in Lehmformen
Formerei nebst Abh. 613).
Lehmpiseé, s. Gußmauerwerk.
Lehmwespen, s. Faltenwespen.
Lehn (lat. fkoudum, feodum), eine Sache, deren nutz⸗
bares Eigentum jemand (Lehnsmiaun, vassus, vasallus)
unter der Bedingung gegenseitiger Treue in erblichen Besitz
und Genuß mit Vorbehalt des Anheimfalls au den Ober—
eigentümer (Lehnsherr) übergeben wurde. Das Lehnswesen
 entwickelte sich in den german. Staaten durch die
Verleihung von Benefizien, gewöhnlich Grundstücken, von
seiten der Könige und Großen au ihre Getreuen, anfangs
auf Widerruf, weiterhin auf Lebenszeit, zuletzt auch als
vererblich. Da selbst vermögende Freie, um eines mäch—
tigen Schutzes teilhaftig zu werden, ihr unabhängiges
Grundeigentum in L. verwandelten, die Vasallen wicder
Teile ihres Benefiziums als Afterlehen weiter verliehen,
quch Hoͤf- und Staatsämter, Kriegs-, Schuß- und Ge—
richtsherrlichkeiten 2c. Lehnsobjekte wurden, so durchdrang
das Lehuswesen alle öffentlichen Verhältnisse des Mittel—
Alers. Die Regel bildeten die Mannlehen, indes finden
ich auch Weiberlehen (Schleier⸗, Kunkel⸗L.). Über die
erfolgte Belehnung (s. d.) stellte der Herr den Lehnsbrief
us.“ Fand in der Person des Lehnsherrn ein Wechsel statt,
so mußte für die Lehnserneuerung eine Abgabe (Lehn⸗
vare, Laudeminm) erlegt werden. Der Lehnsdienst be—
stand in Kriegsdienst, in bestimmten Hofdiensten, in Ab—
haugigkeitsgahen (Prästationen), dann in Mitwirkung als
Lehuͤschöffe im Lehnsgericht, an dessen Stelle später die
Lehnshöfe traten. Seit Ausgang des Mittelalters geriet
das Lehnswesen immer mehr in Mißachtung, so daß ver—