ietztern und ist um so größer, je geringer der Querschnitt
ist, hängt außerdem von der Leitungsfähigkeit der Me—
talle ab, die sich durch spezifisches Leitungsvermögen
unterscheiden. Zur Vergleichnng von Widerständen dient
als Einheit das Ohm.
Leiturgie (grehi), s. Liturgie.
Leiwein, s. Erpel.
Leixner⸗Grünberg, Otto von, Schriftsteller, geb
24. April 1847 in Saar (Mähren), seit 1874 in Berlin
seit 1883 Redakteur der „Deutschen Romanzeitung“; ver—
öffentlichte: „Gedichte“ (1868 u. 1877), „Novellen“
(1878), „Geschichte der deutschen Literatur“ (7. Aufl
1905), „Illustrierte Geschichte der fremden Literatureu“
(2. Aufl. 1898), „Asthetische Studien für die Frauenwelt“
6. Aufl. 1901), Laienpredigten“ (1884), „Ausgewählt
boet. Werke“ (3 Bde., 1902) u. a. — Vgl. Etorck (1887)
Leirsöes (spr. schoängsch), Seehafen von Oporto (. d.)
Sejean (pr. leschäng), Guillaume, Reisender, geb
828 zu Plouéegat-Guerand (Dep. Finistere), gest. das
1. Febr. 1871, bereiste die Balkanhalbinsel, die obern Nil—
lünder, Abessinien, Mesopotamien und die Indusländer
schrieb: „Poyage aux deéux Nils“ (1865-68), „Théodoôre
 II“ (1865). — VBgl. Cortambert (franz., 1872).
Lejeune Dirichlet (spr. leschöhn), s. Dirichlet, Peter
Zustav Lejeune.
Lek, ein Arm des untern Rheins, westl. Fortsetzung
des Niederrheins, geht in den nördl. Maasarm.
Lekain Espr. käng), Henri Louis, franz. Schau—
spieler, geb. 14. alß 1728 zu Paris, seit 1752 Mit—
glied des Théatre français, gest. 8. Febr. 1788. — Vgl
Talma (neue Aufl. 1874).
Lekemti, Stadt im EW. Abessiniens, am Didessa
I. Nebenfluß des Abai), 40000 E.; Stapelplatz.
Lektion (lat.), Votlesung, Unterrichtsstunde; Auf—
gabe; auch Verweis. — Lektinarinm, Sammlung von
biblifchen Abschnitten (Lektionen) zum Vorlesen in kath. Ge—
meinden; wenn aus den Evangelien: Evangeligrinm oder
Evangelistarium; wenn aus den Episteln: Epistolarium;
wenn aus beiden: Plenarium.
Lektisternien, s. Lectisternium.
Lektor (lat.), Vorleser; in der alten Kirche Geistliche
nmiedern Ranges grch. Auagnost), mit dem Vorlesen aus
der Bibel betraut; auf einigen deutschen Universitäten
Titel der für neuere Sprachen, Musik ꝛc. angestellten
Lehrer ohne akademischen Grad.
Lektüre (frz.), das Lesen; Lesestoff.
Lekythos, altgricch, Gefäß, schlank, mit
langem Halse, einem schnabelförmigen Mund—
stück und einem Henkel, bes. für Salböl benutzt
Abb. 1038).
Leland (spr. lihländ), Charles Godfroy,
nordamerik. Schriftsteller, geb. 15. Aug. 1824 —9—
iu Philadelphia, lebte teils in London, deils in 438
Floreng gest das 20. März 19035 verfaßte Letythos
burleske Gedichte in pennsylvan. Mundart („Hans Breit.
mann's ballads“, 1871; neue Ausg. 1884); ferner „Life
of Abhraham Lincoln““ (1879), „The gipsies“ (1882),
„Legends of Florence“ (Bd. 1u. 2, 1895), „Songs ot
the sea and lays of the Iand“ (neue Aufl. 18907), „One
100 profitable acts“ (1897), „Phe unpublished legends
of Virgilꝰ (1889) u a.
Leleger, ein vorhellen. Volksstamm, der als Ur—
bevölkeruͤng an der West— und Südwestkuüste Kleinasiens,
daneben im eigentlichen Griechenland und auf einigen
Inseln erwähnt wird.
Leléwel, Ignacy, poln. Historiker, geb. 22. März
1786 zu Warschau, 1830 einer der Hauptbeförderer der
poln. Nevolution, seit 1833 in Brüssel, gest. 29. Mai 1861
in Paris; schrieb frauzösisch und polnisch über Geographie
und Numismatik des Mittelalters Geschichte Polens. Die
voln. Werke gesammelt in „Polska“ (20 Bde. 1883—76).
VLelio, s. Riccoboni.
Lely (spr. lihlt), Sir Peter, eigentlich Peter van der
Faes, niederländ. Bildnismaler, geb. 1618 zu Soest, seit
1641 in London, Hofmaler Karls J. dann in Cromwells
und Karls II. Diensten, gest. 30. Nov. 1680 in London:
malte unter anderm die sog. Windsor-Schönheiten (Damen
am Hofe Karis 17). linseln.
Le⸗-Maire⸗Inseln (spr. mähr), s. v. w. Schouten—

—

Lem

Le⸗Maire⸗Straße (spr. mähr), Meerenge zwischen
der Südostspitze von Feuerland und der Stateniusel.
SLemaitre (spr. mähtr), Jules, frauz. Schriftsteller,
Jeb. 27. Febr. 1853 in Vennecy (Loiret); seine Theater—
ritiken gesammelt als „Impression de tnéatro“ (6 Bde.,
1888 -96); er schrieb ferner: „Les contemporains“ (6 Bde.,
188596), Lustspiele, Erzählungen und Gedichte u. a.
Lemanischer See, Leinanfee, der Genfer See. —
demauische Republit, Name der Republik Genf (1798)
vährend der Frauz. Revolution.
Lemberg, höchster Punkt des Deutschen (Schwäb.)
Zura, im wuͤrttemb. Oberamt Spaichingen, 1015 m.
Lemberg (poln. Lwöw), Hauptstadt des österr. Krou—
andes Galszien Karte: Ssterreichisch—
Ungarische Monarchie J, 6)], am Peltew,
1900) 1580618 E. (44 268 Juden), kath.,
riech. und armenischer Erzbischof, evang.
Zuperintendent, Universität (1784 gestiftet),
Kolytechnikum, poln.⸗»literarisches National⸗
ustitut, von Graf Ossolinski gegründet, Messe —9—
„Dreikönigsmesse“). —E
Lenicke, Karl, Asthetiker, geb. 26. Aug.
831 zu Schwerin, seit 1885 Prof. an der Idn wen Hoch⸗
chule zu Stuttgart, 1898 Direktor der Gemaldegalerie dase;
chrieb: „Populaͤre Asthetik“ (3. Aufl. 1878), Lieder und Ge—
dichte“ (1861), Nomane unter dem Pseudonym Karl Manuo.
Lemercier (spr. ßleh), Jacques, frang. Architekt, geb
uim 1585 zu Pontoise, 1618 königl. Archilekt, gest. 1660;
»aute seit 1624 am Loupre, für Richelieun das RPalais
dardinal in Paris und dessen Schloß in Poiton, Kirche der
Sorbonne in Paris [Tafel: Barock und Rokotkon, 5.
Leiförde, Flecken im preuß. Rege-Bez. Hannover,
inweit des Dümmersees, (1805) 800 E.“
Lemgo,/ Stadt in Lippe, an ber Bega, (1905) 9029 E.,
Amtsgericht, Schlösser, Gymnasinm.
Leinken (poin. Lemti), kleinruss. Zweig der Goralen
n den Ostbeskiden, 109 000 Seelen, griechisch-katholisch.
Lemma (greh.), s. Lehnsatz.
Lemne, Ludwig, evang. Theolog, geb. 8. Aug. 1847
n Salzwedel, 1881 Prof. in Breslau, 1884 in Bonn,
1891 in Heidelberg; schrieb: „Die religionsgeschichtliche Be⸗
deutung des Dekalogs“ (1880), „Das echte Ermahnungschreiben
 des Apostels Paulus an Timotheus“ (1882), Das
Werk des Gebets“ (1892), „Christ⸗
ciche Ethik“ (2 Bde. 1905) u. a
Lemming (Aydädes), zur Familie
der Wühlmäuse gehörige Nagetier⸗
gattg., kleiue, die nördl. Gegenden der
Alten und Neuen Welt bewohnende,
oft in großen Scharen wandernde
Tiere mit dickem Körper, kurzem Schwanz, versteckten Ohren,
eben von Vegetabilien. Bekannteste Art: M. lemmus
Pall. [Abb. 1040), braungelb, in Skandinavieu.
Lemnae, Wenenaan der Lenmazeen,
Süßwasserpflanzen der gemäßigten Zonen und
der Tropen, meist auf der Oberfläche stehender
Bewässer schwimmend, mit i aus⸗
jebreitetem Stengel; in Deutschland bedeckt
. polyrrhiæs L L. minor I. [IAbb. 1041)]
owie die untergetauchte L. trisulea L., im
Volksmunde Wasser-, Teich-, Meerlinsen,
FSuteugrütze, Entengrün, ruhige Gewässer.
Lemnagzeen, Unterfamilie der Arazeen,
nit der Gattg. Lemna (s. d.).
Lemnische Erde, s. Bolus. (327)]. wi
Leniniskate, s. Cassinische Linie JAbb. Was.Llinse
Lemnmos, jetzt Limni, Limnos, ital. a Blute)
Ztalimene, türk. Insel im nördl. Agäischen
—
27100 E, Hauptstadt Kastro(n) (oder Limnos), ca. odo.
—A
zei der deutschen und franz. Artil—
—
es R8 eine 2
Draht-) Seilbremse, bei der ich I .A
das Seil auf die Radnabe ann —AA—
vindet und den Bremsklotz am Radreifen anzieht [Abb.
1042]; man kann mit ihr nur in einer Richtung breinsen.
Lemongrasöl, s. v. w. Zitronellaöl.