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Lepcha, Volksstamm, s. Leptscha.
Sepei, Kreisstadt im russ, Gouv. Witebsk, an de
Jesffa und am Lepelsee, 6316ßñE.
Lepidinblau, s. v. w. Cyaniu (G. dd
Tepidium L., Pfefferkraut, Krefse, Pflanzengattg. der
Zruziferen, Kräuter, selten Halbsträucher der gemäßigten
ind“ warnien Zonen. Bekannteste Art I. sativnm L.,
die bei uns kultivierte und verwilderte Gartenkressfe.
Lepidodéndron Brꝗt., Schnppenbauni, einige fossile
Gefüßtryptogamen der Lykopodiazeen, bes. in der Stein—
ohlenperiode verbreitet.
Lepidoptéra, s. Schmetterlinge.
Lepidus, Marcus Aimilius, Triumvir, schlug sich nach
Fäfars Ermordung zur Partei des Antonius, trat 48 mit
diesem und Oktavian zum Triumvirat zusammen, erhiel!
bei der Teilung der Provinzen Afrika, geriet bei dem Ver—
fuch, Sizilien zu gewinnen, in die Gewalt des Okttavian
—B
Lepontler, rhätisches Volk im NW. des jetzigen Kan—
rons Tessin; danach benannt die Lepontiu. Alpen, ein Teik
der Westalpen (s. Alpen), im Moute Leone der Simplon—
zruppe 3561 n hoch.
Leporello⸗Album, eine zusammenfaltbare Reihe von
Bildern, benannt nach dem von Dou Inans Diener Leporello
angelegten Verzeichnis der Geliebten Dou Juans.
Leporiden (Leporidae), s. Hasen; insbes. die Hasen—
kaninchen, die Bastarde zwischen Hase und Kaninchen.
Lepra (greh.), Aussatz (s. d.); leprös, mit Aussatz be—
haftet; Leprösen, Ausfätzige; Leproserinm, Leprosenhaus
Hospital für Aussätzige.
Lepsins, Richard, Rgyptolog und Sprachforscher, geb
23. Dez. 1810 zu Naumburg, 1842 -46 Oberleiter der
Jroßen wissenschaftlichen Expeditionen nach Ägypten, seit
1846 Prof. 1873 Oberbibliothekar zu Berlin, gest. 10. Juli
1884. Hauptwerk: „Denkmäler aus AÄgypten und Äthio—
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Ergänzungsband 1253, 1897 1804); ferner: „Chronologie
der Ägypter“ (1849), „Briefe aus Ägypten ꝛc.“ (1852),
„Agypt. Königsbuch““ (1858), „Nubische Grammatik“
(1380) u. a.; auch verdient durch die Schaffüng eines Alpha⸗
bets fuͤr die Schreibung literaturloser Sprachen („Standard
Iphabet“, 1866 u. 1863). — Biogr, von Ebers (1886)
Leptä, Mehrzahl von Leptön (s. d.).
Leptooardii, s. Röhrenherzen.
LTeptön, altgriech. Kupfermünze — etwa 5; neu⸗
riech Scheidemunze — roo Drachme (Frank), in Kupfer
zu 1.2, 8, 10, in Nickel zu 3, 10 und 20 Leptä.
Lepitostraken, s. Malabostraken.
Teptothrix buocalis Rob., Bakterium, das sich im
Zzahnbelag findet, von manchen als Ursache der Zahnfäule
Zahnkaries) angesehen.
Leptschaͤ, uibet. Volksstamm im östl. Nepal, in
Sitkint und im westl. Bhotan, nennt sich selbst Rong
Vgl. W. Schott (1883), Donaldson (engl., 1900).
Lercara Friddi, Stadt auf Sizilien, (101) 134146
Lerche, Vinzent Stoltenberg⸗, norweg. Malex, geb
5. Sept. 1837 zu Tönsberg, gest. 28. Dez. 1892 in Düsseldorf;
 bes. Geurebilder aus der Rokokozeit und aus den
cheinländ. Klosterleben, Zeichnungen.
Lerchen (Alaudidae), Familie der Sperlingsvögel, mit
geradem, mittellangem, kräftigem Schnabel, breiten und
langen Flügeln, höchstens mittellangem Schwanz, lauger,
nur wenig gekrünimter Kralle an der
Hinterzehe, bewohnen fast ausschließ⸗
lich Europa, Afrika und Asien, brüten
auf dem Erdboden; gemeine L.
Feld⸗L., Alauda arvensis L. [Ta⸗
sel: Singvögel, 34)), hellgrau—
braun, unten weißlich; Männchen
steigt trillernd und wirbelnd hoch in
die Lüfte, oft schön im Februar als
Frühliugsbote eintreffend; Heide-L. (Baum-L., Dull⸗L.
Waldnachtigall, A. arboréa L.), kommt im Mürz zu uns
Hauben⸗S. (Galerita cristata Boie [Abb. 1045)), mit
spitzer Federhaube auf dem Scheitel, Südeuropa und
Deutschland, Strichs und Standvogel, kommt im Winte—
in die Dörfer und Städte; Mohren-L. (Tataren-L., Me
ianooory pha tatariea Palli), Männchen schwarz; Mittel—
ffien. — Brach-, Kraut⸗, Holz⸗- und Wiesen⸗-L., s. Pieper

1045. Haubenlerche.

Lerchenfeld, Hugo, Graf von und zu, bayr. Diplomat,
eb Is. Ott. 1843 in Berlin, seit 1871 im diplomat.
Ddieust Bayerns, 1880 außerord. Gesandter in Berlin.
Lerchensporn, Pflanzengattg., s. Corydalis.
Lerchenstößer, Lerchenfalk, s. Falken.
Lerdo de Tejäda, Sebastian, mexit. Staatsmann,
geb. 25. April 1827 zu Jalapa, 1857 Minister des Äußern
ind Ministerpräsident, 1801 Präsident des Kongresses,
1863 nebst Juarcz von den Franzosen vertrieben, dann
dessen Miniffer des Außern, 1867 Vorsitzender des Ober—
steu Justiztribunals, 1872476 Präsident der Republit,
von Porfirio Diaz gestürzt, gest. 21. April 1588 in Neuyork.
Lerici (spr. ritschi)) Stadt in der ital. Prov. Genug,
am Golf von Spezia, (1801) 9026 E.; Fischfang.
Lérida, das alte Ilerdä, befestigte Hauptstadt der
span, Prov. L. (121514km, 1900: 274590 E.: Katalonien)
am Segre, 21432 E.
Lerigan, Landschaft, s. Ammerland.
Lerinische JIuselu, Iles de Lerins, franz. Insel⸗
Iruppe im Mittelländ,. Meer, an der Küste des Dep. Alpes-Paritimes;
 Hauptinsel Sainte-Marguerite mit Fort und
Staatsgefängnis (Eiserne Maske, Bazaine).
Lerma, Francisco Gomez de Sandoval y Rojas, Her—
zog von, geb. um 1550, Günstling und (seit 1598) allmaͤchtiger
 Minister Philipps III. von Spanien, verursachte
durch seine verschwenderische Repotenwirtschaft den Verfall
des Landes, wührend er selbst große Reichtümer ausam—
melte, ward 1618 eudlich gestürzt, gest. 1625.
Lermoliefff, Jvan, Pseudonym für G. Morelli (s. d.).
Lérmontow, Michail Jurjewitsch, russ. Dichter, geb.
14. Okt. 1814, Gardeoffizier, in den Kautasus verbannt,
jel das. in einem Duell 27. Juni 1841, Verfasser treff⸗
licher lyrischer und epischer Gedichte („Der Dämon“, „Lied
bom Zären Iwan Wassiljewitsch“ u. a.) und des Romans
„Der Held unserer Zeit“. Werke (1873 u. ö.). Übersetzungen
von Ascharin (2. Aufl. 1885) und Fr. Fiedler. „Poet.
Nachlaß“, mit übersetzung hg. von Bodenstedt (18852).
Lermoos, Dorf in Tirol, Bezirksh. Reutte, im obern
Loifachtal, au der Fernstraße, (1900) 880 E.
Lernaische Shlauge oder Hydra von Lerua, hauste
ach der griech. Sage im Sumpfe von Lerna bei Argos, von
Herakles durch Ausbrennen der nachwachsenden Köpse erlegt.
Le roi est mort, vive le roi (frz.), der König ist
gestorben, es lebe der König, Ausdruck für den Rechtssatz,
 daß die Krone im Augenblick des Todes des Thron—
inhabers auf den Thronfolger übergeht.
Le roi rôègne et ne gouverneé pas (frz.), der König
jerrscht, aber regiert nicht, von Thiers 1830 als kon—
stitutioneller Regserungsgrundsatz aufgestellt.
Leros, Insel im Äglischen Meer, türk. Wilajet Dsche—
airi Bahri Sefid, an der kleinasiat. Westküste vor dem
Busen von Mendelia, 64 44mm, 3000 (griech.) E. Im O.
der Ort L. oder Hagia Marina.
Leroux (spr. ruh), Hector, franz. Maler, geb. 27. Dez.
1829 in Verdun; atademische Bilder bes. aus dem altröni.
Leben: Leicheubegäuguis in Kolumbarium des Hauses der
Zäsaren, Untergang von Herkulanum (beide im Lurem—
vourg), Flucht der Vestalinnen aus Rom.
Le Roy (spr. röa), Marin, Seigneur de Gomberville,
ranz. Romandichter, geb. 1600 in Paris, gest. 14. Juni
1674, Mitglied der Akademie; sein berühmtester Helden—
coman: „Polexandre“ (1632-37).
Leroh⸗Beanlien (pr. xbdä boliöh), Anatole, franz.
Publizist, geb. 12. Febr. 1843 zu Lisieur, 1881 Prof. der
Geschichte in Varis, schrieb: „L'empire des Tsars et les
Russes“ (3 Bde., 4. Aufl. 1897; deutsch 1884 89), „Lu
évolution et le libéralisme“ (1880), „Le papauté,
ĩle socialisme et lIa démocratie“ (1882), „Les juifs et
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der Pierre L., Nationalökononi, geb. 9. Dez. 1843 in
Saumur, 1872 Prof. in Paris, schrieb: „La question
duvrièreé au XIX Siècle“ (2. Aufl. 1882), „La coloniation
 chez les peuples modernes“ (4. Aufl. 1891),
raite de la sclence des tinances“ (85, Aufl. 1892),
Lé collectivisme“ (8. Aufl. 1881), „IEtat moderneo
A ses fopctions“ (2. Aufl. 1891), „Traité d'économie
politiquesꝰ (5 Bde, 1895), „La question chinoise“
(1800 deutsch, 2. Aufl. 1904), „Lo Sahars, le Soudan
dt les chemins de fer transsahariens“ (1904).