Les

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haufen (Berlin), Disputation zwischen Luther und Ed
Karlsruhe), Klosterfriedhof im Schnee, Brenuendes Kloster,
Fifellandfchaften u. a. — Sein Sohn Otto 8. Bildhauer
und Maler, geb. 24. Febr. 1846 in sador seit 1872
in Berlin; pcisg Arbeiten für öffentliche Bauten das.,
Entwürfe für Brounzeguß, Keramit, Glasmosaik ꝛc.; Mar—
morstatue G. E. Lessings (1890), Gruppe des Markgrafer
Albrecht Achilles in der Siegesallee (1800), Reiterdenk—
mal Wilhelins J. in Hildesheim. Statue Shakespeares in
Weimar 11804). Alpen.
Leßsinische Alpen, früherer Name der Vicenlinischen
Leftage (frz., spr. ahsch'), Einnehmen des Ballastes.
Lefte, in Madeira trockner Ostwind, feinen Staub mi
Lesto (ital. Mus.), munter, leicht. ssich führend
SeEstocq, Joh. Herm., Graf von, russ. Staatsmann,
geb. 29. April 1692 zu Celle, aus franz. Familie, trat
1713 als Wundarzt in die Dienste Peters d. Gr. leitete
die Palastrevolution, durch welche 5. Dez. 1741 Elisabeth
auf den Thron gelangte, ward dafür mit hohen Ehren—
posten belohnt, 1748 aber gefangen gesetzt, 1753 verbännt;
bon Peter III. 1762 zurückgerufen, gest. 23. Juni 1767.
Le style o'est PVhomme (frz.), Der Stil ist der
Mensch (d. h. ein Spiegelbild seines Charakters); Ausspruch
Buffotis in einer Rede (1735).
Lesneur (spr. üöhr), Eustache, franz. Historieu—
naler, geb. 19. Nov. 1617 zu Paris, gest. das. 30. April
1655; uͤnter anderm Szeneu aus dem Leben des heil
Bruno in 22 Bildern (Paris, Loupre).
Sesum, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Stade, am Fluß
d. (zur Weser), (1805) 2008 E., Amtsgericht.
Lefzezynsti (pr. leschtsch.), Stanislaus, König von
Polen, f. Stanislaus J. Leszezynsti. — Seine Tochter
Maria Leszezyuska, geh. 28. Juni 1703, 56. Sept. 1728
zemahlin Ludwigs XV., gest. 24. Juni 1768. — Bol.
Rolhat (1900 u. 1802; deutsch 1905).
Lelal (lat.), tödlich; Letalität, Toͤdlichkeit.
IEtat olest moi ifrz.), Der Staat bin ich; Aus
spruch, der Ludwig XIV. von Frankreich zur Bezeichnung
ines Absolutismus in den Mund gelegt wird.
Leten, s. Liten.
Lethargie (grqh.), Schlafsucht, krankhafter Zustand,
bei dem der Kranke nur schwer zu erwecken ist und so—
gleich wieder in Schhlaf versinkt; tritt auf nach Erschöp—
sungen, Gehirnerschütterung, Gehirnkrankheiten, Vergif—
ungszuͤstanden und schweren Infektionskraukheiten; über
ragen auf geistige Trägheit und Unempfindlichteit. Lethar
zisch, schlafsüchtig; träg, empfindungslos.
Lẽthe (grech., — Strom in der Unterwelt
aud dem die Seelen der Verstorbenen Vergessenheit tranken.
Lẽtitschew, Kreisstadt im russ. Gouv. Podolien, am
Südl. Bug, 8408 E. (4000 Peren
LTetmathe, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Arnsberg, an
der Lenne, (1005) 6270 E.; Zinkhütte, Eisenindustrie.
Leto (lat. Laiona), Tochter des Titanen Koios, von
Zeus Mutter des Apollon uͤnd der Artemis.
Leto, Giulio Pomponio, Humanist, s. Lätus.
Letschin, Dorf im preuß Iehen per Frankfurt, im
Oderbruch, (1905) 3238 E.; Ziegeleien.
Lette, Wilh. Adolf, preuß Staatsbeamter, geb. 10. Ma
1799 zu Kienitz in der Neumark, 1845 Präsident des
Revisiouskolleginms für vLandeskultursachen, 1848 Mit⸗
glied der Deutschen Nationalversammlung, seit 1851 des
preuß. Abgeordnetenhauses, einer der Führer der liberalen
Partei, gest. 8. Dez. 1868 zu Berlin, Begründer und
Leiter des Kongresses deutscher Volkswirte, des Lette⸗Ver⸗
eins (s. d.) u, a. seweinmüttiger Vereine; schrieb „Die
Landeskulturgesetzgebung des preuß. Staates“ (mit Röune
2 Tle. 1833 54) u. a.
Lelten, buntẽ, im Wasser quellende Schiefertone bes
der Permischen und Triasformation.
Letten, zum balt. Zweig der indogerman. Völkergruppt
gehöriger Volksstamm in Kurland und im südl. Livland,
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Kurischen Nehrung, 1485 900 Seelen, meist evang.luth.
sKarte: Deutschtum,‚ J.) — Bol. Bielenstein (1888,
1806). (S. Lettische Sprache.)
Lettenkohle, unreine, mit Letten untermengte, von
Eisenlies durchdrungene Kohle im Untern Keuper. J[S. aucdh
Zeilage: Geologische Formationen.]

Lettsre (ital.), Brief; L. di cambio, Wechselbrief,
MWechsel. sfach (s. d.)
tLer-box (engl.), Briefkasten, Abholungs-, Schließ⸗
Lettern (lat.), Druckbuchstaben, s. Schriften.
Lelternholz, Buchstaben⸗ oder Muskatholz, das Kern—
holz pon Piratiners oder Brosimum guienensis Aubl.
Ins Surinam, zu Waffen (Bogen), Violinbogen, Stöcken
und in der Kunsttischlerei verwandt.
Leiterumetall, Legierung von Blei (17080 Teile),
Antimon (17 27) und Zinn' (3), zum Letternguß.
Lette-Berein, zur Förderulig höherer Bildung und
Erwerbstaligkeit des weiblichen Geschlechts in Berlin, ge—
sründet 1860 von W. A. Lette (f. d.), hat Handels-, Ge—
verbe-, Kochschule, photogr. Lehraustalt, Buchbiuderwerk⸗
tatt für Franuen und Töchter, ferner Stellenvermittlung,
Restaurant für Damen.
Leltische Sprache, mit der Litauischen Sprache (s. d.)
ufammen zur dall. Abteilung des Indogernianischen ge—
soͤrend, gesprochen von den Letten (s. d,)., Literatur seit
zer Reformation, anfangs wesentlich religiös-kirchlich, im
I9. Jahrh. auch auf audere Gebiete übergehend; daneben
reiche Voltspoesie, hg. von der Lettischen Literar. Gesellschaft,
erner von Baron und Wissendorff (18904 f9); Rätsel, hg.
„on Bielenstein (1881). Grammatik von Bielenstein (1868,
866), Wörterbuch von Ullmann-Brasche (1872 -80).
Leitner (vom mittelalt. lectorium, Lesepult), in
manchen (bes. got.) Kirchen die an Stelle der Chor—
schranken aufgeführte Scheidewand zwischen Chor und
Mittelschiff, miit einer Emporbühne zum Vorlesen der
evang. Perikopen.
Lottro (frʒ., spr. lettr), Brief; L. de echange (spr.
changsch), Wechsel; L. ae eréanee (spr. kreäugß), Be—
Jaubigungsschreiben, Kreditiv, L. de marque pr. mark),
Kaperbrief; L. de mer, Schiffspapier; L. de répit (spr.
pih), Frist⸗, Anstandsbrief, Moratorium; L. de voltureo
(pr. woatuhr), Frachtbrief.
Lettres de caohet (frz., spr. lettr de käscheh, ver—
siegelte Briefe), Verhaftsbefehle der Könige von Frauk⸗
reich, bes. seit Ludwig XIV. in Gehrauch, um mißfällige
Personen auszuweisen oder ohne Urteil gefangen zu setzen;
zurch Dekret der Rationalversämmlung vom 23. Juni 1789
heseitigt. — Vgl. Funck-Brentano frauz., 1897).
Letlingen, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Maägdeburg,
1900) 14160 E., königl. Jagdschloß; dabei die wildreiche
detzlinger Heide (287 qkm) mit fünf Oberförstereieu.
Letzte Dinge, s. Eschatologie. — Letzte Olnug, s.
Dlung (Getzte). — Zetzzter Wille, s. Testameut.
Lẽeu (Wehrzahl Lei), rumän. Geldeinheit seit 18608, zu
100 Baui — 1 Frauk. In Gold werden Stücke zu 20
und 10, in Silber zu 5, 2, 1, I, L. geprägt.
Len, Aug., Landschaftsmaler, geb. 24. Maärz 1819 zu
Muͤnster, bis 1882 Ptof. zu Duͤsseldorf, dann in Berlin,
gest. 20, Juli 18907 in Seelisberg; Ausichten aus Nor⸗
egen dem Alpengebiet, zuletzt ital. Motive.
Leube, Wilh. von, Mediziner, geb. 14. Sept. 1842 zu
Ulm, 1886 Prof. in Würzburg, verdient um, die Behand⸗
ung der Magen- und Darmikrautheiten; schrieb: „Die
Krankheiten des Magens und Darnis“ (2. Aufl. 1878),
Diagnose der innern Krankheiten“ (7. Aufl. Bd. 1,
i804) u. a.; mit Rosenthal steilte er die Leubesche Fleisch⸗
olution (mittels ÜUberhizung und Behandlung mit Säure
neine weiche Masse verwandeltes Fleisch) her, ein gutes
Nahrungsmittel für Magenkranke.
Leuben, Gemeinde in der sächs. Kreish. Dresden,
1905) 3818 E. Bezirksfiechenhaus.
Leubnigz, Vorf in der sächs. Kreish. Zwickau, (1905)
1170 E.; Wollspinnerei, Tuchweberei.
Leubus (Kloͤster⸗L.), im preuß. Reg.-Bez. Breslau,
r. an der Oder, (1900) 1976 E., alte berühmte Zister—
nenferabtei (1810 aufgehoben), jetzt Provinziglirrenanstalt.
Leuoa, Leusa (lat.), gallisches Wegmaß zu 2,22 Kni.
Leuca, Kap Sauta Maria di, südöstlichste Spitze
Apuliens und Italiens.
Leucaethiopioi, s. v. w. Albinos (s. Albinismus).
Leuchsenring, Franz Michgel, Literat, geb. 1746
zu Langenkandel (Elsaß), 17609 Unterhofmeister beim Erb—
rinzen von Darmstadt, mit dem Kreise Mercks bekannt,
Typus der empfindsamen Wertherzeit, von Goethe als
Pater Brey“ verspottet; gest. Febr. 1827 in Paris.