Leu

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asiat. und afrik. Arten (surinamischer Laternenträger,
F. laternaria L., in Surinam, chinesischer, F. candelaria
L. [Abb. eche in Ostindien und China), die aber nicht
leuchten (wie früher irrtümlicher—
— angenommen wurde).
Leucin, s. Leuzin.
Leuncit, s. Leuzit.
Seunckart, Rudolf, Zoolog, geb.
7. Ott. 1822 in Helmstedt, 1880
Prof. in Gießen, 1870 in Leipzig,
gest. das. 6. Febr. 1898; verdient
uüm die Kenntnis der niedern Tiere, bes. der Eingeweide—
würmer; Hauptwerk: „Die Parasiten des Menschen“ (2 Bde.
— ED
den Polymorphismus“ (1851), „Untersuchungen über Tri
ina spiralbs“ (1860; 2. Auff. 1866) uͤ. a
LouosJum L. Knotenblume, Pflanzengattg. der Ama⸗
iden, Zwiebelgewächse des mittlern Europa und am
ittelmeere. I. voernum L. Gchnee⸗, März⸗, Milchglöckchen,
 Frühlingsknotenblume, Sommertürchen), früh—
zeitig (Februar oder März) blühend, mit überhängender
gelblichweißen Blumen, in Mittel- und Südeuropa; des
gleichen Laestivnm T. (Sommerknotenblume).
Leuoonostoo mesentorioĩdes van Tieghem, ein
Balterienform, Erreger der Froschlaichgärung bei der Zucker
Leudes (altdeutsch), s. v. we Hörige. sfabrikation
Leuga, Wegmaß, s. Leuca.
Leuk (frz. Loeche⸗la⸗Ville), Flecken im schweiz. Kanton
Wallis, am Einflusse der Dala in die Rhoͤne, (1900) 1762
E.; 7 xm nördl. Leukerbad (Lokche-les⸗Bains, 1411 m.
mit 570 E. und mehr als 20 Gipsthermen (bis 45619)*
Paß über die Gemmi.
Leukadla, griech. Insel, s. Leukas.
Leukadischer Fels, jetzt Kap Ducato, 65 m hoch,
die Südspitze der Insel Leukas, von wo im Altertum
jährlich ein Verbrecher ins Meer gestürzt wurde; auck
Sappho soll sich von hier herabgestürzt haben.
Leukämte, Leukozythämie (grch, „Weißblütigkeit“),
Erkrankung des Blutes, bei der die weißen Blutkörperchen
außerordentlich vermehrt, die roten vermindert sind; meist
oerbunden mit Schwellung der Milz Clienale 8.) oder de
Lymphdrüsen (ymphatische L.), oder mit Veränderunger
des Knochenmarks (myelogene L.). Die Kranken bekom⸗
men ein blasses Aussehen, magern ab und leiden 4
selten an Blutungen aus Nase, Darm, Haut. — Vg
Ehrlich, Lazarus und Pinkus (1901).
Leuta Ore, alter Name der Weißen Berge (Madä
cas, s. Aspravuna) auf Kreta.
Leukas (Lenkadia), auch Santa Maura, grch. Hagia
Mavra, amtlich Levtas, eine der Jonischen Inseln, mit der
düste Akarnaniens durch einen Isthmus verbunden, bildet
im jetzigen Königr. Griechenland seit 1899 mit Ithaka und
andern Inseln den Nomos 8. (473 4km, 1896: 43178 E.)
287 qkm, 29892 E.; Hauptstadt *. oder Amaxiki (s. d.)
Nach neuern Forschungen soll L., nicht Ithaka, die Heimat
des Odysseus sein. — Vgl. Partsch(1889).
Leukäthiopie (grch.), s. v. w. Albinismus.
Leukauf, s. Leikauf.
Leukerbad, s. Leuk. F
Leukoderma, Leukodermie (grch.), s. v. w. Albinismus
Leukogen, saures schwefligsaures Ratrium zum Blei—
hen der Wolle und Einquellen des Getreides.
Leukolin, s. v. w. Chinolin.
Leukom (grch.), weißlicher Fleck auf der Hornhaut
des Auges, Folge einer Entzündung oder Verschwärung
leukomatös, mit L. behaftet.
SLeukomaine, im lebenden Tierkörper gebildete Al⸗
taloide, zum Teil unschädlich (Betain, Karnin, Guanin,
Sarkin), zum Teil seht giftig, den Schlangengiften ver—
wandt; —5 des Wachens gebildet, wirken sie alt
Ermüdungsstoffe und werden im Schlafe zerstört.
Leukopathie (grch.) Bleichsucht; auch s. v. w. Albi—
aismus; leukopäaͤthifch, —
Leuroplakie 8 Bildung weißer, glänzender, perl⸗
mutterartiger Flecke auf der Schleimhaut des Mundes, bes
bei Rauchern, schwer heilbar.
Leukorrhöe (grch.), Weißer Fluß, ühermäßige Schleim
absonderung aus den weiblichen Geschlechtsteilen, verur—
sacht durch katarrbalische Enizündung der Mutterscheide

durch örtlich reizende Ursachen (Dampf der Kohlentöpfe
bei den Maͤrktweibern, Madenwürmer, Staub ꝛc.), Er—
nährungsstörungen (Blutarmut), Ansteckung mit Tripper
oder Syphilis; oft hartnäckig. Behandlung; nach Ursache,
durch Ausspülungen mit Lösungen von Alaun, Eichen—
rindenabkochung, Einlegen von Wattebäuschchen u. a.
Leukosia, Hauptstadt von Cypern, s. Levkosia.
Leukosyrer, weiße Syrer, die Bewohner der alten
appadozischen Landschaft Leukosyrien im östl. Kleinasien.
Leukothea, griech. Göttin, s. Ino.
Leukozyten (grch.), die weißen Blutkörperchen.
Leukozythämie (grch.), s. Leukämie.
Leukozytose (grchi), vorübergehende Vermehrung der
veißen Blutkörperchen, bei der Verdauung, nach starken
Blutverlusten, bei verschiedenen Infektionskrankheiten [Ta⸗
fel: Blut, 16)].
Leuktra, jetzt Parapungia, Ortschaft in Böotien, süd⸗
vestl. von Theben, berühmt durch den Sieg der Thebaner
unter Epaminondas über die Spartaner 371 v. Chr.
Leunis, Johannes, Fowrseer geb. 2. Juni 1802
in Mahlerten bei Hildesheim, gest. 30. April 1873 als
G ngalhroesr in Hildesheinmn. Hauptwerke: „Syn⸗
7 der drei Naturreiche“ („Zoologie“, 3. Aufi., von
Ludwig, 2 Bde., 1884 86; „Botanik“, 3. Aufl., von
Frank, 3 Bde. 1882 86; Miucralogie und Geognosie“,
2. Aufl., von Senft, 1876-78).
Leutenberg, Stadt in Schwarzburg⸗Rudolstadt (Ober⸗
herrschaft), im Thüringer Walde, an der Sormitz, (1905)
1327 E., Amtsgericht, Schloß Friedensburg.
Leutershausen, Stadt im bayr. Reg.-Bez. Mittel⸗
franken, au der Altmühl, (1905) 1434 E.
Leuthen, Dorf im preuß. doyg Breslau, Kr.
Neumarkt, (1900) 716 E., königl. Domäne (202 E.);
hier 8. Dez. 1757 Sieg Friedrichs d. Gr. über die Oster⸗
reicher unter Karl von Lothringen. — Bgl. Gerber (1801).
Leuthold, Heinrich, schweiz. Dichter, geb.9. Aug. 1827
zu Wetikon, gest. 1. Juli 1878 in der Irrenanstalt Burg⸗
hölzli bei Zürich, ausgezeichneter Lyriker; „Gedichte“ (1878;
4. Aufl. 1894). — Vgl. Ernst (1883 u. 1897).
Leutkirch, Oberamtsstadt im württenb. Donaukreis,
an der Eschach, (1005) 3892 E., Amtsgericht; 1293 - 1802
Freie Reichsstadt. — Vgl. Roth (Geschichte, 1873 — 75).
Leutnant (frz. Ieutenant, „Stellvertreter“), unterste
Rangstufe der Offiziere, im deutschen Heere in Ober⸗L.
(früher Premier⸗L.) und L. (früher Sekonde⸗L.) geschieden.
o. (früher Unterleutnant) und Ober⸗-L. zur See, Marine⸗—
offiziere im Range des L. und Ober-L.
Leutpriester, s. v. w. Laienpriester (s. Laien).
Leutschau (ungar. Löcse), königl. Freistadt, Haupt⸗
stadt des ungar. Komitats ZSips, (1900) 7866 E.
Leutwein, Theodor von, Gouverneur venu Deutsch⸗
Südwestafrika, geb.9. Mai 1849 in Baden, kämpfte 1894 als
stommandeur der Schutztruppe in Deutsch-Südwestafrika
zegen Hendrik Witboi, den er 16. Sept. zur Unterwerfung
wang, wurde 1895 Landeshauptmann, 1898 Gouverneut
zas., unterdrückte mehrere Aufstände, gab Juli 1904 das
dommando der Truppen an General Trotha ab, wurde
Ende 1904 beurlaubt, nahm 190 seine Entlassung.
Leutze, Emanuel, deutsch-amerik. Historien? und
Porträtmaler, geb. 24. Mai 1816 in Schwäbisch-Gmünd,
Schüler Lessings in Düsseldorf, seit 1888 in Amerika,
gest. 18. Juli 1868 zu Washington; Szenen aus dem
deben des Kolumbus, Washingtons übergang über den
Delaware (1850), Fresken im Kapitol zu Washington.
Leutzelburger, Hans, s. Lützelburger.
Leutzsch, Dorf in der saäͤchs. Kreish. Leipzig, bei Leipzig,
19085) 93792 E.; bedeutende Industtie.
Leuven (spr. 1öw-), belg. Stadt, s. Löwen.
dwrvehe (pr. löw-), niederiänd. Stadt, s. Leeu—
warden.
Leuze (spr. löhs'), Stadt in der belg. Prov. Henne⸗
zau, (1904) 1849 E.; hier 18. Fesh 1691 Sieg des
——E* von duremburg über die Alliierten.
Leuzin, Amidokapronsäure, eine Amidosäure, Zer—
etzungsprodukt der Eiweißkörper; findet sich verbreitet im
tierischen Körper (bes. in der Bauchspeicheldrüse) und im
pflanzenreich (im keimenden Wicken- und Kürbissamen).
Leuzit, äußerlich reguläres, im Ikositetraeder (Leuzi⸗
weder Abb. 1049)) kristallisierendes, aber meist aus feinen