rhombischen Lamellen aufgebautes Mineral, weiß, graulich,
fett⸗ bis glasglänzend, vestehend aus Kieselsäure, Ton—
erde und Kali; in manchen Basalten (Vesuv, Böhmen
Erzgebirge, Eifelec.) und Phonolithen (Laacher
— oft nur mikrostopisch klein.
Leuzitit, basaltisches Gestein aus Augit,
Leuzit und Magneteisen bestehend.
eiess Gestein aus Bims⸗ —
steinspluͤttern, Sanidin⸗, Augit-, Leuzit- und 1049.
Haüynkriställchen oder ⸗fragmenten. Um- Leuzitoeder.
gegend des Laacher Sees.
Lepv (Eew, d. i. Löwe), Mehrzahl Lewat, Lewa, Geld—
einheit in Bulgarien, zu 100 Stotinli— 1 Frank. In Gold
zibt es Stücke zu 10, 20, 100, in Silber zu 5, 2, 1, 2 8
Lẽva (Lewencz), Stadt im ungar. Komitat Bars, (1901)
3488 E., Piaristenkloster.
Levade frz., spr.wahd), Pesade, Lektion der doen
Schule, Hebung der Vorderhand des Pferdes und sekun⸗
denlanges Stehen auf den Hinterbeinen.
Levadla, griech. Stadt, s. Livadia.
Levaillant (spr. walang), François, franz. Reisen⸗
der und Ornitholog, geb. 1753 zu Paramaribo, drang
vom Kap der Guten Hoffnung aus 1780 ins Innere
Afrikas ein, gest. 22. Nop. 1824 zu Stzanne in der Cham⸗
pagne; seine Reiseberichte deutsch von Reinh. Forster
(1790 -89); verfaßte außerdem ornithologische Werke.
Levallois⸗Perret spr wallda —*— vorort im
NW. von Paris, (1901) 68 0738 E.; Industrie.
Levang, altröm. Schutzgöttin Ieeesree Kinder:
Titel von Jean Pauls — über die mitunt
Levannagruppe, südl. Zweig der Grajischen Al—
pen, in der Pointe Charbonel 3760 m ¶ benannt nach
der Levanna (3640 m), dem nördl. Eckpfeiler der Gruppe.
Levant, Ile du ispr. ihl dü lewang), eine der Hye—
ð Inseln.
evante (ital. „Morgenland“), alle von Italien aus
nach O. liegenden Lünder am Mittelländ. Meer bis zum
cZuphrat und Nil; im engern Sinue die Küsten Kleinasiens,
Syriens und Aghptens; Levantisches Meer, die angren—
zeniden Teile des Mittelländ. Meers.
Sevantine (Levantin), geköpertes Seidengewebe, zu
damenkleidern 2c. ursprünglich aus der Levante.
Levantiner Taler, s. Mariatheresientaler.
Levasseur (spr. wassöhr), Emile, franz. National⸗
oͤkonom, geb. 8. Dez. 1828 in Paris, 1866 Prof. das., 1908
Administrator des Collège de Frauce; Adien Ristoire
des classes ouvrières en Francoe“ (2. Aufl. 4Bde., 1902
-3), „La population franqaises“ (3 Bde., 1880 92)
„Ls Franoeé èôt ses colonies“ (8 Bde., 1893) 2c.
Levasseur (spr. wassöhr), Jules Gabriel, franz.
Zupferstecher, geb. 26. Nov. 1823 in Paris; siach bej
nag neuern franz. Malern.
Seveche (spr.wetsche), der Schirokko (Süd-⸗)Spaniens,
ommt aus SO. oder SW., staubführend.
Levee e spr. weh), Erhebung, Aufstand:
— erbung; L. en masso (spr. ang mass'), krie⸗
gerisches ÄAufgebot der gesamnten männlichen Bevolkerung
Levellers (engl., spr. ltw-, d. i. Gleichmacher), radi⸗
— religiös⸗polit. Sekte, die aus den Independenten
(f. A.in der Ärmee Tromwells hervorging.
Seven, Loch 8. (spr.lock lihwen oder lewwen), See
n der va Grafsch. Kinroß, fließt durch den Flußß k. zum
Firth of Forth ab 14
Sevensau, Wohnplah im preuß. Reg.⸗Bez. Schleswig,
Lo00) 20 6. uutariae Eisenbahnbrücke über den Kaiser-Wilhelm⸗gaual
 (1805 Spaunmeite 168 mn Tasel: Ronde
westdeutschlaud TI, 3 bei HannoverP.
Seventina, Balle v., Livinental, Tal des Tessin
im ten Kanton Tessin, von Airolo bis zur Mündung
des Brenno (36 xm 19.), zerfällt in vier Tälstufen.
Lever frz., spr. weh), das Aufstehen; Morgenaudienz
m Schlafzimmiet; Vormittagsempfang.
Leverrier (spr. werrkeh), Urbain Jean Jos., franz.
Astronom, geb. Ti. Maͤrz 1811 zu Sgint-Lo feit 1884
Direktor der Sternwarte 3 Paris, gest. 23. Sept. 1877
* bekannt durch seine Vorausberehnung deb Planeten
eptun, den 28. Sept. 1846 Galle in Berlin entdecte
uvertin, Ostar, schwed. Dichter und Literarhisio—
ciler, geb. 17. Juli 1862 in Norrköping, seit 1804 Prof

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Lew

in Stockholm; veröffentlichte die Studie Gustat III.
som dramatisk Forfattare“ (1894), die Gedichtsamm⸗
lung „Dikter“ 930 Novellen u. a.
Zerezew lbert von, Politiker, 40 12. Sept.
1827 auf Gossow bei Königsberg in der Neumark, 1867
Landrat, 1876—96 Landesdirektor der Prov. Branden—
hurg, langiähriges Mitglied des Deutschen Iesan
1881- 84 und 188895 dessen erster Praͤsident, lebens⸗
längliches Mitglied des preuß. Staalsrats und des Herren—
—— gest. in der Nacht zum 12. Aug. 19083 in Gossow.
Levetzow, Ulrike von, bekannt Icq ihre Beziehungen
qu Goethe, der sie 1822 in Karlsbad kennen lernte uünd
n dex „Trilogie der Leidenschaft“ verherrlichte, geb.
1. Febr. 1804 zu Leipzig, gest. in der Racht zum 13. Rop.
i899 auf ihrem Gute Trüivlitz bei Leitmeritz
devi, Sohn Jakobs und der Lea, s. Leviten.
Leviathan, im A. T. n 104, 26) und in den
rabbinischen Legenden ein fa ee Seeungeheuer, Hiob
10, 20 fg. das Krokodil; in der Wollwäscherei der meist' aus
Einweichbottich und 224 Badern für Vafchen und Spulen
vestehenbe Maschinensatz.
Levico, Maͤrktflecken in Tirol, nahe dem See von L.,
an der Brenta, (1800) 6342 E. Quellen mit Eisenarsenik⸗
und Eisenkupferarsenitwasser
Sevien, Ilse, Schriftstellerin unter dem Namen Ilse
Frapau(⸗Akunian), geb. 8. Febr. 1882 in Hamburg, lebt
eit 1892 in Zürich; schrieb: „Gedichte“ (1881), , Ham⸗
durger Novellen“ (1886), 60u Wasser und zu Lande“
1384), „Slugel auf“ (18089, In der Siille“ (1807),
„Was der Aultag dichtet⸗ (1606) „Jugendzeit“ (1804)
u. g. Novellen; d „Vischer-Erinneruugen“ (1889).
Levin, Rahel, Gattin von aenae von Ense (s. d.).
Leviratsehe, Schwagerehe, ermählung mit der
tinderlosen Witwe des Bruders, wozu nach s Mos. 25,5
bei den SIsraeliten der überlebende unverheiratete Bruder
weychet war. Lorenzstrom, (1901) 7783 E.
Levis, Stadt in der kanad. Peop, Quebec, am Santi
Levisticum, Pflanzengattg. s. Liebstöckel.
Levita, Elias, eigentlich Elig devi ben Ascher, zu⸗
benannt Bachur, jüd. Grammatiker, geb. um 1472 zu
Neustadt bei Nüxnberg, gest. 1548 zu Vencdig; durch
eine meist ins Lateinische übersetzten Arbeiten“ Haupte
ehrer der Christenheit im Hebräischen.
Leviten, ursprünglich ein nach Levi, dem dritten
Sohne Jakobs, benannter Stamm Israels, der sich mit
Simeon ein Gebiet eroberte, nachher aber geschlagen und
ersprengt wurde (1 Mos. 84; 5* Als ——— Zen⸗
rralheiligtum unter der Priester amilie Zadok geworden
war, wurden dieser die in die Hauptstadt berufenen 8.
als dienende Priester unterstellt, später nur als Tempel⸗
diener anerkannt. — In der kath. Kirche ist L. Name der
Diakonen, als Gehilfen der Priester. — Levitikus (Priester⸗
huch), das 3. Buch Mose, weil es Verordnungen für die
Priester und L. enthält, Au die Vorlefung desfelben
wurden in den Klöstern Verweise geknüpft, daher „emand
die L. lesen“, ihm einen Verweis erteilen.
Levtoje (Natthiola R.Br.), Pflanzengattg. der Kruzi⸗
feren, Kräuter oder Halbsträucher der Mittelmecrländer
mit ere Bluten.
Levkosta Geutosta), jetzt meist Nitosia, Hauptstadt
don Cypern, am Pedias, (1501) 14752 E.
Levuka, chemal. Hauptstadt der brit. Kolonie Fidschi⸗
Inseln, auf Ovalan, guter Hafen.
Levulinsäure, s. Lävulinsäure.
Levulose (Lävutose), s. Fruchtzucker.
Zevny, Michel, Buchhändler, geb. 1821 in Pfalzburg,
zest. 4. Mai 1875, gründete 1836in Paris eine Verlags⸗
huchhandlung, die an seinen Bruder Calmann V (geb.
1818, gest. 18. Juni 1891), dann an dessen Söhne —8
zing, die den Namen CalmannL. annahmen. Hauptunternehmen:
 die „Collection Michel L.“ (Romane).
Lew, bulgar. Münze, s. Lev.
Sewal, Jules frang. General und Militärschriftsteller,
Jeb. 18. Dez. 18323 in Paxris, in Mexiko 1862 Generalstabs⸗
yffizier, 870 bei Meh kriegsgefangen, 1883 lonnnedie
cender General zu Toulouse, Jan. dis Maͤrz 1886 Kriegs⸗
minister; schrieb: „Tactique“ (G Bde., 1875 83).
Lewald, Aug, Sordnenen geb. 14. Okt. 1792 zu
önigsberg, 1838 46 Redatteur des Journals „Europa“,