Wirkung des Chloralhydrats, führte auch Lanolin und
andere Hnt Diee —— ein, fchrieb⸗ „Kompendium
der Arzneiverordnung“ (nmit Langgaard, 5 Aufl. 1902);
Herausgeber der Therapeut. Monatshefte (1887 fg.) und
der Enhtiopadie ver Therapie“ (1805 fg.)3
Liebstadt. 1) L. in Ostpreußen. Stadt im preuß.
Neg. Beg. onigsberg, an der Liebe, (zur Passarge 1905)
dnon e.Antshericht. 2) 8. in Saͤchsen, Stadt in der
faqf. Freish. Dlesden, 684 E., Bergschloß Kuckuckstein;
Strohflechterei. *
Liebstoͤckei, Badekraut (Levisticum offieintuis X).
drautartige Umbellifere in den Gebirgen des mittlern
Europa, mit doppelt gefiederten, gelblichgrünen Blättern
und gelben Blüten; häufig als Hausmittel verwendet und
in Guͤrten gebaut. Wurzel offizinell, zu Teegemischen die—
nend; der dergtß wirkt harntreibend.
Liebwerda, Dorf in Böhmen, am Isergebirge, (1890
780 E.; Stahl- und Sauerbrunnen.
Siechtenstein, souveränes Fürstentum zwischen Vorarl—
herg und der Schweiz (Kantone Sankt Gallen und Grau—
bünden sKarte: Schweiz II)), von letzterer
durch den Rhein getrennt, 159 qkm, (1801)
9477 kath. deutsche E., —
tionell⸗monarchisch; Landtag 15 Mitglieder,
Regierung (2 Landräte) und Landesschulrat
in der Hauptstadt Vaduz unker dem Landes⸗
verweser, polit. Berufungsinstanz in Wien
(3 Juristen); Residenz des Fürsten in Wien.
8. ist entstanden aus den Herrschaften Vaduz
und Schellenberg, die 1719 zu einem reichs⸗ iechddiein.
unmittelbaren Fuͤrstentum erhoben wurden;
es war 1815— 66 Mitglied des Deutschen Bundes, bildet
durch Vertrag vom 3. Dez. 1876 mit Vorarlberg ein gemein⸗
sames Zoll⸗ und Steuergebiet; Militär seit 1868 aufgelöst
Wappen zeigt Abb. 10563; Laudesfarben: Rot und Blau. —
Bgl. Umlauft (1891), Krätzl (7. Aufl. 1903), Heer (1908)
Das Haus L., eins der ältesten , teilte sich
1582 in die Karlsche und die Gundakarsche Linie. Erstere
erwarb 1614 das Fürstent. Troppau, 1628 Jägerndorf,
1699 und 1708 die reichsunmittelbaren Herrschaften Va⸗
duz und Schellenberg und starb 1712 aus, worauf alle
Besitzungen an die Guͤndakarsche Linie fielen, die 1723 fün
die 1718 zu einem reichsunmittelbaren Fürstent. L. er—
hobenen Herrschaften Vaduz und Schellenberg Sitz und
Stimme auf dem Reichstage erhielt. Fürst Johann Jo
seph, geb. 26. Juni 1760, Fürst 1805, gest. 20. April
1836,zeichnete sich 1788 im Türkenkriege und als
österr. Feldmarschall in den Kriegen gegen Napoleon J. aus
— Bgl. Criste (19005). — Sein Enkel Johann 11. (geb.
5. Okt. Wede ist der jetzt regierende Fürst. — Geschichte
des Hauses L. von Falke (3 Bde., 1868 83).
Liechtenstein, Alfred, Prinz, österr. Politiker, geb
11. Juni 1842 in Prag, 1879—87 Mitglied des österr
Abgeordnetenhaufses, 1881 Obmann der Zentrumspartei
1887 Mitglied des Herrenhauses. — Sein Bruder Alays
Prinz L., geb. 18. Nop. 1845, seit 1878 Mitglied des Ab—
zeordnetenhauses, Führer der Christlich-Sozialen.
Liechtensteint, Ulrich von, deutscher Dichter, s. Ulrich
»on Liechtenstein.
Liechtensteinklamm, Felsschlucht bei Sankt Johann
m Pongan, durch die die Großarler Ache zur Salzach fließt
Lied der — s. Hohes Lied.
Liederung, s. Liderung.
Liedstäbe, in der nord. Dichtkunst die Alliteration
eider Vershälften zusammen, aus Stollen und Hauptftab
destehend.
Lieferungsgeschäft, Zeitgeschäft, Kauf auf Liefe⸗
rung, Kaufgeschaͤft, bei dem die Ware an einem im
ooraus festgestellten sputern Termin als dem des Kauf—
abschlusses zu liefern ist, wird an der Börse, wo es sich
oft um qr keine wirklichen Kaufe handelt, zum Differenz⸗
geschäft (s. d.). — Bgl. Riesser (1900). 9
Lieferzeit, die Fust, dis zu der eine Lieferung fällig
ist, oder aenewen zur —— übernommene
Frachten an den Adrefsaten auszuhändigen haben. Das
Interesse rechtzeitiger Lieferung kann im letztern Fall mit
einer Geldsumme versichert werden.
Liefland, s. Livland. 9J
Liége (spr. ähfch), franz. Name für die Stadt Lüttich.

X

Lie

klegendes (Bergw.), s. Hangendes.
eiegende Schrift, s. v. w. Jialique (s. Kursivschrift).
Ziegenschaften, j. v. w. Grundstücke.
Ziegenschaftsabgabe, Liegenfchaftsstener, Abgabe,
die bei Besitzverinderungen von Grundfstücken erhoben wird.
Liegnitz, Hauptstadt des Reg.Bez. L. (18609 4x4m,
1900: Los⁊ 24 ον: 1128 300) E; Stabt-, 10 Sand⸗
rreise) in der preüß. Prov. Schlesien, Stadtkreis und Kreis⸗
tadt, unweit des Zusammenflusses des
Schwarzwassers mit der Katzbach, 84882
53 710) E. Garnison, Land-, Amtsgericht,
Oberpostdirektion, Handels— Handwerks—
dammer, Reichshankstelle, Ritterakademie,
Vymnasium, Realschule, Lehrerfeminar, höhere
Mädchenschule mit Lehrerinnenseminar, Taub— 1053
stummen-gIdiotenanstalt, Squob, Tuche, gieznitz.
Leder⸗, Maschinenfabriken. — 8. war 1164
—16785 Residenz der Herzöge des Fürstent. L. (1839 kx).
das dann au Ostexreich 1743 an Preußen kam. Hier 13. Mai
1634 de, der Sachsen über die Kaiserlichen unter Collo—
redo, 15. Aug. 1760 Friedrichs d. Gr. über die Osterreicher
unter Laudon. Bei L.das Sqhlachtfeld Wahlstatt (s. d.). —
Vgl. Sammter und Kraffert (4 Bde. 1864 - 72).
Ziegnitz, Auguste, Fuͤrstin von, f. Harrach.
Siek Geit), das Tauwerk, womil die Kanten der Segel
besäumt werden, um sie haltbarer zu machen.
Sienen, Doͤrf im preuß, Reg.- Bez. Munster, (1905)
1194 E.; Zichorienfabriken, nne peen Steinbrüche.
—A
bach im Elsaß, lebt in Dörrberg in Thüringen; Vertreter
der Heimatkunst; n Gedichte („Lieder eines Elsässers“,
1895; „Nordlandslieder“, 1889), Dramen („Naphtali“
1888; „Till Eulenspiegel“, 1896; Die heil. ——3
1804 2c.), den Roman „Die weiße Frau“ (1889),, Was⸗
zaufahrten“ (3. Aufl. 1802), „Neue Ideale“ (1802) u. a.
Lienz, Bezirksstadt in Titol, in der Vereinigung des
Pusters und Defereggentals, an der Mündung der Isel
in die Drau, n 4278 E. Burg Lieburg (16. Jarche:
setzt Sitz der Behörden); dabei Schloß Bruck, gegenüber
die Lieuzer Dolomiten (Keilspitze 2801 mm, Spitzkofel
2740 m) westl. die Lienzer Klaufe, ein Engpaß (18 km
lg.) an der Drau, 1808 von den Tirolern verteidigt.
Lier (frz. Lierre), Stadt in der belg. Prov. Antwerpen,
am Zusammenfluß der Großen und Kleinen Nethe, (1904)
24229 E.; Seiden- und Spitzenfabrikation.
Lier, Adolf, Landschaftsmaler, geb. 21. Mai 1826
in Herrnhut, lebte in München, gest. 30. Sept. 1882 zu
Bahrn bei Brixen; verpflanzte die Stimmungsmalerei
Paysage intime) auf deutschen Boden.
Liernuursches Differenziersystem, J. Kanalisation.
Lierre (spr.ltähr), Stadt, s. Lier.
Liesborn, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Münster, (1900)
2763 E., echemal. Benedittinerkloster (800 —1803).
Lieschgras, s. Phleum.
Lieselberg GEessetberg), Berg im Odergebirge (im
Mähr. Gesenke), 670 m; an ihm eutspringt „am ohen
Ort“, 634 m ũ. d. M., die Oder.
Lieser, J. Nebenfluß der Mosel, entspringt in der Eifel,
nündet nach 50 km bei dem Dorf 8.
Liesing, Dorf in Niederösterreich, südl. von Wien, an
er L., (1900) 68890 E.; rne Brauerei.
Liespfund, der 20. Teil des Schiffspfundes (s. d.).
Liestal (Liestall), Hauptstadt des schweiz. Kantons
Kasellaud, an der Ergolz, e 5488 E.
Lietze, das schwarze Wasserhuhn (s. Sumpfhühner).
Lieue (spr. UIbh), altes franz. Wegmaß: die gewöhn⸗
iche L. — Alas, die mittlere L. — d, oos, die See⸗L. — b,‚oh,
die Post-⸗K. — 8,808 Km.
Liku⸗skiẽn, japan. Inselgruppe, s. Liuskiu.
Lieutenant, s. Leutnani.
Lieutenant dovernor (engl., spr. lefftennent gowwer⸗
uu Vize⸗, Unterstatthalter.
ieven, Dorothea, Fürstin von, die sog. diplomat. Si⸗—
bylle Europas, geb. 80. Dez. 1784, Gemahlin des Fursten
Christoph Andrejewitsch von L. (1812 —84 russ. Gefandter
n London), Witwe 1838, lebte seitdem zu Paris, machte
hre Salons zum Sammelplatz polit. Notabilitäten, gest
27. Jan. 1857. „Correspondenoe“ (1800 -01), „Lottors
1902). — Vgl. Daudet (1903).