Sitka⸗Krbava, Komitat in Kroatien und Slawonien,
3211 k (1800) 200 341 E; domilatssiß Gospic.
dirtedeier, Beiname der Vitalienbrüder (s. d.).
Si⸗kin Guoche eine Art Binnenzölle in China, in jeder
Proving verschieden und nach Willkür erhoben.
Litur (frz. Ugnour, vom lat. Uauor, Flüssigkeit), feine
mit gelauterter Zuckerlösung gesüßte Branutweine, die ent⸗
weder über würzige Substanzen abgezogen vder mit wohl⸗
riehenden ätherischen Olen kalt vermischt sind.
Sikorne, eine Haubitze, s. v. w. Einhorn (s. d).
Liktoren, im alten Rom Diener der höhern Magi—
strate, denen sie die Fasces vortrugen; die Prätoren hatten
8, die Konsuln 12, die Diktatoren 24 8.; die L, hatten
die von jenen verhangten peinlichen Strafen zu vollziehen.
Likuala⸗Lekoli, r. Nebenfluß des Fongo, 600 kᷣbi lg
(300 xm schiffbar), in Franz.KKongo (Mittelkongo), mit
dem Sanga im Mündungsgebiet in Verbindung stehend
Lili, Goethes Lili, s. Schönemann, Anna Glisabeth
Liliazẽen, monolotyledonische Pflanzenfamilie der
Liliifloren, vorzugsweise in den wärmern Gegenden, meis
Krüuter, seltener Sträucher und Bäume; sie zerfallen in
dilieen, Melantheen und Smilazeen; viele Zierpflanzen.
Tulpe, Kaiserkrone, Lilie, Hyazinthe, Aloe, Hukka, Dro
oaena; einige Gemusepflanzen: Allium, Asparagus.
Lilie, Pflanzengattg., s. Lilium. 8. von Si. Jago
»der Jakobslilie, s. Amarynhis.
Liliencron, Detlev, Freiherr von, Dichter, — 3. Juni
1841 in Kiel, lebt als Hauptmann a. D. in Ältrahlstedt
bei Hamburg; schrieb Gedichte („Adjutanteunritte“, 1888
u. v.; „Gedichte“, 1880; „Neue Gedichte“, 2. Aufl. 1900;
„Bunte Beute“,, 1903, 26.) Romane und Novellen („Breide
Hummelsbüttel“, 1887;3, Unter flatternden Fahnen“ 1888
Der Mäcen“, 1890; ,Kriegsnovellen“, 1803; „Mit dem
linken Ellbogen“, 1898, 25., Dramen (,Knut der Herr“,
1885; „Der Trifels und Palermo“, 1886; „Die Mero⸗
winger“, 1888); „Poggfred“ (1896), „Up ewig unge—⸗
deelt“ (1808) u.a. — Vgl. Oppenheimer (1898).
Liliencron, Rochus, Freiherr von, Germanist, geb.
8. Dez. 1820 zu Plön, 1869—76 in München, dann
Propst des adligen St. Johannisstifts zu Schleswig, Re⸗
dakteur der „Allgemeinen Deutschen Biographie“ (1875f6.):
veröffentlichte: „Histor. Volkslieder der Deutschen“ (4 Bde.
1865— 69), „Deutsches Leben im Volkslied um 1630
1885), „Liturgisch⸗musikal. Geschichte der evang. Gottes⸗
dienste 1323- 1706 (1893), die Selbstbiographie „Frohe
Jugendtage“ (1002), Novellen u. a.
Lilienfeld, Markt in Niederösterreich, im Traisental
1900) 2814 E., berühmte Zisterzienserabtei.
Lilienhähnchen, Lilienkäfer, Lilienpfeifer, Zirpkäfer
(Loma oder Crioceris), zu den Blattkäfern gehörige Käfer⸗
gattg.; die Arten leben bes. auf lilienartigen Pflanzen, z. B.
auf Lilie und Kaiserkrone das gemeine L., auf Spaͤrgel
das Spargelhähnchen.
Ldilienfstein, Berg in der Sächs. Schweiz, am r. Elb—
fer, dem Königstein gegenüber, 411 m.
Lilienstern, —* von, s. Rühle von Lilienstern.
Liliensterne, die Seelilien G *
Lilienthal, Dorf im preuß. Neg.-Bez. Stade, an de
Worpe, (1005) 686 E. Amlsgericht ehemal. Histetzienser
lloster. — Vgl. Hunecke (1807).
Lilienthai, Otto, Ingenieur und Flugtechniker, geb.
28. Mai 1848 in Anklam machte seit 1880 Flugversuͤche
mit einem von ihm erfundenen Apparat für Schwebeflug
Tafel Luftschiffahrt, gjhgest. id. Aug. 1680
durch Absturz; schrieb: „Der Vogelfluüg als Grundlage
der Fliegekunst“ (GBerl. 1888).
iliifisren, mondtothledonische Pflanzenorduung, um—
jaßt Pflanzen mit anfehnlschen Bluten und häufig tnolligem
ↄder zwiebeligem Wurzelstock; hierher gehören die Fami—
lien der Liliazeen, Amaryllidazeen, Junkazeen, Iridazeen,
Dioslorecgeen und Bromeliazeen.
Eiliput, in Swists Wert Gullivers Reisen“ Name
eines Märchenlandes, dessen Bewohner Ciliputaner) nur
daumengroß sind.
nium T. Silie, Pflanzengattg. der Liliazeen, groß—
blütige Zwiebelgewächfe der nördl. gemäßigten Zone, die
meisten Arten S L. auratum Lindi. (Goldbandlilie),
 aus Japan, die schönste Lilie; L. speciösum
Thund. ebenfalls aus Japan, 1 pbitbrum . (wilde

39

Lim

Feuerlilie), in den Bergen Süd- und Mittelenropas, mit
raugeroten Blüten; I candldum L. (weiße Liließ, in
Südeuropa und im Orient; L. martägon L. (Türten.
bund, Gelb⸗ oder Goldwurz), in ganz Europa uͤnd dem
nördl. Asien verbreitet; L. ckaloedonidum T. (Scharlach-Tuͤrkenbundlilie),
 im Orient; L. pompontum T. (Pracht⸗
lilie), in den Pyrenden und Sibirien; T. tigrinum Gare
und L. testacsum Lindl. Mantinuglilie), in Japan; L.
rigantoum Vall. (Riesenlilie), vom Himalaja, mit
383 m y Blütenschaft.
viljeholmen, Vorsladt von Stockholm.
Lille (spr. lil), fläm. Ryssel, Hauptfladi des franz. Dep.
Nord, am, Deulekanal und an der Khs (1901) 210 696,
nmit den Vororten Loos (0513 E.) und La Madelain⸗
12359 E.) 232 568 E. strategisch. wichtige Feftung mit
cinem Fortgürtel von 50 4m Umfang, üniversitüt und
freie Fakultäten, Technifche Hochschule, Landw. Hoch⸗
schule, Akdademie füt Musit, Stadthaus mit Gemäldegalerie,
Wicar-Museum u. a.; Tertilindustrie, 38
Sillebonne (spr. lilbonnd, Stadt im ranz. Dep. Seine⸗
Inferieure, am Bolbec, (1801) 6425 E.; Zudustrie Handel.
Lillehammer, Hauptsiadt des norweg. Amts Kristians,
7 3108 E.; Freilichtmuseum.
Lillers (spr. Tihr), Siaedt im franz. Dep. Pas-de⸗
calais, an der Nave, 6(19001) 7747 E.; Industrie.
Lilliput, s. Liliput.
Lilly, John, engl. Dramatiker, s. Lyly.
Silubãum (grch. Lilyobaion), be den Alten die westl.
Landspitze Sizillens, jeht Kap Boko; hier die von den
arthagern 807 v. Chr. gegrundete feste Stadt L., jetzt
Marsala (j. d.).
Lim, r. Rebenfluß der Drina, entspringt in den Nord⸗
ilbanischen Alpen, mündet in Bosnien, 192 km Ig.
Sima. ) Hauptstadt der südamerik. Republik Peru
Karte: Südamerika J, 8] und des dDep. S (34482 qkm,
896 208 106 E.), 11 Im vom Stillen Ozean, 186 3
i. d. M. am Ris Rimac, (1896) 113 000, 1904 etwa
480 300 E. Kathedrale (1538), Universität; Vorstadt Sau
dazaro; als hefen dient Callao; zahlreiche Erdbeben, am
urchtbarsten das vom 28. Okt. 1746; zuletzt 1904. 1536
egründet als Ciudad de los Reyes von Pigarro. — 2)8.
spr. leimt), Stadt im nordamerik. Staate Ohio, (1000)
21723 E.; Petroleums und Gasregion.
Limakologite (Igrch.), Lehre von den Schnecken.
Liman, russ, Benennung für Lagunen (s. d.). 8L. der
70 Inseln, die Bucht an der Mündung des Jeniffei.
Limasol, Stadt, s. v. w. Limisso d).
—An—
2247, 1805: 18 724) E. Amtsgericht, Technikum, Wir⸗
lerschule; Strumpf-, Metallwaren-, Kartonnagen-⸗, Hand⸗
schuhfabrikation.
Limburg. 1) 8. an der Lahn, Kreisstadt im preuß.
Reg.⸗Bez. Wiesbaden, J. an der hn why 9917 E.,
Zande, Amtsgericht, Handelskanmmer, ischofssitz, kath.
dom sTafel: Romanischer Stil 7, 7 u. 8), kath.
Kriesterseminar; Eisenbahn- Zentralwerkstätte. Uber die
Liniburger Chronit s. Fasti Imburgenses — 2) 8. an
der Lenne. Stadt, s Hohenlimburg.
Limburg. ) Rordöstlichste Provinz des Königr. Bel⸗
gien, westl. von der Maas 2412 kM, (18004) 283 2686
dauptstadt Hasselt. — 2) Südlichste Provinz des Königreichs
der Niederlande, 2204 qkm, (18904) 309 7582 E. — 3) Stadt
in der belg. Prov. Lüttich, am Vesdre, auf steilem Felsen,
1904) 4757 E.; Käsefabrikation Eimburger Käse); im
Tdal die Vorstadt Dolhain.
Limburg⸗Brouwer (spr. brauer), Petrus Abraham
Samuel van, niederländ. Schriftsteller, geb. 168. Nov. 1829
n Lüttich, erst Advokat, in Archivbeamter im Haag,
gest. das. 18. Febr. 1873; schrieb den orient, Koman AKax
 872; deutsch 1877), Studien uͤber ind. Literatut u.a.
Sim burg⸗ Stirum, Friedrich Wilhelm, Graf zu,
Diplomat und Politiker, geb. 6. Aug. 1835 im Haag,
seit 1860 im preuß. diplomat. Dienst, 1876 81 Ge⸗—
andter in Weimar, trat 1892 in den Ruhestand, seit
1871 Mitglied des preuß. Abgeordnetenhauses, seit 1808
auch des Jedalage Ddeutsch-konservativ)s. J
Limbus (lat.,Gürtel“, „Umgrenzung“), nach röm.⸗
ath. Lehre Aufenthaltsort der unverschuldet zum Ein⸗
zang in den Himmel nicht fähigen Seelen Gestorbener,