Mädchen“, 1887; „Spitzen“, 1888, ꝛc und Plauderer
Ans dem iterar. ——— 1882; Aus dem Orient“
1v Nites und Ricues aus der Reüen Welt“.2 Bde
Isdß, Sein Binder Ruvoiß 8. geb. 10. Htt.
1829 zu Gardelegen, Wirkl. Geh. Legationsrat, 18892 -0
don v Kenetitlopet, lebt duf Helgoland; schrieb
Riomane und Nobellen (Gzum Teil gesammelt in 6 Bon,
1882 93). „Aus China und Japan. Reiseerinnerungen
Iö), wei Reifen in der Türkei Iso9) u. a.
Linde uns T.), Pflanzengattg. der Tiliazeen, große
Bäume der nördl. gemäßigten
Zone, ausgezeichnet durch das
Angliche, dem Blütenstiel der
Doldentraube unterwärts an⸗
gewachsene, nebaderige, gelb⸗
liche Dedblatt. In Veutsch⸗
land zwei Arten: großblätte
rige f. (Sommer⸗, Wasser⸗
Frãh⸗e. Vgrandifolia Ebrh.)
und tleinblätterige 2. (Win⸗
ter⸗, Stein⸗, Berg⸗. Spät⸗L.
P. parvifolla Eharh. sAbb.
Ioßzã: a blühender Zweig, b Blüte, c Stempel, a Frucht,
e Längsschnitt dgeß, beide liefern Holz zu Schnitz⸗
arbeiten, Bast, offizinelle Blüten (Lindenblütentee, schweiß⸗
treibend), Lindenkohle.
Sinde, Anton van der, Schriftsteller und giec
pieler, geb. 14. Nov. 18383 in Haarlem, 1876 Biblio—
thekar der königl. Bibliothek in Wiesbaden, gest. das,
13. Aug. 1897; schrieb: „De Aarlemsche Costerlegenden“
1870)7, Gefchichte des Schachspiels“ (1874), „Gutenberg
I878),, Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst
3 Bde., 1886), Kaspar Hauser“ (2 Bde. 1887).
Linde, Karl, re aoen geb. 11. Juni 1842 31
Berndorf (Oberfranken), 1868—78 Prof. an der Tech—
nischen —A zu Charlottenburg, 1879 -90 Direkto⸗
der Gesellschaft für Lindes Eismaschinen in Wiesbaden,
errichtete dann eine Versuchsstation für Eismaschinen in
Muͤnchen; ihm gelang zuerst, auch im großen die Verflüssi—
qung der atmosphärischen Luft, sowie die fabrilmäßige Her—
ellung von Souerstoff durch fraktionierte Verdampfung
Lindeluft, J. Flüssige Luft. sflüssiger Luft.
Sindemann⸗-Frommel, Karl Aug, Maler und
— geb. 19. Aug. 1818 zu Marbkirch (Elsaß), seit
1856 in Rom, gest. das. 16. Mai 1891; romantische ital
Landschaftsbilder. — Sein Sohn Maufred L., geb
18. Nov. 1852 in München, Landͤschaftsmaler.
Linden. I) L. bei Hannover, Stadtkreis und Kreis⸗
stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Hannover, durg
die Ihme von Hannover getrennt, (1900)
50628 (1905: 37 944) E., Gymnasium;
Eisengießereien, Asphalt-, chem. Fabriken,
Baunmwoll-, Teppichindustrie. — 2) 8. in
Westfalen, Dorf im preuß. —— Arns⸗
berg, 7128 n Steinkohlenbergbau. 1055. Linden
Sindenau, Bernh. von, sächs. Staats⸗ i Fannover
mann und Astronom, geb. 11. Juni, 1779
zu Altenburg, 1808 Direktor der Gothaer Sternwarte,
1820 Minister in S.-Gotha, 1826— 48 Landschaftsdirektor
iu S.⸗Altenburg, 1830 45 zugleich königl. sächs, Staatsminister,
 gest. 18. Mai 1854 zu Altenburg. — Vgl. Vol⸗
zer (18806), von Ebart (1886).
Lindeuberg. 1) L. vei Beeskow, Dorf im preuß
Neg.⸗Bez. Potsvam, (1000) 415 E., königl. akronautisches
Observatorium (19605 eröffnet). — 2) 8*. in Schwaben
Marttflecken im bayr. RegBez, Schwaben, (1900) 80626
Sindenberg, Paul, Schriftsteller, geb. 11. Novg 1869
9 Bexlin, i883 94 Redatleut an der Deutschen Rund⸗
— unternahm große Weltreisen; Ieh „Berlin“
„Paris“, Um die Erde in Wort und Bild“ (1800), No—
vellen, Fugendschriften u. a.
Lindenfels, Stadt in der hess. Prov. Starkenburg,
m Odenwald, (1805) 1601 E.; Luftkurort.
Lindenschmit, Wilh. Hifiorienmaler, geb. 12. Mär,
1806 in Mainz, Schüler von Cornelius in Munchen, gest
12. März 1848 in Mainz; Fresken auf Schloß Hohenhwangau,
 Ungarnschlacht bei Preßburg (Mainz). — Seir
Bruder Luͤdwig L. gebe 4. Gept. 18080 in Mainz, gest.
das. 14. Febr. 1893 Maler und Altertumsforscher, Di⸗

37

Lin

ettor des Rom.?-German. Zentralmuseums in Mainz. —
des erstern Sohn Wilhelm von L., Maler, * 20. Juni
1829 in München, gest. 8. Juni 1895 als Prof. an der
Akademie das.; Bilder aus Luthers Leben, aus Goethes
„Faust“, Ermordung Wilh. von Oranien (Wien), Alarich
n Rom, Gefesselter Prometheus, Wandmalereien in den
Rathäusern zu Kanfbeuren, Heidelberg und München.
Lindenschwärmer (Smerinthus tiliae I. [Tafel:
metnge II, 10)), schöner, grünlicher oder rost—
arbener Schwärmer mit hellern und dunklern Querbinden
ind Flecken auf den am Rande ausgezackten Vorderflügeln,
ockergelben Hinterflügeln. Raupe gruͤn, schräg rot gestreift.
Lindequist, Friedrich von, Biplomat, geb. 15. Sept.
1862 in Wostewitz auf Rügen, 1894 Vertreter des Landes⸗
hauptmanns, 1905 Gouperneur von ——
Linderhof, königl. Lustschloß im bayr. Reg.⸗Bez.
Oberbayern, im Ammer⸗ oder Graswangtal, 1820-78
von Ludwig I. erbaut, mit großartigen Wasserwerken.
LEindesnaãs, Norwegens unser Punkt, am Ein—
gange des Skagerrak, 370 59 n. B.
Lindewiese, Nieder⸗L. Dorf in Ssterr.-Schlesien, in
den Sudeten, (1890) 2710 E., Schrothsche Naturheilansialt.
Sindi, Militärstation und Begirtshauptott in der
deutschen Kolonie Deutsch-Ostafrika, am Luͤkuledi, 4600 E.;
Dampferstation, Hanf- und Kaffeeplantagen; Sorghum—
handel. —, Val. Adams (1803). Island.
Lindisfarne (spr. fahrn), engl. Insel, s. v. w. Holy
Lindlar, Kreisort im preuß. Reg.-Bez. Köln, (1800)
8470 E.; Eisenhütten, Pulperfabriken.
—A——
7399 in Catton (Norfolk), 1828 60 Prof. an der Uniper—
ität zu London, gest. 1. Nov. 1866 zu Catton; entwickelte
n „Natnral system of botany“ (1835) ein eigenes
System, schrieb ferner: „Pegetable kingdom“ (1833) u. a.
Lindner, Albert, dramat. Dichter, geb. 24. April
is31 zu Sulza, 18642267 Gymnasiallehrer in Rudol—
stadt, lebte dann in Berlin, gest. 4. Febt. 1888 in der
Irrenanstalt Dalldorf bei Berlin; Dramen: „Brutus und
Follatinus“ (1867, mit dem Schillerpreis gekrönt), „Die
Bluthochzeit“ (1871), „Marino Falieri“ (1875); außer⸗
dem: „Der Schwan von Avon. Kulturbilder“ (1881),
Novellen u. a. — Vgl. A. von Hanstein (1888).
Lindner, Theodor, Geschichtschreiher, geb. 29. Mai
1843 zu Breslau, 1876 Prof. an der Akademie u Mün⸗
ster, 1888 in Halle; schrieb: „Geschichte des Deutschen
Reichs unter König Wenzel“ (2 Bde., 1875 — 80),
Deutsche Geschichte unter den Habsburgern und Luxeni—
—
Volts“ (2 Bde., 1804), „Die deutsche Hanse“ (2. Aufl.
(901), „Geschichtsphilssophie“ (2. Aufl. 1904), „Weltge—
schichte“ (0 Bde. 1901 f8.).
Lindos, im Altertum Stadt auf der Insel Rhodus,
mit trefflichem Hafen, jett Dorf Linds
Lindow, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Potsdam, am
Gudelacksee, (1906) 1694 E. Amtsgericht, ehemal. Non—
nentloster, jeht adliges Fräuleinstift.
Lindpaintner, Peter Jos. von, Komponist, geb.
8. Dez. 1791 zu Koblenz, seit 18190 Hofkapellmeister in
Stuttgart, gest. 21. Aug. 1866 in Nonnenhorn am Boden⸗
ee; komponierte 21 Opern und Singspiele, Musik zu
Goethes „Faust“, Lieder (populär „Die Fahnenwacht“) ic.
Lindwurnmt, Linddrache (voni althochdeutschen Ünt,
Schlange“), fabelhaftes Ungeheuer, mit Krokodilsleib,
. v. w. re in der deutschen Heldensage von Siegfried, in
der mittelalterlichen Legende vom Ritter St. Georg erlegt.
Line (engl. 9— lein), Längenmaß, s. Linie.
Linsa (lut.), Linie; L. alha, weiße Linie, s. Bauch⸗
linie; lineat, linienförmig, geradlinig fortschreitend; als
Hauptwort: Richtscheit zum Ziehen gerader Linien.
Linea, La, Stadt in der span. Prov. Cadiz (Au—
dalusien), (1900) 31862 E.
Lineãlfsystem, Art der Erbfolgeordnung, insbes. bei
Lehen, wobei die Seitenverwandten des lehlen Besitzers
nicht nach der Nähe der Verwandtschaft, sondern nach der
Nähe der Linie zur Folge berufen werden. Beim Lineal⸗
Gradualsystem entscheidet innerhalb der Linie die Nähe
des Verwandtschaftsgrades.
Lineaméente (lat.), Büge, Gesichtszüge; die Linien
auf der innern Handfläche.