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Linear (lat.), auf Linien sich beziehend, durch Linien
zarftellbar. Lineãre Größze, Größe e Ordnung im Ge⸗
zenfah zu den quadratischen, kubischen ꝛc. Größen. Zincar⸗
leichnug, Gleichung zwischen zwei veränderlichen Größen.
inearzeichnung, Umrißzeichnung.
Lineñrtaktik, Feuertaktik, Friderizianische Taktik,
die im 18. Jahrh. bes. von Friedrich d. Gr. angewandte
Form des Infanteriegefechts. Die Schlachtordnung bestand
us zwei Treffen, die Infanterie in der Mitte, die Ka⸗
dallerie auf den Flügeln, die Bataillone gingen nebenein⸗
ander in Linie vor. An Stelle der L. wurde später die
olonnentaktik üblich.
Sinéwitsch (auch Lenewitsch), Nikolaj Petrowitsch,
uff. General, geb. 24. Dez. 1838 im Gouv. Tschernigow,
sei! 1893 Truppenkommandeur in Ostasien, leitete 1801
die Erpedition gegen Peking, war während des Russ.⸗
Japan. Krieges erst Kommandant der 1. Armee, dann als
Rachfolger Kurspatkins Oberbefehlshaber der ganzen ruff.
Armee in der Mandschurei.
Ling, — wasernun s. Trapa.
LZing, Per Henrik, schwed. Gymnastiker und Dichter,
eh. 183 Nov. 1776 in Ljunga in Smaäland, seit 1806
—— in Lund, später in Stockholm, gest. das.
3. Hal 1839. Begründer der Heilgymnastik; als Dichter
Anhanger des Gotenbundes, Lyriker, Epiker („Asarne“)
ind Dramatiker. „Samlade Skrifter“ (1866). Seine
Allgemeine Begründung der Gymnastik“ erschien 1840
deutsch 1847). — Bgl. Rothstein (1861).
Singaitten, religiose Sekle, die bes. im Dekhan zahl⸗
eich ist und das Lingam (s. d.) verehrt.
Lingam (Linga), im Sanskrit s. v. w. Geschlechtsglied,
zef. das durch ganzg Indien als Symbol der Fruchtbarkeit
»erehrte Glied des Civa.
SZingeh, Hafenstadt in der pers. Landsch. Laristan,
im Pers. Meerbusen, 16 000 E. (meist Arxaber)
Lingen, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Osnabrück,
in der Ems und dem Emskanal, (19035) 7000 E., Amts-—5—
 Gymnasium (1697 1820 Akademie); Eisenbahn⸗
vertstaͤtte. — Die Grafsch. L. im ehemal. Westfäl. Kreise
gehörte den Grafen von Tecklenburg, seit 1548 den Grafen
hon Büren, dann dem Hause Nassau-Oranien, kam 1702
n Preußen, 1810 an Frankreich, 1814 aun Preußen zurück,
zas 1815 die sog. Niedere Grafschaft an Hannover abtrat,
mit dem sie 1866 wieder preußisch wurde. — Val. Möller
(1874), Herrmann (1902).
Lingentihal, Zachariä von, s. Zacharis von Lin⸗
genthal. Waschkammer.
Lingerie Erz., spr. längsch'rihn), Leinwandhandel;
Singgs, Herm, Dichter, geb. 22. Jan. 1820 zu Lindau
am Bodensee, 184680 bayr. Militärarzt, gest. 18. Juni
T505 in Muünchen; Talent von originellem Gepräge, Lyriker
Gedichte, 1881 1868 1870, 1878 1885, 1888 1001)
Epiter (.Die Voͤlkerwanderung“, 1866 68; Dunkle Ge⸗
walten“, 1872), Dramatiker é, Die Walkyren“, 1864;
Catilina“, 1866; „Die Frauen Salomos“, 1887; „Die
Ie Klause“, 1887, 2c.) und Novellist. — Bgl. seine
Selbstbiogr. „Meine Lebensreise“ (1899).
Singga, größte der Lingga⸗Inseln (zu der niederländ.
Residentsch. Riau gehörig), 826 qiem; Hauptort 8.
Linguo (lat. ital. und portug.), Zunge, Sprache; L.
rranen, das verdorbene Italienisch in der devante, Ver⸗
ehrssprache zwischen der dortigen einheimischen Bevölke⸗
ung und den Europüern. [13 121 E.
Linguagloffa, Stadt auf Sizilien, am Ätna, (1901)
Lingual (lat.), auf die Zunge bezüglich. Jängusles,
ie Zungenlaute: a, t, p, I, x. Imsches Vorgebirge.
Linguetta, Kap, in Albanien, s. v. w. Akrokerau⸗
LZinguist (lat.), Sprachkenner, Sprachforscher; Lin—
zuistik, Sprachkunde, Sprachwissenschaft.
Linie, in der Mathemaͤtik die ideale Lüngenausdeh⸗
uung (ohne Breite und Dicke), eingeteilt in gerade (K.
1. rdnung), gebrochene oder krumme, ebene oder un⸗
ꝛbene L.; die krummen L. gehören zur sovielten Ordnung,
als sie Punkte mit einer geraden gemein haben; in der
R Geographie s. v. w. Erdäquator (s. Aquator).
Linie, Langenmaß, bezeichnet durch , im Duodezimal⸗
ystem zu 112, im Denmanpsem zu vou. Die Pariser
. (Ggne) ⸗2,66, die rhein. 8. — 2,110, die Wiener L.
33b6, die engl. L. (line) und russ. 8. — 2,4 mn.

Linie, im militär. Sinne taktisch die Truppenstellung
n langer Front und geringer Tiefe, im Gegensatz zur
dolonne (s. d.); L. Einientruppen), das stehende Heer im
Zegenfatze zur Landwehr; auch die sog. Feldtruppen im
Fegensade zu den Garden; ferner die zur Truppenbeför—
im ieeh und zum Aufmarsch benutzten großen
zisenbahnstrecken (Eisenbahnlinien), zu deren Vorberei—
ung und Regelung im Deutschen Reich Linienkommissio⸗
nen mit Limenkommissaren (Stabsoffiziere) bestehen (s.
kisenbahnabteilung).
Linie, balistische, s. Flugbahn [Abb. 60b)].
dinie, weiße, s. Bauchlinie.
dinienblig, s. Blig und Tafel: ElektrizitätJ, 6.
dinienfalter, s. Weißlinge.
dinieninseln, s. Gilbertinseln.
dinienmanier, s. Kupfersiechkunst.
Linienschiffe, Bezeichnung der Schlachtschiffe (s. Pan⸗
erschiffe) in der deutschen Marine; zur Zeit des Holzschiff⸗
saues Zwei⸗ oder Dreidecker. — Bgl. Schwarz (1903).
Linientaufe, ereeeeng darin bestehend,
aß beim Pafsieren des Aquators alle, die das zum ersten⸗
nal mitmachen, unter derbem Zeremoniell mit Wasser
vsen oder in Wasser getaucht werden.
Linientruppen, s. Linie (militär.).
Siniment (lat.), zum äußerlichen Gebrauche (als Eiu—
eibungen) bestimmte, hinsichtlich der Konsistenz zwischen
Salben und den dickflüssigen fetten Olen stehende, in der
segel fette Ole oder eine Seife enthaltende Mischungen.
inn sind: Flüchtiges L. (flüchtige Salbe, Lünimenum
 ammoniatum), eine weiße, dickflüssige Mischung vou
Dlivenöl, Mohnöl und Ammoniakflüssigkeit; flüchtiges
dampfer⸗L. (flüssige oder flüchtige Kampfersalbe), weiße,
aickflussige Mischung von Kampferöl, Mohnöl und Ammo—
niakflüssigkeit, ind Dpodeldot (s. d.). — Über das flüssige
deinölliniment s. d.
Link, engl. Längenmaß — Nido Chain (s. d.).
Sinke, un der darlamentarischen Sprache die Oppo⸗
itionspartei im Gegensatz zur Regiexungspartei oder Rechen;
 dann überhaupt die liberale Partei
Linkehand⸗Ghe, s. Morganatische Ehe.
Ldinköping (spr. lindschöt), Stadt im schwed. Län
2. pder Sstergotland (s. d.), im O. des Wettersees, am
Staͤngän und Kindakanal, (18004) 15 414 E.
Linkshändigkeit, die gewohnheitsmäßige Verrichtung
 von Dingen mit der linken Hand, die sonst mit
der“rechten verrichtet werden, beruht auf einer feinern
Ausbildung der motorischen Zentren für die linke obere
Frtremität als der für die rechte; zu beseitigen durch
Wnnd der regten Hand. — Val. dubdedens Gooo),
Linlithgow (spr. lithgoh), West Lothian, Grafschaft
in Subdschottland, 311 gkm, (1801) 66 600 E. Die
Hhaupistadt L., am See L. 4279 G., Schloßruinen; Bahn⸗
Fiadukt über den Avon; Hafen ist Borxrowstounneß.
Linnaee Gronov., Pflanzengattg. der Kaprifoliazeen,
riederliegende immergrüne Sträuchlein der nördl. Hemi⸗
phäre. L. borealis Gronov., mit —B duftenden
zlüten, findet sich auch in en and und den Alpen.
Sinné, Karl von, schwed. Naturforscher, geb. 23. Mai
707 zu Rashult in Smaland, Arzt, seit 1741 Prof. der
Medizin, seit 1742 der Botanik in Upsala, gest. 10. Jan.
778 zu Hammarby; führte zuerst die binäre Nomenklatur
die Benennung mit einem Gattungs- und einem Spezies⸗
jamen) konseguent durch, stellte für die Botanik das
durchaus künstliche und deswegen heute nicht mehr ge⸗
räuchliche) Sexnalsystem (Linnesches System; s. Beilage:
gotaänik) auf, war auch für die Systematik der andern
staturreiche von Bedeutuig; Hauptwerke: „Systems naurae“
 (1735 u. ö.; neue Ausg. der 10. Aufl. 1884),
Fundamenta botapica“ (17386 i. h.), „Geners plan-Arum“
 (1737 u. b.), „Philosophia potanicda“ (1761),
Species plantarum“ (1753 u. ã.) „Systema vegetaum“
 774 u. h.). — Biogr. von Sibver (1792), oͤ
1878), Fries (2 Tle, 1904) — Sein Sohn Larl von L.
eb. 20. Jan. 1741 zu Falun, n eee seines Vaters,
est. 1. Rov. 1783 zu Upsala; ebenfalls otaniker.
Linneit, Mineral, s. v. w. Kobaltkies (s. d.).
Linnen, s. Leinwand.
Zinnich, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Aachen, an der
Koer, (1906) 2143 E., kath. Lehrerseminar.