Loc

Lockport, Stadt im nordamerik. Staate Neuyork, am
Zriekanal, (1900) 16581 E.; Handel, Obstzucht.
Lockroh (spr. xda), eigentlich Simon, Edouard Etienne
Antdine, franz. Politiker und geb. 18. Juli
1838 zu Paris, 1871 und 1873 Mitglied der National⸗
dersammlung, spüter der Deputiertenkammer (auf der äußer⸗
sten Linken), 1886 —87 Minister für Handel und Gewerbe,
1888 89 Unterrichtsminister, 13885—296 und 1898 -98
Marineminister. I(s. Agent).
Lockspitzel, deutscher Ausdruck für agent provooateu
Lockstedt, Dorf ini preuß. Reg.⸗Bez. Schleswig, (1900)
74 E.; dabei die Lockstedter Heide mit Truppenübungsplatz.
Lockwitz, Dorf in der sächs. Kreish. Dresden, am Fluß
d., (18900) 2115 E., Schloß; dabei der vielbesuchte Lock
witzer Grund.
Locknyer (spr. sogierodesco Norman, engl. Astronom
und Physiker, z3. 17. Mai 1836 in Rugby, Direktor des
astro⸗physik. Observatoriums in South Kensington; schrieb:
„The cpectroscope“ (1873; deutsch 1874), „Primor of
isstronomy“ (1875; deutsch, b. Aufl. 1883), „Studies
in spectrum anslysis“ (1878; deutsch 1879), „Starzazing“
 (1878; ine 1880) u. a.
Locle, Le (spr. lockl), Bezirksort im schweiz. Kanton
Neuenburg, bei Chaur-de-Fonds, (1900) 12626 E., Uhr⸗
macherschule, Uhrenmuseum.
Looo (lat. an Stelle, anstatt; in Marktberichten
. v. w. am Orte; in der Notenschrift die Aufhebung
eines vorausgegangenen Oktavenzeichens (852); 1000 c
ato, abgekürzt 1.0., und loco lauoato, abgekürzt 1. i.
am angeführten Ort (eines Buchs). Loco sigiui, abge⸗
a Vs., an Ort oder anstatt des Siegels.
ocogeschãfte, sofort erfüllbare Tagesgeschäfte im
Produktenhandel, bei denen die Ware sich am Platze be—
indet (Locoware); Gegensatz: deernashescatte
Löcfe (spr. lölsche), ungar. Name für Leutschau (s. d.).
Loous (lat. Mehrzahl Loci, s. d.), Ort, Stelle; L. a
puo, Ort, wo der Aussteller eines Wechsels wohnt; L. ad
juem, Ort, wo der Wechsel zahlbar ist; L. delüeti, Ort,
vo das Verbrechen begangen worden ist; L. elassieus, eine
Haupt⸗ oder e aus einem Buche.
Lodelinsart (spr. lod'längsahr), Dorf in der belg.
Prov. Hennegau, (1904) 8080 E.; Glashütten.
Soden, das rohe Wollgewebe, wie es vom Webstuhle
kommt, d. h. ehe es gewalkt, geschoren und gepreßt ist;
auch ein ordinäres, starkes, nicht geschorenes Wollzeug;
erner junge Laubholzpflanzen, auch Stock- und Wurzel⸗
ausschläge. san der Bode, (1905) 4888 E.
Löderburg, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Magdeburg,
Lodeve (spr. dähw), Stadt im franz. Dep. Herault,
im Fuße der Cevennen, am Ergue, (1901) 8200 E.
Lodi, Stadt in der ital. Prov. Mailand, an der Adda,
1901) 27811 E.; Majolikafabriken, Viehzucht (Parmesan⸗
käse), chem. und Seidenindustrie; hier 10. Mai 1796 Sieg
Bonapartes über die Osterreicher. — 6 km westl. L. Vecchio
spr. wekklo, Alt-L.), 3261 E.
Lodolesa Labill., Palmengattg.
. Sechellärum Labill. (Seychellen⸗
ausßz [Abb. 1069; 4 männlicher Blü—
tenkolben, bweibliche Blüte, e Frucht])),
ur auf den en mit über 83m
breiten, langen, fächerförmigen Blät—
tern und sehr großen, bis 15 ig schwe⸗
cen Früchten (Meer- oder Seekokos,
Doppeltokos, Wundernuß Salomos),
die früher Gegenstand mannigfacher
Fabeleien waren.
Lodomerien, lat. Name des
rüher Hostandiaen Fürstent. Wladi⸗
mir in Wolhynien; schon Andreas II.
on Ungarn nannte su 1206 König von
Balizien und L, welchen Titel —* Kaiser von Osterreich
v ersten Teilung Polens surn wieder aufnahm.
ödz (spr. lodsch), Stadt im russ.⸗-poln. Gouv. Petrokow,
an der Lödta (zur Warthe), 38618570 E. (viele Deutsche),
Mittelpunkt der russ.epoln. Baummoil⸗ und Wollindustrie.
—A welherr von, preuß. General, geb. 9. Sept.
1828 zu Schloß Allner an der Sieg, 18856 perfönliger
Adjutant des damaligen Prinz-Regenten von Preußen,
1880 Generaladjutant des Kgisers, 1884 Kommandeut

des 8. Armeekorps, 1886 General der Kavallerie, 1893
Beneraloberst, 1888—297 Oberbefehlshaber der Marken
ind Gouverneur von Berlin, 1905 Generalfeldmarschall,
hrieb erreen (1905).
Loeche⸗la⸗Ville, Loeche⸗les⸗Bains (pr. ldähsch
a wil, lä bäng), s. Leuk.
Lofer, Martt in Salzburg, an der Mündung des
zoferbachs in die Salzach, (1000) 511 E.; Sommer—⸗
rische; im S. die Loferer Steinberge (2512 10) und Leo—
anger Steinberge (2034 m).
Löffelbagger, s. Grabemaschine.
Löffelente, s. Enten. Jreihers und des Pelikans.
Löffelgans, Bezeichnung der Löffelente, des Löffel—
Löffelgarde, in der ersten Zeit der Franz. Revo⸗
utionskriege Spottname der franz. Infanterie, weil sie
uweilen den Eßlöffel an der Kopfbedeckung befestigt trug,
päter überhaupt für schlecht ausgebildete Truppen.
Löffelhund, Ohrhund, Kaffer
Otooyon catfor Lichtst. [Abb.
070]), fuchsähnliche, hochbeinige
Zundeart mit kurzem Kopf, spitzer
S„chnauze, aufrechten, auffallend gro—⸗
en Ohren, in Süd- und Ostafrika.
eö ffelkraut, s. Cochlearia.
öffelrad, s. Turbinen. 1070. Löffelhund.
Zöffelreiher, s. Ibisvögel.
Löffingen, Stadt im bad. Kr. Freiburg, im Schwarz⸗
ald, auf der Baar, (1905) 1168 E.; Schloß.
Löffler, s. e
köffler, Erust, Geograph, geb. 28. Febr. 1835 in
ʒ»openhagen, seit 1888 das. Prof. der Geographie; schrieb:
Dänemärks Natur und Volk“ (1906) u. a.
Loeffler, Friedr., Hygieniker, geb. 24. Juni 1852 in
Frankfurt a. O., 1888 Prof. in Greifswald, zugleich Geh.
Med.«Rat und seit 1901 Mitglied des
ats, entdeckte die Erreger der Rotzkrankheit, des SEptine
otlaufs, der Schweineseuche, der Diphtherie, des Mäuse⸗
yphus; schrieb: „Geschichtliche Entwicklung der Lehre von
en Balterien“ (1887 fg.).
Löfftz, Ludwig von, Maler, geb. 21. Juni 1845 in
darmstadt, seit 1379 Prof. 18903 896 Direktor der Münche⸗
ier Kunstakademie; Hauptbilder: Pietaà (1883, München),
Zimmelfahrt Mariä (1888, Freisinger Dom), auch kleine
Henrestücke: Stille Andacht u. a.
Lofö, Insel im Mälatsee, s. Drottningholm.
Lofoten, Gruppe von sechs größern und vielen kleinern
filanden und Klippen an der Küste des nördl. Norwegen,
umn Amte Nordland gehörig, bedeutende Fischerei (bes.
Strei und Hering, Mitkelpuntt Vaagö), Lebertranindustrie.
Loftus, Stadt in der engl. Grafsch. Porkshire (North
stiding), an der Ostküste, (18001) 6608 E.
Loftus, Angustus William Frederick Spencer, Lord,
engl. Diplomat, geb. 4. Okt. 1817, seit 1888 Gesandter in
Wien und an verschiedenen deutschen Höfen, 1868 beim Nord⸗
deutschen Bunde, 18371 -79 in Petersburg, 1879 —85 Gou⸗
berneur von Neusüdwales, gest. 7. März 1904 in London;
schrieb: „Diplomatio reminiscences“ (4 Bde. 1892 -94).
Log (niederd. Logge), Werkzeng zum Messen der Fahr⸗
geschwindigteit von Schiffen, ch aus Logscheit, Logleine,
Logrolle und Logglas. Mit
dem gewöhnlichen L. [Abb.
1071] mißt man den Weg,
den das Schiff in 14 oder
28 Sekunden, der Auslauf⸗
zeit einer Sanduhr, des Log⸗
AUases [IgJ, von einem festen
Vunkt im Wasser aus zurůck⸗
egt. Diesen festen Punkt
ildet das Logsfcheit oder
zogbrett sb], ein Viertel—
ee
as so beschwert ist, daß es
nit der Spitze nach oben im
Wasser eeh schwimmt. Es ist an einer Leine, der Log⸗
eine [I], befestigt, die in etwa b0 m Abstand vom Logscheit
zurch einen weißen Tuchlappen gekennzeichnet ist. Von it
ius ist sie in gleiche Teile geteilt, deren Länge sich zu einer
Seemeile (1860 m) verhält wie 14 bez. 28 Sekunden zu einer
Stunde und deren Endpunkte durch Bindsel mit entsprechen—

1071. Loqu.