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finden, bestimmt nach einem Plane die Zahl der Lose, die
in Halb⸗, Viertel- und Achtel⸗ oder Zehntellose geteilt
und in Raten, vor den Zichungen, zahlbar sind, und der
Wewinne, übet deren Zuteilung, der Zufall (die Ziehung)
rutscheidet. (S. auch Ausspielgeschäft.) — Nh Endemann
(1899), Wessthoven (1908). (S. Lotto.) — Äber Lotterie⸗
anleihen s. inrndelehen
Lorti, Antonio, ital. Komponist, geb. wahrscheinlich
1657 in Venedig, Kapellmeister an der Markuskirche das.,
gest. 58. Jan. 1740; komponierte Opern und berühmte
ielstimmige und kunstvolle Kirchenchöre.
Lotto Cital.) oder Zahlen-⸗vS. ein Glücksspiel bei
welchem von den Zahlen 12590 fünf gezogen werden und der
Spieler eine (Auszug), 2 (Ambe), 3 (Terne), 4 (Qua⸗
terne) oder 8 (Quinterne) beliebige Nummern besetzt, auf
deren Herauskommen er gewissermaßen wettet. — Vgl.
Sieghart, „Das L. in Osterreich“ (1898).
Lotts, Lorenzo, ital. Maler des 16. Jahrh. in Ber—
Puo seilt 1526 in Venedig, seit etwa 1550 bis an sein
debensende (nach 1355) in Loreto tätig; Ma—
donnen u dgl. bes. in Bergamo. — Vgl.
Berenson (engl., 1895).
Lotus, Schotentlee, Hornklee, Pflanzen—
zaltg. der Leguminosen, krautartige Gewüchse
nit helben oder roten Blüten. L. cornicularus
 Tgemeiner Schotenklee, Hornklee [Abb.
108319, in ganz Europa, seltener L. uligindpus
Jekn. (Sumpfichotenklee), beide gute Futter⸗
vflanzen; mehrere Arten Zierpflanzen. 1083.
Lotusbirne, s. Diospyros [MAbb. 427]. Schoten⸗
I n Iudenborn, Lotos Zicpphas, ee.
Lotze, Rud. Herxm., —— geb. 21. Mai 1817 zu
Bauhen, 1844 Prof. zu Goͤttingen, seit 1881 in Berlin,
Jest. daf. 1. Juli 1881, begründete ein System des „teleo—
og. Idealismus“. Hauptschriften: „System der Philo—
fophie“ (Bd. 13 „Logik“, 2. Aufl. 1880; Bd. 2; „Meta⸗
ohysit“, 2. Aufl. 1884), „Mikrokosmus“ (5. Aufl. 1886
. Bal. Falckenherg (1890 fg.).
Lötzen (Eözen), Kreisstadt im dreuß. Neg.⸗Bez. Allen⸗
stein, am Löwentinsee, (1905) 6560 E., Amtsgericht, Kom⸗
nandantur der nahen Feste Boyen.
Lonubet (pr. Jubeh), Emile, Präsident der franz. Re⸗
publit, geb. 31. Dez. 1838 zu Marsanne. (Dep. Drome),
Meire u Montelimar, 1876 Mitglied der Deputierten⸗
ammer, 1886 des Senats, Dez. 1887 bis April 1888
Minister der öffentlichen Arbeiten, Febr. bis Dez. 1892
Ministerpräsident und Minister des Innern, 1896 Präsident
des Senats, Febr. 1889 —1806 Präsident der Republik.
Londeac pr. ludeat), Stadt im franz. Dep. Cdotes⸗
du⸗ Rord, (1801) 3782 E.; Fabrikation von Bretagnelinnen.
Loudon, Freiherr von, s. Laudon,
Toudun (pr. ludöng), Stadt im franz. Dep. Vienne,
1901) 4615 E.; Mauleselzucht.
Lougen, norweg. Fluß, s. Laagen.
Tough üirisch, spr. lockh, s. v. w. See.
Loughvborough (spr. löffbord), Stadt in der engl.
Grafsch. Leicester, am Soar und am Leicesterkanal, (1901)
215608 E.; Glockengießerei.
Loula frz. spr lui), Ludwig; auch s. v. w. Zuhälter
SLousdor (frz. syi. luidohr, d. . Gold-Ludwig),
franz. Goldmünze feit Ludwig XIII., zuletzt ⸗ 18,66
seit 1803 durch das 20-Frankenstück ersegt; in Deutsch⸗
land früher die in Gold geprägten 532Talerstücke oder
Pistolen (meist — 16,6- 1628 M
Louise, . Luise.
Louls Ferdinand,s, Ludwig, Prinz von Preußen
Tonifiade⸗ Archipel (spe. lud, Massiminseln, brit.
Inselgruppe vor dem Südostende Neuguineas. etwa 2200
Ixmm, von Papua bewohnt.
Lonifiang (pr. lu⸗), einer der Ver. Staaten pon
Amexita Karte VBereinigte Staaten II, am Golf
voun Mexiko, im O. durch den Mississippi begrenzt, 128 826
4km, (1800) 13816253 E. (50 Proz. Farbige), im S.
fruchtbares Tiefland, Guckerrohr, Baumwolle) und Prä—
rien, im N, wellenförmiges Waldland; Handelsmittel—
punkt Neuorleaus, aehe Baton Rouge. — L., 1341
hon den Spaniern entdeckt, 16838 von den Franzosen zu
Ehren Ludwigs XIV. henannt, bis 1263 frauzostch dann
spanisch, 1800 wieder französisch, 1803 für 15 Mill. Doll.

nschließlich allen Landes zwischen Miffiffippi und Stillem
Zzean an die Ver. Staaten abgetreten; seit 1812 Unions⸗
laat. — Bgl. Gayarrt (engl., 4 Bde., 3. Aufl. 1885),
hompson (engl., 1888). szosen.
Lonis Philipp, s. Ludwig Ppiurpp— König der Fran⸗
Lonis⸗Philipp⸗Land, Teil der Westantarktis im
Südl. Eismeer, östl. von Grahamss]land.
Lonisville Epr. lniswill), Stadt im nordamerik.
Sidate Kentucky, am Ohio, (1803) 215 402 E., mit Jeffer⸗
onviile und Neualbany (Ohio) ca. 260 000 E., bedeutendste
Zandels- und Fabrikstadt des Staates.
Loule pr. losleh), Stadt in der portug. Prov. Al⸗
arve, am Barracol, (1900) 22511 G.
Loupe (Lupe), J. Mitroskop.
Tourdes (pr. lurd), Stadt im franz. Dep. Hautes⸗
byrintes, am“ Gave de Pau, (1801) 8708 G.; die nahe
Hassavielle⸗Grotte seit der angeblichen Erscheinung der
Htntter Gottes (1888) Wallfahrtsort Gührlich etwa 200000
hilger), mit wundertätiger Quelle Karte: Frankreich J,
ojꝰ Bgl. Lasserre (deutsch, 8. Aufl. 1903), Boissarie
deutsch, 2. Aufl. 1802), van der Heyde (1804).
Loure (frz. spr. luhr), verxaltetes sackpfeifenähnliches
Instrument; altfranz. ernster, langsamer Tanz.
Lourencço Marquez (ourcugco Marques, spr. lo⸗
renghu martes), Lorenzo Marquez, südl. Distrikt der por—
ugꝰ Kolonie VortugeOstafrika oder Mosambik Karte:
Areie I 7); im S. die Delagoabai mit dem Hauptort
und Hafen L. M., Gend 6300 E.; Handel.
Louth (spr. lauth), östl. Grafsch. Irlands (Prov. Lein⸗
ter) 818 qk, (19001) 65741 6. Hauptstadt Dundalk.
Louth (spr. lauth), Stadt in der engl. Grafsch. Lin—
in, s09)'sB18 E.; Industrie, Handel.
Louvain (spr. luwang), belg. Stadt, s. Löwen.
Sonvel spr luwell), Pierre Louis, geb. 7. Olt. 1783
u Verfailles, Sattler in den Hofställen, ermordete 13. Febr.
820 den Herzog von Berry, 7. Juni 1820 hingerichtet.
Louver de Couvray (spr. luweh de kuwräh), Jean
taptiste, franz. Schriftsteller, geb. 11. Juni 1760 zu Pa—
is, Mitglied des Konvents und des Rats der Fünf⸗
undert, gest. 28. Aug. 1797; schrieb den pikanten Roman
Les aveéntures du chevalier de Faublas“ (1787 -88)
i. a.; „Mémoires de L.“ (2 Bde. 18809).
Loubiere, La (spr. luwtähr), Gemeinde in der belg.
Prov. Hennegau, (1904) 19 144 E.
Loubiers (spr. luwieh), Stadt im franz. Dep. Eure,
in der Eure, (1901) 10218 E.; Tertilindustrie.
Louvois (spr. luwöa), François Michel Le Tellier,
Marquis de, franz. Staatsmann, geb. 18, Jan. 1641 zu
Paris, Sohn des Kanzlers Le Tellier, seit 1666 Kriegs⸗
ninister, Schöpfer der Heere Ludwigs XIV. und Haupt⸗
Hefoͤrderer der kriegerischen Politik desselben, nahm 80. Sept.
681 Straßburg weg, ließ 1689 die Pfalz verwüsten; gest.
16. Juli 1601. — Vgl. Rousset (x Bde., 6. Aufl. 1878).
Louvre (ipr. luhwr), seit 1793 das Hauptmuseum
in Paris, am r. Seineufer, ursprünglich Hofburg, später
Residenzschloß, von Ludwig XIV. durch einen Anbau er⸗
veitert, unter Napoleon III. 1862-857 völlig ausgebaut,
naßt jeht ein Museum don größter Vielseitigkeit Tasel
Renaissance J, I. Bgl. Lasenestre und Nichtenberger
franz., 1893), Babeau (franz., 1895).
Lover (spr. wetsch), Lovaz, türt. Lofta, Bezirksort im
zulgar. Kr. Pleyvna, ani Osma (Osem), (1883) 7012 E.
Lovelace (spr. löwwleß), ein den Frauen gefährlicher
Mann, nach einer Figur in Richardsons „Clarissa“.
Löbenich. 1) Dorj im preuß. Reg.⸗Bez. Aachen, (4000)
2505 E. Bürgermeisterei. — 2) Gemeinde im preuß. Reg.⸗
Bez. Köln, (1905) b264 E.
Lovere, Flecken in der ital. Prov. Bergamo, am
»bern Ende des Iseosees, (1901) 3344 E.
Bove s labour's lost (pr. löww's lehbers), „Der
Liebe Müh' ist verloren“, als „Verlorene Liebesmüh“
oft zitierter Titel eines Lustspiels von Shatespeare.
Lovrana, Dorf in Istrien, südl. von Abbazia, an der
zsterr. Riviera, am Fuße des Monte Maggiore (1396 w),
1890) 6058 E., Seebad, Kurort.
Lowat (Lowati), schiffbarer Fluß im nordwestl. Ruß⸗
and, mündet nach 497 kmein den Ilmensee.
Low Church (engl., spr. loh tschörtsch), Vartei der
Analikanischen Kirche (. d.).