zu Charlottenburg. Ihrem Andenken die Luisenstiftung
in Berlin (zur Erziehung junger Mädchen) und der Luisenorden
 (für Vamen gestiftet 3. Aug. 1812 (Tafel Orden)])
Jewidmet. wiogt von Adam (17. Aufl. 1903), Lonke
(1903), von Petersdorff (1904).
Luise Dorothee, Herzogin von SachsenzGotha
und Altenburg, geb. 10. Aug. 1740, Tochter des Her⸗
zogs Ernst Ludwig J. von e 1729 mit dem
patern Herzog Friedrich 111. von S.— otha vermählt, ihr
dof ein Mittelpuntt franz. Bildung, gest. 22. Okt. 1767.
vVgl. J. von der Osten (18983). August
Luise, Großherzogin von Sachsen⸗-Weimar, s. Karl
Zuife von Savoyen, Herzogin von Angouleẽme,
Mutter Frang' T. von Frankreich, geb, 1476, ep 1628
den Anlaß zum Abfall des Countiable von Bourbon,
1525 während der Gefangenschaft ihres Sohnes Inn
ewirkte die Ligue von Cognac, schloß 15629 mit Marga⸗
eie von Ssterreich den sog. Damenfrieden von Cambrai
sest. 14. Sept. 1631. — Val. Jacqueton (franz., 1892), de
Maulde la Claviere (franz., 1895).
Luife ulrike, Koͤnigin von Schweden, Gemahlin
Adolf Friedrichs, geb. 24. Juli 1720, Schwester Fried⸗
richs d. Gr. vermaͤhlt 1744, stiftete 1753 die Akademie
der schönen Literatur und Geschichte zu Stockholm, gest
is. Fuli 1782. vgl. Arnheim (1888), Hüffer und
Aruheim (1893), Heidenstam (franz., 1897).
Vuisenburg, rüher Luxburg Luchsburg, eg mit
Felsenlabyrinth bei Wuͤnsiedel im Fichtelgebirge, im Burg
lein dös hoch; 1805 nach der Königin Luise genannt.
— —— Alb. Schmidt (1882). svon Preußen.
LEuifenorden und Luisenstiftung, s. Luise, Königin
LTuitpold, Prinz⸗Regent von Bayern, dritter Sohn
dönig Ludwigs T., geb. 12. März 18214 seit 10. Juni
1886 Regent für seinen Bseraaen Neffen Ludwig II.,
zann für dessen Bruder Otto, vermählt 1844 mit Prin⸗
essin Auguste von Toskana (gest. 1864); Kinder; die
Zrinzen Ludwig (s. d.), Leopold . d.), Arnulf und Prin⸗
efsin Therese. — Vgl. Du Moulin-Eckart (1801).
Luitprand, s. Liutprand.
Zujan, Wallfahrtsott in der argentin. Prov. Buenos
Aires, (1895) 12416 E.
Lujende (Ludschenda). l. Nebenfluß des Rovuma, häufig
auch als dessen Quellfluß betrachtet.
Lukaͤcs (spr. lükahisch), Ladislaus von, ungar. Staats⸗
mann, geb. 24. Okt. 1850 in Zalatna, 1874 Prof. an der
Rechtsakademie in Raab, 1893 Staalssekretär im Finanz⸗
ministerium, 1886 — 1906 Finanzminister.
Lukalia, Fluß in Angola, s.Lucalla. —
Tukanien, im Altertum Landschaft in Unteritalien
88 dem Tarentin. Meerbusen und dem Tyrrhen.
MNeer, mit frühen griech Kolonien, wie Posidonia (Püstum),
Herallea, Sybaris, Metapont, Elea.
Lutas, denh ber uͤbeclieferung Verfasser des dritten
kvangeliums und der eee Begleiter des
Apostels Paulus, nach Kol. 4214 An nach spuͤterer Sage
Maler; sein Attribut ist der Stier— důchtnistag 1. Olt.
In ihrer jetzigen Gestalt gehören Evangelium wie Apostel⸗
eschicte der nachapofiolifchen Zeit an. Kommentare zum
kraugelium von B.und J. Weiß (o. Aufl. 1001) und
oon Holtzmann (zum Evangelium, 8. Aufl. 1901; zur
Apostelgeschichte, 1801).
Lutas ban Leiden, niederländ. Maler und Radierer
Jeb. 1494 zu Leiden, gest. das. 1538 mehr genrehafte
Darstellungen biblischer Szenen: gůngstes Gericht, Ver⸗
—— Mariä u. a. V
Eukasvbilder, Erzeugnisse der byzant. Cunst. cinige an⸗
geblich vom eee Lutas gemalte Madonnen ilder.
Lukenje, Itana, Wisini, r. Rebenfluß des Kassai.
Luklanos, 7 Schriftsteller, s. Luciau.
Lu⸗ki⸗kou, chine — Prov. Hu⸗pe, oberhalb Han⸗
on T am Jaugetekieng. Änlegeplatz für fremde Schiffe.
Lukmanser, fahrbarer schweiz. Alpenpaß Gotthard⸗
Iruppe), 1817 2, verbindet das Medelser Tal (Grau⸗
hünden) mit dem Val Blegno in
Lubköomw (poln. Lutow), — sadi im russ.⸗poln. Gouv.
Sijedlez, an der Krzna, 10352 E.
Lukrativ (lat.), gewinnbringend; lukrieren. gewinnen,
du krez, Dichter, s. Lucretius. Porten haben.
ieriner See SEer in Kampanien, westl. von Neapel.

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Lun

Luksor, ägypt. Dorf im alten Stadtbezirk von Theben,
im oͤsil. Rilufer; Ruinen eines Ammonstempels. — Vgl.
5 (franz. 1. Heft, 1804).
uk⸗tschin, Sente von Turfan, Depression in Zentral⸗
risien, südl. von Turfan, bis 130 m u. d. M.
Lukubration (lat.), das Arbeiten bei Licht, nächtiches
 Studieren; auch dessen Erzeugnis; lukubrieren, bei
Licht, in der Nacht studieren.
Lukuga, westl. Ausfluß des Tanganfikasees in den
Lualaba⸗Kongo; 1874 pon Cameron entdeckt.
Lukullisch, üppig, schwelgerisch (s. Lucullus).
Lukumonen, in Etrurien die Edeln, aus denen in
den 12 Bundesstädten dieses Landes die gleichnamigen
MNagistrate gewählt wurden.
Lukunvr, eine der deutschen Karolinen, Mortlock⸗
zruppe, 4,64km, mit Riffen 88 qkm, 1125 E.
SLuled (spr.Idoh), Stadt im schwed. Lün L. oder Norr⸗
dotten E. d.), an der Mündung des LuleasElf, (1800)
3484 E.; Handel mit Holz, Teer, Renutierhanten.
Luleaͤ⸗Elf (Lule⸗Elf), der drittgrößte der schwed. Flüsse,
40 xm lg., bildet den Njommelsaska oder eene
nündet bei Luleä in den Bottn. Meerbusen.
SBulea⸗Ofoten-Bahn, Eisenbahn von Lulea am
Bottn. Meerbusen nach dem Ofotenfjord in Norwegen.
Lullus, angelsächs. Missionar, don Bonifatius nach
Deutschland berufen, folgte ihm 754 als Erzbischof von
Nainz, gründete um 770 das Kloster Hersfeld, gest. daf.
6. Ott (Cullusfest) 788. — Val Sahn ——
Lullus, Raimundus, Scholasiiker und Alchimist, geb.
235 zu Palma auf Mallorca, nach wildem Leben Fran—
iskaner und Missionar in Afrika, gest. 80. Juni 1315.
die Aps magna Lulli oder Lullische Kunst bezweckte durch
chematische Anordnung der Begriffe eine überfichtliche Er⸗
enntnis und sichere Beweis führung. Als Alchimist
auptvertreter der mittelalterlichen Magie. Gesamtiverke
„Obras“) hou. von Rossolls (1886 fg.); letzterer gab auch
Gedichte in katelon. Sprache („Obras rimadas“) heraus
1859). Bgl. Brambach —5—
Lully (spr. lüllih), Giovanni Battista, Opernkompo—
rist, geb. 1633 zu Florenz, Begründer und Leiter der
Broßen Oper in Paris und Schoͤpfer des franz. Opern⸗
tils, gest. 22. März 1687; seine Opern beherrschten neben
denen Rameaus die franz. Bühne bis auf Gluck.
Lulongo, lJ Nebenfluß des Kongo, 960 km.
Lulua, r. Nebenfluß des Kassai, entspringt im S. des
dongostaates, von der Station Luluaburg ab schiffbar.
Luͤntachello (ital., spr. ello), schöner opalisierender
Marmor aus Villach in Kärnten.
Lumbago (lat.), Lendenschmerz, Herenschuß.
LEum bäl oder lumbar 2 die Lenden (Iumbi)
etreffend; Lumbalpunktion, s. Geuickstarre.
Lumen (lat.), Licht; heller Kopf, grohßer Geist; L.
aundi, ein Weltlicht, Welterleuchter.
Lumtenbaum, s. Citrus.
Luminais (syr. lüminäh), Evariste Vital, franz.
MNaler, geb. 18. Olt. 1821 in Nantes, gest. 14. Mai 1806
n Paris; außer breton. Genrebildern (Seegrassammler,
stormünn. Piraten ein Weib raubend) Greuelszenen aus der
nerowing. Geschichte: Die Entnervten von Jumieges.
Lumineszenz, das Leuchten von Körpern fast oder
anz ohne Man unterscheidet Photo
.. durch Bestrahlung (s. Fluoreszenz und Phosphoresenz);
 Thernio⸗L., durch schwache Erwürmung; Cheini-L.,
zei gewissen chem. Prozessen, z. B. das Leuchten lebender
Tiere und faulender Suhstanzen; Tribs⸗L. durch Reihung;
Zristalls⸗S., bei Kristallisation; Lyo⸗L., bei der Lösung;
vlettro⸗g., beim Durchgang elektr. Entladungen durch ver⸗
innte Gase (s, Elektrische Lichterscheinungen).
Luminös (at.), lichtvoll, klar.
eumme, s. Alken.
Lump, sSeehase.
Lunipazius, scherzhafte deutschelat. Wortbildung für
mp. Lumpazivagabundus, fahrender Lump, Vagabund.
Lumpenwolle, Kunstwolle (s. d.) aus Lumpen.
eumpenzucker, s. Bastern und Zucker.
Ldumpfisch, der Seehafe (s. d.).
Lung (lat.Mond; Mondgöttin (grch. Selene); in der
ern Chemie Bezeichnung für Silber lherrührend.
Lunget, lungrisch (lat), den Mond betreffend, von ihm