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Lutteroth, Ascan, Landschaftsmaler, geb. 8. Okt
1842 in Hamburg, Schüler Calämes und O, Achenbachs,
eit 1891 Prof. in Hamburg; bes. ital. Landschaften, ferner
der Mawensi (1880, Leipzig).
Lutterprober, Alkoholometer für Flüssigkeiten von
riedrigem Alkoholgehalt.
Luͤrttich (frz.Liege, fläm. Luik), belg. Provinz, 2895 4Kkm,
1904) 863 254 E. (meist kath. Wallonen); reich an Kohlen
und Eisen, blühende Industrie, bes. Eisen- und Textil-—
udustrie. — Die Hauptstadt L., an der Mündung der
Durthe in die Maas, 168 332, mit 6 Vororten 219 100 E.,
Universität (seit 1817) mit Bergbauschule, Polytechnikum
und Elektrotechnischer Schule, St. Paulskathedrale, Jakobs—
tirche; Waffenfabrikation und andere Industrie. — Das
ADD
an Frankreich, 1815 an die Niederlande, 1830 an Belgien.
Bgl. Daris (10 Bde. 186885), Demarteau (1800).
Lüuttringhausen, Stadtgemeinde Ortschaften
umfassend) im preuß. Reg.-Bez. Düsseldorf, (1900) 11254
1908: 11829) E.; Tuch-, Stahl- und Eisenfabriken, Garn—
vpinnereien, Bandwirkerei.
Lutum (lat.), s. Lutieren.
Lutz, Joh., Freiherr von, bayr. Staatsmann, geb.
1. Dez. 1826 zu Münnerstadt, 1863 —66 Privatsekretär
im königl. Kabinett, 1867 -71 Justizminister, seit Dez.
1869 auch Kultusminister und 1880 —90 Ministerpräsident
oerdient um das Zustandekommen der Verträge zur Er—
richtung des Deutschen Reichs, energischer Vertreter der
Interesfen des Staates gegenüber den ultramontanen Au—
prüchen, gest. 3. Sept. 1880 in Pöcking am Starnberger See.
Luͤtzelburg, ehemal. Name von Luremburg (s. d.).
Zützelburger oder Leutzelburger, Hans genännt
Franck, Formschneider, gest. 16826 zu Basel; Holzschnitte
yna Holbein d. J. CTotentanz 2c.)
Lützelstein, Stadt im Bez. Unterelsaß, in den Vogesen,
1905) 869 E., Amtsgericht; die Bergfeste, 14. Aug. 1870
Jon den Deutschen besetzt, 1871 als Festung aufgegeben.
dhen Stadt in preuß. Reg.-Bez. Merseburg, (1905)
3986 E., Amtsgericht, altes Schloß; hier 16. Nov. 16389
Sieg Gustav Adolfs (welcher fiel) über Wallenstein; auch
die Schlacht bei Großgörschen (s. d.) wird oft Schlacht be
2. genannt.
ge, Adolf, Freiherr von, preuß. Freischarenführer,
eb. 18. Mai 1782 in Berlin, seit 1795 in der preuß
—* beteiligte sich 1800 an dem Schillschen Zuge, er—
richtete Febr. 1818 ein Freikorps (Lützower, Schwarze
Schar, erlangte eine Stärke von 2800 Mann Infanterie
und 480 Reilern), welches den kleinen Krieg im Rücken
des Feindes führen sollte, aber wenig auszurichten ver—
mochte und 17. Juni trotz des Waffenstillstandes bei Kitzen
unwweit Leipzig) von dem württemb. Geueral Normann
uͤberfallen und fast ganz aufgerieben wurde. Danach neu
organifiert, zeichnete es sich 16. Sept. an der Göhrde aus,
wö L. schwer verwundet wurde, und ward nach dem ersten
Pariser Frieden aufgelöst. L., 1830 als Generalmajor
zur Disposition gestellt, starb 6. Dez. 1834 in Berlin
über seine Gattin s. Ahlefeldt, Gräfin Elisa. — Val.
F. von Jagwitz (1882).
Lüuͤtzow, Karl von, Kunsthistoriker, geb. 28. Dez. 1832
zu Göltingen, 1867856 Prof. an der Technischen Hoch—
chule in Wien, gest. das. 22. April 1887, Herausgeber
der „Zeitschrift fuͤr bildende Kunst“ (seit 1866), per⸗
affentlichte: „Die Meisterwerke der Kirchenbaukunst“ (2. Aufl.
1871), „Bie Kunstschätze Italiens“ (1884; neue Aufl.
18005), „Geschichte des deutschen Kupferstichs und Holz—
chnittes“ (18891).
Lützow, Therese von, geborene von Struve, Schrifttellerin,
 geb.4. Juli 1804 in Stuttgart, 18265 mit dem russ.
Generalkonsul von Bacharacht, seit 1849 mit dem nieder⸗
länd, Oberst von L. vermählt, gest. 16. Sept. 18582 auf Java;
veröffentlichte unter dem Namen Therese Reisefkizzen. Ro—
naue und Novellen.
Lützschena, Dorf in der sächs. Kreish. Leipzig, an der
Weißen Elster, (1900) 857 E. Schloß des Fteiherru Speck von
Sternburg, (Gemäldegalerie); Brauerei, Musterwirtschaft.
Luv, Gegensatz von Lee'(s. d.); Luvseite, die Seite
eines Schiffs, die den Wind zuerst empfüngt; luven, an—
uven, das Vorderende mehr gegen den Wind drehen.
Luvino, ital. Flecken, s. Lnino

euvuag, Name des Luapula (Kongo) vor der Cinmündung
2 Lualaba. skerze.
Lux (lat.,„Licht“), in der Beleuchtungstechnik, s. Meter—
Lur, Friedrich, Komponist, geb. 24. Nop. 1820 zu
uhla, 1831 -91 Kapellmeister in Mainz, gest. das. 9. Juli
1895; Opern: „Schmied von Ruhla“, „Kälhchen von Heil⸗
ronn““ u. a. — Vgl. Reißmann (1888).
Luration (lat.), Weemene . d.)J.
Lurembourg (Espr. lüxaugbuhr), Palast in Paris,
615—20 erbaut, seit 1795 Sitz des Direktoriums, unter
Napoleon J. Sitz des Senats, dann der Pairs, unter
stapoleon III. und der dritten Republik wieder des Se—
iats. In einem Seitenbau des Palastes das Musce du L.
Gemälde und Skulpturen neuester, bes. franz. Künstler).
Lurembourg (spr. lürangbuhr), François Henri de
Montmorency, Herzog von, franz. Marschall, Feldherr Lud⸗
vigs XIV., geb. 8. Jan. 1628, 1672 Oberbefehlshaber
n den Niederlanden, verwüstete 1676 den Breisgau, schlug
»en Prinzen von Oranien 11. April 1677 bei Mont-Cassel,
befehligte 1690 in Flandern, schlng Wilhelm III. von
Englaud 3. Aug. 1692 bei Stenkerken und 29. Juli 1693
hei Neerwinden, gest. 4. Jan. 1695. — Vgl. Sequr (franz.,
900), — (1901).
Luxremnburg, altes deutsches Dynastenland, seit 1839
geteilt in: 1) das Großhzgt. 8. Karte: Niederlande,
Belgien und Luremburg I]J, neutraler Staat, Mit—
lied des Deutschen Zollvereins, 1816—66 zum Deutschen
Bunde gehörig, 2686 4k4m, (1800) 236 543 meist deutsch
prechende kath. E. (2269 Protestanten. 1201 Israeliten):
m N. gebirgig (das Osling oder Eis—
ing; Südabfall der Ardennen und
fSifel), im S. fruchtbar (Gutland);
eich an Wein, Obst, Vieh, Eisenerzen,
Stein⸗ und Schieferbrüchen, Industrie;
fisenbahnen 1905: 625 km. [Karten:
Zandel, Industrie und Land-—
virtschaft Lu. II.] — Nach der der
nelg. sndaepunnen Verfassung e
utionelle (nur in der männlichen g
etnie des Hauses Nassau erbliche) Mon— dehe mureniburw
archie. Gesetzgebender Körper die Deputiertenkammer, be—
sttehend aus 48 direkt gewählten Abgeordneten. Die
Regierung bildet ein Prüsident (Staatsminister) und 2-3
 Mitglieder (Generaldirektoren), den Staatsrat 160 vom
Broßherzog ernannte Mitglieder, das Verwaltungsgericht
rin Ausschuß von 7 Mitgliedern, Einteilung in vier Di—
ttrikte: L. (Stadt und Land), Diekirch, Grevenmacher; Ver⸗
valtungssprache französisch. Einnahmen 1908: 12,7181, Aus⸗
aben 14 200 durch laufendes Budget 8,288, Staatsschuld
iↄ Mill. Frs. Bewaffnete Macht: 1 Kömpagnie Gendar—
nen. (2 Offiziere, 1416 Mann), 1 Kompagnie Freiwillige
(6 Offiziere, 110 -170 Mann). Orden der Eichenkrone,
Nassauischer Hausorden vom goldenen Löwen, ehemal.
Nassauischer Verdienstorden Adolfs von Nassau. Wappen
eigt Abb. 1097; Landesfarben: Rot-Weiß⸗Blau. — Die
dauptstadt L. sKarte: Niederlande ⁊c. J, 91, an der
Alzig (Alzette), 20828 E., Athenäum mit Priestersemi—
iar; 1815—66 wichtige deutsche Bundesfestung, 1867 ge⸗
chleift. — 2) Die veig. Prov. L., im SO. Belgiens, von
en Ardennen durchzogen, waldig, reich an Eisenerz und
Schiefer, wichtigste Flusse Ourthe uͤnd Semoy, 4418 4km,
1804) 2265 963 (meist wallon.) E.; Hauptstadt Arlon.
Gefchichte. Die Grafen von L. oder Lützelburg, seit dem
10. Jahrh. vorkommend, gelangten 1308 mit Heinrich VII.
auf den deutschen Kaiserthron; dessen Enkel, Kaser Katl TV.,
rhob 1364 L. zum Herzogtum und übergab es seinem Stief⸗
)ruder König Wenzel von Böhmen. Dessen Nichte Elisa—
»eth von Burgund'trat das Land 1448 an Burgund ab;
477 kam es an das Haus Habsburg, 1566 an Spanien,
17183 an Osterreich, 17955 an Frankreiqs. Im Wiener Kon⸗
zreß 1815 wurde L. als Großherzogtum unter dem König
er Niederlande deutsches Bundesland, infolge der belg.
sevolution 1839 der größere wallon. Teil an Belgien ab⸗
etreten. Nach der Auflösung des Deutschen Bundes
1866 wurde das Großherzogtum durch den Londoner Ver⸗
rag vom 114. Mai 1867 für neutral erklärt, die Festung
2. von den Preußen geräumt. Als mit Wilhelm III.
23. Nov. 1890 der niederländ. Zweig des Hauses Oranien—
stassau ausstarb, folgte in L. der ehemal. Herzog von

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