Nassau, Adolf, wodurch die Personalunion mit den Nieder—
anden aufgehoͤben war, Dieser übertrug 1902 dem Erb—
großherzog Wilhelm die Regentschaft und starb 17. Nop.
1905, worauf Wilhelm als Großherzog folgte. — Vgl.
, 1882), Glaesener (franz. 18865).
Luxeuil (spt. lürxbi), Luxen, Stadt im franz. Dep.
Haute⸗Sadne, (1801) 6254 E.; Mineralquellen.
Lurferprismen, zu Tafeln pereinigte Glasprismen,
die durch Lichtbrechuig dunklen Räumen Tageslicht zu—
Luxor, ägypt. Dorf, s. Luksor. sführen.
Luxurieren (neulat.), wuchern, zu üppig wachsen.
Luxus (at.), der über das Bedürfnis hinausgehende
Aufwand; Prunkliebe, Uppigkeit; luxuriös, üppig, ver—
chwenderisch, schwelgerisch. J
Lurusgesetze, Gesetze gegen übermäßigen Lurxus, finden
ich schon bhei den Römern, bes. aber im Mittelalter, z. B,
die Kleiderordnungen.
Luxussteuern, eine Art von Steuern, die Gegen—
tände des Luxusgebrauchs treffen, z. B. Steuern für Lurus⸗
vunde, Equipagen, Bediente, Schaumweine ꝛc.
Luxuszüge, von der internationalen Schlafwagen—
gesellschaft in Brüssel auf europ. Linien eingerichtete Eisen—
hahnzüge mit einer (J.) Klasse (mit Zuschlag), haben 2—58
Schlaf-, je 1Salonspeisewagen (36 Plätze), Küchen- und
Gepäckwagen. Sie fahren meist wöchentlich ein- bis zwei—
mal, einige nur in bestimmten Monaten.
Lunnes (spr. lüihn), Charles d'Albert, Herzog von,
Bünstling Ludwigs XIII. von Frankreich, geb. 68. Aug.
35 Pont-Sk.«Esprit (Gard), führte 1617 den Sturz
des Marschalls d'Aucre und der Königin-Mut'er Mariä
»on Medici herbei; im Feldzuge gegen die Protestanten
1621 Connétable, darauf Kanzler; gest. 16. Dez. 1621. —
Bgl. Zeller (franz. 18789).
Luzern, Kanton der mittlern Schweiz, 1601 qkm,
147 n kath. unddenusace— u 085 Vrotestanken);
m Sz gebirgig, im N. Hügelland, zum —
Bebiete der Aare und des — —————
Sees gehörig. — Die Hauptstadt 2., am
Ausfluß der Reuß aus der Luzerner Bucht
des Vierwaldstätter Sees, (1900) 29 265
E., Mittelpunkt des sepehisteindenech
lehrs; dabei das in den Felsen gehauene
Löwendenkmal zum Gedächtnis der 10. Aug. soas Vugzern
1792 in Paris gefallenen Schweizergarden uünd der Gletscher⸗
Jarten mit berühmten Gletschertöpfen und-schliffen. [Karte:
Schweiz 1, 1] — 8 kam 1281 in den Besitz der Habs⸗
zurger, trat 18332 dem Bunde der Waldstätte bei; seine
»on der ultramontanen Partei geleitete Politik war Haupt⸗
urfache des Sonderbundskrieges von 1847. — Vgl. Pfyffer
2 Bde., 1880 -62), Segesser (4 Bde. 1860—58).
Luzerne (Medicago sativa T.), Schnecken⸗ Monats⸗
Spargelklee, ewiger Klee, burgund. Heu, aus
dem Orient stammende Art der Gattg. Me—
dlicago (s. d.), mit dreifingerigen Blättern
und violettblauen Blumen; diese und andere
Arten, z. B. die deutsche oder schwed. L.
—D
. (M. modia Pers. [Abb. 1009)), die Hopfenð.
 (AM. lupulina T.), der Mondklee oder
Schneckeukleestrauch (M. arboröa L.) siud
vertvolle Futterkräuter. 1099. Sand⸗
Luzerner Alpen, Bezeichnung der suzerne.
kmmengruppe in den Berner Alpen.
Luzid (lat), hell, leuchtend; Luzidität, Helle, Durch-Luziensteig,
 Engpaß, s. Luciensteig.ssichtigkeit.
Luzifer (lat, greh. Phosphoros, „Lichtbringer“), Rame
)es Planeten Venus, wenn er vor der Sonne aufgeht
Morgenstern); auch der Teufel als Fürst der Finsternis
iach ällegorischer Deutung von Jes. 14, 12 (Lut. 10, 18).
Luzk poln. Luck), Festung im russ. Gouv. Wolhynien,
an der Mundung der Gishiza in den Styr, 17 7041 E.
Luzon, Manila, die Hauptinsel der Philippinen, mit
den kleinen Nebeninseln 100 206 qkm, (1903) 3798507 E.;
im S, und auf der südöstl. Halbinsel Camarines stark vul⸗
anisch, im noch tätigen Vultan Mayon bis 2716 m hoch;
edeutende Flüsse Pasig und Cagayann. Bewohner die ma⸗
aiischen Tagalen und Vicol im Si, Igorroten u. a. im N
Pegritos im' R. O. und W.; Hauptstadt Manila. — Vgl.
Marche (franz, 1887).
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon. b. Aufl. M

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Lyd

Luzula DC., Hain⸗, Aftersimse, Pflanzengattg. der
Zunkazeeun, grasähnliche Gewüchse mit rispigen Bluͤten⸗
tänden; Wiesen- und Waldpflanzen der nördl. gemäßigten
zone und in trop. Hochgebirgen. J—
Luzzara, Dorf in der ital. Prov, Reggio nell Emilia,
am Po, (1901) 8253 E.; hier 15. Ang. 1702 Sieg des
Brinzen Eugen, über das span.sfranz. Heer.
Luzzatti, Luigi, ital. Nationalokonom und Staats-—
naun, geb. 11. Marz 1841 in Venedig, 1801 -592 und
896 —898 Schatzminister, wirkte bes. fuͤr das Genosseu⸗
ostewe sen 1800 Prof. in Rom, 1903 —6 und Febr. bis
ai 1906 wieder Schahminister; schrieb: „Il Socialismo“
1883), Cronaca delis cooperazioni“ (1888) u. a.
Lwoff Ewow), Alexej Fedorowitsch, russ. Violiuist
Ind Komponist, geb. 6. Jun 1789 in Reval, 183761
direktor der kaiserl. Hofkirchensüngerkapelle, gest. 28. Dez.
870 auf seinem Landgute Romany bei Kowno; kom—
vonierte die russ. Nationalhymne.
wöw, polu. Name der Stadt Lemberg (s. d.).
Lror el⸗Kebir, marokk. Stadt, s. —— el⸗Kebir.
LXX, lat. aenn (d. i. 70), als Abkürzung für
ꝓᷣtuaginta (s. d.) gebraucht.
Lyakura (iakura), griech. Gebirge, s. Parnaß.
Lyall (spr. leiel), Edna, Pfeudonym von Ada Ellen
ayly. [Staatsgymnasien.
Lyoseo (frʒ., spr. lißeh), Lyzeum, Name der franz.
LEychen, Siadt im preuͤß. Reg.⸗Bez. Potsdam, au
ychener Kaual (zwischen Havel und mehrern Seen), (1905)
2618 E., Amtsgericht; Dampfmühle, —sügewerk.
Axonnis L. Lichtuelke, Pflanzengattge der Karyophyl—
azeen, Kräuter der nördl. gemäßigten Zone, mit schönen
Blüten. L. viscaris L. (Klebe-voder Pechnelke), rotblühend,
iuter den Gelenkknoten pechartig klebrig; T Hos cucni
. (Feuernelte, Fleischer⸗ Kuckucksblume), mit zerschlitzten
roten Blumenblättern; L. vosportina Sbin. (weiße oder
Abeundlichtnelke); L. diurne Sibih. (Tageslichtuelke, Mor⸗
jenröschen); einige Arten Zierpflanzen, wie D. boronaria
Mmek. (Kranzlicht⸗, Vexier⸗ Saumitnelke); L. chalcedonica
Grennende Liebe, Jerusalemsblume) ꝛc.
Lycien, s. e
Pyoium L, Pflanzengattg. der Solauazeen, strauchige,
neist dornige Gewächse der gemäßigten Zone, bes. in Eüd—
afrikta. L. europaeum L. (dorniger Jasmin) und L. bardarum
 L. (gemeiner Teufelszwirn oder Bocksdorn), Zier—
träucher mit dünnen, rutenförmigen Ästen, violetten Büten
ind roten giftigen Beeren.
Eyd (CEyh), Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Alleustein,
am Lycksee (Somnausee) und Lyckfluß, Hauptort des Ma—
surenlandes, (1000) 11886 (1805
12359) E., Garnison, Lande, Amts⸗
zericht, Gymnasium, höhere Mädchen⸗
chule; Maschinenfabriken.
Lyoopordon Tourn. Pilzgattg.
der Sitserneen nn der ere
ung Bovista, mit gestieltem, kuge—
3— Fruchtkörper. — Arten: 1100. Birnenstäub—
gemmatum Hhatsch, L. caelatum ling.
Bull, L. pixiformo Lupp. Birnenstäubling [Abb. 1100))
und L. gigantéum Batsch (Riesenbofist), letzterer von
diudskopf⸗ bis Kürbisgröße.
Lyoopersĩcum, s. Liebesapfel.
Lycopodium L. Bürlapp, Schlangen⸗
moos, Tenfelstlaue, Pflauzengattg. der
eylopodiazeen, mit sechs deutschen Ärten.
clavatum L. (Abb. 1101; à Sporau⸗
jium, b Spore], Kolbenbärlapp, Druden⸗
raut, Gürteltraut, Johannisgürtel),
noosähnliche, immergrüne, kriechende
pflanze mit aufrechten Fruchtähren, in
Nadelwäldern und auf Heiden; die hell⸗—
gelben Sporen Bärlappfamen, Hexen-,
Drudenmehl, Moos⸗ oder Blitzyulver)
ienen zu Blitzfener, zum Bestreuen der 1101. Kolben⸗
Pillen und wunder Hautstellen bei Kin— bärlapp.
ern (Streupulver).
Eyddit, ein zu Lydd in England Kent) hergestellter
Zprengstoff, den Pikratpulvern gehoͤrig.
Lydlen, Landschaft im westl. Kleinasien, reich an Gold;
dauptstadt Sardes. L. hieß urfprünglich Daßmen, war

R