der Aigyptossöhne verschont worden sein, folgte seinem
Schwiegervaker Danagos als Herrscher von Argos.
Lynn, Stadt im nordamerik. Staate Massachusetts,
1808) 72350 E.; Schuhfabrikation.
Lynn Regis sspr. rihdschis), engl. Stadt, s. King's
Lynx, s. Luchs. ——
Lyhon (spr. löng), Hauptstadt des franz. Dep. Rhöne
Karie: Fraͤnkreich 1, 71, am Zusammenfluß der Rhoͤne
ind Sadne, (1801) 489 089 E., Festung (Gesamtu ufang
der Fortlinie 68 xm), zwei Universitäken, byzant. got.
Kathedrale St.-«Jean (1476 vollendet), Notre-Dame (1896),
Nathaus (1646 56 erbaut); bedeutendste Seidenindustrie
der Erde, Handel (Seide, Wein, Branntwein, Baum—
ind Schafwolle u. a.). —., L., schon zur Zeit der Gallier als
ugdũunum bedeutend, bildete spüter mit der Umgebung die
Brafsch. Lyonnais (spr. näh), kam unter Konrad IL an
das Deutsche Reich und 1863 an Frankreich. Aufstand gegen
die Jakobiner 29. Mai 1793, Eroberung durch die Kon—
»entstruppen 10. Okt. 1793 und danach Verwüstung der
Stadt. — Bgl. Monfalcon (franz.,9 Bde., 1865— 69),
Steyert (franzi, Bd. 1, 1895).
Lyonische Waren, s. Leonische Waren.
Lyons (spr. leieus), Edmund, Lord L. of Christchurch,
brit. Admiral, geb. 28. Novr. 1780, 1888 -49 Gesandter
in Athen, dann in Stockholm, nahm im Krimkriege 24. Mai
855 Kertsch und 17. Oklt. Kinburn, gest. 24. Nov. 18858.
Eyra (gich., „Leier“), ital. Lära, das älteste Saiten—
ustrument der Griechen [Tafel: MusiteJ, 4.
Lyra (Leier), Sternbild am nördl. Himmel, mit dem
Stern erster Größe Wega [Tafel: Astronomie 1, 1].
Lyranus, s. Nikolaus von Lyra.
LEyrik, Lyrische Poesie, Dichtungsart, welche das sub⸗
ektive Gefühlsleben zum unmittelbaren Ausdruck bringt,
st entweder L. der feierlichen, gehobenen Stimmung (Hymne,
Ode, e oder L. der reinen Empfindung (das
igentliche Lied) oder L. der Betrachtung (reflektierende L.:
Elegie ꝛc.). Lyriker, lyrischer Dichter; lyrisch, im Charakter
der L., liedartig, singbar, empfindungsvoll.
Lys (spr. liß), Leye, Jl. Rebenfluß der Schelde, ent—
pringt auf dem Plateau von Artois (in Frankreich), bei
Nire schiffbar, mündet nach 205 km bei Gent,
Lysa Gora, Höhenzug in den russ.-poln. Gouv. Kjelzy
ind Radom, bis 611m hoch.
Lysänder (grch. Lysandros), spartan. Feldherr und
Staatsmann, schlug 407 v. Chr. die athen. Flotte bei
Notion, entschied durch ihre Vernichtung bei Agospotamos
105 den Peloponnes. Krieg und exroberte Athen, fiel im
Böot. Kriege 395 bei Hallartus.
Lysefjord, schmaler Fijord im norweg. Amt Stavan—
ger, Zweig des Bukkefjords, von 1000 mm hohen Felsen
iberragt, 37 Kmulg., bis 2 kͤm br.
Lyfekil, Flecken im schwed. Län Göteborg und Bohus,
am Kattegat, (18900) 3195 E.; Dampferstation, Seebad.
Lysias, attischet Redner, geb. um 444 v. Chr. zu
Athen, hochbejahrt gestorben. Von seinen Reden sind 38
erhalten hg. von Thalheim (1901), in Auswahl von Froh⸗
herger uͤnd Rauchenstein; deutsch von Baur (1856 fg.).
Lysikraͤtesmonument, ein 334 v. Chr. von Lysikra—
es gestiftetes, noch erhaltenes choregisches Denkmal in Atheu,
eins der fruͤhesten und schönsten Bauwerke im korinth. Stil
sTafel: Griechisch-Römische Kunst J, 41.

5

Maa

Lysimachia L., Gelb⸗ oder Gittzweiderich. Pflanzen⸗
attg. der Primulazeen, krautartige Gewächse der gemäßig—
en und subtrop. Zone, mit gelben Blüten. In Deutschland
väufig D. vulgaris E. IAbb. 1102).
zierpflanzen sind die ebenfalls einhei⸗
nischen Arten L. pundtäta T. und
hyrsisiõra L., sowie die als Ampel—
»flanze verwendete L. nummulaxa
Pfennigkraut oder Wiesengeld).
Lysimachus, Feldherr Alexan—⸗
ders d. Gr., wurde nach dessen Tode
328 v. Chr. Herr des maͤzedon. Thra⸗
iens und nach der Schlacht von Ipfus
301) von — Vorderasien diesseit ilbweiderich
des Taurus, fiel im Kriege gegen Se— 1102. Gilbweiderich.
eucus Nicator bei Kornpedion in Phrygien 281 v. Chr.
Lysippus, griech. Bildhauer aus Sikyon im Pelo—
wnnes um 830 vp. Chr.; von seinen vorzugsweise ans
ẽErz gebildeten Werken sind nur einige Nachbildungen er⸗
alten, so der sog. Aporyomenos“ (f. d uud Tafei:
Statue II, 3
Lysis (gich.), Lösung; allmähliche Genesung, s. Krisis.
Eysistraͤtus, griech Bildhauer um 330 p. CThr., Bru⸗—
er des Lysippus, war der erste, der über dem' lebenden
körper Gipsformen machte, um nach diefen zu modellieren.
LEyskows, Kirchdorf im russ. Gouv. Nishnij Nowgorod,
800 E. Hauptstapelplatz an der Wolga. smittel.
Lysoform, Formaldehyd enthaltendes Desinfektions⸗
Eysol, in Seife gelöstes Rohkrefol (. Kresol), braune,
lartige, schwach kreosotarlig riechende Flüssigkeit, mit Wasser
verdünnbar, hat große Lösungskraft, wirkt deshalb reinigend
und zugleich stark desinfizierend, ist giftig, weniger
ziftig als Karbolsäure; zur Desinfektion von Ertrementen
in 5 prozentiger Lösungs, Wunden, Händen und Instru⸗
nenten (in 142prozentiger Lösung) denutzt.
Lyssa, die Hundswut (s. d).
Lytham (spr. leithämm), Stadt in der engl Grafsch.
ancaster, am Astuar des Ribble, (1901) 7185 E Secbad.
Eythrazeen, Pflanzenfamilie der Myrtifloren, Kränter,
Strüucher oder Baume, vorzugsweise in heißen Gegeuden.
Lythrum L., Weiderich, Pflanzengaltg. der Lythra—
een; L. salicaria L. (gemeiner Weiderich, Blutkraut),
rautige Pflanze mit langen roten Blütenähren; L. virgä
tum J. aus Nordamerita, Zierpflanze. 9
Lyttelton (spr. littelt'n), Stadt auf der Südinsel von
Neuseeland, (1901) 40283 E.; Hafen der Stadt Christchurch.
Lyttelton (spr. littelt'n), George, Lord, engl. Dichter
ind Historiker, geb. 17. Jan. 1708 zu Hagley, 1755⸗56
danzler der Schatztammer, gest. 22. Ang. 1773; schrieb:
Aistory of Henry 11“ (4 Bde., 1765—713; deutsch
791), „bialogues of the dead“ (in poet. Form, 1760 u. ö.).
Lytton (spr. sbu— Baron, — Bulwer.
Lytton (spr. litten), Henry L. Earle Bulwer, Lord,
engl. Diplomat, s. Dalling.
Lyzeum (greh. Lykeion), dem Apollon Lykeios geweihter
zain nebst Gyninasium bei Athen, wo Aristoteles uͤud
ie Peripatetiker lehrten; daher früher, bes. in Süddeutsch⸗
and, Titel für Latein⸗ und Gelehrtenschulen, in Preußen
Braunsherg) und Bayern (7, au Zahl) noch Anstalten
ür das kath.-theol. und philos. Studium, in Wuͤrttem
»erg eine Art Progymnasium.

M.

M, der 13. Buchstabe im deutschen Alphabet, nasaler
dippenlaut. Mim Lateinischen — Marcus, im Franzö—
ischen —Monsieur (AUN — Aessieurs), M' im Lateinichen
 ⸗ Manius, in schott. Eigennamen — Mad (Sohn);
als röm. Zaählzeichen — 1000, auf engl. Kurszetteln
Money (d. i. Geld), als deutsches Geldzeichen Mark
u. in der Grammatik — masculinum, m Meter,
Quadrai-, mo Kubitmeter; p in der Mitrostopie — Mi—
romillimeter; bei militär. Ausrüstungsstücken bedeutet M
Muster oder Modell.

WMA., Ablürzung für Mittelalter.
M. A. Ahkürzung füt Magister artium (engl. Master
at arts), s. Magister.
Ma,— kleinassat, der großen Göttermutter Kybele)
erwandte Göttin, bes. im pontischen und kappadozischeuͤ
domana verehrt.
Magd, ungar. Großgemeinde, s. Mäd.
Maalbrief, schriftlicher Kontrakt zwischen Reeder und
Deng über Erbauung eines Schiffs
aalplaiz, Manlstatt, s. v. w. Gerichtsstätte.