Mäa

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Mäander, grih. Maiaundros, jetzt Menderes, Fluß im
westl. Kleinasien, durchströmt in zahllosen Krümmungen
Phrygien und Karien, mündet bei Milet ins ügtische Meer —
Rach seinen Krümmungen heißt M. oder Band à ia grecque
AAs— —
1103. Maander.

auch eine sich windende Verzierung an Bauwerken, Gefäßen
und Gewändern, die in zwei Hauptformen auftritt, einer
ctigen [Abb. 1103 31) und einer abgerundeten sp), welche
eine Reihe von sich uͤberschlagenden Wellen nachbildet und
auch als „laufender Hund“ bezeichnet wird. — Bgl.
Böhaimb (1899). ldungen.
Mäandrinen, s. v. w. Serpentinen, Schlangenwin—
Maar, kesselförmige, oft mit Wasser gefüllte und von
inem „Schlackenkranze umgebene Einfenkung in pulkani—
hen Gegenden, meist kreisrund, z. B. in der Eifel.
Maarfuß, s. v. w. Drudenfuß.
Maarib, jüd. Gebet, s. Arbil.
Maas, lat. Nosa, frz. Meuse, Zwillingsfluß des
Rheins, entspringt im franz. Dep. Haute-Marne auf dem
Plateau von Langres, wird nach 230 kmn schiffbar, durchdießt
 die Dep. Vosges, Meuse und Ardennes, tritt bei
Vivet nach Belgien über, nimmt J. die Sambre, r. die
Ourthe auf, dann nach Holland, wo sie r. die Roer und
Niers, l. die Dommel empfüngt, vereinigt sich bei Loeven—
stein mit der Waal, heißt dann Merwe oder Merwede,
teilt sich bei Dordrecht in zwei Arme, welche in mehrern
Mündungen Karte: Riederlandeꝛc. J, IJ in die Nordee
 fließen; der nördlichste Geue M.), Hauptarm für die
Schiffahrt, mündet bei Briel, der mittlere (Haringvliet,
Flakteesluß) bei Hellevoetssuis, der südliche GKrammer)
zwischen Goeree und der Insel Schouwen. Gesamtlänge
304 km, Stromgebiet 48600 4kKm. Im Dep. Vosges ver—
schwindet die Mplötzlich auf 6,8 Km. Kanäle: der Zuid—
Willems-Kanal zur Doinmel, der Kanal von Brabant zur
Schelde, der Ardennen- und der Oise-⸗Samhre-Kanal zur
Aisne, der M.⸗Mosel-Kanal zur Mosel und der Merwede—
daual nach Amsterdam. — Über das franz Dep. M. s. Meuse.
Maaseijk (Maeseyck, spr. mahseit), Stadt in der
elg, Prov. Limburg, an der Maas, (1904) 4632 6.
aleu „niederländ. Stadt, s. Maassluis
Maagß, Ernst, Philolog, geb. 12. April 1856 zu Kol⸗
herg, 1886 Prof. in Greifswald, seit 1895 in Marburg;
schrieb: „Aratea“ (18092), in Zusammenhang mit einer
Ausgabe des Aratus (1893), „Orpheus; Unlersuchungen
zur griech. röm. altchristl. Jenseitsdichtung und Reli—
zion“ (1895), „Aus der Farnesina. Hellenismus und
Renaissauce“ (1902) u. a.
Magassen, Friedr., Kirchenrechtslehrer, geb. 24. Sept.
1823 in Wismar, trat 1851 zum Katholizismus über, 1860
Prof. in Graz, seit 1871 in Wien, 1885 Wndehtn ahee
Deien des Herrenhauses, gest.9. April 18900 in Innsoruck.
 Hauptwerk;: „Geschichte der Quellen zc. des kano⸗
nischen Rechts“ (Bd. 1, 1870).
Maaßen, Karl Georg, preuß. Staatsmann, geb. 28.
Aug. 1769 zu Cleve, 1886 Finanzminister, gest. 2. Nov.
1834 zu Berlin; verdient um das Zustandekommen des
Deutschen Zollvereins.
Maasfluis (spr. sleus), Maaslaudfluis, Fischerstadt
n der niederländ. Prov. Südholland, am Nieuwe Water—
veg von Notterdam nach dem Meeére, (18899) 7802 E
Magstricht (Mastricht), das alte Trasjeotum ad Mo
zam, Hauptstadt der niederländ. Prov. Limburg, an der
Maas (1004) 36146 E., Stadthaus (1680— 66), Ser⸗
vatiuskirche, Athenäum; früher wichtige Festung. Unweit
der Stadt der Petersberg mit durch ihre vabürinthe be—
cühmten Steinbrüchen.
Magt (niedexländ.), auf Schiffen s. v. w. Genosse
z. B. S in der Kriegsimarine Bezeichnung der
uteroffiziere (Boöotsmauns-, Steuermanns⸗-Mie rc. J.
Maatjesheriug Matjeshering), s. Heringe.
Maatschappij (niederländ., spr — Ge⸗
ellschaft, bes, Handelsgesellschaft; auch Schiffssmannschaft.
aba, Pflanzengattg. der Ebenazeen in den Tropen
piele Arten liefern Nutzholz, einige südasiatische einer
kleinen Teil des Ebenhohzes (s. d.h.“

Mabein⸗Humajun, der Hof des türk. Sultans;
Mabeindschi, s. v. w. Oberhofmarschall.
Mabillon (spr. jöng), SJean, gelehrter Benediktiner,
jeb. 23. Nov. 1632 zu Ste-Pierremont in der Champagne,
Jest. 27. Dez. 1707 in Paris; durch sein Werk „De ro
iplomatics“ (168141; neue Ausg. 1789) Begründer der
vissenschaftlichen Urkundenlehre. — Vol. Bäumer (1892).
Mabinogion, d. h. Erzählungen des mabinog (Bar⸗
denlehrlings), vier walisische Maͤrchen (hg. 1887; engl.,
3 Bde., 133839; franz.
Mably, Gabr. Bonnet de, franz. Schriftsteller, geb.
4. März 1709 zu Grenoble, Geistlicher, gest. 28. April
785 zu Paris; schrieb: „Observations sur les Ronains“
 (1751) und „Observations sur l'histoire de
France“ (1765), beide von Guizot neu hg. (1840), u. a.
-Bgl. Guerrier (franz., 1886).
Mabunda, Bantustamm, nordöstl. Nachbarn der
zarotse, mit diesen in Nordwestrhodesia ein Reich bildend.
Mabuse (spr. büse), Jan van, s. Gossaert.
Pac (gülisch, spr. mäck, abgekürzt We oder Mo), häufige
horsilbe in schott. Namen, s. v. w. Sohn.
NMaoabre (Danse NM., spr. dangs makahbr), s. Toten⸗
anz. misierens (s. d.).
MacAdam (spr. mäckäddem), Erfinder des Makada—
Macaluba, Schlammpulkan in der sizil. Prov. Girgenti.
Macao, Hasardspiel mit Würfeln oder Karte, bei
em es darauf ankommt p Würfeln oder Zukauf von
darten), eine bestimmte Zahl Augen zu erreichen.
Macao (spr.kau), seit 1357 portug. Niederlassung auf
iner Halbinsel der zur chines. Prop. Kwang-tung gehörigen
Insel M., an der Mündung des Kantonstroms, mit mehrern
»azugehörigen Inseln, 12 4km, (1898) 63991 E.; Stadt
M. Sib des portug. Gouverneurs; (Durchfuhr-⸗) Handel (s.
Beilage: Asien) bes. mit Opiunt (Einfuhr), Tee und
Seide (Ausfuhr). Die frühere Bedeutung von M. als
Mittelpunkt des ostasiat. Handels durch die Eröffnung Hong—
ongs und der chines. Häfen zerstört. Karte: Asiens, 11.1
Macarsca, Bezirksstadt in Dalmatien, westl. von
stagusa, (1890) 1791, als Gemeinde 10308 E.
MacArthur-Forrestprozeß, Methode der Ge—
vinnung von Gold und Silber durch Extraktion der ge—
»ulverten Erze mit sehr verdünnter Eyankaliumlösung
id Abscheidung der Metalle durch den elektr. Strom.
Macassar, Mangkassar, Stadi, s. Matassar.
Macasubapalme, s. Acrocomie.
Macaulay (pr. mäckahlz), Thomas Babington, Lord,
ngl. Staatsmann und Geschichtschreiber, geb 25. Ott.
800 zu Rothley Temple, Advotat, seit 1830 im Unter—
Jause, 183438 Mitglied des obersten Rals von Kal—
utta und Gouverneur von Agra, 1839 —41 Kriegsmini—
ter, 184648 Kriegszahlmeister mit Sitz und Stimme
m Kabinett, 1857 Peer, gest. 28. Dez. 1809 zu Kensing⸗
ron; schrieb: „Critical anã hisstoricai essays“ (8 Bde.,
1846 u. ö.; auch deutsch), „Aistory of England fron
he aocession of James II (5 Bde., 1849 61; deutsch
1852 61) u. a. — Biogr. von Trevelyan (deutsch 1876),
Morrison (1889), Jebb(1000), Macgregor (1801).
WMacbeth (spr. mäck), König von Schottland (1040
—267), bemaͤchtigte sich 1040 durch Tötung seines Mit—
bewerbers Duucan J. der Krone Schottlands, ward von
Macduff, und Malcolm (Duncans Sohn) 1087 besiegt
und getötet; Held einer Shakespeareschen Tragödie.
MacCarthy (spr. mäckkahrih), Justin, irischer Schrift⸗
teller und Politiker, geb, 28. Rov. 1830 zu Cork, ledt
n London, seit 1378 PYJarlamentsmitglied (Radikaler und
rischer Nationalist); schrieb: „Fisstory ot our
mes“ (5 Bde. 1880 -07; deutsch, Bd. 1, 1881),
History, of the four Georges“ (Bd. 124, 1884
901), Dhe reign of queen Annè“ (2 Bde., 1902),
domane ꝛc. — Sein Sohn JInstin Huntly M., geb. 1860,
eit 1884 Parlamentsmiiglied, schrieb zahlreiche Gedichte,
domane, Dramen und uddhueen
Macchersdni (spr.makke.), sMakkaroni.
Maccheronische Poesie, sJ. Makkaronifche Poesie.
Macchiavelli, Niccolo, s. Machiavelli.
Macklellan (spr. —— George Brinton,
merik. General, geb. 8. Dez. 1826 zu Philadelphia, bei
Ausbruch des Bürgerkrieges 1861 Genexalmajor der Mi—
izen des Staates Ohio, nach Scotts Rücktritt Ober—