general der Unionsarmee, schlug Lee 16. und 17. Sept
1862 bei Antietam, ward, da er den Sieg nicht verfolgte,
m Nov. des Kommandos enthoben, gest. 29. Okt. 1886.
— WBgl. „A.'s own hisstory“ (1886), Webb (1881).
Maͤcchesfield (spr. mäclsfihld), Stadt in der engl.
Brafsch. Chester, (1901) 34624 G., Tertilindustrie.
MacClintock (spr. mäck.), Sir Francis Leopold, brit
Seemann, geb. 1819 zu Dundalk, unternahm 1848—49,
1850, 1852 und 18859 Expeditionen in den Arktischen
Archipel von Amerika zur Aufsuchung Franklins, bei deren
letzter er die Beweisurkunde für dessen Untergang auf—
iand, seit 1871 Konteradmiral, 1883 Admiral; schrieb
„Theé voxage of the cFox» in the Arctic Sees“ (1859)
Mackclimtock⸗Insel, Polarinsel im S. von Franz⸗
Joseph⸗Land. [Nordwestküste Neuguineas.
MacCluer⸗Golf (spr. mäckkluhr), Meerbusen an der
MacClure (spr. maͤckkluhr), Sir Robert John Le
Wesurier, brit. Seemann, geb. 28. Jan. 1807 zu Werford
(Irland) drang 1850 auf einer Erpedition in den Ark—
kischen Archipel von Amerika von der Baffinbai aus nach
der Prinz⸗Wales-Straße vor, gelangte 26. Okt. in den
Melvillesund und fand somit die lange gesuchte sog. Nord-—
westl. Durchfahrt, gest. 18. Okt. 1878 zu Portsmouth. —
Bgl. Osborn (1806).
MacCulloch (spr. mäckköllsk), John Ramsay, engl.
Nationalökonom, geb. 1. März 1789 in Whithorn (Schott⸗
sand), gest. 11. Nov. 1864 in London als Kontrolleur am Staionary-Offlee;
 Anhänger Ricardos; Hauptwerke: „Prinꝛiples
 of politioal economy“ (7. Aufl. 1885), „Dictionary
fcommerce“ (neue Ausg. 2 Bde., 1882; deutsch 1842)
Maccus, s. Atellanen.
Macdonald, Etienne Jacq. Jos. Aler., Herzog von
Tarent, franz. Marschall, geb. 17. Nov. 1765 zu Sedan,
rus hochschott. Clangeschlecht, trat früh in die frauz. Armee,
erhielt 1809 für seinen Anteil an der Schlacht bei Wagram
den Marschallstab und Herzogstitel, gest. 258. Sept. 1840
auf Schloß Courcelles bei Guise. Seine „Souvenirs“
hg. von Rousset (1892: deutsch 1903).
MacDonmald (spr.mäckdonneld), George, engl. Dichter,
jeb. 1824 in Huntly, gest. 17. Sept. 1905 in Sagamore, ver⸗
oͤffentlichte Gedichtsammlungen, Romane („David Elginbrod“,
 1862; „Adela Cathoart“, 1864, u. a.), Jugend⸗
chhriften, „Dnspoken sermons“ (1866) u. a.
Macdonaldinseln, s. Heard- und Macdonaldinseln.
MacDowell (spr. mäckdau'l), Patrick, engl. Bild—
hauer, geb. 12. Aug.«1799 in Belfast, gest. 9. Vez. 1870
u London; Tod der Virginia, Das erste Ungemach, und
Korträtstatuen (Pitt, Graf von Belfast u. a.J.
Wace (engl. spr. mehß), Maßgröße, s. Mas.
Macedo, Minlaturmaler, s. Clovio.
Maceis, Hauptstadt des brasil. Staates Alagoas, etwa
3000 E.; I von Zucker und Baumwolle.
Maäcenas, Gajus Cilnius, röm. Ritter, Vertrauter
des Kaisers Äugustus, hochgebildet, Gönner des Virgil,
Horaz und anderer Dichter, dest. s v. Chr. Der Rame M
Mäckn) ist sprichwörtlich geworden fuͤr einen Beschützer
von Kunst und Wissenschaft.
Macerata (spr Atsche,), Hauptstadt der ital. Prov.
M. (2816 dkmm, 19005: 263 174 E.; Landsch. Marken), im
S. der Potenza und im Ndes Chienti, (1801) 22 784 E.,
alte, Unipersität ett nur noch jurist. Fakultät).
Macdarren (spr. mäckfärren), George Alerander,
engl. Komponist und Musiktheoretiker, geb. 2. März 1818
in London, seit 1860 Direktor der königl. Musikakademie
»as. und seit 1875 zugleich Prof. der Musik an der Uni—
ersität Cambridge, gest. 81. Okt. 1887 zu London; Opern,
In strumentalwerke und Gesangstücke.
Mach, Erust, Physiker, geb. 18. Febr. 18388 zu Tuxas
n Mähren, 1865 —1901 Krof. in Wien; schrieb: „Die
Mechanik iun ihrer Enticklung“ (5. Nufi, 1804), „Frin⸗
ipien der Wärmelehre“ (2. Aufl. 1900), Popular⸗ wissen⸗
chaftliche Vorlefungen“ (3. Aufl. 1905) u . a..
Aacnaerödus, Schwertzahn, Gattg. fosfiler katzen⸗
Ittiger Raubtiere aus, den jüngern Tertiürschichten der
Alten und der Reuen Weli.
Machaut, Guillaume de, s. Guillaume de Machaut.
Machiavelli (spr. macktaiwelli), Niccold, ital. Staatswann
 und Gefschichtschreiber, gebe3. Mai 1469 zu Flo—
cenz, 1498 Kauzleisekretär des Rats der Zehn, mit wich—

101

Mac

jgen diplomat. Seudungen betraut, 1512 als der Teil⸗
iahme an einer Verschwörung gegen die Medici verdächtig,
ingekerkert und gefoltert, spuͤter wieder einflußreich fuͤr
eine Vatexrstadt, gest. 22. Juni 1527 zu Florenz; schrieb:
domödien („Mandesgola“,, neu hg. 1896), „Istorie Borenine
 1215-1492 (1532; deutsch 1846); am bekanntesten
eine polit, Schriften („Discorsi“ 15315 deutsch 1871; „II
rimeipe 1532; deütsch 1873), worin er zur Rettung
er ꝓerderbten ital. Stagten eine unbeschränkte, nur am
Aie Maximen der Klugheit gegründete Fürstengewalt emp⸗
iehlt (daher Machiavellismus, die an keine Gesetze der
Noral gebundene Staatskunst); sie veranlaßten eine über⸗
aus reiche Literatur, von Friedrich d. Gr. an CAnti-Macchiavel“)
 bis auf Ranke, Gervinus, Macaulah u. a.
Biogr. von Villari (Z. Aufl., 8 Bde., 1895 -96; beutsch
1871783), Fester (1900).
Machination Uat.) hinterlistiges Treiben; geheime
änke; machinieren, Ranke schmieden. die Festtage.
—An—— Senen für
Maciejowice (spr. matschee), Dorf im russ. Gouv.
Sjedlez; hier 10. Otl. 1794 Niederlage Koscinszkos.
Maciejomfki (spr. matsche), Wactaw Alex. poln. Hi⸗
toriker, geb. 1793 in Kalwatya, Prof. in Warschau, gest.
0. Febr. 1883; schrieb: „Slaw. Rechtsgeschichte““ (deutsch
Bde., 1885 —39), „Rechtsdentmaler der Elawen“ (poln.,
Vacis UErz. fprhih), s. Nyristica. [1839) u. a.
Macisöl, ätherifches Muskatnußöl, Muskatblütenöl,
itherisches Ol der Muskatblüte, gewöhnlich aus der Muskat⸗
nuß gewonnenes, farbloses, dünnflüssiges Ol von gewürz⸗
jaftem Geschmack, in der Likörfabrikatson benutzt, auch
nedizinisch zur Auregung der Darmtatigteit.
Mack, österr. Genexal, s. Mack von Leiberich.
Mackay (spr. maten Charles, schott. Dichter und
Schriftsteller, geb. 27. März 1814 zu Kerth, gründete
—
hon; schrieb Gedichte (, The voices from the Qrovwa“ 2c.),
erner „Memoirs of extraordinary popularx deluions“
3 Bde, 1841), „Lãfe and Ierty in Amoriea“ (2 Bde,
859), Forty years recollections“ (2 Bde. 1877) u. a.
Mackay, John Henry, Schriftsteller, geb. 6. Febr 1861
n Greenock in Schottland, studierte in Deutschland, lebte
1887-92 im Auslande, seitdem wieder in Deutschland,
Anhänger eines idealen Anarchismus, e ly⸗
ische und epische Dichtungen, Novellen und audere rosa⸗
hriften („Die Anarchisten“, 1891; neue Ausg. 1903).
Mackaybohnen, Queenslandbohnen, Kalinüsse, die
jarten, platten, braunen Samen von Untaäda Pureasha
 DO, ausgehöhlt zu Dosen ꝛc. verarbeitet; auch wilde
dalabarbohnen genannt, da sie früher oft unter die Ka—
abarbohnen gemischt in den Handel lamen.
MackKeesport (spr. mäckkihspohrt), Stadt im nord⸗
imerik. Staate Pennshlvanien, am Youghiogeny und Mo—
aongahela, (1900) 84227, E.; Eisen⸗ und Stahlindnfirie.
Mackenfen, Fritz, Genremaler, geb. 8. April 1866
n Greene bei Kreiensen, Begründer der sog. Worpsweder
dünstlervereinigung; Hauptbilder: Gottesdienst im Freien
Haunnover), Trauernde Familie, Die Scholle.
Macgen die (spr. mädennst). 1) Fluß in den Nordwest⸗
erritoxrien von Brit.⸗ Nordamerika, eutspringt aus den
dem Großen Sklavensee zufließenden Quellfluͤssen Atha⸗
dasca und Peace River, empfängt I. den Liard' und Peel
River, r. den Großen Bärenfluß, mündet nach 4600 4m ins
Nördl. Eismeer; Stronmgebiet 1660000 qkm; 1789 von
— J
896 Difstrikt von Kanada, 1456 000 qkm, (1901) 3216 E.
Mackenzie (spr. mäckennsh), Alexander, Komponist, geb.
22. Aug. 1847 zu Edinburgh, 1888 Direktor der Royal
Wademy of Ausio zu London; schrieb Opern, Oratorien,
Drchester⸗ und Kammermusikwerke.
Mackenzie (spr. mäcktunst), Sir Morell, Laryngolog,
eb. 7, Juli 1887 zu Leytonstone (Efsery, Arzt in Lon—
on, behandelte 1887 den deutfchen Kronprinzen, spü—
ern Kaiser Friedrich III., gest. z. Febr. 1893 iu London;
hrieb; „Die Krankheiten des Halfes und der Nase“
deutsch 1880 — 84), „Hygiene der Sprachwerkzeuge“
deutsch 1887) u. a. — Vgl.“, Die Krantheit des aifers
Friedrich III.“ (1888).
Machkinley (spr. mäckkinnle), William, Präsident der
Her. Staaten von Amerika, geb. 28. Jan. 1843 in Niles