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(Ohio), 1876 als Republikaner in das Repräsentantenhaus
der Ver. Staaten gewählt, wo er 1890 die Mackinley—
Bill (s. d.) beantragte, 1891 Gonverneur von Ohio, 1886
und 1900 zum — gewählt, verfolgte als solcher
zine imperialistische Politik, 6. Sept. 1901 in Buffalo durch
einen Anarchisten schwer verwundet, gest. 14. Sept. 1901. —
Bgl. Williaunson (1901), Meech (1801).
MackKinley, Mounut, s. Mount Macktinley.
MackKinley⸗Bill, proteltionistisches Zollgesetz der
Ver. Staaten von Amerika vom 1. Okt. 1890, benannt
nach dem Antragsteller Aee (J. d.), 28. Aug. 1894 ab⸗
geäudert, durch die renn (s. d) 1897 aufgehoben.
Mackintoßh (spr. mä a Charles, schott. Che⸗
miker, geb. 1766 in Glasgow, Besitzer einer chem. Fabrik
in Croßbasket bei Glasgow, gest. 25. Juli 1843 in Dum—
hattan bei Glasgow, erfand 1823 die nat im benannten
vasserdichten Stoffe aus mit 6 — gedichtetem Zeuge.
Mack von Leiberich, Karl, Freiherr, österr. Feld⸗
narschalleutnant, sch 24. Aug. 1752 zu Nensling (Fran⸗
en), 1798 Oberbefehlshaber des neapolit. Heers gegen
die Franzosen, 1805 des österr. Heers in Deutschland,
ergab sich in Ulm 17. Okt. mit 20000 Mann den Fran—
zofen, deshalb zu Kassation und langiähriger Festungshaff
——
Pölten. Seine Rechtfertigungsschrift der Kapitulation von
Ulm im „Histor. ee (1873).
Maclanküste, Küste in Kaiser-Wilhelms-Land, im S
der Astrolabebai Karte: Deutsche Kolonien II, 1].
Maclife (spr. mäcklihs), Daniel, engl. Historienmaler,
geb. 1611 zu Cork in Irland, gest. 25. April 1870 in
Thelsea; geschichtliche Wandgemälde im Londoner Parla—
mentsgebaude, Szenen aus Shakespeare (London), Bilder⸗
zyklus zur Geschichte der normann. Eroberung.
NMacoiũra Natt. Pflanzengattg. der Urtikazeen, mit sehr
estem Holz. Früher rechnete man den Fustit- oder Für⸗
hermaulbeerbaum (s. Gelbholz) zu dieser Gattung.
Mac-Mahon s(spr. mabng), Maria Edme Patrice
Maurice, Graf von, Herzog von Magenta, franz. Mar—
schall, geb. 18. Juni 1808 auf Sully bei Autun aus
rischer Familie, diente bis 18856 in Algier, erstürmte als
Besehlshaber des 2. Korps der Orientarmee den Mala—
kow, enlschied im Ital. Kriege 4. Juni 1869 die Schlacht
pon Magenta, 1864 Generalgouverneur von Algerien, im
ae Kriege 187074 Oberbefehlshaber im östl.
Frankreich, ward 6.Aug. 1870 bei Wörth geschlagen, ge—
riet, 1. Sept. bei Sedan verwundet, in deutsche Kriegs⸗
fangenschaft übernahm 11. April 1871 den Oberbefehl
ber die Armee von Versailles und warf den Aufstand der
Kommune nieder. Nach Thiers' Sturz 24. Mai 1873 zum
Prasidenten der Republik erwählt, nahm er, als die repu—
blikanischen Parteien die Oberhand gewannen, 80. Jan. 1879
feine Eutlassung; gest. 17. Olt. 1883 auf Schloß La Forest
hei Montargis — Biogr. von, Laforge (3 Bde. 1898).
Macocha (Mazocha), felsiger Abgrund (136 m tief,
71 weolg., 75 webr.) bei dem mähr. Dorfe Adamsthal
Macçon (frz., spr. maßong), Maurer, Freimaurer:
Maxonnerie, Freimaurerei.
Wiacon (spr. Long), Stadt im franz. Dey. Sadne⸗
t⸗Loire, an der Sadne, (1901) 18928 E.
Macon (jspr. meht'u), Stadt im nordamerik. Staate
Seorgia, am Bcmulgee, (1900) 28 272 E.; Großhandel mit
Materialwaren, Bekleidungsgegenständen und Baumwolle
Macpherson (spr. mucköhrsen), James, schott. Ge—
lehrter, geb. 27. Olt. 1736 zu Ruthven (Grafsch. Inverneß),
gest. 17. Febr. 1796 auf seinem Guͤt Belville bei Kingussie;
veröffentlichte, angeblich aus dem Gälischen übersetzt, „EKragments
 of ancient poètry“ (1760) und Osfians Gedichte
Fingal“, 1762;3 Temora“, 1763). — Bal. Saunders
Asι Smart (18065).
Macquarie (spr. mäckwörrl) oder Wambul, Fluß in
Neusüdwales, entsteht aus den von den Blauen Bergen
kommenden Flüssen Campbell und Fish River, verliert
sich in einer Sumpfebene.
wieee (pr. mäckwoͤrri), Insel Poly—
nesiens, 1500 xw südöstl. von Tasmanien, 440 qkm, un⸗—
bewohnt, reich an Robben.
Macquibeeren (spr. macki), die Früchte der chilen.
Arigtotella Macqui L Hèrit., werden in Frankreich zum
Färben des Weins benutzt.

Macrinus, M. Opellius, röm. Kaiser, aus Cäsarea
Mauretanien, ließ als Kommandant der Garden 217
i. Chr. den Kaiser Caracalla ermorden und riß die Herr⸗
chaft an sich; von Heliogabalus bei Antiochia 218 besiegt,
rfangen und bald nachher hingerichtet.
Maeroehires, s. Langhänder.
Macrochiõs, Grasart, s. Esparto.
Nacrooystis Agq., Algengattg. der Phäophyzeen, sehr
loße, festsißende Algen mit vielfach verzweigtem Thallus
ieser bis 300 m Ig), im südl. Teile des Stillen Ozeans.
Maote! (lat.), Heil dir, Glück auf!
Pacuba, Vistrikt auf Martinique, berühmt wegen
eines Schnupftabaks.
Macuũla (lat.), Fleck, Schandfleck; M. hepatlea, Leber⸗
leck; M. lIutöa, gelber Fleck (s. Auge).
Mad (Maabd), Großgemeinde im ungar. Komitat Zem⸗
»lin, in der Heghalja, (1890) 8480 E.; Weinbau (Toblaier).
Madaͤch (spi. maͤddahtsch), Imre, ungar. Dichter, geb.
1. Jan. 1823 zu Alsö-Sztregova, gest. d. Okt. 1864 zu
Balassa⸗Gyarmath; schrieb: „Die Tragödie des Menschen“
18613; deutsch 1863 u. ö.), lyrische Gedichte, Dramen.
Madagäskar, Insel im Ind. Ozean, franz. Kolonie,
von der Osttüste Südafrikas Karte: Afrika IJ durch den
370 — 10090. xm breiten Kanal von Mosambik getrennt,
mit den Küsteninseln (Sainte-Marie de M. u. a.) 592 100
Ikm; die Küste ist im NO. und RW. huchtenreich, im
ibrigen flach; Hauptgebirge in der Mitte (das Ankaratra—
jebirge, im Tsiafajavong 2680 m), im O. in sumpfigen
Senkungen zur Küste abfallend; bedeutende Flüsse auf der
PVestseite Dene Mangoka- oder St. Viucentfluß).
lima an der Küste tropisch und für Europäer gefährlich,
m Innern gesund; mineralreich; eigentümliche Flora und
zauna. Die Bewohner, ca. 2644 700, Malagaͤssi, Mada⸗
assen, Malagasch oder Malgaschen, sind zum größten Teil
nalgiischen Stammes (am bedeutendsten die Howa), im W.
Sakalawa) ein Negertypus von Kafferncharakter [Tafel:
Nenschenrassen 10]. Die Sprache aller Eingeborenen,
das Malagässi, gehört dem malaiischen eeee au.
der früher zur Hälfte in engl. Händen befindliche Handel
s. Beilage: Afrika] ist immer mehr an Frankreich über—
egangen. Eisenbahnen 30 km, Telegraphenlinien (1804)
825 xm. Hauptstadt ist (seit 1902) Tamatave.
Geschichte. Der Stamm der Papd breitete seit 1818
inter Radama J. seine Herrschaft fast über die ganze Insel
ius. Radaͤma, der eunrop. Kultur und das Christentum
egünstigte, ward 1828 von seiner Gattin Ranavalona
ergiftet; diese, eine Feindin der Europäer, herrschte darauf
nit blutigem Despotismus. Ihr Sohn und Nachfolger
1861) Radaͤma II. ward 1863 wegen seiner Zivilisations⸗
estrebungen ermordet; ihm folgte seine Gemahlin Ra—
oherina, die 27. Juni 1865 mit England einen Handels⸗
ertrag abschloß, und dieser 1868 eine Verwandte Ranavaͤ⸗—
ona TN., die 1869 mit einem großen Teil des Adels zum
Christentum übertrat. 1883 erneuerten die Franzosen ihre
Insprüche auf M., sie besetzten Tamatave, konnten aber
eine weitern Fortschritte machen und schlossen 1887 mit
der seit 18883 herrschenden Ranavälona ITI. einen Vertrag,
vonach M. zu Fraukreich in eine Art Schutzverhältnis trat.
8985 unternahmen die Franzosen eine neue Erpedition unter
Beneral Duchesne, eroberten die gnpien was zur An⸗
rkeunung des frauz. Protektorats führte. Jan. 1886 wurde
M. franz Kolonie, die durch einen Generalgouverneur ver⸗
valtet wird; 1807 wurde die Königin abgesetzt und depor⸗
iert. — VBgl. A. Grandidier (franz, 1901), Blanchard ꝛc.
ranz., 1802), Nou Efranz., 19085).
Wadagaskarigel, s. Borstenigel n 2650).
Madagassen, die Einwohner von Madagaskar (s. d.).
Madala, Stadt, s. Magdala.
Madapolam (ostind.), glatter Baumwollstoff, zu
demden vielfach verwendet.
Madar, Pflanzenart, s. Calotropis.
Madaäras, Gebirge auf, Kreta, s. Aspravuna.
Mädchengymnafien, s. Frauenfrage (Beilage).
Mädchenheime, Franenheime, Anstalten zur Auf⸗
ahme alleinstehender, weiblicher Perfonen, die ihnen gegen
äßige Vergütung Wohnung und Beköstigung gewähren.
Maͤdchenhorte, s. Kinderhorte.
Mädchenlyzeen, Mittelschulen in Österreich, etwa
en deutschen höhern Töchterschülen entsprechend.