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mit konzentrierten Süäuren Magenentzündung (. d.),
endlich nervöse Magenschwüche —— im höhern
Alter Magenkrebs (s. d.). Manche, M. sind mit gefährlichen
Zlutungen verbunden, andere mit krampfartigen Schmerzen
(s. Magenkrampf), wieder andere mit Erweiterung der
Ragenhöhle (s. Magenerweiterung). S. auch Sodbreunen,
Erbrechen. —, Val. Einhorn (1898), Boas (4. Aufl
8387 1001; T. 2. Aufl, 1003), Riegel (1897; Ti.1,
ʒ. Aiufl. 1903), Wegele (3. Aufl. 1000)
Magenkrebs (Carcinõöma ventricũli), krebsige Ent⸗
artung der Magenhäute, nicht selten im spätern ——
alter, meist in der Gegend des Pförtners, verursacht
schwere Störungen des Allgemeinzustandes, Schmerzen,
Erbrechen, auch von Blut, und führt zum Vurchbruch mit
Bauchfellentzündung oder unter Abmagerung und Er—
chöpfung zum Tode.
agcdenpe pumpenartige Vorrichtung zum Ent⸗
leeren des Mageninhaltes (s. Magenausspülung).
Magenresektion, operative Entfernung eines Teils
des Magens, bei Krebs oder hochgradiger narbiger Ver—
engerung des Pförtners, zuerst ausgeführt von Pktan
(1879) und Billroth (1881). — Vgl. Hacker (1886),
rindner und Kuttner (1808).
Magensaft, s. Magen und Verdauung.
Magenschaft, s. Mage.
Magenschmerz, s. v w. Magenkrampf.
Magenschnitt, s. Gastrotomie. [(Dyspepsie).
Magenschwäche, Neigung zu Zerdauuuchasen
Magensfonde, s. Magenausspülung.
Magenta (spr. madschennta), Farbe, s. Fuchsin.
Moadede (spr. madschennta), Stadt in der ital
Prov. Mailand, (1901) 7874 E5; Seidenindustrie, Ol⸗
handel; hier 4. Juni 1869 Sieg der Franzosen und Pie—
nontesen über die Ssterreicher; danach General Mac—
Mahon (s. d.) zum Herzog von Ma ernannt.
Magentropfen, verschiedene Magenmittel, bes. zu⸗
ammendgesetzte Aloetinktur (Ballhausens, Danziger, säch—
ische, Sprangers M.) und Pomeranzenelirier (Dietrichs
schwarze M.). Bittere M. s. v. w. Bittere Tinktur (s. d);
rote M., s. v. w. Aromatische Tinktur (s. d.); weiße M.
. v. w. Hoffmanns Tropfen (s. Rther).
Magenverhärtung, Verdickung der Magenwände,
o daß sie funktionsunfuhig sind, infolge chronischen Magen—
fatarrhs oder Magenkrebses.
Magenwurmfeuche, bei Schafen und Ziegen vor—
kommende Erkrantung (Ernährungsstörungen, Abmage⸗
rung ac.), verursacht durch massenhafte Einwanderung des
zedrehten Palisadenwurmé (Strongylus contortus Rud.).
Magerö, nördlichste Insel Norwegens und Europas,
mit dem Nordkap (s. d.).
Magersfontein (spr. -tihn), Ort an der Westgrenze
der Oranjeflußkolonie; hier 11. Dez. 1899 Sieg der Buren
über den engl. General e
Maggi, nach ihrem Erfinder Julius M. genaunte
Erzeugnisse der Naͤhrungsmittelbranche (Suppenwürze,
Bouillonkapseln ꝛc.); in —— hergestellt von der
in. b. H. in Singen (Baden).
aggia (spr. maddscha), Fluß im schweiz. Kanton
Tessin, durchströmt das Lavizzara- und Maggiatal (Main⸗
tal), mündet bei Locarno in den Lago Maggiore.
agsgilore (ital., spr. maddscho · „arößer“), in der
Musik sav. w. Dur.
Maghreb (Maghrib, arab.), Sonnenuntergang (im
egensa zu Maschrik, Sonnenäufgang), Name des westl
Islam: Roͤrdafrika (mit Ausschluß von Agypten) und ehe—
nals auch Spanien; Marokko ist „Al⸗-M. al⸗alßa“, der
inßerste Westen.
WMaghzen, in Marokko die Gesamtheit der Regierung.
Magie, die Kunst, durch geheimnisvolle Mittel wun—
derbare Wiupeeu hervorzübringen, Zauberei, Taschen—
pielerei. Im Mittelalter unterschied man eine höhere und
niedere, weiße und schwarze M. (Schwarze Kunst, daher
Schwarzkünstler), je nachdem man durch gute oder böse
Geister den Zauber gp erreichen suchte. (S. Magier.) —
Bgl. Ennemoser (2. Aufl. 1844), Lehmann (deutsch 1898)
Hartmann (2. Aufl. 1903).
Magier, bei den Medern und Persern Mitglieder der
Priesterkaste aus einem bestimmten medischen Stamme. Sie
gelangten durch die Erhebung der von ihnen ausgeübten

ordastrischen Lehre zur medischen Reichsreligion zu großer
Nacht, die durch ihre astron. Kenntnisse und Sternz und
raumdeuterei —A wurde; daher Magie (s. d.).
die „M. aus dem Morgenlande“ (Matth. 2, 1) sind als
Sterndeuter zu denken (s. Drei Könige).
Magisch, zauberisch, zauberhaft (s. Magie); magisches
Quadrat, s. Quadrat.
Magister (lat.), Vorsteher, Leiter, im alten Rom
ind am byzant. Hofe häufiger Amtstitel; M. eguitum, der
om Diktatkor eruannde Unterbefehlshaber. M. saeri palatii,
äpstl. Theologe an der Kurie, Zensor der Predigten uud
er in Nom erscheinenden Schriften und Bücher, Konsultor
nehrerer Kongregationen, immer ein Dominikaner. Als
Selehrtentitel, voilstündig M. artium Iheraltum, d. i. Meister
er Freien Künste (s. d.), bezeichnet eine akademische Würde
er philos. Fakultät.
Magisterlum (lat.), Magisterwürde; bei den Alchi—
nisten gewisse nur den Adepten mögliche Zubereitungen
s. Alchsmie). M. Bismuti, basisch salpetersaures Wismutryd;
 AN. Piumbi, Bleichlorid (s. Blei).
Magistral (lat.), s. Silber.
Magisträle (lat.), Grundlinie des Grundrisses einer
Zefestigung; als solche gilt jetzt die Feuerlinie.
Nagistratus (lat.), im alten Rom das obrigkeitliche
Amt und der Beamte; jetzt Magisträt, die —
tädtischer Verwaltungsbehörden, Stadtrat.
Maglaij, Bezirksstadt in Bosnien, an der Mündung
»er Bosna in die Lisnica, (1895) 3431 E.
Magliabecchi (spr. maljabecki), Antonio, Biblio—
zraph, geb. 28. Okt. 1633 zu Fiereng gest. 2. Juni 1714
Is Bibliothekar das.; seine eigene Bibliothek, zu an
»andschriften und alten Drucken, zu Florenz aufgestellt.
Magma (greh.), knetbare Masse, Salbe ꝛc.
Magna Onarta (lat.; engl. the Great Charter, d. i.
er große Freibrief), das dem König Johann ohne Land
5. * 1215 von Adel und Geistlichkeit abgenötigte
Ztaatsgrundgesetz Englands, das die Feudalverhältnisse
»rdnete, den Klerus von der weltlichen Gerichtsbarkeit
efreite, bes. aber dem Adel und, Klerus das Steuer—
zewilligungsrecht gewährte und die Freien vor Strafe
ohne Urteil sicherte; noch jetzt die Grundlage der engl.
Zerfassung. — Vgl. MeKechnie (1905).
Magnalium, von Mach erfundene Legierung von
Iluminium und Magnesium, sehr leicht, sehr fest, un
veiß, politurfähig; zu Spiegeln und feinen Instrumenten.
NMagna mater (lat.), s. Kybele.
Magnaäten (neulati), in Ungarn die vornehmsten
dligen Geschlechter, die von Gebuͤrts wegen Anteil an
er Vertretung des Landes in einer besondern Kammer
Magnateutafel) haben. In Polen früher Bezeichnung
her geistl. und weltlichen Senatoren (Reichsräte) und des
ohen Adels. [Stadt Comacchio (s. d.).
Magnavacca (spr. mannjaw-), Hafenort der ital.
Magnesia, s. Magnesium.
Magnesta, die östlichste von Ossa und Pelion durch—
ogene Landschaft Thessaliens. Die Bewohner (Magneten),
n 197 v. Chr. zeitweise selbständig mit der Hauptstadt
Ddemetrias (s. d.), gelten als Gründer der beiden kleinasiat.
ztädte M. in Lydien und Karien. M. am Sipylus,
etzt Manissa (s. d.); hier 190 v. Chr. Sieg der Römer
iber Antiochus III. von Syrien. M. am Muͤander, durch
Urtaxerres dem Themistokles zum Fürstensitz angewiesen,
er hier um 460 v. Chr. starb. In der jüngern Stadt und
»em Artemisheiligtun sind 1881499 unter K. Humanns
deitung erfolgreiche Ausgrabungen vorgenommen worden.
Magnesialicht, durch Glühen von Magnesiastiften
in der Knailgasflanime erzeugt, a von größter
Intensität, wie Drummonds Kalklicht benutzt.
Magnesiasalze, Magnesiaweiß, s. Magnesium.
Magnesiazementstein, s. v. w. Kajalith (s. d.).
Magnesit, Magnesitspat, Bitterspat, rhoinboedrisches,
jarbloses bis gelbliches Mineral, Magnesiumkarbonat;
zur Darstellung, von Bittersalz, feuerfester Ziegel, auch in
der Porzellanfabrikation verwendet.
Magnesitplatten, feuersichere Platten, hauptsächlich
uus Magnesit und Sägespänen bestehend; sie werden ini
Bauwesen verwendet.
Magneslum, Magnium, Talzium (chem. Zeichen Ag),
netallisches Element, in der Natur weit verbreitet, aber