richt frei, sondern nur in Salzen (Magnesit, Dolomit,
bin, Talt, Speckstein, Serpeutin, Meerschaum, in den
Abraunuifalzen, Bitterwässern ec.), aus seinem Chlorid durch
Frhihen itt Natrium ober aus, Carnallit durch Elektro—
yse dargestellt. Es ist ein silberglünzendes, nicht sehr
hartes, an trockner Luft beständiges Metall; spez. Gewicht
le, Abomgewicht 24 365 läht sich feilen, bohren, hämmeru,
zuͤ Draht ausziehen und in Formen gichen, schmilzt bei 750
und siedet bei über 1000; an der Luft erhitzt, verbrennt
es mit blendend weißem, an chemisch wirksamen Strahlen
reichem Licht (s. Magnesiumlicht); mit Baryum⸗ und Stron⸗
iunfalzen wird. eß in der veuerwerkerei verwendet; das
Wasser herseht M.langsam beim Lochen, andere Dene
in der Schmelzoihe und, dient daher als Zusatz zu Le⸗
Nerungen, zu deten Befreiung von Oxyden, ferner zur
darftellung von Magnaltium d.) . Die Verbindungen
des M. ahneln denen des Zinks; die löslichen Magnesium⸗
falze (Wiagnesiafalze) schmecken bitter; sie sind zum Teil
Abführmittel. Magunesiumoxyd (GBittererde, Talkerde,
Aagnesta usta) entsteht beim Verbrennen des Metalls,
aus dem Hydrokarbonat durch gelindes Glühen als lockeres,
weißes, amorphes, sehr leichtes Pulver; in Wasser unlöslich,
sehr schwer schinelzbar, dient es zu feuerfesten Ziegeln und
Tiegeln, als Ofenfuttermaterial im Thomas- und basi⸗
schen Martinprozeß, auch als Arzneimittel; es verbindet sich
mit Wasser zu Magnesiumoxydhydrat (Magnesiahydrat)
weißem, amorphem, fast unloslichem Pulver, Gegenmittel
bei Arsenvergiftungen; Magnesiaweiß, aus dem Sulfat
durch Atzkalk oder Iserpt gefülltes Gemisch von Magne⸗
flumhydroryd und Gips oder Baryt, Füllmittel in der
Papierfabrikation. Maguesiumchlorid ( Chlormagnesium),
Rebenprodutt bei vielen technischen Prozessen, zerfließliche
Kristauͤprismen, auch in Alkohol, leicht löslich, bildet
Doppelsalze mit Kalium- und Kalziumsalzen, dient als
Schlͤchte fuͤr Baumwollfäden, mit Sand und Wasserglas
zu künstlichen Steinen, als Feuerlöschmittel, zum Füllen
don Gasuhren, zur Kälteübertragung in Kalthäusern und
zur Wärmeübertragung in Zentralheizungen (Tekterion);
Magnesinmbromid, dem Chlorid sehr ähnlich, kommt im
Meerwasser und den Abraumsalzen vor, dient zur Brom⸗
darstellung; Magnesiumfulfat (schwefelfaures M., Bitter⸗
jalz, Englischsalz), kleine, farblose Kristalle, von unan—
enehm ditlerm Geschmack, in Wasser sehr leicht löslich,
Zerwittert an der Luft; dient zur Darstellung von Na⸗
riumfulfat und als Abführmittel. Magnesiumsulfit
Ichwefligsaures M.), aus dem Karbonat durch schweflige
Süuure gewonnen, zur Zellulosedarstellung benutzt; Mague.
iumhypochlorit (unterchlorigsaures My, aus dem Hy⸗
drorxyd durch Chlor gewonnen, Bleichmittel, wie Chlorkalk.
Magnesinmphosphat (pyhosphorsaures M.) findet sich in
den Knochen; ein Doppelsalz, das phosphorsaure Ammo.
nium · M, kommt in Harnsteinen und in alten Dünger—
gruben (als Struvit) vor, ist wichtig in der Analyse.
Magnesiumtarbonat (kohlensaures M.), in der Natur als
Magnesit und im Dolomit; beim Haͤllen einer Magne⸗
iumsalzlösung mit kohlensaurem Alkali entsteht basisches
Sal— (Glagnessium carhonieum, Nagnesia alia) als gela⸗
—88 kornig werdender Niederschlag, getrocknet eine äußexst
ockere, leichte, weiße, fast et unlösliche Masse,
Mittel gegen Magenfäure, aͤußerlich als trocknendes Mittes
ei Haumteiden, as Ruder und Zahnpulver benutzt,
eeie durch Einblafen eines Ge⸗
menges von Magnesiumpulver und falpetersaurem oden
abermanganfaurem Kalium in eine Flamme erzeugt, dient
us Lichtqueile bei der Momentphotographie.
WMagunesiumfluagt, s. Fluate.
Magnefiumlicht, beim Verbrennen von Magnesium
in Drahte doer Pulverform entstehendes Licht, sehr hell
ind reich an chem. Strahlen, daher als Lichtquelle in der
photographie agewendel (S duch Maguesiumbligzlicht
Daͤgnet (ra)s Magnetismus. Chathanilicht.)
——— Maͤgneteisenstein, Magnetit, re⸗
zuläres, eisenschwarzes, metallglnzendes, stark —
ches Mineral, Eisenoryduloryd mit 72 Proz. Eisen, sindet
ich in Lagern in kriftallinen Schiefern (Schweden), als
ontaktprodukt (Siegen), lose als Sand (Magneteisen⸗
and), sowie als mikrostkopischer Gemengteil fast aller
Irnptivgesteine und der kristalliüen Schiefer; vorzüglichstes
kisenerz; liefert natürliche Magnete.

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Mag

Magnetelektrische Maschinen, Maschinen zur Er—
cugung von starken elektr. Strömen durch Magnetinduktion.
S —0 (Induktion, elektrische).
Magnetelektrizität, s. v. w. Magnetoinduktion (.
Magneten, Volt, s. Magnesia.
Magnetfeld, s. Magnetisches Feld.
Dagnetindüktion, s.v. w. Magnetoinduktion (s. In⸗
ktion, elektrische).
Magnetinduktor, mit der Hand zu drehende magnet⸗
eltr. Maschine für Zeigertelegraphen, Anrufapparate ⁊c.
Magnetische Achse, s. Magnetismus.
Magnetifsche Induttion J. Induktion, wegectuce
Magnetische Kuren, die Anwendung des Magnets
ur Heilung bestimmter allgemeiner Krankheiten, nament—
ich Nervenleiden, beruht auf Irrtum, da der Magnet keine
Wirkung auf Organismen ausübt; dagegen ist die Magnet—
lektrizifüt ein kreffliches Heilmittel gegen Nerven- und
Muskelkrankheiten (s. Elektrotherapie). über Lebens—
uagnetismus s. Tiexischer Magnetismus.
Magnetische Kurven, av. w. Magnetische Kraft⸗
inien (s. Kraftlinien). [magnetische Krüfte wirken.
Magnetisches Feld Maͤgneifeld), Raum, in dem
Magnetisches Gewitter, s. Magnetismus der Erde.
Magnetisches Moment, das Produkt aus der ma—⸗
netischen Stärke der Pole und ihrem Abstand.
Magnetisches Potential, s. Potential.
Magnetisieren, einen Körper magnetisch machen;
emand, in magnetischen Schlaf versetzen. Magnetifrur
spr. söhr), einer, der durch M. Krankheiten zu heilen
ui (S. Tierischer Magnetismus.)
agnetismus, die Eigenschaft gewiffer eisenhaltiger
dörper (Magnete), andere eisenhaltige Körper anzuziehen
ind festzuhalten, zuerst bei einem natürlichen Eisenerz,
dem Magneteisenerz (s. d.), wahrgenommen (natürlicher
Magnet); später lernte man ihn dem Stahl dauernd
ind dem weichen Eisen vorübergehend mitteilen (künst
iche Magnete). Die Ii peh eines
Magnets ist am stärksten an den beiden Enden
esfelben, den Polen des Magnets, während
eine Mitte (Indifferenzpunkt) keine magunetusch
Anziehung äußert. Die Verbindung der Pole
eißt die magnetische Achse. Hüngt man einen
MNagnet in seinem Schwerpunkt an einem Faden
auf oder setzt man ihn beweglich auf eine Spitze,
drichtet er sich mit dem einen Pol Gordpoh)
iach N., mit dem andern (Südpol) nach S. (s,
Magnetismus der Erde). Wenn man zwei frei
ewegliche Magnete einander nähert, so stohßen 407.
ich die gleichnamigen Pole ab, während sich die e
nigleichnamigen anziehen; ebenso erhält ein Stück mahnet.
risen, das dem Pol eines Magnets zugelehrt ist,
en ungleichnamigen, am andern den glelchnamigen Pol.
zerbricht man einen Magnet in seiner Mitte, so erhält man
wei neue Magnete mit je zwei Polen. Mehrere streifenför⸗
mige Magnete (Lamellen) vereinigt bilden ein magnetisches
agazin; die stärkste Tragkraft besitzen die Hufeisenmagnete
Abb. 1107], deren Pole nebeneinander liegen und für ge⸗
— ae
nimmt den magnetischen Zustand sehr leicht an, wenn es
n die Nähe eines Magnets gebracht oder in eine von
inem elektt. Strom durchflossene Drahtspirale gelegt wird
s. Elektromagnetismus), verliert ihn aber sogleich wieder,
venn der Magnet entfernt oder der eleltr Strom der
Spirale aufgehoben wird. Gehärteter Stahl wird schwerer
naͤgnetisch als das weiche Eisen, urt aber auch einen Teil
des in ihm erregten M. dauernd fest (sog. Koerzitiv- oder
steteutisuskraft). Gleich Eisen und Stahl verhalten sich
Nickel, Kobalt und einige andere Metalle ( Paramagnete)
uf audere Körper, z. B.Wismut, Antimon, dint, übt der
Magnet Ahstoßung HDiamagnetismus) aus. Man erklärt
ie magnetischen Erscheinungen (nach Ampere) als die
Wirkung leiner paralleler eleltr. Kreisstroͤme, die jedes
inzelne Molekül des Magnets umflicßen. Man spricht
)eshalb a von einer magnetischen Fluͤssigkeit. (S. auch
Tietischer Magnetismus.)
Magnetismus der Erde. Aus der Er cheinung,
»aß ein frei beweglicher Magnet (s. Magnetnadel) sich mit
einem Nordpol — in N., mit seinem Suͤdpol un⸗
jefähr nach S. richtet, folgt, daß die Erde felbst ein großer

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