Mag

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Magnet ist, der in der Nähe des geogr. Rordpols einen
magnetischen Südpol, in der Nihe des geogr. Südpols einen
magnetischen Rordpol besitzt; ersterer liegt im nördl. Amerika
uinter 73825n. B. und 2640 21 6. 8. soll aber durch die
Amundsensche Polarerpedition neu bestimmt werden, letzte—
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wich. Die Nichtung und Stärke der maguetcen Kraft in
der Erde ist an ihe Orten der Erde ungleich, und
an diesen auch noch gewissen Schwankungen unterworfen, die
teils regelmäßig verlaufen, teils unregelmäßig sind, magne⸗
tische Gewitter, die häufig mit Nord- und Südlichterschei—
Magnetit, s. Magneteisenerz. Inungen auftreten
Magnetkies, Pyrrhotin, heragonales, bronzegelbes,
ombakbraun anlaufendes, magnetisches Mineral, besteht
aus Schwefel und Eisen, oft nickelhaältig, dient zur Ge—
winnung von Eisenvitriol
und von Nickel.
Magnetnadel, dün⸗
aes Magnetstäbchen, das
;rei beweglich ist und der
richtenden Kraft des Erd⸗
magnetismus folgen kann
(f. Magnetismus der
Erde). Die Deklinations⸗
nadel [Ahb. 1408) ist um
ue —AA ngs. Detlina⸗ 1190. guklina⸗
malivn alf einem hori— tionsnadel. tionsnadel.
jontalen Kreis an; die Inklinationsnadel [Abb. 11009)],
im eine eith Achse drehbar, zeigt auf einem Verti—
alkreis die Inklination an. (S. Kommpaß.)
Magnetvoelektrizität, s. v. w. Magneloinduktion (s.
Induktion, elektrische).
Magnetograäph e(grch.), ein Magnetometer, der die
Bröße der erdnagnetischen Elemente selbsttätig anzeigt; je
en er Deklination oder Inklination anzeigt, hat man
Deklinographen und Inklinographen.
Magnetoinduktion, s. Induktion, elektrische.
Magnetometer (grch.), an einem Kokonfaden frei
chwebender und mit genauer Meßvorrichtung versehener
Magnetstab zur genauen Bestimmung der magnetischen
Deklination ünd der Intensität des Erdmagnetismus.
Magnetopaäth (grch.), einer, der Krankheiten mit
dilfe des Lebensmagnetismus zu heilen sucht.
Magnetofkop (grch.), Apparat zur Bestimmung des
nagnetischen Verhaltens von Mineralien und Gesteinen.
Magnetostriktion, der Inbegriff der Beziehnngen
wifchen magnetischen und elastischen Kräften. Ein Eisen—
ab wird durch ngee Magnetifierung verlängert, durch
arke verkürzt, ebenso umgekehrt; der Grenzpunkt heißt
Lillarischer kritischer Punkt.
Magnetotherapie (grch.) s. Tierischer Magnetismus
Magnetpole, s. Magnetismus.
Magnifik (ftz. magnitique), prächtig.
Magnifikat (lat), der mit Magnificat, anima mes
Dominum (,meine Seele erhebt den Herru“) beginnende
dobgesang der Maria (Luk. 1, 46-8), tägliches Vesper⸗
gebet der kath. Kirche; oft komponiert.
Magnisfizenz (lat.), Herrlichteit oder Hoheit, Titel
des Reklors (Keetor magnifteus, ist es ein Fuürst: magnit
entisstmus) einer Universität, zum Teil auch der Techn.
Hochschulen, sowie des Bürgermeisters in den Freien Städten.
Maͤgnftum, s. Magnesium.
Magnoferrit, s. v. w. Rot⸗
eisenerz (s. Eisenglanz).
Magnolia T. Magnolie, Biber⸗
baum, Pflanzengattg. der Magno—
liazeen, Bäume aus Nord- und
Südamerika und dem östl. Asien
mit großen, glänzenden Blättern
und aͤnsehnlichen, lebhaft gefärbten
Blüten. M. grandiflöra ., vstl.
vom Mississippi, 30 m hoher Baum mit weißen, duftenden
Blüten [Abb. 1410). Diese sowie M. glauea T., M. acumãnata
 (wegen seiner gurkenähnlichen Früchte Gurkenbaum
genannt), M. tripotäla T. (Schiruibaum), M. macrophylla
ick. gedeihen in Deutschland auch im Freien.
Magnoliazeen (Magnoliacéae), ditotyledonische
Pfianzeufamilie der Polykarven. Bäume und Sträucher

Naanolie.

neist der warmen Zone mit großen Blüten: Magnolie
Magnolie), Läriodendron (Tulpenbaum).
Magnus (lat.), der Große, Beiname vieler Fürsten.
Magnus, Herzog von Sächsen (1071 -1106), trat
daiser Heinrich IV, feindlich gegenüber, ward von ihm
viederholt unterworfen und gefäugen, gest. 28. Aug. 1106
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Magnus, Eduard, Genres und Porträtmaler, geb.
Jan. 1799 in Berlin, gest. das. als Prof. 8. Aug. 1872.
Piagnus, Gust. Chemiker und Physiker, geb. 2. Mai
802 in Berlin, 183469 Prof. der Physik und Techno—
ogie das., gest. 4. April 1870; bes. durch Untersuchungen
iber Gase und Wärme verdient.
Magnussen, Harro, Bildhauer, geb. 14. Mai 1861
n Hamburg, Schüler der Münchener Akademie, seit 1887
»on R. Begas. ESchuf bes. Porträtbüsten: Klaus Groth,
Allmers, Friedrich d. Gr., Bismarck; ferner Monumentalarbeiten:
 Bronzestandbild Bismarckks in Kiel (1897),
Friedrich d. Gr. in seinen letzten Tagen (18808, in Sans-—
souci), Statue des Kurfürsten Joachim II. (1900, Berliner
Siegesallee), Roons in Berlin (1904).
VPagnusson, Arni, Gelehrter, s. Arni Magnusson.
Maguusson (Magnusen), Finnur (Finn), nord. Ar—⸗
haolog, geb. 27. Aug. 1781 zu Skaholt auf Island, seit 1815
Prof. zu Kopenhagen, gest, das. 24. Dez. 1847; Übersetzung
owie sprachliche und mytholog. Erläuterung der Edda.
Mago, Hauptbegründer der Macht Karthagos im
3. Jahrh. v. Ehr., schrieb auch über Ackerbau. — M. der
Barkide, Eukel des Hamilkar Barkas, Bruder Hannibals,
efehligie unter diesem in Italien, mit Hasdrubal und
*anno in Spanien, gest. 203 oder 193 v. Chr. — Vgl.
Magog, s. Gog. [IFriedrich (1880).
Magot, Affe, s. Makal.
Magrab, s. v. w. Maghreb (s. d.).
Dagsamen, s. Papavor.
Magschaft, Magenschaft, s. Mage.
AMaguntiäcum (AMogontiäcum), lat. Name für Mainz.
Magura, Zipfer M., östl. Glied der Zentralkarpathen,
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Magus im Norden, s. Hamann, Joh. Georg.
Magyarefanad (spr. mäddijartscha-x), Großgemeinde
ungaͤr. Komitat Csanaͤd, an der Maros, (18900) 3026 6.
Maͤghyardiöszeg (spr.mäddjardiohßeg), ungar. Klein—
emeinde, s. Diöszeg.
Magyaren (sspr. maddjä.), der herrschende Volks—
tamm im transleithan. Teil der Osterr.-Ungär. Monarchie,
ur finn.⸗ugrischen Gruppe der easeen Völker⸗ und
SZprachenfamilie gehörig. Gesamtzahl in den Ländern der
ingar. Krone (1900) 8742301 Seelen, d. i. 631,4 Proz.
der Gesamtbevölkerung; davon in Ungarn 7833684 (51,34
Broz.), in Siebenbürgen 814994 (3281 Proz.), in Fiume
2842 (7,8 Proz.), in Kroatien und Slawonien 90781
3,28 Proz.). Außerdem noch in der Bukowina (8516)
ind Rumnien. (S. Ungarn, Ungarische Sprache, Unga—
rische Literatur sowie Karte; Deutschtum 1.)
Magyarorfzäg (spr. mäddjarorßahg, d. h. Magyaren⸗
ind), ungar. Name des Königr. Ungarn.
Magyarpeécska (spr. mäddjarpehtsch), ungar. Groß⸗
emeinde, s. Pecska.
Mahabaleschwar, Kurort in Brit.⸗-Ostindien, 1370 m
i. d. M, 75 kia südl. von der Stadt Puna.
Mahabharate, Name des großen Nationalepos der
Inder, als dessen Verfasser Viasa gilt und das in seiner
letzigen Gestalt etwa 100 000 Doppelverse (qloxka) aus
Janz verschiedener Zeit enthält. Das das schon
m 4. Jahrh. n. Chr. als Gesetzbuch galt, schilderte ur—
prüuglich den Kampf der Kurus oder Aenhet mit den
Pandavas und den Untergang der ersten, ist aber durch Zu—
ätze der mannigfachsten Art ganz veründert worden. Engl.
AÜbersetzung von Protap Chandra Roy (Kalkutta 1883 fg).
— Bgl. A. Holtzmann (4 Bde., 1892 — 95), Dahlmann
2 Bde., 1859 1902). [des ind. Gottes Civa.
Mahadeva (Mahadö), d. h. großer Gott, Beiname
Mahaffy, John Pentland, engl. Historiker, geb. 26. Febr.
839 in Chapponnaire am Genfer See, 1871 Prof. der
Iten Geschichte in Dublin; schrieb: „Greec social lfe“
6. Ausg. 1889), „Rambles and studies in Greece“
4. Aufl. 1892), „The Flinders Petri papyri“ (3 Bde.,
3899 1904) u. a.