Mah

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Mahonis Nutt, Mahonte, Pflanzengattg. der Berberi⸗
een, nordamerik. und asiat. eg M. aquifolium
Na, mit lederartigen, gefiederten Blättern und gelben
glütentrauben; immergrüner Zierstrauch.
Mahr, s. Mart.
Mahrati, ind. Sprache, s. Maräthĩ.
Mahratten, richtiger Marãthen, ih Hinduvolk
m sudwestl. Vorderindien, von Daman bis südl. von
SBoa, gründeten um die Mitte des 17. Jahrh. unter
Siwadschi (gest. 1680) ein großes Reich, das nach dessen
Tode in zwei Hälften, später (18. Jahrh.) allmählich in
viele kleine Staaten zerfiel, die 1817 uͤnd 1818 von den
Briten zu Vasallenstaaten gemacht wurden. Bedeutendste
— Baroda, Gwaliar, Indaur.
ähren, Markgrafschaft, Kronland des zisleithan.
Teils der sterr.« Ungar. Monarchie sKarte: Ssterrei—
chisch-Ungarische Monarchie I11], 22 222 4kw, (1800)
2437706 E. (davon 27,8 Proz. Deutsche,
71,30Proz. Tschechoslawen IKarte: Deutsch⸗
zum 1]; 95,4 Proz. kath, 2 Proz. Israe—
iten), durch die Böͤhm.Muähr. Höhe, ein bis
335 mn hohes, 7 Marchebene sich seukendes
Plateau, von Böhmen, durch das Mähr. Ge⸗
sente (s. Gesenke) von Schlesien, durch die
darpathen von Ungarn getrennt; im S. das
fruchtbare Mähr. Tiefland; Hauptfluß: die
Maich. Ackerbau (bes. Weizen in der Hanna,
Hülsenfrüchte, Funkelrüben 2c.) und Vieh—
zucht stehen in Blüte; Bergbau auf Eisen,
Stein- uud Braunkohle, Graphit; in der Hauptstadt Brünn
und den rauhern Gebirgsgegenden lebhafte Industrie, na⸗
mentlich Weberei. Landesordnung vom 26. Febr. 1861;
Landtag aus 100 Mitgliedern dessed entsendet in den
oͤsterr. Reichsrat 86 Abgeordnete. An der Spitze der innern
Landesverwaltung steht der Statthalter in Brünn; 6 Städte
mit eigenem Statut und 34 Bezirkshauptmannschaften.
Wappen zeigt Abb. 1116; Landesfarben: Gold-Rot. —
M., im Altertum von verschiedenen german. Stümmen be—
wohnt, ward im 6. Jahrh. von den slsaw. Morawern ein⸗
genommen, die ein weit ausgedehntes Königreich (Großz
M.) errichteten. Dasselbe war unter Swatopluk (gest. 804)
am mächtigsten, wurde aber unter dessen Sohn 908 aufgelöst,
blieb seit 1089 dem Königr. Böhmen zügeordnet. Erst
mit der Erhebung M.s zur Martgrafschaft (11897) er⸗
cheint ein eigener mühr. Hof und mähr. Hofämter. Im
14. Jahrh. kam M. unter die Regentschaft des luxemb.
Haufes und fiel, wiederum mit Böhmen verbunden, 1526
an sterreich; seit 1848 Kronland der österr. Monarchie
— Bgl. Dudik (12 Bde., 1860 — 88), Smolle (1881),
Brethoͤlz (1893 fg.), Schram (1803).
VBiahrenholtz, Richard, Historiker, geb. 283. April
1819 in Etgersleben bei Magdeburg, bis 1886 Gym—
rasialoberlehter in Halle, lebt seitdem in Dresden; eieb
»iogr. Werte über Moliere (1881), Voltaire (2 Bde.
188485), Neguatd (Iss7), Rousseau (1889), Jeanne
d'Arc (1880), Grillparzer (18802), Fenelon (1806) u. a.
Mahrikamiele, s. Heiris.
Daährisch⸗Budwitßz, Stadt und Sizt der Bezirksh.
u (790 qkun, 403638 E.) in Mähren, 4900) 3301 E.
Bährische Brüder, s. Böhmische Brüder.
Maͤhrisches Schneegebirge, Altvatergebirge, Teil
er Sudeten, im Großen Altvater 1490 m hoch.
Mährisch⸗Neustadt, Stadt in Mähren, (1900) 5080
*. deutsches Landes⸗Realgymnasinum.
Mahrisch⸗Ostrau, Bezirksstadt in Mähren, an der
Ostrawitza, (1900) 80 186 E.; Steinkohlenbergwerke, Hoch—
zfen, Walzwerke.
Mährisch⸗Schönberg, Bezirksstadt in Mähren, am
Teßfluß (zur March), (1900) 11636 E.; Tertilindustrie,
Web⸗, Ackerbauschule.
Maͤhrisch⸗Trübau, Bezirksstadt in Mähren, (1000)
O80 E., fürstl. Liechtensteinsches Schloß.
Mahrisch⸗Weißkirchen, s. Weißlirchen.
Mahwabutter, s. Bassiafette.
Mahwal, Pflauzenfaser, s. Bauhipis.
Mai (lat. Majus), fünfter Monat des Jahres (31 Tage);
nach der Göttin Maja 9. d.) benannt.
Mai, Ange ital. Philslog, geb. 7. März 1782 zu
Schilpario (Bergamo), Jesuit, 1813 Bibliothekar au der

Imbrosianischen Bibliothet zu Mailaud, 1849 an der
zZatikanischen zu Rom, gest. 9. Sept. 1854 als Kardinal
u Castelgandolfo; bekaunt durch seine Ausgaben griech.
ind roöm Schriftsteller nach von ihm entdeckten Haud—
Maia, s. Maja. sschriften.
Maiandros, kleinasiat. Fluß, s. Mäander.
Maigufstände, die revolutionauͤren Erhebungen im Mai
8489 in Dresden, Baden, der Rheinpfalz und andern Orten,
zie mit Hilfe preuß. Truppen schnell unterdrückt wurden.
Maiba, s. Tapir.
Maibaum, s. Maifest.
Maiblümchen, s. Convallaria.
Maiblume, s. Taraxacum und Polygonatum.
Maiblumenbaum, s. Cletura.
Maiden (engl. spr. mehd'n, „Jungfer“), ein Pferd,
as kein öffentliches Rennen gewonnen hat.
Maidenhead (spr. mehd'nhedd), Stadt in der engl.
Brafsch. Bertshire, r. an der Themse, (19001) 12980 E.
Maiden speeen (engl., spr. mehd'n spihtsch), Jungfern⸗
ede, die erstmalige Rede eines
Maidstone (spr. mehdst'n), Hauptort der engl. Grafsch.
sKent, am Medway, (18901) 33516 E.; Hopfendanden
Maidsuru (Biaisdlzuru), Kriegshasen an der Wakasa⸗
bai im japan. Ken Kioto (Nippon), ca. 6000 E.
Maie, s. Birke [Abb. 214].
Maienfeld (Mayenfeld), Stadt im schweiz. Kanton
Braubünden, r. am Rhein, (1888) 1227 E.
Maienwand (Maienwang); steile Berglehne im
chweiz. Kanton Wallis, über die sich der Grimselpaß von
der Hauseck (2182 m) zum Gletsch (1761 m) hinabzieht.
Maier (om lat. wajor), im Mittelalter Vorsteher
von Gutsuntertanen, Vogt; Verwalter eines Landguts
Maierhof); in Niedersachsen Besitzer eines Bauernguts
Maierguts), welcher von diesem dem Gutsherrn einen
ährl. Zins (Maierzins) zu entrichten hat.
Maifeier, Wellfeiertag der Arbeiter, wird nach Be—
chluß des internationalen Arbeiterkongresses von 1889
ltjährlich 1. Mai als Kundgebung der Arbeiterschaft
ür die Klassenforderungen des Proletariats und den Welt⸗
rieden begangeu.
Maifeld, s. Märzfeld. lund Mosel.
Daifeld, Landstrich in der Eifel, zwischen Nette, Elz
Maifest, vollstümliches Fest zu Anfang Mai, heidn.
lrsprungs. Am Abend vor dem 1. Mai (Walpurgis⸗
racht) lodert das Maifeuer, am 1. Maitag wird der
Maibaum aufgerichtet und umtanzt, der Maigraf (Mai—
önig) hält mit der Maigräfin (Maikönigin) einen fest—
ichen Umritt (Mairitt) durch den Ort u. dgl.
athich f. Alse IAbb. 54); auch Name des Schnäpels
enke).
Maiföhre, Maiforelle, die Seeforelle (s. Forelleu).
Maigefetze, die im Mai 1873 und 1878 erlassenen
—
ichen und über das Verbot von geistl. Orden und Kongre—
alionen, seit 1880 teilweise wieder außer Kraft gesetzk.
Maiglückchen, s. Convallaria.
Maigraf, s. Maifest.
Maikäfer (Melolontha), zur Familie der Blatthorn—
üfer, Unterfamilie der Laubkäfer, gehörige Käfergattg. mit
ehngliedrigen Fühlern, die in einer beim Männchen aus
FJgrößern, beim Weibchen aus 6 kleinern Blättern be⸗
tehenden Keule endigen. Gemeiner M. (I. ynlgaris Fabr.
Zäutskelett zeigt Abb. 861, bei Insekten), schwarz, an den
Iesten je ʒ weiße Dreiecke, Flůgeldecken braun, Fühler
ind Beine gelbbraun, gr schädlich als Käfer und Larve
Engerliug), fliegt im Mai, frißt die Blätter der Eiche,
Zuche 2c. Das Weibchen gest etwa 70 Eier in mehrern
en 5—10 om tief in lockere Erde. Der Engerling
Tafel: Entwicklungsgeschichte 1, 16] kriecht nach
1—6 Wochen aus und lebt unterirdisch bis zum Sommer
des pierten Jahres, schadet den Kulturgewüchsen Ie Be⸗
nagen der Wurzeln, verpuppt sich 25 1, 17] und kriecht
rach zweimonatiger Puppenruhe im Frühling des fünften
Jahres aus. Roßkastanien-M. (M. hippocastäani Fabr.),
leiner, Fühler und Beine schwarz, liebt Sandboden und
Eichengebüsch.
Maikammer⸗Alsterweiler, Dorf im bayr. Reg.⸗
Bez. Pfalz, (1905) 3298 E.; Eisen⸗- und Drahtwaren⸗
Maikong, s. Savannenhund. lindustric.